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Sieben Arten, eine Katze zu töten: Kriminalroman
Matías Néspolos mutiger und brillanter Debütroman nimmt den Leser mit auf eine Achterbahnfahrt. Durch eine Gegend voller Kriminalität und Entbehrungen. Angesiedelt im Buenos Aires zur Zeit des argentinischen Finanzcrashs und aus der Sicht des zwanzigjährigen Gringo erzählt der Roman die Geschichte zweier Jungen an der Schwelle zum Erwachsensein, die keine andere Wahl haben, als sich dem Bandenkrieg anzuschließen, der ihre Gemeinde beherrscht. Zumindest Gringos Freund Chueco glaubt, dass sie keine Wahl haben. Er ist entschlossen, sich als hart genug zu erweisen, um in El Jetitas Gang aufgenommen zu werden, aber klug genug, um sein eigener Herr zu bleiben. Gringo ist intelligenter. Er weiß, dass Gangs so nicht Man gehorcht dem Anführer, sonst … Als die beiden immer tiefer in einen erbitterten Kampf zwischen El Jetita und seinem Rivalen Charly um die Kontrolle über die Drogen und die Prostitution des Viertels hineingezogen werden, sieht Gringo ein Leben voller Liebe und Verlust vor seinen Augen vorbeiziehen. Ein paar Tage zuvor scherzte er noch mit Chueco über das Katzentöten. Jetzt kämpft er um seine Haut.
214 pages, Kindle Edition
Published February 16, 2026
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Community Reviews
Displaying 1 - 1 of 1 review
February 18, 2026
Der Titel ein wenig eine Mogelpackung, denn direkt zu Beginn meint der Chueco, einer der Hauptfiguren, eigentlich gibt es „in der Stunde der Wahrheit nur zwei…nett und freundlich oder auf die harte Tour“. Und dann tötet er eine Katze, nett und freundlich wie er findet, um das Fleisch zu essen, denn in diesem Barrio von Buenos Aires ist Fleisch nicht so häufig auf dem Teller, da nimmt man auch schon mal eine Katze. Chueco und Gringo leben dort in Armut und Gewalt, irgendwann während einer der vielen Krisen Argentiniens der letzten dreißig Jahre. Die beiden Jungspunde, insbesondere Chueco, halten sich für ziemlich clever, übernehmen selbst kleine kriminelle Dienste.
Eines Tages überredet Chueco Gringo, gemeinsam den Dicken Farías zu überfallen, einen Wirt des Viertels. Die Beute ist dann auch nicht so üppig wie gedacht und erst viel später findet Gringo heraus, dass Chueco selbst im Auftrag gehandelt hat. Der örtliche Gangsterboss Jetíta nimmt die Jungen nach und nach unter seine Fittiche und so geraten sie relativ schnell im wahrsten Sinne in die Schusslinie eines tödlichen Kampfs zwischen den kriminellen Banden.
Matías Néspolo schildert diesen sowohl vom Umfang als auch von der erzählten Zeit kurzen Roman aus der Ich-Perspektive Gringos, der zwar eher zurückhaltend agiert, aber sich von seinem Kumpel mitreißen lässt und zu spät die Auswirkungen begreift, die ihr Handeln hatte. Die beiden werden zu Spielbällen in einem blutigen Bandenkrieg, der allerdings auch nur ein Teil dieser unruhigen und gewaltsamen Zeit ist. Im großen Kontrast dazu steht Gringos Moral, Zuneigung (zu seiner ihn aufziehenden Großmutter, zum kleinen Quique, zu Yanina, der Tochter des Dicken Farías) und seine Überlegungen für die Zukunft abseits des Barrios. Mit dem geklauten Geld vom Dicken Farías kauft Gringo sich als erstes das Buch „Moby-Dick“ und lässt uns immer wieder an seinem Leseerlebnis teilhaben. Fluchend, weil Melville so oft abschweift, Unverständnis zeigend über Ahabs Vergeltungssucht und Erkenntnis findend, dass jeder für sein Schicksal selbst verantwortlich ist.
„Sieben Arten, eine Katze zu töten“ ist ein klassischer hartgesottener Roman aus einem dieser abgehängten Armenviertel der Megametropolen, in denen der Ausweg aus der Gewaltspirale kaum möglich erscheint. Der Plot wirkt etwas banal und in ähnlicher Form oft erzählt, viel mehr Augenmerk legt der Autor auf die Entwicklung seiner Hauptfigur und die kleinen Nebenbeschreibungen und Randgeschichten des Barrios. Dies macht den Roman dann auch insgesamt durchaus lohnenswert.
Eines Tages überredet Chueco Gringo, gemeinsam den Dicken Farías zu überfallen, einen Wirt des Viertels. Die Beute ist dann auch nicht so üppig wie gedacht und erst viel später findet Gringo heraus, dass Chueco selbst im Auftrag gehandelt hat. Der örtliche Gangsterboss Jetíta nimmt die Jungen nach und nach unter seine Fittiche und so geraten sie relativ schnell im wahrsten Sinne in die Schusslinie eines tödlichen Kampfs zwischen den kriminellen Banden.
Matías Néspolo schildert diesen sowohl vom Umfang als auch von der erzählten Zeit kurzen Roman aus der Ich-Perspektive Gringos, der zwar eher zurückhaltend agiert, aber sich von seinem Kumpel mitreißen lässt und zu spät die Auswirkungen begreift, die ihr Handeln hatte. Die beiden werden zu Spielbällen in einem blutigen Bandenkrieg, der allerdings auch nur ein Teil dieser unruhigen und gewaltsamen Zeit ist. Im großen Kontrast dazu steht Gringos Moral, Zuneigung (zu seiner ihn aufziehenden Großmutter, zum kleinen Quique, zu Yanina, der Tochter des Dicken Farías) und seine Überlegungen für die Zukunft abseits des Barrios. Mit dem geklauten Geld vom Dicken Farías kauft Gringo sich als erstes das Buch „Moby-Dick“ und lässt uns immer wieder an seinem Leseerlebnis teilhaben. Fluchend, weil Melville so oft abschweift, Unverständnis zeigend über Ahabs Vergeltungssucht und Erkenntnis findend, dass jeder für sein Schicksal selbst verantwortlich ist.
„Sieben Arten, eine Katze zu töten“ ist ein klassischer hartgesottener Roman aus einem dieser abgehängten Armenviertel der Megametropolen, in denen der Ausweg aus der Gewaltspirale kaum möglich erscheint. Der Plot wirkt etwas banal und in ähnlicher Form oft erzählt, viel mehr Augenmerk legt der Autor auf die Entwicklung seiner Hauptfigur und die kleinen Nebenbeschreibungen und Randgeschichten des Barrios. Dies macht den Roman dann auch insgesamt durchaus lohnenswert.
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