Sechs Collegefreunde beschwören uraltes Böses herauf
Das renommierte Rackham College in Als Vorzeigestudent Arthur Oakes und seine Freunde in einem alten okkulten Text aus der Universitätsbibliothek ein Ritual entdecken, mit dem man angeblich einen Drachen beschwören kann, beschließen sie in einer rauschhaften Silvesternacht, die Probe aufs Exempel zu machen. Was als Spiel beginnt, wird schon bald zum Alptraum, es erwacht eine uralte und mächtige Wesenheit. Und sie ist hungrig ...
Der Originalroman King Sorrow erscheint auf Deutsch in zwei Teilen King Sorrow 1 und King Sorrow 2.
Joe Hill's debut, Heart-Shaped Box, won the Bram Stoker Award for Best First Novel. His second, Horns, was made into a film freakfest starring Daniel Radcliffe. His other novels include NOS4A2, and his #1 New York Times Best-Seller, The Fireman... which was also the winner of a 2016 Goodreads Choice Award for Best Horror Novel.
He writes short stories too. Some of them were gathered together in his prize-winning collection, 20th Century Ghosts.
He won the Eisner Award for Best Writer for his long running comic book series, Locke & Key, co-created with illustrator and art wizard Gabriel Rodriguez.
He lives in New Hampshire with a corgi named McMurtry after a certain beloved writer of cowboy tales. His next book, Strange Weather, a collection of novellas, storms into bookstores in October of 2017.
*split in two in German, review follows after reading part 2 - the whole book.
Review copy by @team.bloggerportal and @penguinbuecher, thank you so much! 🤍 (unpaid ad • honest review)
This will only be a shorter review for now, because I read the German edition, which was split into two parts due to its length. The second half releases in July, where I’ll do a more detailed review 😊
Honestly, when this book released last year, I was sure I would skip this one. The premise just did not sound that interesting to me. But after seeing so many great reviews and hearing a German translation was coming, I decided to give it a chance… and wow, I really can’t believe I almost missed this 😱
I was immediately pulled into the story and atmosphere. It starts in 1989 with a group of teenagers and the story has such a strong vibe from the beginning. And somehow I became just as fascinated by King Sorrow as the characters themselves 😅 And to be honest, I disliked most of the characters at first 😂 But somehow I got completely invested in their chaotic and partly really messed up lives anyway.
The mix of horror, mystery, fantasy, and coming of age worked extremely well for me, and I caught a Stephen King reference or two along the read, and also noticed some Tolkien nods, which were fun little extras ☺️
The book just ends right after some crazy stuff (just right before part 3) 😭 I seriously can’t wait for part two now.
this book completely pulled me in. what starts with a bargain gone wrong turns into this haunting 𝙢𝙤𝙙𝙚𝙧𝙣 𝙙𝙖𝙧𝙠 𝙛𝙖𝙞𝙧𝙮𝙩𝙖𝙡𝙚 filled with 𝙖 𝙙𝙧𝙖𝙜𝙤𝙣, 𝙝𝙤𝙧𝙧𝙤𝙧, 𝙙𝙖𝙧𝙠 𝙖𝙘𝙖𝙙𝙚𝙢𝙞𝙖 𝙫𝙞𝙗𝙚𝙨, 𝙛𝙧𝙞𝙚𝙣𝙙𝙨𝙝𝙞𝙥, and 𝙛𝙤𝙪𝙣𝙙 𝙛𝙖𝙢𝙞𝙡𝙮 🖤🐉 we follow a group of friends dealing with the consequences of their actions, and I loved how the story shows that even good intentions can lead to ruin. the story spans several years, which made the relationships feel so real, emotional, and honestly heartbreaking at times. and King Sorrow himself… yeah i loved him. all the twists and turns surrounding him had me completely hooked. he’s definitely not your typical dragon, and that’s exactly what made him so fascinating 🐉 what I also really appreciated is that underneath all the fantasy and horror elements, the story explores much heavier themes too: severe sickness, addiction, sexuality, grief, and more. It gave the story so much emotional depth and made everything hit even harder. I genuinely loved this story so much 🖤
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[ unbezahlte Werbung | Rezensionsexemplar ]
Dieses Buch hat mich komplett in seinen Bann gezogen. was mit einem schiefgelaufenen Handel beginnt, entwickelt sich zu einem düsteren modernen düsteren Märchen voller Horror, Dark Academia Vibes, Freundschaft und Found Family 🖤🐉 Wir begleiten eine Gruppe Freunde, die mit den Konsequenzen ihrer Entscheidungen leben müssen, und ich mochte total, wie die Geschichte zeigt, dass selbst gute Absichten ins Verderben führen können. Die Geschichte erstreckt sich über mehrere Jahre, wodurch sich die Beziehungen unglaublich echt, emotional und teilweise einfach nur herzzerreißend angefühlt haben. und King Sorrow selbst… ich habe ihn geliebt. all die Twists rund um ihn haben mich komplett gefesselt. er ist definitiv nicht der typische drache, und genau das hat ihn für mich so faszinierend gemacht 🐉 was ich außerdem sehr geschätzt habe: unter all den Fantasy- und Horror-Elementen behandelt die Geschichte auch deutlich schwerere Themen wie schwere Krankheit, Sucht, Sexualität, Trauer und mehr. Das hat der Story unglaublich viel emotionale Tiefe gegeben und einige Momente haben dadurch umso härter getroffen. ich habe diese Geschichte wirklich sehr geliebt 🖤 Das EINZIGE, was bei mir einen bitteren Beigeschmack hinterlässt, ist die deutsche Ausgabe, die in zwei Bücher aufgeteilt wurde. teil 1 enthält band 1 & 2 der Originalausgabe 🥲
College-Clique hat ein Problem, lässt sich zu dessen Lösung mit finsteren Mächten (in diesem Fall kein Teufel und kein Dämon, sondern ein Drache) ein, und dann fangen die Probleme erst richtig an. Ein bewährter Plot also, von Joe Hill gut erzählt - aber auch derart kalkuliert in Wirkung und Szenerie, dass die Netflix-Autor/innen nicht mehr so viel Arbeit bei der Drehbuchadaption für ihre Standardware haben sollten. Für den deutschen Markt mal wieder als Zweiteiler veröffentlicht. 🤬
Da der Heyne Verlag Hills Wälzer hierzulande aufgrund seiner Länge in zwei Bänden veröffentlicht, folgt hier nur eine Bewertung der ersten Hälfte. Diese liest sich schnell herunter, holpert mal hier und dort etwas, wie ein Flugzeug in sanften Turbulenzen, doch hat man es hier mit einem echten Pageturner zu tun, in dem Hill es schafft Horror mit Fantasy zu verbinden und dem Ganzen ein Personal mitzugeben, welches man bereits nach wenigen Seiten liebgewinnt. Das ist vielleicht nicht sehr tief und Elegant, aber höchst mitreißend und unterhaltsam. Wie der Vater so der Sohn. 4/5 und Fortsetzung folgt!
"Niemand konnte einem Drachen seinen Willen aufzwingen. Manche Schlangen waren einfach zu groß, um sie zu fangen (....)." (S. 263)
Erst einmal vielen Dank an @team.bloggerportal für das Rezensionsexemplar!
Da das Buch im deutschen ja geteilt ist und für eine umfassende Meinung der zweite Teil fehlt, könnte sich an meiner Meinung ggf noch das ein oder andere ändern. Aber ich denke, der grundsätzliche Vibe zwischen King Sorrow und mir passt 😁
Ich finde schon die Grund-Prämisse total toll und wusste deshalb schnell, dass ich das Buch unbedingt lesen möchte: eine Freundesgruppe rund um Arthur Oakes geraten durch einen ungünstigen Zufall in eine noch ungünstigere Lage. Um sich aus dieser zu befreien, beschwören sie aus einem okkulten, mysteriösen Buch der Uni-Bibliothek des Rackham College in Maine den uralten Drachen King Sorrow. Auch wenn ihnen- so denken sie jedenfalls- zunächst damit geholfen ist. gehen sie gleichzeitig auch eine ebenfalls ungünstige Verbindlichkeit ein: jedes Jahr zu Ostern fordert der King ein weiteres Opfer.
Zunächst aus der Perspektive von Arthur beschrieben, lernen wir die Freundesgruppe genauer kennen. Ich mochte sie unheimlich gerne und war so tief in der Geschichte, dass ich irgendwie selbst Teil der Mädels und Jungs war 🥰 Was zunächst noch etwas unschuldiger im College-Setting beginnt, wird immer düsterer, je weiter die Zeit und die Geschichte voranschreitet. Denn wir lernen die Truppe über viele weitere Jahre kennen, begleiten sie beim älteren werden und erfahren, wie sie mit der Bürde der Beschwörung des mächtigen Drachen umgehen.
Dabei wechselt das Buch ab ca. der Hälfte sogar die Perspektive. Etwas später und in der Geschichte nach 6 Jahren wird das Buch ebenfalls nochmal anders. Mit einer Art Kammerspiel in einem Flugzeug erleben wir zwei Charaktere nochmal viel intensiver, das hat sie für mich unglaublich authentisch gemacht und ich habe richtig mitgefiebert.
Krankheit, Trauer oder anderen Schwierigkeiten sowie der Selbstfindung überschattet und daher alles andere als glatt. Dass dadurch auch intensivere Themen behandelt werden, gibt dem Buch auch nochmal eine andere Tiefe und führte bei mir dazu, dass ich sehr mit den Figuren gelitten, mich für sie gefreut und mich teilweise auch fremdgeschämt habe 😅
Teilweise fühlte ich mich an eine Mischung aus Death Note und Stranger Things erinnert aber das ist nur meine Assoziation. In jedem Fall ist das Buch für mich eine sehr gelungene Mischung aus Fantasy, Horror und Coming-of-Age.
Ich bin nun unglaublich gespannt auf den zweiten Teilband dieses Buches, den ich hoffentlich bald genießen kann 🐉🖤 Ich möchte ja schließlich wissen, was für gemeine Spielchen und Rätsel sich King Sorrow für die Freunde noch ausgedacht hat und wie das Ganze ausgeht 🤯
Von mir gibt es 4,5 von 5 ⭐️ für diesen ersten Teil Teilband 🔥
Positiv an diesem Roman finde ich den unkonventionellen Erzählstil samt Handlung und die daraus resultierenden, überraschenden Wendungen. Stilistisch anzusiedeln zwischen New Adult - Soft Horror - dem oft zitierten Harry Potter Imperium und immer mal angereichert mit einer Portion Teenikitsch. Zu letzterem gehören z.B. die Hochzeit zweier Protagonisten und ein seitenlanger JGA, beides wirkt wie nachträglich eingeklebt. Ein Kritiker hat in dem Roman gar einen neuen, großen, amerikanischen Gesellschaftsroman erblickt. Wahrscheinlich meint er damit das Casting der 6 jugendlichen Hauptdarsteller- College vs. vom Land, distinguiert und immer reicher werdend (kennen wir so schon von Forrest Gump)vs. arm mit unverschuldet kriminellen Verbindungen, dazu ein paar queere Eigenschaften. Im Text wird das etwa so verdeutlicht: „Tanas derbe Sprache hatte eine gleichermaßen schockierende wie belebende Wirkung. Allie bewunderte alle, die sich nicht darum scherten, was andere über sie dachten - jene dreißig Prozent der Menschheit, die keine Angst davor hatten, das Falsche zu sagen …“ Im Deutschen muss man, wieder mal, aus dem Originalroman zwei Teile machen, angeblich „aus satztechnischen Gründen“, und bekommt dafür ein Buch mit dickem, kindgerechtem Blatt und großer, seniorengerechter Schrift. 3,5 Punkte
„Wir haben es geschafft, eine Fantasiegestalt aus dem Reich des Unmöglichen in die Realität zu holen. Wir haben die Wirklichkeit zerschlagen wie ein Stein eine Fensterscheibe.“
Mit King Sorrow bekommen wir ein Horror-Fantasy-Buch vom Feinsten geliefert. Viele dürften Joe Hill schon durch die Comicbuchreihe „Locke and Key“ kennen und natürlich als Sohn des King-of-Horror Stephen King. Diese berühmte Referenz hat er aber garnicht nötig, denn seine schriftstellerische Qualität spricht für sich.
1989 in Maine beginnt es…eine Freundesgruppe beschwört im Rausch eine mächtige Wesenheit aus einem Buch der Universitätsbibliothek. Sie gehen einen Handel mit dem Drachen „King Sorrow“ ein, der ungeahnte Folgen mit sich bringt; jedes Jahr zu Ostern müssen sie ihm ein Opfer darbringen…und wenn nicht, trifft es einen von ihnen. Wir haben hier eine ganz tolle Mischung aus Horror, Fantasy, Gesellschaftsroman und Coming-of-Age. 1989 lernen wir die 6 Charaktere zunächst aus der Sicht von Arthur kennen. Es war überraschend für mich, dass nach knapp 300 Seiten ein Perspektivwechsel erfolgt und wir werden im Laufe des Buchs auch noch zu den anderen Protagonisten der Freundestruppe wechseln. So lernen wir sie nach und nach besser kennen; aus der Perspektive der Anderen und der Eigenen. King Sorrow beobachtet die Gruppe permanent aus dem Verborgenen heraus und wird sich auch auf die ein oder andere Art und Weise unschön in ihr Leben einmischen, sie herausfordern, mit ihnen Wetten eingehen und vor Entscheidungen stellen. Dabei stehen auch viele moralische Fragen im Raum zu der Wertigkeit eines Lebens: „Wer ist wertvoller für die Welt, Gwen? Wir oder irgendein kranker Serienmörder? „Aber, Colin, sagte Gwen. Wir sind doch auch Serienmörder.“ (S. 297). Die Geschichte ist generell langsam erzählt, besitzt aber von Anfang an einen Sog, der einen an den Seiten kleben lässt. Und wenn King Sorrow zuschlägt, kann man das Buch eh nicht mehr zur Seite legen. Je besser man die Charaktere über die Jahre hinweg kennenlernt, desto intensiver wird es. Die Anspielungen auf Stephen-King Bücher oder den Hobbit mit dem Drachen Smaug machen zusätzlich großen Spaß!
❕ Wichtig; im Englischen Original ist „King Sorrow“ ein Standaolne, im Deutschen ist das Buch allerdings geteilt, der zweite Band erscheint im Juli ❕
Ich freue mich schon jetzt darauf, wenn es weitergeht 🙌😍
Man könnte versucht sein, diesen Roman als modischen Drachenritt im Fahrwasser aktueller Fantasy-Trends abzutun. Doch King Sorrow I ist kein gefälliges Spektakel, sondern ein Werk, das sich sperrt, ausfranst und mit einer fast schon altmodischen Ernsthaftigkeit in die Abgründe seiner Figuren hineinbohrt. Joe Hill schreibt hier keinen Roman über ein Monster – er schreibt über die verheerende Konsequenz, eines zu erschaffen.
Im Zentrum steht Arthur Oakes, ein junger Mann, dessen moralischer Kompass durchaus intakt ist – nur leider nicht stabil genug, um ihn durch eine Lage zu tragen, in der Angst, Loyalität und Erpressung eine unheilvolle Allianz eingehen. Was als studentischer Ausnahmezustand beginnt, kippt schnell in eine Tragödie von erstaunlicher Reichweite. Die Beschwörung eines Drachen, zunächst ein Akt verzweifelter Selbstermächtigung, entpuppt sich als lebenslange Hypothek. Hill interessiert sich dabei weniger für das Spektakel des Übernatürlichen als für dessen Nachwirkungen. Der Drache ist kein Ereignis, sondern ein Zustand.
Gerade hierin liegt die eigentliche Stärke des Romans. Die fantastische Setzung wird mit einer Nüchternheit behandelt, die beinahe dokumentarisch wirkt. Schuld wird nicht symbolisch abgearbeitet, sondern verwaltet, verschleppt, rationalisiert. Die Figuren altern, ihre Beziehungen verschieben sich, und das, was einst wie ein gemeinsames Geheimnis zusammenschweißte, wird zur schleichenden Erosion jeder Form von Nähe. Hill gelingt es, diese Dynamik mit bemerkenswerter Präzision auszuleuchten. Seine Figuren sind keine Stellvertreter für Ideen, sondern widersprüchliche, oft unerquicklich reale Menschen, die sich in einem moralischen Dauerprovisorium eingerichtet haben.
Formal bewegt sich der Roman dabei auf einem schmalen Grat zwischen epischer Breite und erzählerischer Selbstüberschätzung. Hill liebt die Ausdehnung, das Ausschweifen, das Auskosten von Nebenlinien. Nicht jede dieser Volten ist zwingend, doch viele tragen zur dichten, beinahe greifbaren Atmosphäre bei. Das Neuengland-Setting, durchzogen von akademischem Dünkel, sozialer Reibung und latentem Unbehagen, wirkt dabei wie der ideale Nährboden für eine Geschichte, in der Bildung nicht vor Dummheit schützt, sondern sie mitunter erst legitimiert.
Auffällig ist zudem, wie sehr sich Hill hier in einen literarischen Dialog begibt, der unübersehbar in Richtung Stephen King weist. Die Parallelen sind kein Zufall, sondern Programm. Doch wo King oft das Grauen aus der Provinz heraus destilliert, verlegt Hill es tiefer ins Innere seiner Figuren. Der Horror entsteht weniger durch das, was geschieht, als durch das, was hingenommen wird.
Dass die deutsche Ausgabe diesen wuchtigen Roman künstlich teilt, wirkt vor diesem Hintergrund wie ein editorischer Fehlgriff. Dieses Buch denkt in großen Bögen, nicht in Etappen. Die erzwungene Zäsur unterbricht einen Erzählfluss, der gerade von seiner Unausweichlichkeit lebt.
Am Ende bleibt ein Roman, der sich weigert, bequem zu sein. „King Sorrow I“ ist ausladend, manchmal überbordend, aber durchzogen von einer gedanklichen Konsequenz, die man im Genre selten findet. Hill erzählt von Schuld nicht als einmaligem Ereignis, sondern als Lebensform – und trifft damit einen Nerv, der weit über das Fantastische hinausreicht. Wer bereit ist, sich auf diese düstere, vielschichtige Reise einzulassen, wird reich belohnt. Wer nur Drachen erwartet, bekommt etwas Unangenehmeres: einen Spiegel.
Vorsicht:Es handelt sich bei diesem ersten Band nur um das halbe Buch. Meine Wertung bezieht sich also auch nur auf die ersten Hälfte. Eine finale Wertung zu einem Buch kann ich aber erst treffen, wenn ich es bis zum Ende gelesen habe.
Es ist wenig überraschend, dass wenn ein Buch in zwei Teile gespalten wird, der erste Band offen und unspektakulär endet. Immerhin haben viele Bücher einen kleinen erzählerischen Durchhänger, was vor allem für Bücher gilt, die über 1.000 Seiten haben. Und, was viel entscheidender ist, der Autor arbeitet erst im letzten Viertel auf das Finale hin und nicht schon in der Hälfte des Buchs. Aber in Deutschland ist es leider üblich geworden, solch langen Bücher zu teilen, während früher eine gebundene Ausgabe durchaus auch mal über tausend Seiten haben durfte. Und bei den eBooks ist es sowieso egal.
Joe Hill scheint es von seinem Vater abgeschaut zu haben, sich Zeit zu nehmen. Zuerst, um die wichtigsten Figuren einzuführen und dann, um eine der Hauptfiguren zu einem Opfer werden zu lassen. Die Opferrolle übernimmt Arthur Oakes, der am renommierten Rackham College in Maine studiert. Durch einen skurrilen Zufall wird er zum Opfer, in dem er durch Erpressung dazu gezwungen wird, eine Straftat zu begehen.
Ebenfalls eher zufällig gerät seine Freundesgruppe an ein Buch, mit dem sie einen Drachen beschwören können. Es ist eine sehr merkwürdige Beschwörung, wobei jeder aus der Freundesgruppe das Ritual anders wahrnimmt. Auf jeden Fall erscheint der titelgebende „King Sorrow“ auf der Bildfläche, wobei der Drache unterschiedliche Formen annehmen kann. Es scheint zudem eine metaphysische Gestalt zu sein, die aus einem entsprechenden Paralleluniversum gezogen wurde. Tragischerweise stellt die Gruppe, bestehend aus sechs Jugendlichen, fest, dass sie den Deal etwas ungenau formuliert haben. Und Joe Hill wählt den typisch tückischen Vertreter der Gattung, der die Regeln nur halb formuliert, um die jungen Erwachsenen später erpressen zu können.
Der Autor spielt so oder so gerne mit “typischen Stereotypen”. Das gilt nicht nur für den Drachen, sondern auch für die anderen Haupt- und Nebenfiguren des Romans. Auch scheut sich Joe Hill nicht davor, einer Figur im Laufe des Romans einen anderen Anstrich zu geben. So scheint anfangs Arthur Oakes das bemitleidenswerte Opfer zu sein, bis er sich zu Aktionen hinreißen lässt, die den Leser diese Rolle hinterfragen lässt. Auch entschwindet er der Hauptbühne, um anderen Figuren die Hauptrolle zu überlassen.
Wenn ich mir den halben Roman so anschaue, dann ist dieser Roman eindeutig eher ein Fantasy- als ein Horror-Roman. Es gibt kaum schaurige Momente in diesem Roman und der Drache wird von Joe Hill sehr „fantasygetreu“ ausgemalt. Der Leser sollte also dem Urban-Fantasy ebenso wenig abgeneigt sein wie einer ausufernden und detailgetreuen Schreibweise, damit er Freude an diesem Roman haben kann.
>>Auch ein flüchtiger Gedanke kann eine ganze Stadt niederbrennen. ...<< „King Sorrow I“ von Joe Hill, aus dem Amerikanischen von Stefanie Adam & Kristof Kurz übersetzt, dreht sich um den jungen Student Arthur, der in der Bibliothek seiner Universität arbeitet. Dort hütet er mitunter wertvolle Buchschätze. Unter anderem entdeckt er dort gemeinsam mit seinen Freunden ein okkultes Buch, das ein mysteriöses Ritual birgt. Die Umstände bringen die Freunde letztlich dazu dieses Ritual zu vollziehen und so beschwören sie gemeinsam einen mächtigen Drachen, der die Freunde in ein gefährliches Spiel verwickelt... Das ist lediglich der grobe Rahmen, Joe Hill greift hier jeden einzelnen mit seiner eigenen Geschichte sehr detailliert auf und zeigt auf verschiedenste Weise die vielen Facetten eines Menschen und was Umstände aus Menschen machen können... Immer natürlich im Hinblick wie jeder einzelne sich letztlich entscheidet. Was die Entscheidungen angeht so sind die Freunde durch den Drachen an ein wirklich tödliches Spiel gebunden und müssen große Entscheidungen treffen, ob sie wollen oder nicht... Alles ein bisschen kryptisch, aber ich möchte nicht zu viel vom Inhalt erzählen. Mir hat es sehr sehr gut gefallen diesen nach und nach zu entdecken! Es ist einerseits durch den Drachen z.B. vielleicht ein bisschen drüber, aber genau das fand ich spannend, mich einfach mal auf diesen wilden Ritt einzulassen und konnte hier wirklich gut abtauchen in eine Welt, die die Schattenseiten unserer Welt unverblümt aufzeigt und gleichzeitig noch so viel mehr möglich macht und viele moralische und ethische Fragen zurück gelassen hat, die mich beim lesen und auch jetzt danach beschäftigen. Schade nur, dass die Geschichte gesplittet wurde... aber bis Juli ist zum Glück nicht mehr all zu lang, freue mich schon aufs weiterlesen!
King Sorrow erzählt die Lebensgeschichte einer Gruppe von Freunden, die den gleichnamigen Dämon aus der Leere heraufbeschwören, um mit einer Gruppe Kleinkrimineller fertigzuwerden. Einmal beschworen, lässt sich der Geist jedoch nicht wieder in die Flasche pressen. Fortan wird ihr Leben zu einem Ringen mit dem Dämon, aber auch um Freundschaft, Loyalität und die Konsequenzen des eigenen Handelns.
Was zunächst so simpel klingt, entfaltet sich über 1.200 Seiten zu einem gewaltigen Panorama, das von der Frage, ob der Zweck die Mittel heiligt, bis zu der Frage reicht, was ein gelungenes Leben ausmacht. King Sorrow ist gleichermaßen bittersüß und tieftraurig, unterhaltsam, lustig, berührend und bisweilen saumäßig brutal. In King Sorrow steckt eine ganze Welt, die sich Seite für Seite entdecken lässt.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Das Buch fing im ersten Drittel super stark an, doch je weiter ich in der Geschichte kam, umso langwieriger wurde sie. Das Buch hätte m.E. deutlich gekürzt werden können. Auch waren die Horror-Aspekte für mich nicht stark und ausreichend genug. Am Ende fiel es mir echt schwierig, mich durchzubeißen. Ehrlicherweise interessiert mich auch einfach nicht, wie die Geschichte in Teil II endet und werde es definitiv nicht lesen.
Naja, konnte mich leider nicht so richtig überzeugen. Und jetzt hab ich mit 600 Seiten erst das halbe Buch gelesen (wurde im Deutschen ja in zwei Bücher aufgeteilt). 🙄 Mal schauen wann ich den zweiten Teil in Angriff nehme.
Den Schreibstil mochte ich an sich. Die gruseligen Szenen waren auch wirklich gruselig, da hat man gemerkt, dass Joe Hill der Sohn von Stephen King ist. Und da will man dann auch weiterlesen! Allerdings hat er auch die schlechten Sachen von King übernommen: vor allem am Anfang wurden alle weiblichen Figuren so oft unnötig sexualisiert, es passte wirklich null in die Geschichte und hatte auch keinen Mehrwert.
Ich finde auch alle Figuren insgesamt sehr unsympathisch, was an sich nicht schlecht sein muss, aber da mir keiner von denen irgendwie wichtig ist, interessiert mich auch nicht, ob sie es schaffen, den Drachen loszuwerden.