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Smeralda Bohms Bestiarium: Auf den Spuren der verborgenen Wesen

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Warnung an alle, die dieses Buch lesen wollen!

Mein Name ist Smeralda Bohm. Ich bin 12 Jahre alt und eine ernst zu nehmende Wissenschaftlerin, genauer gesagt: Kryptozoologin. Das bedeutet, dass ich verborgene Wesen* erforsche, die angeblich nicht existieren. Leider versucht das sogenannte Geheime Institut zu verhindern, dass mein enormes Wissen verbreitet wird. Es beobachtet auch dich, seit du diese Zeilen liest!

Wenn du trotzdem wissen willst, was ich bei meinen Feldforschungen und im Geheimen Institut erlebt habe (und in welchen mysteriösen Vorfällen ein gewisser Kommissaranwärter ermittelt), solltest du dich JETZT an einen sicheren Ort begeben. Denk daran: Wissen bedeutet Lebensgefahr! Ich hoffe, du bist mutig genug.

* also Yetis, Echte Phantomkatzen, Chupacabras usw.

352 pages, Hardcover

Published January 8, 2026

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About the author

Anja Fislage

9 books2 followers

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Community Reviews

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Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Hundenaerrin .
72 reviews3 followers
February 12, 2026
Ein düsterer Forschungsbericht

Smeralda Bohm ist anders als andere Kinder mit 12 Jahren: Sie interessiert sich für Kryptozoologie. Was das ist? Nun, ihr Werkaninchen Kralle zum Beispiel ist ein Kryptid, ein verborgenes Wesen, die Smeralda in ihrem Labor (ihr Kinderzimmer) als Kryptozoologin untersucht. Ihr Ziel ist es, ein Bestiarium mit diesen Wesen zu verfassen und der Wissenschaft zugänglich zu machen. Dabei hilft ihr ihr bester Freund Kenji, der ein unglaublich guter Krypto-Ingenieur ist, leider aber in der Feldforschung nicht mithelfen kann, da er schwer krank und die meiste Zeit an den Rollstuhl gefesselt ist. Alles läuft gut, bis eines Tages ein junger Kommissaranwärter bei Smeralda zuhause auftaucht und ihre Hilfe bei einem unerklärlichen Verbrechen sucht. Als am nächsten Tag dann auch noch ein Elfenjunge in Smeraldas Klasse erscheint und sie umbringen will, weiß sie: In der Welt der Kryptozoologie passiert gerade etwas. Und wer ist eigentlich diese Edith, die Smeralda vor dem Elfenjungen beschützt hat? Weiß sie mehr, als sie zugibt? Smeralda Bohms Forschungen erreichen ein Level, mit dem sie selbst nie gerechnet hätte…
Wer die Polidori-Reihe von Anja Fislage kennt, der weiß: Es wird düster und gruselig! So auch hier, in der Pontifarstraße der 1988er. Smeralda ist eine Eigenbrötlerin, die - so stellt sich im Verlauf heraus - ein großes Trauma mit sich herumträgt. Und ja, möglicherweise auch autistische Züge. Das macht sie aber in ihrer Art umso charmanter. Kommunikation zwischen Menschen ist nicht ihre Spezialität – wie sie gern und oft betont. Man könnte sie schon fast „schrullig“ nennen: Sie fühlt sich nur in ihrem Kryptozoologinnenkittel wohl, duldet keine Störungen und benötigt strikte Ablaufmuster – ob im Alltag oder bei ihrer Forschung. Für junge Leser*innen, die noch keine Berührungspunkte mit Neurodivergenz haben, könnte Smeralda sicherlich etwas befremdlich erscheinen, denn die Thematik wird auch nirgendwo in der Geschichte angesprochen. Diesen Umstand finde ich ein bisschen schade, denn man könnte hier doch zumindest im Ansatz darauf eingehen. Auch das Thema Trauma, welches Smeralda definitiv durch den Angriff auf ihre Mutter davongetragen hat, wird nicht weiter thematisiert. Dafür muss ich leider einen Stern abziehen, da ich es als vertane Chancen ansehe.
Die Aufmachung des Bestiariums ist wieder einmal grandios. Im Stil eines Notizbuches mit Tinten- und Kakaoflecken, mit Blaupausen von Gerätschaften, mit beigefügten handschriftlichen Seiten und Polaroidfotos hält der Leser/die Leserin einen Bericht der Geschehnisse vom November 1988 in Händen. Helge Vogt hat die beschriebenen Kryptiden großartig als Illustration umgesetzt, danke dafür! Das ganze Bestiarium lebt davon. Wer sich nicht von speziellen Figuren abschrecken lässt und nicht extrem schreckhaft ist, wird mit Smeralda ein spannendes Abenteuer erleben!
Profile Image for drachenzahn.
47 reviews
March 14, 2026
Ungewöhnlich und tiefgründig

Diese außergewöhnliche Collage aus spannender Erzählung, tagebuchartigen Einträgen, fantastischem Lexikon und feinfühliger Charakterstudie hat mich nachhaltig beeindruckt. Smeralda Bohms ist ganz sicher keine gewöhnliche Heldin. Ihr eigenwilliger Blick auf die Welt lässt uns staunen, schmunzeln und manchmal innehalten. Anja Fislage gelingt es, ihrer autistischen Protagonistin eine authentische Stimme zu verleihen und dabei eine intelligente, ungewöhnlich aufgebaute Fantasygeschichte zu erzählen.

Smeralda Bohms ist eine zwölfjährige Kryptozoologin, also in ihren Augen eine ernstzunehmende Wissenschaftlerin. Sie kennt sich mit verborgenen Kreaturen aus, beobachtet sie mit wissenschaftlicher Präzision und führt ein Bestiarum über ihre Erkenntnisse. Bislang werden ihre Fähigkeiten nur von ihrem besten Freund Kenji und ihrer Schwester Phi anerkannt, doch dann plötzlich ändert sich alles und sie erhält mehr Aufmerksamkeit, als für ihr Leben gut ist.

Was mich besonders begeistert hat, ist der hintergründige Humor des Buches. Da Smeralda offensichtlich unter dem Asberger Syndrom leidet, obwohl dies nie so benannt wurde, kann sie menschliche Gefühle und Ironie nicht immer nachvollziehen und nimmt ihre Umwelt auf sehr eigene, oft skurrile Weise wahr. Das sorgt für viele komische Momente, wirkt aber nie lächerlich oder überzeichnet. Im Gegenteil: Gerade durch ihre Perspektive wird man zum Nachdenken über Wahrnehmung, Anderssein und soziale Normen angeregt. Auch tiefere Themen wie Krankheit und Verlust finden auf natürliche Weise Eingang in die Geschichte, ohne sie zu überfrachten. Einzig der Antagonist in der Geschichte wirkt mit seiner affektierten Art gelegentlich etwas überzogen.

Besonders hervorzuheben ist die gestalterische Umsetzung des Buches. Da es sich im Kern um Smeraldas Bestiarum handelt, werden immer wieder Fußnoten sowie Smeraldas Zwischenbemerkungen, Schwarz-Weiß-Zeichnungen der Charaktere, farbige Illustrationen mit Notizen von allen erwähnten Kreaturen, Skizzen, Briefe und andere Textsorten in das Erzählgeschehen eingebettet. Diese kreative Form macht das Buch zu einem echten Erlebnis, auch visuell.

Fazit: Bei Smeralda Bohms Bestiarium handelt es sich um ein ebenso kluges wie warmherziges Buch, das mit Tiefe, Witz und Originalität überzeugt. Es ist ungewöhnlich in der Form, berührend in der Wirkung und absolut lesenswert!
Profile Image for WildesKopfkino .
965 reviews8 followers
January 17, 2026
Schon auf den ersten Seiten liegt dieses leise Kribbeln in der Luft, das sagt: Hier wird es seltsam, geheim und richtig gut. Smeralda Bohm meldet sich direkt zu Wort, warnt, droht, flüstert zwischen den Zeilen – und zack, sitzt man mitten in einem Bestiarium, das sich anfühlt wie ein verbotenes Notizbuch, das man eigentlich gar nicht lesen dürfte.

Beim gemeinsamen Lesen auf dem Sofa gab es ständig diese Momente, in denen Blicke hin und her gingen. „Glaubst du, die gibt es wirklich?“, kam von nebenan, während eine Illustration von Helge Vogt für kurzzeitige Stille sorgte. Kurz darauf ein „Okay, das ist jetzt echt gruselig“, gefolgt von einem breiten Grinsen. Genau diese Mischung trägt das ganze Buch: Forschergeist, Humor und dieses köstliche Gefühl, Teil eines Geheimnisses zu sein.

Smeralda ist klug, eigensinnig und wunderbar unbeirrbar. Keine überzeichnete Heldin, sondern ein Mädchen mit Notizbuch, Mut und einer ordentlichen Portion Trotz gegenüber dem ominösen Geheimen Institut. Besonders schön: Die Geschichte nimmt junge Leser ernst, erklärt nicht von oben herab und lädt ständig zum Mitdenken ein. Zwischen Yeti, Phantomkatze und Chupacabra wurde immer wieder pausiert, diskutiert, spekuliert. „Wenn es das Institut wirklich gäbe, wären wir längst aufgeflogen“, hieß es – und ja, genau so fühlt sich das Lesen an.

Die Illustrationen sind dabei mehr als Schmuck. Sie verstärken die Atmosphäre, machen neugierig und lassen Raum für Fantasie. Dieses Buch will nicht einfach nur vorgelesen werden, es will geteilt werden. Seite um Seite entstand dieses stille Einverständnis: weiterlesen, noch eins, noch ein Wesen.

Am Ende blieb das Gefühl, gemeinsam etwas entdeckt zu haben. Ein Buch, das Mut macht, Fragen stellt und zeigt, dass Wissen gefährlich sein kann – aber Neugier noch viel stärker ist. Genau die Sorte Geschichte, die lange nachhallt und beim Zuklappen ein leises „Was, wenn doch?“ hinterlässt.
399 reviews5 followers
February 3, 2026
Kreatives Bestiarium

Als Erstes fallen das besondere Cover und die bunten Illustrationen sowie die Steckbriefe, Fußnoten und Einschübe mit Anmerkungen und Erklärungen positiv auf, die das Buch abwechslungsreicher und lebendiger gestalten. Das erste und einzige Bestiarium ist spannend und interessant für die Zielgruppe, und ich hatte auch Spaß, es gemeinsam mit meinen Töchtern zu lesen. Smeralda Bohm ist ein außergewöhnlich begabtes, 12-jähriges Mädchen, das heimlich als Kryptozoologin arbeitet. Sie sucht, beobachtet und dokumentiert verborgene Wesen, die offiziell gar nicht existieren, und sammelt ihr Wissen in einem eigenen Bestiarium. Die Welt wirkt geheimnisvoll, skurril und faszinierend. Die Ich-Form und der humorvolle, direkte Ton sprechen Kinder sofort an und motivieren zum Selberlesen. Die Geschichte im Notizbuch-Stil ist spannend, geheimnisvoll und durchgehend fesselnd, aufgrund der besonderen Aufmachung jedoch eher für geübte Leser geeignet.
Profile Image for Karolin Senftleben.
146 reviews
January 25, 2026
Ich habe Smeralda Bohms Bestiarium gemeinsam mit meinem 10-jährigen Neffen gelesen und wir waren beide schnell gefesselt. Die Geschichte rund um die junge Kryptozoologin Smeralda ist spannend, fantasievoll und gut verständlich erzählt. Besonders gelungen ist die Mischung aus Abenteuer, Forschergeist und geheimnisvollen Wesen, die Neugier weckt und zum Mitdenken einlädt.

Die Illustrationen unterstützen die Handlung hervorragend und machen die Welt der verborgenen Kreaturen lebendig. Für Kinder ein echtes Highlight. Obwohl das Buch eher für etwas ältere Leser empfohlen wird, war es im gemeinsamen Lesen auch für einen Zehnjährigen gut geeignet.

Fazit: Ein atmosphärisches, spannendes Fantasy-Abenteuer mit starken Illustrationen, ideal zum Vorlesen oder gemeinsamen Lesen. Empfehlenswert für Kinder mit Freude an fantastischen Wesen und Entdeckergeschichten.
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