In diesen 1911 entstandenen Erzählungen verdichtet Iwan Bunin Momentaufnahmen des russischen Dorfes am Vorabend des Ersten Weltkrieges und der Revolution. Oft erzählen seine Figuren selbst ihre Geschichte, so wie die Tochter eines ehemaligen Leibeigenen. Diese Menschen verbindet vielfach ein grausames Schicksal, das ihnen Widerstandsfähigkeit und Überlebenswillen abverlangt. Der aus dem verarmten Landadel stammende Bunin kannte das russische Dorf wie kaum ein Intellektueller seiner Zeit. Er schildert das Leben der Menschen auf dem Lande, und er bettet die Schicksale in wunderbare Landschafts- und Naturbeschreibungen ein, mit denen sie sich zu einem dunkel leuchtenden Tableau fügen.
Ivan Alekseyevich Bunin (Russian: Иван Алексеевич Бунин) was the first Russian writer to win the Nobel Prize for Literature. He was noted for the strict artistry with which he carried on the classical Russian traditions in the writing of prose and poetry. The texture of his poems and stories, sometimes referred to as "Bunin brocade", is considered to be one of the richest in the language.
Best known for his short novels The Village (1910) and Dry Valley (1912), his autobiographical novel The Life of Arseniev (1933, 1939), the book of short stories Dark Avenues (1946) and his 1917–1918 diary ( Cursed Days, 1926), Bunin was a revered figure among anti-communist White emigres, European critics, and many of his fellow writers, who viewed him as a true heir to the tradition of realism in Russian literature established by Leo Tolstoy and Anton Chekhov.
Das erste Werk von Bunin in meinem Regal und es hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichten beleuchten das ländliche Leben in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Sehr atmosphärisch geschrieben. Ich werde definitiv mehr von Bunin lesen.
Eine kleine Entdeckung sind diese ländlichen Szenen aus dem vorrevolutionären Russland. Nur die letzte Erzählung des Buchs, eine dem Koran entlehnte Version der Moses-Geschichte, fällt etwas ab.
Die Form der Erzählungen ist in seiner sprachlichen Struktur durchaus lesenswert und überzeugt mithilfe seiner Authentizität, womit Herr Bunin eine strake Beobachtungsfähigkeit beweist, doch außerhalb dessen, empfand ich die Erzählungen beinah durchweg eintönig, ohne viel tieferen Sinn als soziale Umstände so wie zur Zeit des Erscheinens dieser Geschichten waren zu beleuchten. Auch die psychologischen Offenlegungen der in den Erzählungen enthaltenen Figuren waren für meine Begriffe nur mittelmäßig dahin gezeichnet. Vielleicht ist mir das ein oder andere entgangen, da ich zur Zeit viel um die Ohren hab, dennoch glaube ich wenig neues entdeckt zu haben. Kann man lesen, muss es aber nicht.
Well, the stories about the country life in Russia in the late 19th century are beautifully told by Bunin but they (probably accurately so) are quite mundane and lack the gravity of other Russian works I've read. Bored me a bit.