När en död kvinna hittas i ett stall strax utanför Reykjavik tar sig Helga an fallet. Hon upptäcker att offret hade en tioårig son som är spårlöst försvunnen. Jakten på pojken leder henne djupt in i det mörka och förrädiska vulkanlandskapet på ön. Till sin hjälp får hon den fåordige och ytterst motvillige polisen Bjarki. Men Bjarki är medlem i eliträddningsteamet på Island och Helga inser att hon verkligen behöver hans expertis i det här fallet.
När utredningen fördjupas inser Helga att hon jagar en seriemördare, och Bjarki blir en fast medlem av teamet. Deras kombinerade färdigheter – Helgas skarpa intellekt och juridiska skicklighet, samt Bjarkis fysiska styrka och orädda instinkt gör dem till ett oslagbart team. I en kamp mot klockan måste de hitta förövaren innan fler kvinnor dödas. Men vilket är motivet, och hur ska denne mördare stoppas?
Romanen kulminerar i en dramatisk jakt på Islands dramatiska högland, vilket banar väg för nästkommande böcker där Helgas team växer, kriminalfallen fortsätter utmana polisgruppen, lojaliteter ifrågasätts, familjedraman exploderar och relationen mellan huvudpersonerna fördjupas.
Michael Hjorth is one of the owners and founders of the succesful production company Tre vänner, creating films for both TV and screen. Apart from screen writing he has also acted as executive producer for several films.
The Sebastian Bergman series, which Hjorth has co-written together with Hans Rosenfeldt, has been a huge success in several countries and was also made into a TV series, aired by Swedish Television.
Eine brutal ermordete Frau wird aufgefunden und schnell steht fest, dass ihr zehnjähriger Sohn irgendwie Zeuge der Tat geworden sein muss. Doch der Junge ist verschwunden. Während die Ermittlungen anlaufen, übernimmt ausgerechnet die noch recht junge Polizistin Helga die Leitung des Falls. Unterstützung bekommt sie von einem Kollegen einer anderen Einheit, der sich in Islands rauer Vulkanlandschaft bestens auskennt. Gemeinsam beginnen sie die Suche nach dem Jungen, der sich möglicherweise irgendwo in der Wildnis versteckt hält. Doch schon bald wird klar, dass der Mord kein Einzelfall war. Ein Täter scheint gezielt Jagd auf alleinerziehende Mütter zu machen und die Zeit läuft…
„Schlafende Vulkane“ ist der Auftakt einer neuen Thrillerreihe, die auf Island spielt und konnte mich direkt neugierig machen. Hinter dem Buch steckt ein spannendes Autorenduo, und vor allem Michael Hjorth dürfte vielen Thrillerfans bereits durch die Sebastian Bergman Reihe bekannt sein.
Was ich bei skandinavischen oder auch isländischen Thrillern manchmal schwierig finde, ist dieser sehr trockene Nordic Noir Stil, bei dem das Lesen fast ein wenig anstrengend wird und man sich eher durch die Seiten arbeitet, als wirklich darin zu versinken. Genau das war hier aber überhaupt nicht der Fall. Das Buch liest sich extrem zugänglich, flüssig und angenehm. Auch die typischen Namensprobleme, die ich bei nordischen Thrillern gelegentlich habe, hielten sich hier absolut in Grenzen. Natürlich gibt es einige Ortsnamen oder Nebenfiguren, bei denen ich vermutlich im ersten Anlauf keine korrekte Aussprache hinbekommen würde, aber insgesamt blieb alles sehr angenehm lesbar. Gerade auch unsere beiden Hauptfiguren Helga und Bjarki tragen ja Namen, über die man beim Lesen nicht permanent stolpert.
Die beiden Ermittler konnten mich tatsächlich neugierig machen und wirken zumindest momentan so, als könnten sie ein harmonisches Duo abgeben. Helga ist noch neu im Team, muss sich erst beweisen und stößt nicht überall auf Begeisterung. Wer kennt solche Dynamiken innerhalb eines Kollegenkreises nicht? Ich hätte mir bei ihr nur stellenweise noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Ich habe das Gefühl bzw. Hoffnung, dass ihre Figur in den kommenden Bänden noch deutlich stärker ausgearbeitet werden könnte.
Ähnlich ging es mir mit Bjarki. Man merkt schnell, in welche Richtung seine Figur angelegt ist. Eher einsiedlerisch, wortkarg, ein wenig ruppig und dieser typische kernige Ermittlertyp, der lieber handelt als redet. Das funktioniert grundsätzlich gut und passt hier auch zum Fall, trotzdem hoffe ich auch bei ihm noch auf etwas mehr Charakterzeichnung abseits dieser eher klassischen Eigenschaften.
Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven, wobei der Hauptteil bei Helga und Bjarki liegt. Anfangs hatte ich kurz Sorge, dass die vielen Sichtweisen vielleicht zu unübersichtlich werden könnten, aber das war überhaupt nicht der Fall. Viele Perspektiven kehren regelmäßig zurück, andere tauchen nur kurz auf und liefern trotzdem wichtige Informationen für die Handlung.
Zusätzlich gibt es kursiv gesetzte Passagen aus Sicht des Täters, die sich relativ schnell als solche entpuppen. Gerade diese Einschübe sorgen für zusätzliche Intensität, wirkten auf mich stellenweise aber etwas ausführlicher als nötig. Teilweise wurden Taten, die durch die Ermittlungen bereits nachvollziehbar waren, aus Tätersicht noch einmal sehr detailliert aufgegriffen. Das hat für mich manchmal ein wenig den Effekt gehabt, als wolle man dem Täter im Nachhinein noch einmal besonders viel Raum geben.
Überhaupt ist „Schlafende Vulkane“ definitiv kein sanfter Thriller. Die Morde werden teilweise ziemlich brutal beschrieben und das Buch beschönigt dabei nichts. Gerade die Täterpassagen sind teilweise schonungslos und sehr direkt. Auch sprachlich wird es hier und da etwas vulgärer, allerdings nie so, dass es deplatziert gewirkt hätte. Es passt einfach zur düsteren Grundstimmung des Buches und zur Härte des Falls.
Was den Schreibstil angeht, bin ich wirklich hervorragend durch die Geschichte gekommen. Die Handlung entwickelt schnell einen richtigen Sog und die Spannungsschraube wird kontinuierlich angezogen. Spätestens als klar wird, dass es sich um einen Serienmörder handelt und möglicherweise weitere Opfer in Gefahr sind, entwickelt das Buch eine richtig starke Dynamik.
Und dass die Kulisse einfach wunderbar passend war, wird spätestens im Showdown klar. Gerade die Beschreibungen der kargen Vulkanlandschaften haben unglaublich viel Stimmung erzeugt. Immer wieder lag über der Geschichte dieses Gefühl von Isolation und Kälte, was perfekt zum Fall gepasst hat. Vor allem die Szenen draußen in der rauen Natur hatten eine richtig starke Wirkung auf mich.
Ein paar kleinere Kritikpunkte hatte ich trotzdem. Manche Entwicklungen waren für meinen Geschmack etwas zu vorhersehbar und auch die Tatsache, dass die Identität des Täters relativ zeitig klar war, hat ein bisschen was rausgenommen. Ab diesem Zeitpunkt verlagerte sich die Spannung eher darauf, wie man ihn letztlich überführen würde. Auch die Auswahl der nächsten Opfer war meilenweit voraus zu sehen.
Trotzdem hat das meinen Lesespaß insgesamt kaum geschmälert. Ich habe mich durchgehend sehr gut unterhalten gefühlt, mochte die düstere Atmosphäre, die isländische Kulisse und die Dynamik zwischen den Ermittlern unglaublich gern und freue mich definitiv darauf, die Reihe weiterzuverfolgen. Das Ende kommt sogar mit einem kleinen, aber feinen Cliffhanger daher, so dass ich sehr neugierig bin wie die Reihe weitergehen wird. Ein wirklich gelungener Reihenauftakt und zum Glück erscheint Teil 2 bereits im November 2026.
If reality reflected fiction on Iceland, there would be no people left. I think I wrote that for another murder mystery set on Iceland that I read earlier this year, and it's still true.
In this particular setting, a woman is found murdered in a horse stable. Her son is missing and there is a desperate race to find him because he freezes to death. And then another woman is murdered and there is a pattern. There's a serial murderer on the loose, targeting single mothers.
It's quite gripping and horrible, but without adding anything new. But then again, you don't really pick up this genre to experience anything new, do you?
Da ich sowohl die Sebastian Bergmann Reihe als auch Krimis, die in Island spielen, liebe, war ich sehr gespannt, was herauskommt, wenn sich Michael Hjorth mit einem neuen Schreibpartner zusammentut. Rückblickend hätte ich mit etwas weniger hohen Erwartungen zu dem Buch greifen sollen, denn für mich war das leider kein Krimi der sich in irgendeiner Weise abhebt. Es war nicht per se schlecht, denn der Schreibstil ist flüssig und lässt sich angenehm lesen. Die beiden Hauptfiguren Helga und Bjarki sind sympathische Charaktere. Aber mir hat es an Spannung und Originalität gefehlt. In „Schlafende Vulkane“ bekommt die junge Kommissarin Helga ihren ersten großen Fall übertragen. Im Polizeiteam hat sie sowohl Neider, als auch Unterstützer. Allgemein herrscht eine eher freundschaftliche Atmosphäre und es fiel mir leicht, Helga und die Kriminaltechnikerin Yvette ins Herz zu schließen. Obwohl ich sie mag, ist Helga eine relativ blasse Protagonistin. Deutlich mehr Ecken und Kanten hat dagegen Bjarki, ein Streifenpolizist, der für diesen selbstgewählten Job überqualifiziert scheint. Durch sein ganzes Auftreten (Motorradfahrer, unkonventionelle Arbeitsweise) weckt er den Wunsch des Lesers, mehr über ihn zu erfahren. Der Kriminalfall, aufgrund dessen dieses Polizeiteam zusammengestellt wurde, befasst sich mit einem skrupellosen Serienmörder, der nach einem bestimmten Muster Frauen im Internet sucht, um seine persönliche Vendetta zu verfolgen. Die Vorkommnisse sind ekelerregend und grausam aber für einen erfahrenen Krimileser war das Motiv leider nichts Außergewöhnliches. Es ist nicht so, dass ich mir einen brutaleren Fall gewünscht hätte, aber einen, der weniger austauschbar wirkt. Die Identität des Täters wurde leider sehr früh enthüllt und generell war die komplette zweite Hälfte sehr vorhersehbar. Meine Vermutung über das nächste Opfer und wie alles ausgehen wird hat sich bewahrheitet. Teilweise kam mir der Verlauf der Handlung auch sehr erzwungen vor. Wer bitte geht nackt und alleine in einer heißen Quelle baden, wenn ein Serienmörder hinter einem her ist? Insgesamt fand ich „Schlafende Vulkane“ okay, war aber auch froh, als ich es beendet hatte. Trotzdem überlege ich, der Reihe eine zweite Chance zu geben und den Folgeband zu lesen, der im Herbst erscheint. Allein schon um zu erfahren, wie es mit Helga und Bjarki privat weitergeht.
Dies ist mein erster Thriller vom Michael Hjorth, dessen Thriller mir meine Freundin Claudia laufend ans Herz legt. Sie hat die gesamte Sebastian Bergmann Reihe verschlungen. Hier schreibt der schwedische Autor jedoch gemeinsam mit dem Isländer Bjarni Thorsson. Der Thriller spielt auf Island.
Schon die Leseprobe hat mir sehr gut gefallen und den Wunsch geweckt, unbedingt weiter lesen zu wollen. Als Hilmar frühmorgens die Pferde im Reitstall versorgen möchte, findet er in der einzigen leeren Pferdebox eine nackte Frauenleiche. Helga Jónsdóttir, die erst die Polizeischule beendet hat, wird wegen Personalmangels zum Tatort gerufen. Es ist ihr erster Mordfall und sie fühlt sich noch etwas unsicher. Nachdem die Tote identifiziert ist, ist man auf der Suche nach ihrem zehnjährigen Sohn Kristoffer, der anscheinend aus dem Elternhaus geflüchtet ist. Die Suche nach ihm gestaltet sich äußerst schwierig, denn Kristoffer scheint in die Richtung der gefährlichen Lavafelder gelaufen zu sein. Verkehrspolizist Bjarki, der früher bei der Mordkommission gearbeitet hat, aber wegen seiner Eigengänge versetzt wurde, macht sich mit Spürhund Salka auf die Suche. Er ist ein Einzelgänger und kennt die Gegend wie kein anderer. Doch bald darauf passiert ein weiterer Mord. Wieder ist es eine junge alleinerziehende Frau, die in die Fänge des Täters gelangt ist. Bald ist klar: Wir haben es mit einem Incel, einem frauenverachtenden Täter zu tun, der seine Morde filmt und an den Meistbietenden im Darknet verkauft. Opfer sind alleinstehende Frauen mit Kind.
Wir lesen aus verschiedenen Sichten und raschen Perspektivwechsel erhöhen die Spannung. Auch der Täter kommt in eingeschobenen Kapiteln zu Wort. Wir dürfen in seinem Kopf schauen, was viele Szenen noch unangenehmer macht. Man ist hautnah dabei, wie er seine perversen Ideen umsetzt und diese zu Geld machen will. Er ist schlau und entkommt der Polizei immer wieder aufs Neue, was Helgas Platz als Teamleiterin nicht unbedingt stärkt. Sogar die Hintergrundgeschichte des Mörders wurde mit erstaunlicher Tiefe ausgearbeitet.
Die Charaktere sind alle voller Ecken und Kanten. Durch die verschiedenen Perspektivwechsel und Sichten der Ermittler, lernen wir alle von ihnen gut kennen. Das Team wirkt dynamisch, auch wenn Kollege Benni immer wieder seine Spitzen gegen Helga austeilt, die er abfällig "Die Schwedin" nennt. Helga, halb Schwedin und halb Isländerin, lebt gerade in Scheidung. Sie ist jung, ehrgeizig und äußerst sympathisch. Als "Frischling" im Team wird es ihr nicht immer leicht gemacht. Ihr passieren im Laufe des Falles auch noch einige Fehler, die vor allem Benni, aber auch ihren geltungssüchtigen Chef Gisli Freyr, kritisieren. Doch Helga hat ein gutes Gespür und mit Bjarki, der sich nicht immer an die Regeln hält, einen starken Partner an ihrer Seite.
Der Schreibstil ist wunderbar atmosphärisch und bildhaft, hat aber auch ein sehr hohes Tempo. Die kurzen Kapitel verleiten einem "schnell noch ein weiteres" lesen zu wollen. Vor allem die düsteren Schauplätze, die beklemmende Stimmung und die Einblicke in das Darknet haben den Thriller noch eindringlicher wirken lassen. Nicht nur, die für uns ungewöhnlichen Namen, sondern auch die wunderbaren Naturbeschreibungen geben dem Leser das Gefühl, mit auf dieser einzigartigen Insel im Norden zu sein. Erst vor Kurzem habe ich zwei Thriller gelesen, die zwar mit einem spannenden Setting überzeugt haben, bei denen jedoch nie wirklich das Gefühl entstanden ist, tatsächlich vor Ort zu sein. Im Gegensatz zu vielen skandinavischen bzw. isländischen Thrillern, die eher ruhig erzählt sind, setzen Hjorth und Thorsson auf ein hohes Tempo, wodurch man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Zum Ende hin wird die Spannungskurve nochmals erhöht und endet in einem richtigen Showdown, der nicht zu überzogen wirkt, wie oftmals bei anderen Thrillern.
Fazit: Ein fulminanter Start der neuen Island-Thriller-Reihe von Michael Hjorth und Bjarni Thorsson, die ich auf jeden Fall weiterlesen werde. Spannend, atmosphärisch und düster. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!
Worum geht’s? Eine Frau wird grausam ermordet aufgefunden. Die junge Polizistin Helga ist als einzige greifbar und bekommt damit ihre erste Mordermittlung. Doch es bleibt nicht der einzige Mord in diesem Fall. Während sie gemeinsam mit Bjarki nach dem Sohn des ersten Opfers sucht, sucht der Täter bereits sein nächstes Opfer.
Meine Meinung: Mit „Schlafende Vulkane“ starten Michael Hjorth und Bjarni Thorsson ihre neue Island-Thriller-Reihe rund um Helga und Bjarki. Und selten hat mich ein Reihenauftakt so gnadenlos gepackt wie dieses Buch. Schon nach wenigen Seiten lag diese kalte, bedrohliche Stimmung über allem, die sich immer weiter zuschnürt, bis man irgendwann komplett in der Geschichte festhängt. Schlaf? Vernunft? Komplett überschätzt. Es blieb nie bei „nur noch ein Kapitel“.
Der Schreibstil war unglaublich atmosphärisch und gleichzeitig rasant. Man fliegt förmlich durch die Seiten, während sich die Spannung immer weiter aufbaut. Besonders stark fand ich dabei die Figuren. Für mich steht und fällt eine Thrillerreihe mit ihren Ermittlern und hier haben wir wirklich ein Team, das enormes Potenzial mitbringt. Helga mochte ich sofort. Sie wirkt jung, ehrgeizig und gleichzeitig angenehm menschlich. Auch Bjarki und Yvette fand ich unglaublich spannend und selbst Benni wurde schon so aufgebaut, dass ich unbedingt mehr von ihm lesen möchte. Im Team entsteht eine Dynamik, die sich nicht konstruiert anfühlt, sondern lebendig und echt.
Auch der Fall selbst hat mich sofort abgeholt. Dieses permanente Kribbeln im Nacken war von Anfang an da. Die Ermittlungen entwickeln sich schnell, aber nie chaotisch. Stattdessen wirkt alles durchdacht und authentisch aufgebaut. Immer wenn man denkt, kurz Luft holen zu können, zieht das Tempo wieder an und der nächste Schock wartet bereits. Besonders die düsteren Schauplätze, die bedrückende Atmosphäre und die Einblicke ins Darknet haben das Ganze noch intensiver gemacht. Die Opferbilder waren teilweise wirklich heftig und genau dadurch wirkte die Bedrohung so greifbar. Was mir außerdem richtig gut gefallen hat: Der Täter bleibt nicht einfach nur „der Böse“, sondern bekommt Tiefe. Wir dürfen in seinen Kopf schauen und genau das macht viele Szenen noch unangenehmer. Dieses Gefühl, dem Grauen immer näher zu kommen, während der Täter längst schon den nächsten Schritt plant, zieht sich durch das komplette Buch.
Und dann dieser Showdown. Brutal. Schnell. Nervenaufreibend. Die Spannungsschraube wurde immer weiter angezogen, bis zur Eskalation. Dazu noch ein persönlich-emotionaler Cliffhanger am Ende, der sofort Lust auf Band zwei macht. Ehrlich, ich will einfach direkt weiterlesen.
Fazit: Mit „Schlafende Vulkane“ liefern Michael Hjorth und Bjarni Thorsson einen Thrillerauftakt ab, der düster, brutal und unglaublich fesselnd ist. Ein starkes Ermittlerteam, ein atmosphärisches Island-Setting, grausame Morde und ein durchgehend hohes Tempo machen das Buch zu einem echten Pageturner. Besonders die Mischung aus psychologischer Spannung, rasanten Ermittlungen und den emotionalen Momenten innerhalb des Teams hat für mich perfekt funktioniert. Für Thrillerfans, die Gänsehaut, Jagdgefühl und nervenaufreibende Spannung lieben, ist diese neue Reihe definitiv ein Must-Read.
Klappentext: Blond, blass und splitterfasernackt ist die junge Frau, die ermordet in einem Reitstall am Rande von Reykjavik liegt, von ihrem 10-jährigen Sohn fehlt jede Spur. Es ist die erste Mordermittlung für Helga Jónsdóttir vom Dezernat für Gewaltverbrechen. Die frischgebackene Polizistin vermutet, dass der Junge vor seinem gewaltbereiten Vater geflohen ist und sich in den Höhlen der isländischen Vulkanlandschaften versteckt. Eine lange Überlebenschance hat er nicht. Um ihn zu finden, bittet sie Bjarki um Hilfe, denn niemand kennt die Wildnis besser als er. Während Helga und Bjarki fieberhaft nach dem Jungen suchen, wird eine weitere Frau tot aufgefunden. Der Mörder scheint seine Taten akribisch zu planen. Er ist, das wird Helga klar, so genial wie skrupellos; und bereit, über alle Grenzen zu gehen.
„Schlafende Vulkane“ ist der Auftakt der Thriller-Reihe Helga & Bjarki von Michael Hjorth und Bjarni Thorsson.
Helga Jónsdóttir vom Dezernat für Gewaltverbrechen ist noch nicht lange Ermittlerin. Jetzt soll sie ihren ersten Fall selbstständig leiten. Eine Frau wird tot in einem Reitstall aufgefunden. Es stellt sich schnell heraus, dass die Tote einen 10-jährigen Sohn hat, der spurlos verschwunden ist. In der Wohnung gibt es Hinweise, dass der Junge durch ein kleines Fenster entkommen konnte. Vor dem Mörder? Der verschwundene Junge bereitet Helga große Sorgen und sie bittet Bjarki, der sich wie kein anderer in der Vulkanlandschaft auskennt, um Hilfe. Kurz darauf wird wieder eine Frau tot aufgefunden. Helga steht unter Zeitdruck und gerät in die Kritik ihrer Kollegen.
Mittlerweile gibt es einige Kriminalromane und Thriller, die Island als Handlungsort erkoren haben. Ich lese sie immer wieder gerne. Die raue und dünn besiedelte Landschaft bietet sich regelrecht an. Michael Hjorth und Bjarni Thorsson machen sich das auch zunutze. Sie beschreiben die Landschaft sehr anschaulich.
Zu Beginn gerät der Vater des verschwundenen Jungen in Verdacht, doch dazu passt das zweite Todesopfer nicht.
Die Leser*innen können zwischendurch die Gedanken des Täters lesen, doch wer es sein könnte, bleibt bis kurz vor dem Ende im Verborgenen.
Die beiden Autoren bauen recht schnell Spannung auf und halten sie auch bis zum Ende aufrecht.
Die Charaktere sind gut gezeichnet und mir sympathisch. Helga Jónsdóttir zweifelt manchmal an sich selbst, traut sich selbst nicht immer zu, den Fall, der ihr übertragen wurde, zu lösen. Dabei ist sie eine starke und selbstbewusste Frau. Mir war sie gleich sympathisch. Genauso der Polizist Barki, der früher selbst Ermittler war und jetzt zur Streifenpolizei gehört. Er ist etwas verschlossen und kommt manchmal mürrisch rüber. Dabei ist er nett und hat einen weichen Kern: In beiden Charakteren steckt viel Potenzial und ich freue mich, noch mehr Fälle mit ihnen zu lösen.
Michael Hjorth und Bjarni Thorsson haben einen flüssigen und gut verständlichen Schreibstil. Die Autoren haben mich schnell mit ihrer Geschichte gefesselt.
„Schlafende Vulkane“ ist ein spannender Island-Thriller. Ich freue mich schon auf den 2. Band „Stumme Fjorde“, der im November erscheinen soll.
Die Kriminalermittlerin Helga Jónsdóttir hat gerade ihre neue Stelle beim Dezernat für Gewaltverbrechen der Kripo Reykjavik angetreten, als in Hafnafjörður in einer Pferdebox eine übel zugerichtete Tote gefunden wird. Es stellt sich heraus, dass die junge Mutter aus ihrer Wohnung entführt wurde und ihr 10-jähriger Sohn Kristófer vor dem Täter oder den Tätern in das naheliegende Lavafeld geflüchtet ist. Da Kristófers Vater Finnur für die Polizei kein Unbekannter ist, eilt die Fahndung nach dem Jungen und die Ermittler ziehen ihren Ex-Kollegen Bjarki mit seiner bereits pensionierten stattlichen Suchhündin Salka hinzu, der inzwischen bei der Verkehrspolizei arbeitet. Bjarki, der sich im Gegensatz zu den Ermittlern aus der Hauptstadt selbst als Outdoor-Menschen einordnet, bewegt sich zu Pferd wie zu Fahrrad flink im Gelände. Sein spezielles Talent, die Natur und Tatorte zu lesen, wird dem Ermittler-Team noch gute Dienste leisten.
Während Helgas Situation als alleinerziehende Mutter einer 6-jährigen Tochter aktuell von ihrem Ex-Mann für einen Sorgerechtsstreit ausgenutzt wird, fragen die Leser:innen des bi-nationalen Autoren-Duos sich, wie Helga vom Jugendamt in Stockholm ausgerechnet zur Polizei Reykjavik gelangte, warum Bjarki nicht mehr beim Drogendezernat tätig ist und welche Vorgeschichte die Kriminaltechnikerin Yvette bisher verbirgt. Durch die zunächst nur angedeuteten Vorgeschichten der Ermittler bauen die Autoren zusätzlich zu den makabren Verbrechen subtile Spannung auf, ob die drei Kollegen durch persönliche Schwächen die Ermittlungen torpedieren könnten. Zugleich steht Helga unter dem Druck, dass Kollege Benni sie als Konkurrentin wertet und unablässig über „die Schwedin“ lästert, die ihm den begehrten Posten weggeschnappt hat. In einem weiteren, kursiv gedruckten Handlungsfaden verfolgen wir den Gedankenstrom des Täters und schauen ihm praktisch über die Schulter.
Als eine zweite ähnlich brutale Tat geschieht, steht fest, dass ein Serientäter nach einer höchst makabren Agenda handelt und weitere Frauen sich in großer Gefahr befinden. Durch die Angst, Islands Ruf im Ausland könnte geschadet werden, stehen die Ermittler unter besonderem Druck. Die so spannende wie brutale Handlung, die im Verlauf einer Woche stattfindet, erhält aus meiner Sicht besonderen Pfiff durch die Figur des Bjarni, der obwohl stetig von Kollegen abgewertet, im Verdächtigen einen würdigen Gegner für sich als Naturburschen sieht und stur seine halboffiziellen Ermittlungen verfolgt.
Fazit Mit gleich drei Ermittler:innen samt ihren Ecken und Kanten, die berufliche Umbrüche hinter sich haben und gern einmal den Dienstweg umgehen, zeichnen sich in einer Serie makabrer Frauen-Morde Konflikte innerhalb des Teams ab, aber auch ganz persönliche Motive, aus denen Ermittler sich mit Opfern oder Zeugen besonders identifizieren. Dass Umwege auf den einzelnen Berufswegen die Stärke dieses sehr diversen Teams sind, macht neugierig auf die Fortsetzung der Serie.
--- Serieninfo: Band 2 Stumme Fjorde ist bereits angekündigt
Mörderisches Island: Starker Aufbau, kleiner Fehler zum Schluss
SCHLAFENDE VULKANE Island-Thriller - Helga & Bjarki Band 1
Worum geht’s: Island im Heute. Brutale Morde an alleinstehenden Frauen halten die Insel in Atem. Die Einheit für Gewaltverbrechen schickt ihre jüngste Ermittlerin, die Schwedin Helga ins Rennen. Schon nach wenigen Momenten wird klar, dass sie unbedingt die Hilfe von Bjarki, einem passionierten Mitarbeiter der isländischen Rettungsstaffel, braucht. Die Allianz der beiden verläuft wie der Fall, nicht wie geplant.
Meine Bewertung: ★★★★☆ (4 von 5 Sternen)
Rückblickend war es ein absoluter Vorteil, völlig unvoreingenommen an dieses Buch heranzugehen. Da ich die Autoren bereits von ihrer gemeinsamen Kriminalroman-Reihe „Ein Fall für Sebastian Bergmann“ kenne, hätte eine bestimmte Erwartungshaltung den Blick verstellen können. Während die Bergmann-Bücher als klassische Krimis gelten, ist die neue Island-Reihe als Thriller deklariert. Solche Genre-Zuschreibungen haben bei mir schon oft falsche Erwartungen geweckt, die dem eigentlichen Leseerlebnis letztlich im Weg standen. Wie sich dieser Neustart schlägt, lässt sich am besten im folgenden Fazit zusammenfassen.
DAS FAZIT: Die eingängige Story entwickelt schnell ein starkes Momentum und wird durch packende Ereignisse perfekt ergänzt. Island wird so bildhaft und detailreich beschrieben, dass meine Neugier auf Land und Leute nur noch mehr entfacht wurde. Auch die Charaktere überzeugen durch ihre tiefgründigen, klar definierten Eigenschaften. Die Besonderheiten der isländischen Infrastruktur fügen sich zudem als gelungene Ergänzung in die durchweg spannende Erzählung ein. Dank der relativ kurzen Kapitel gelingt es, kontinuierlich Spannungsbögen aufzubauen, die in ihrer Brutalität und Perfidie eher an einen Kriminalroman erinnern. Das hohe Tempo animiert ununterbrochen zum Weiterlesen.
Einziger Wermutstropfen bleibt das Finale: Die letzte Wendung beruhte – ganz ohne Spoiler – auf einem allzu einfachen Fehler. Das hat den ansonsten sehr guten Gesamteindruck leider etwas getrübt.
Trotz der kleinen Schwächen am Schluss bin ich definitiv angefüttert: Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil dieser Reihe – „Stumme Fjorde“ (erhältlich ab dem 13.11.2026) – und bin gespannt, wie es mit den Protagonisten Helga und Bjarki weitergeht!
Autoren: Michael Hjorth & Bjarni Thorsson Rowohlt Verlag Deutsche, sehr gelungene Übersetzung: Wibke Kuhn
Die noch unerfahrene Polizistin Helga Jónsdóttir soll ihren ersten eigenen Mordfall übernehmen. In einem Reitstall in der Nähe Reykjaviks wurde eine tote, nackte Frau aufgefunden. Noch unsicher nimmt Helga die Ermittlungen auf. Der zehnjährige Sohn des Opfers scheint aus der gemeinsamen Wohnung geflohen zu sein. Um den Jungen ausfindig zu machen, bittet sie Bjarki um Hilfe. Der Isländer ist ebenfalls Polizist, arbeitet aber nur noch als Verkehrspolizist. Er ist mit Island bestens vertraut und kennt Land und Leute. Zudem hat er sich auf das Auffinden vermisster Personen spezialisiert. Gemeinsam machen sich die beiden auf die Suche. Doch schon bald wird eine weitere tote Mutter aufgefunden. Der Autor Michael Hjorth war mir schon bestens bekannt durch die Sebastian Bergman-Reihe, die er gemeinsam mit Hans Rosenfeldt geschrieben hat. Nun also eine neues Autoren-Duo, dieses Mal ergänzt durch Bjarne Thorsson, einem Isländer. Die beiden haben eine interessante und spannende Ermittlungsgruppe ins Leben gerufen, die durch Bjarki perfekt ergänzt wird. Helga ist Halbschwedin und mit ihrer Tochter erst vor vier Monaten von Stockholm nach Island gezogen. Eigentlich ein Stadtmensch, aber sehr hartnäckig und mit Biss. Ganz anders als der sehr bodenständige Bjarki, der auch gerne mal die geltenden Regeln auf seine Weise auslegt. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, bei denen die einzelnen Teammitglieder zu Wort kommen, der Focus liegt jedoch auf der Sicht von Helga und Bjarki. Auch in die Sicht des Täters erhält man Einblick. Hier gibt es immer wieder Einschübe, die die Denkweise des Serientäters vermitteln. Das Tempo ist hoch, es passiert ständig etwas und durch die vielen Perspektivwechsel erhält man ein gutes Gesamtbild. Es gibt zwar einige heftige Szenen, dennoch ist die Erzählweise eher ruhig, aber dennoch sehr spannend. Was mir besonders gut gefallen hat, waren die Beschreibungen der wilden Natur Islands. Ich war zwar noch nie da, konnte mir aber trotzdem ein gutes Bild machen und die Lust einmal Island aufzusuchen ist auf jeden Fall geweckt. „Schlafende Vulkane“ hat mir richtig gut gefallen, besonders die beiden Protagonisten habe ich schon jetzt ins Herz geschlossen. Im November soll bereits der zweite Band „Stumme Fjorde“ erscheinen. Ich freue mich schon jetzt darauf.
Spannend und intelligent "Schlafende Vulkane" von Michael Hjorth und Bjarni Thorsson ist der Auftakt der Helga & Bjarki, einer Island-Thriller-Reihe. Da ich ein großer Fan der Sebastian-Bergman-Reihe bin, musste ich das Buch natürlich gleich lesen. Kriminalermittlerin Helga Jónsdóttir ist neu im Dezernat für Gewaltverbrechen der Kripo Reykjavik und erhält die Leitung der Ermittlungen im vorliegenden Fall fast zufällig. Eine junge Frau wird in einer leeren Pferdebox gefunden, nackt und tot. Sehr schnell stellt sich heraus, dass ihr 10-jähriger Sohn Kristófer vor dem Täter fliehen konnte und schnell gefunden werden muss, um eine Überlebenschance zu haben. Dabei steht ihr der Verkehrspolizist Bjarki und der Suchhund Salka zur Seite. Bjarki war früher auch bei der Kriminalabteilung und bringt sehr viel Wissen und Erfahrung im Gelände mit. Ruhe kommt hier aber nicht in den Fall, denn schon wieder wird eine tote Frau aufgefunden, wieder eine alleinerziehende Mutter. Serienmörder sind hier die absolute Novität und der Fall bekommt eine ganz andere Wertung. Während die Ermittlungen laufen, bekommen wir als Lesende Einblicke in die Gedanken und Taten der Ermittler, Opfer und auch des Täters. Die kurzen Kapitel erhöhen das Tempo und die Spannung des ansonsten eher ruhig geschriebenen Thrillers. Gerade für die Ermittler und ihren Werdegang habe ich mich sehr interessiert, aber noch lange nicht alle Fragen beantwortet bekommen. Der Fall ist mit diesem Buch abgeschlossen, aber auf weitere mit diesen Ermittlern bin ich sehr gespannt, da wurde es gerade erst so richtig spannend.
Ein packender Auftakt, der süchtig macht! Mit „Schlafende Vulkane“ ist Michael Hjorth und Bjarni Thorsson ein absolut fesselnder Auftakt ihrer neuen Island-Thriller-Reihe gelungen, der mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen hat. Das Ermittlerduo Helga und Bjarki bekommt es mit einem skrupellosen Mörder zu tun: In einem Reitstall am Rande von Reykjavik wird eine junge Frau tot aufgefunden und ihr zehnjähriger Sohn ist verschwunden. In der isländischen Vulkanlandschaft ist die Überlebenschance für den Jungen eher gering. Und dann wird auch noch eine zweite tote Frau aufgefunden.
Obwohl mir das Autorenduo bisher unbekannt war, hat mich ihr Schreibstil sofort überzeugt. Die kurzen Kapitel erzeugen ein unglaubliches Tempo und einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann – ein klassischer Page-Turner, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Der Schreibstil der beiden Autoren harmoniert wunderbar: flüssig, atmosphärisch dicht und mit einem feinen Gespür für die isländische Kulisse.
Besonders begeistert hat mich die Charakterzeichnung – alle Figuren sind vielschichtig und mit echten, glaubwürdigen Problemen ausgestattet. Gerade diese menschliche Unvollkommenheit macht sie so authentisch und packend. Stellenweise ist der Thriller durchaus brutal, doch das verleiht der Handlung eine Intensität und Glaubwürdigkeit, die man so selten findet. Ein kurzweiliges, mitreißendes Lesevergnügen, das Lust auf mehr macht. Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Band!
Als ich die Programmvorschau des Rowohlt Verlags sah, war klar: Dieses Buch muss ich unbedingt lesen: "Schlafende Vulkane" vom Autorenduo Michael Hjorth und Bjarnis Thorsson, erschienen im Rowohlt Verlag, passt einfach perfekt in mein Beuteschema. Ein Serienmörder, nordische Kälte und ein starkes Ermittlerteam versprechen Hochspannung.
Die Autoren katapultieren mich instand mit einer düsteren Szene in die Storyline rund um einen frauenverachtenden und perversen Mörder, der seine Morde und Vergewaltigungen filmt und sie an den Meistbietenden im Dark Net verkauft. Dabei schaffen es die Autoren, durch wechselnde Perspektiven der Ermittler und immer wieder eingeschobene Kapitel aus der Sicht des Mörders meinen Lesefluss permanent anzuregen.
Durch die sich ändernden Perspektiven bekomme ich tiefe Einblicke in die Seele und die Gefühlswelt der einzelnen Ermittler, und ihr Tun und Handeln wirkt authentisch. Dabei zeichnen die Autoren durch die Bank Charaktere mit Ecken und Kanten, wie ich persönlich es liebe.
Der Spannungsbogen ist schnell und komplex, sodass ich das Buch zu keinem Zeitpunkt mehr aus der Hand legen konnte. Das Storytelling ist dabei schnell, nicht so breit gefächert wie oft bei isländischen Thrillern. Hier passiert permanent etwas, und so flog ich nur so durch die Seiten dieses hochkarätigen Thrillers. Denn atemlos folgte ich den Ermittlern bis hin zum Showdown in der isländischen Hochebene.
Dieses Buch ist ein Must-Read für echte Thrillerfans, das ich mit 5 von 5 Sternen nur weiterempfehlen kann. Ich hoffe, das Autorenduo arbeitet schon an Lese-Nachschub!
Ich habe bereits die Sebastian-Bergmann-Reihe gelesen und war daher sehr neugierig auf das erste Buch des neuen Autorenduos. Auf Island als Handlungsort habe ich mich ebenfalls gefreut und war gespannt auf die Umsetzung.
Nachdem der Anfang etwas zäh gestartet ist, hat sich die Spannung danach ziemlich konstant durch das ganze Buch gezogen. Es gab einige spannende Momente, bei denen ich sehr gespannt war, wie es weitergehen würde.
Besonders gut gefallen hat mir das neue Ermittler-Duo Helga und Bjarki. Die beiden wirkten glaubwürdig und waren alles andere als perfekt. Helga ist ehrgeizig, manchmal etwas stur und trifft nicht immer die besten Entscheidungen. Bjarki war mit seiner Erfahrung und lockeren Art ein guter Gegensatz. Auch das Zusammenspiel im Team und die kleinen Reibereien unter Kollegen haben mir gut gefallen und wirkten authentisch.
Interessant waren die Perspektivwechsel. Man begleitet nicht nur die Ermittler, sondern bekommt zwischendurch auch Einblicke in die Gedanken des Täters. Ziemlich beklemmend, aber für einen Thriller hat es für die notwendige Spannung gesorgt.
Die Atmosphäre hat mir sehr gut gefallen. Die raue isländische Landschaft passt perfekt zu der düsteren Handlung und wurde so bildhaft beschrieben, dass man sich alles gut vorstellen konnte.
Insgesamt ein spannender Thriller mit tollen Charakteren und einer starken Atmosphäre. Für mich persönlich kein Vergleich zu der Sebastian-Bergmann-Reihe, aber dennoch ein gelungener Reihenauftakt.
Das Cover ist perfekt passend zum Setting gestaltet und hat gleich meine Blicke angezogen. „Schlafende Vulkane“ ist der erste Fall einer neuen Serie des bekannten schwedischen Autors Michael Hjorth, von dem ich schon sehr viel gelesen habe; geschrieben gemeinsam mit Bjarni Thorsson und ein typischer Island Krimi. Ich bin ein Fan dieses Genre und aufgrund der Schauplätze mag ich Island Krimis besonders. Dieser Reihenauftakt beinhaltet einen äußerst spannenden, mitreißenden Fall, komplex gestaltet, spannend in kurzen, raschen Kapiteln geschrieben, eben wie man es von Hjorth gewohnt ist. Eingebaut wurde laufend die Perspektive, sprich das Gedankengut des Täters, was dem ganzen einen besonderen Spannungsbogen verlieh und die Schreibweise etwas besonders und anders gemacht hat. Das Ermittlerteam war mir sehr sympathisch, deren persönlichen Probleme und Lebensläufe zwar vorhanden und gut ausgearbeitet waren, trotzdem nicht in den Vordergrund drängten. Der Fall selbst ist eher klassisch, nicht wirklich Neues, jedoch spannend präsentiert und definitiv nichts für Zartbesaitete. Einiges bleibt offen, sodass die Fortsetzung(en) mit Sicherheit folgen werden. Resümee: ich freue mich dass es sich um eine Reihe handelt, ich bin sicher beim nächsten Band auch dabei.
In einem Reitstall am Rande von Reykjavik wird die Leiche einer Frau gefunden, von ihrem 10jährigen Sohn fehlt jede Spur. So beginnt die erste Mordermittlung für die frischgebackene Polizistin Helga. Gemeinsam mit Bjarki macht sie sich auf die Suche nach dem Jungen. Als eine weitere Frau to aufgefunden wird, wird klar, dass der Mörder seine Taten akribisch plant und bereit ist skrupellos über alle Grenzen zu gehen. Der Fall ist interessant und wir sind bei den Ermittlungen durch die Perspektivwechsel zwischen allen beteiligten Ermittlern immer dabei. Mir haben sowohl Helga als auch Bjarki als Charaktere sehr gut gefallen, da sie sehr vielschichtig und nahbar ausgearbeitet waren. Das isländische Setting wurde gut beschrieben und hat zur Stimmung und zur Spannung beigetragen. Auch die Abschnitte aus Sicht des Täters haben mir gut gefallen und passten sehr gut zur Handlung. Die Auflösung konnte mich auch überzeugen und ich bin mit dem Ende zufrieden. Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, was auch dem angenehmen Schreibstil geschuldet ist. Ich hoffe, dass wir noch mehr Fälle mit Helga und Bjarki erleben dürfen.
Dies ist der Auftakt einer neuen Reihe und ich bin total begeistert.
Der Schreibstil, das Setting und die Charaktere sind einfach mega. Ganz besonders sympathisch waren mir Helga und Bjarki. Der Fall beginnt direkt mit Wucht. Man ist sofort im Geschehen drin. Eine junge Frau tot in einer Pferdebox im Reitstall und ihr 10 Jahre alter Junge ist verschwunden. Helga bekommt die Leitung dieses Falls, was nicht jedem im Team gefällt. Helga versucht alles um den Jungen zu finden und den Fall aufzuklären. Aber dies ist erst der Anfang. Hier geht es hauptsächlich um die Ermittlerarbeit und man begleitet diese als Leser. Dies ist sehr intensiv und auch äußerst interessant.
Die Kapitel sind aus der Sicht von verschiedenen Personen geschildert. Das macht das ganze noch interessanter. Auch die Tätersicht darf natürlich nicht fehlen.
Das Ende gipfelt in einem für mich atemraubenden Finale.
Ein Island Thriller der Extraklasse.
Ich freue mich schon sehr auf weitere Teile der Reihe.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.
Helga Jónsdóttir bekommt beim Dezernat für Gewaltverbrechen ihren ersten großen Fall übertragen. Eine ermordete Frau wurde in einem Reitstall gefunden, ihr Sohn ist verschwunden. Um den Jungen schnellstmöglich zu finden, wird Bjarki hinzugezogen - er kennt sich in der isländischen Weite gut aus. Helga weiß zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass noch weitere Morde folgen werden…
Dieser Reihenauftakt hat mir richtig gut gefallen. Die Mischung aus einem charakterstarken und auch sympathischen, weil mit Ecken und Kanten, Ermittler-Duo, der tollen isländischen Landschaft und dem interessant konstruierten Fall mit vielen Wendungen macht es zu einem lesenswerten Thriller. Die Kapitel aus den unterschiedlichen Sichtweisen, teilweise auch ergänzt durch Kapitel aus der Tätersicht, bringen einen tollen Lesefluss und erhöhen so natürlich auch die Spannung. Somit eine Leseempfehlung von mir und ich freue mich schon auf den zweiten Band, welcher im November erscheint.
Nicht zu vergessen auch noch das toll gestaltete Cover, welches für mich die Wildheit von Islands Natur sehr gut widerspiegelt.
Zum Inhalt: Eine junge Frau liegt nackt und ermordet in einen Reitstall, ihr Sohn ist verschwunden. Die neue Ermittlerin Helga vermutet, dass der Junge vor seinem gewalttätigen Vater geflüchtet ist und sich in einer Höhle versteckt hat. Er hat wenig Überlebenschancen, wenn er nicht schnell gefunden wird. Gemeinsam mit Polizist Bjarki suchen sie ihn, in der Zwischenzeit wird eine weitere Feau tot aufgefunden. Meine Meinung: Ich tue mich echt immer schwer mit den isländischen Namen und man muss sich immer erst mal gewöhnen, hat man das aber erstmal geschafft, macht das Buch echt Spaß, denn das Ermittlerteam ist ungewöhnlich, gerade auch Bjarki hat mir gut gefallen. Der Fall selbst ist sehr spannend und entwickelt sich auch rasant. Das Setting ist überzeugend, aber auch die Protagonisten, sie sind auch nicht aalglatt sondern kämpfen auch mit ihren Dämonen, was dem ganzen natürlich mehr Tiefe gibt. Gerne mehr von diesem Ermittler-Duo. Fazit: Hat was
„Schlafende Vulkane“ war für mich ein spannender Krimi, den ich ziemlich schnell durchgelesen habe. Besonders gut gefallen hat mir die Ermittlungsarbeit: Es gibt immer wieder neue Hinweise und Erkenntnisse, sodass man sich gemeinsam mit den Figuren Stück für Stück an die Lösung herantastet. Dadurch bleibt die Geschichte über weite Strecken wirklich packend.
Helga und Bjarki mochte ich als Protagonisten sehr. Beide sind sympathisch, gleichzeitig aber auch etwas eigen, was sie als Figuren interessant macht und gut zusammen funktionieren lässt.
Ich konnte mir beim Lesen außerdem gut vorstellen, dass der Stoff auch als Film oder Serie funktionieren würde, weil die Geschichte sehr bildlich erzählt ist.
Im zweiten Teil wurde die Handlung für meinen Geschmack etwas vorhersehbar, weshalb es am Ende keine 5 Sterne geworden sind. Trotzdem gab es zum Schluss noch eine kleine Überraschung und insgesamt ein gelungenes Finale. Ich bin gespannt, wie es mit der Reihe weitergeht.
Als in einem Stall eine nackte, junge Frau ermordet aufgefunden wird, muss die junge Ermittlerin Helga, die noch nicht lange in Island bei der Polizei arbeitet, diesen brutalen Fall übernehmen. Der 10-jährige Sohn der Ermordeten wird vermisst und Helga macht sich zusammen mit dem Verkehrspolizist Bjarki, der sich bestens in der Gegend auskennt, auf die Suche. Da wird noch eine Frau ermordet aufgefunden. Der Täter geht sehr gezielt vor und beobachtet offenbar die Opfer ganz genau. Dann geht er immer nach der gleichen Methode vor.
Der Mörder, aus dessen Sicht zwischendurch immer wieder berichtet wird, ist äußerst schwer zu fassen - immer wieder entkommt er der Polizei im letzten Moment. Die beiden Ermittler Helga und Bjarki sind ein gutes Team und lassen bis zum dramatischen Ende nicht locker. Die düstere Atmosphäre in Island wird perfekt übermittelt. Es bleibt spannend bis zum Schluss und ich freue mich schon auf den zweiten Teil dieser neuen Reihe.