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Der verdrängte Kapitalismus: Möglichkeiten und Grenzen antifaschistischer Wirtschaftspolitik. Ein Gesprächsband von Sabine Nuss

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Auf die zunehmende Bedrohung von rechts werden immer drängender Antworten gesucht. Eine davon lautet in jüngster Zeit: »Antifaschistische Wirtschaftspolitik«. Gezielte Umverteilung von oben nach unten und eine planvolle Investitionspolitik seitens des Staates soll die neoliberale Politik der letzten Jahrzehnte endlich ablösen. Vorrangiges Ziel: die Stärkung sozialer Sicherheit.

Auslöser dieser Forderung ist die Beobachtung, dass Menschen tendenziell eher rechts wählen, wenn aufgrund von wirtschaftlichen Krisen, Inflation und der Kürzung von Sozialausgaben Abstiegsängste und Unsicherheit zunehmen. In diesem Kontext stellen sich einige Fragen: Warum wählen die Menschen dann rechts und nicht links? Welche grundlegenden Fragen werden dabei gar nicht erst angesprochen? Welche Strukturen des Kapitalismus können Aufschluss darüber geben, welche Weltanschauungen im Alltagsbewusstsein anschlussfähiger sind?

Vor diesem Hintergrund diskutiert Sabine Nuss die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen einer »antifaschistischen Wirtschaftspolitik« exemplarisch anhand von vier Maßnahmen – mit Andrej Holm (Mietendeckel), Stephan Kaufmann (Inflation), Antonella Muzzupappa (Investitionen) und Ingo Stützle (Vermögenssteuer).

168 pages, Paperback

Published November 21, 2025

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Sabine Nuss

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for simon.
1 review
January 26, 2026
Im letzten Kapitel hebt Sabine Nuss endlich hervor, in ihrer Einleitung das Konzept der antifaschistischen Wirtschaftspolitik absichtlich unter der provokativen Grundannahme vorgestellt zu haben, dass der Staat einen „guten Kapitalismus“ gestalten könne. Auch wenn das eine zutreffende Feststellung des Konzeptes ist und Sabine Nuss das am Ende umso kritischer einordnet, hat es die erste Hälfte des Buches wohl leider unbeabsichtigt sehr ungenießbar für mich gemacht.

Ich mag die grundlegende Struktur des Buches sehr (insbesondere die Interviews und die anschließende Synthese), aber viel zu lange hatte ich das unbefriedigende Gefühl, mir werden politische Reformen vorgestellt ohne jegliche revolutionäre Einordnung und Perspektive. Das Interview mit Antonella Muzzupappa und ihre sehr deutliche Kritik waren in der Hinsicht ein positiver Kipppunkt für mich, nachdem sich zuvor schon beinahe der Eindruck bei mir festgesetzt hatte, das Buch möchte wirklich nur ein Beitrag zu Reformdebatten sein 😅
Profile Image for Andreas Hänisch.
69 reviews2 followers
March 8, 2026
Im Buch geht es nur vordergründig um die Frage, ob eine antifaschistische Wirtschaftspolitik möglich sei, wie sie derzeit von einigen Akteuren wie Isabelle Weber propagiert wird (Spoiler: nur bedingt).
Im Kern geht es im Buch eher um die Frage, warum rechte Weltbilder plötzlich so anschlussfähig sind und was dagegen helfen kann. Das wird dann aber erst ganz am Ende gut und schlüssig dargestellt.
Davor geht es um spezifische Instrumente einer antifaschistischen Wirtschaftspolitik, namentlich: Mietendeckel, Vermögenssteuer, Preiskontrollen (bzw. Inflation) und Investitionen.
Durch das Interview-Format sind die Themen leicht verständlich. Zugleich werden die Instrumente kritisch beleuchtet und eingeordnet.

Ein gut lesbares und verständliches Buch, das einen trotzdem mal wieder desillusioniert zurücklässt. Denn eine bessere Welt ist natürlich möglich und wir hätten das selber in der Hand, doch sind wir sehr weit davon entfernt.
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