Sie ist eine bewusst eingesetzte Unbeholfenheit, die eine irritierende Wirkung erzielen soll. Sie bezeichnet musikalisch eine schräge, spannungsvolle Tonkombination, die oft eine Auflösung verlangt, und psychologisch einen unangenehmen Zustand, wenn Verhalten und Überzeugungen nicht übereinstimmen
Als Liana die Rehabilitationsklinik verlässt, trägt sie mehr mit sich als nur die Vergangenheit eines Gefängnisaufenthalts. Sie trägt Schuld, Scham und einen Körper, von dem man ihr ihr ganzes Leben lang beigebracht hat, dass er nicht begehrenswert ist. Ende zwanzig, ohne festen Halt und mit der verzweifelten Hoffnung, irgendwo neu anfangen zu können, stolpert sie durch eine schicksalhafte Begegnung in einen der größten Stripclubs der Stadt, ein Ort, der alles verkörpert, wovor sie sich fürchtet und zugleich alles, was sie dringend braucht.
Sie hat keine Erfahrung, keine Illusionen und ist überzeugt, dass sie zu dick ist, um dort auch nur zu bestehen. Doch das Gegenteil Geld regnet auf sie herab, Blicke bleiben an ihr hängen, Frauen wie Männer begehren sie und Liana beginnt langsam zu begreifen, dass ihr Körper nie das Problem war, sondern die Welt, die sie kleinhalten wollte.
Bis zu dem Abend, an dem sie für einen Privat-Dance gebucht wird. Ein junger Mann, gutaussehend, kontrolliert, dominant. Er bringt sie zum Brennen, zieht sie in einen Strudel aus Nähe und Verlangen, nur um im nächsten Moment kälter zu werden als alles, was sie je erlebt hat. Was zwischen ihnen geschieht, hinterlässt Spuren, die sich nicht abschütteln lassen.
Als Liana wenig später eine Stelle als persönliche Assistentin annimmt, hofft sie Distanz gewinnen zu können. Stattdessen trifft sie erneut auf ihn. Derselbe Mann. Dieselbe Kälte. Derselbe unausgesprochene Abgrund zwischen ihnen. Er lässt sie jede Sekunde spüren, wie sehr er sie verachtet und sie erwidert diesen Hass mit derselben Intensität, weil Hass leichter ist als das, was wirklich zwischen ihnen liegt.
Ein Schicksalsschlag, der sie beide trifft, zwingt sie zur Nähe. Forced Proximity wird zu einer Zerreißprobe, während Masken fallen, Machtspiele eskalieren und selbstzerstörerische Muster offen zutage treten. Zwischen Stripclub-Nächten, BDSM-Dynamiken, Girl-on-Girl-Begehren und moralisch grauen Entscheidungen entsteht etwas, das ebenso gefährlich wie tröstlich eine Verbindung, geboren aus Trauma, Kontrolle und dem verzweifelten Wunsch, nicht allein zu sein.
He falls first. Doch er ist kein Held. Vielleicht nicht einmal heilbar. Und Heilung fühlt sich für beide an wie etwas, das sie nicht verdienen.
Eine Dark Romance über Enemies to Lovers, Trauma Bonding und die Suche nach Heilung an den falschen Orten. Über eine curvy Heldin, die lernt, dass Begehren keine Größe kennt. Über Masken, Psychopathen, moralische Grauzonen und die Frage, ob zwei kaputte Menschen sich retten können, ohne sich gegenseitig zu zerstören.
Dark Romance Enemies to lovers Chubby/Curvy FMC 20+ Girl on Girl Morally Grey Psychopaths BDSM Stripclub Masked Man / Women He falls first Trauma Bonding Healing Forced Proximity
Man wird in den Strudel an verwirrenden (teils "falschen") Erinnerungen und damit verbundenen Emotionen hineingezogen. Teilweise dachte ich, ich bekomme auch gleich eine Panikattacke, so emotional und nachvollziehbar waren die Gefühle der Hauptprotagonistin geschrieben.
Zwischendurch war die Storyline für mich jedoch ein bisschen zu sprunghaft und leider blieben doch einige brennende Fragen am Ende ungeklärt (vermutlich für einen weiteren Teil, aber für mich doch etwas frustrierend).