Nachdem ich auf dem Acker einen goldenen Mörser ausgegraben habe, verlangte König Laurent den passenden Stößel dazu. Wütend und womöglich nicht sonderlich bedacht antwortete ich mit einem Brief – und einem Widerspruch. Doch obwohl mir der König zunächst zürnte, unterbreitete er mir ein überraschendes Ich soll ihn beraten.
Allerdings ist meine neue Aufgabe ernüchternd. Laurent scheint meine Einwände nur zu lesen, um sie dann zu übergehen. Und während ich allmählich an der Starrsinnigkeit des Königs verzweifele, wächst zugleich eine gefährliche Anziehung zwischen uns.
Denn wenn Feuer und Papier aufeinandertreffen, kann am Ende etwas außer Asche bleiben?
"Diese Geschichte ist so viel mehr als eine Märchenadaption - sie steckt voller Tiefe und hat mich durchweg verzaubert." - Maya Shepherd
Wer es wagt, dem König zu widersprechen… Als die Familie der Bauerntochter Randalín auf ihrem Feld einen goldenen Mörser findet und ihn daraufhin dem König aushändigt, verlangt dieser auch den passenden Stößel dazu, den die armen Bauern natürlich nicht besitzen. Als Dieb angeklagt wird der Vater festgenommen und Randalín macht sich auf den Weg, ihn zu befreien, im Gepäck nichts als Feder, Tinte und Worte. Sie wagt es, dem König zu widersprechen und entgegen allen Erwartungen bietet er ihr eine Stelle als Berater an, womöglich auch, weil er sie für einen Mann hält. Doch damit fangen die Probleme erst richtig an, denn weder passt Randalín an den Königshof, noch stößt ihre schweigsame, direkte Art auf viel Gegenliebe, von ihren persönlichen Gefühlen ganz zu schweigen…
Auf den Seiten von „Feuerfeder“ findet der aufmerksame Leser mehr als eine Referenz an alte Geschichten und Grimms Märchen. Tatsächlich ist das Buch im weitesten Sinne eine Nacherzählung des Märchens „Die kluge Bauerntochter“, vermischt mit anderen Elementen, etwa aus „König Drosselbart“. Doch das Buch hat auch genug eigene Ideen zu bieten.
Anne Danck erzählt uns hier nämlich nicht nur die Geschichte einer klugen jungen Frau, die sich beweisen will und den König zurechtweist, auch keine dahergelaufene Liebesgeschichte eines Prinzen auf dem weißen Ross. Stattdessen zeichnet sie das Bild einer Protagonistin, der die Schuhe, die sie zu tragen bekommen hat, so gar nicht passen. Sie ist eine Frau, allgemeiner Auffassung nach, doch sie eckt immer wieder an. Ihr Aussehen scheint den Erwartungen der Leute nicht zu entsprechen, sie ist zu grob, zu leise, zu nachdenklich, viel zu wenig kompromissbereit. Sie spricht selten ein Wort, stolpert über ihre eigene Zunge, hat den Kopf aber doch voller kluger Ideen. Am allerwichtigsten ist aber: Sie hat die Nase voll davon, sich in Schubladen stecken zu lassen und rebelliert auf ihre ganz eigene Weise gegen Erwartungen und Rollenbilder, stellt Fragen, stählt ihren Widerspruchsgeist und lehnt sich auf, soweit ihr das möglich ist, in Hosen und mit kargen Worten.
Dabei verstrickt sie sich absehbar in ein Konstrukt aus Schwierigkeiten und Halbwahrheiten, lernt sich aber auch auf eine völlig neue Weise selbst kennen. Sie wächst im Schatten des Königs, der doch gar nicht so übel zu sein scheint und eine ungeahnte Faszination ausübt. Die beiden Protagonisten sind wie Feuer und Wasser, geraten ständig aneinander und können doch so viel voneinander lernen. Das Buch erzählt keine klassische Liebesgeschichte, auch wenn diese durchaus eine zentrale Rolle einnimmt, an der Seite von Rätseln und der Suche nach sich selbst.
„Feuerfeder“ ist ein Buch über eine Person, die endlich so gesehen und akzeptiert werden will, wie sie wirklich ist und ein Buch für all jene, die das Gefühl haben, in keine Schublade passen zu können oder zu wollen, alle die sich in der Menge manchmal fremd fühlen und alle, die sich wünschen, so gesehen zu werden, wie sie sind, auch wenn sie nicht dem gängigen Muster entsprechen. Es lehrt uns Toleranz und Rücksichtnahme aus einer besonderen, ungewöhnlichen Perspektive, verknüpft mit dem Setting eines Märchens. Dementsprechend haben die letzten Seiten durchaus etwas Klischeepotenzial, doch das sei der Geschichte einmal verziehen, denn sie erinnert uns an das, was in der Realität immer häufiger vergessen wird: Wir sind unsere beste Version, wenn wir ganz wir selbst sind.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!
Zunächst: Es tut mir leid.
Das Cover hat mir gleich gefallen, es strahlt eine gewisse Eleganz aus, mit der Tasse darauf und im Hintergrund sieht man Briefe, Tintenflecke und eine Feder, denn das Schreiben spielt eine sehr wichtige Rolle in dem Buch.
Der Schreibstil der Autorin war wie immer sehr gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Ran, wodurch man ihre Gedanken besser kennen lernt. Es liest sich so, als würde sie die Geschichte erzählen, was mir gut gefallen hat.
Zu Beginn lernt man Ran kennen, die ein einfaches Leben führt. Als ihr Vater auf ihrem Acker einen goldenen Mörser findet und den zum König bringt, will dieser den dazu passenden Stößel. Ran will sich das nicht gefallen lassen und schreibt einen wütenden Brief an den König um ihm zu sagen, dass er falsch liegt. Daraufhin wird sie als seine Beraterin eingestellt, allerdings glauben alle, dass sie ein Mann ist.
Ran mochte ich gerne. Ein sehr spannender Charakter, denn Ran ist sich selbst nicht sicher, ob sie sich als Frau oder Mann identifiziert, daher wurden immer wieder die Pronomen weggelassen, was ich nun auch versuchen werde. Ran liebt die Familie und widerspricht Laurent immer wieder, was sich sonst niemand im Land traut. Dennoch hält Ran auch an den eigenen Prinzipien fest und versteht erst spät, wieso Laurent so handelt, wie er es eben tut. Die Entwicklung, die Ran dadurch macht, fand ich wirklich gelungen.
Laurent war da ein andere Fall. Ich fand ihn meist eher komisch, sein Verhalten hat mir gar nicht gefallen und wie er mit Ran umgeht schon gar nicht. Seine Freundlichkeit wirkte oft aufgesetzt oder verspottend und ich wurde bis zum Ende gar nicht warm mit ihm. Er mag ein guter König sein, aber seinen Charakter mochte ich einfach gar nicht.
Die Handlung ist recht simple. Es geht um Ran, die Rolle als Berater und wie andere Leute Ran sehen. Außerdem gibts noch die Beziehung zu Laurent, der ebenfalls auf Männer als auch auf Frauen steht. Sehr divers und es wird auch nicht verheimlicht. Das Thema Akzeptant ist hier ein ganz großes Thema, daneben gibt es ein bisschen Liebe aber keine wirkliche Spannung. Ich habe vergeblich auf einen Höhepunkt gewartet, doch wenn man das Buch bis zum Ende liest wird klar, dass dies keine Abenteuergeschichte oder sonstiges sein will, sondern einfach ein Buch, in dem sich zwei Charaktere selbst finden.
Das mag nun vielleicht langweilig klingen, doch ich kam wirklich schnell durch die Geschichte. Ran tut sich schwer mit dem Sprechen und schreibt daher viel auf. Beim Schreiben kann Ran die eigenen Gedanken gut ordnen und ist wirklich wortgewandt, das hat mir gefallen. Auch, dass alle anderen Personen das einfach hingenommen haben, besonders Laurent, und Ran nie gedrängt haben, doch zu sprechen und nicht immer nur zu schreiben fand ich sehr schön. Die Briefe von den beiden haben mir immer gut gefallen, denn oftmals konnte sich Laurent verbal auch nicht korrekt ausdrücken, das ist ihm beim Schreiben ebenfalls leichter gefallen. Wenn man die Briefe las, spürte man regelrecht die Emotionen der Charaktere, was toll war.
Wie schon gesagt gibt es auch eine Liebesgeschichte, diese steht aber sehr lange nicht im Vordergrund und entwickelt sich langsam. Den Konflikt, dass Laurent ein König ist und nicht jede beliebige Person heiraten kann, sondern auch ein wenig an seine Reputation denken muss, fand ich gut dargestellt. Zwar tut Laurent immer wieder so, als wäre das alles kein großes Thema für ihn, doch besonders gegen Ende scheint seine verletzliche Seite immer mehr durch und er öffent sich Ran gegenüber. Was ich sehr gelungen fand war die Aussage, die das Buch vermittelt. Dass man lieben soll, wen man will und dass man sich so identifizieren soll, wie man sich gut fühlt. Das zeigen Ran und Laurent sehr gut und es gibt auch keinen Widerstand. Jeder nimmt die beiden so an, wie sie eben sind. Das ist in der Realität zwar nur eine Wunschvorstellung, aber im Buch war es super umgesetzt.
Gegen Ende gibt es dann auch noch ein bisschen Drama, nichts allzu Schlimmes, der Konflikt hat sich schon länger angebahnt und hat auch zum Rest des Buches gepasst. Wie damit umgegangen wurde und dieser aufgelöst wurde hat sich nahtlos eingefügt und ich mochte das Ende gerne.
Fazit:
Das Buch war anders als erwartet, aber dennoch sehr schön zu lesen. Obwohl ich Laurent bis zum Ende nicht mochte, hat es mit gut gefallen. Ein bisschen mehr Spannung oder Konflikt wäre noch gut gewesen, denn so plätschert die Handlung vor sich hin. Die Grundaussage des Buches wurde aber gut rüber gebracht und ich vergebe 4 Sterne.
Ein goldener Mörser wird auf dem Acker ausgegraben und nun verlangt König Laurent den passenden Stößel dazu. Wütend und nicht sonderlich bedacht, bekommt der König einen Brief inklusive Widerspruch. Auch wenn der König zunächst zürnte, unterbreitet er ein überraschendes Angebot: Er braucht einen Berater. Doch zunächst scheint die Aufgabe unnütz, denn König Laurent übergeht alle Einwände. Doch neben allem, entsteht doch eine gefährliche Anziehung.
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Meine Meinung:
Ich sag es mal so: Für mich war es das erste Buch, das ich von Anne Danck gelesen habe. Und ich bin froh, dass ich noch Bücher von ihr zu Hause habe, die ich jetzt erst recht lesen will.
Diese Geschichte ist etwas anderes. Schon allein, weil sie viel von den geschrieben Briefen getragen wird, die dem ganzen einen besonderen Touch geben. Das macht das Ganze zu etwas ganz Besonderem.
Randalin ist sehr interessant. Von Anfang an macht sie neugierig und wirft Fragen auf, auf die ich allzu gerne Antworten wollte. Irgendwie hat sie mein Herz erwärmt, was unter anderem daran liegt, dass sie es nicht leicht hat, und dass sie oftmals gar nicht ernst genommen wird. Und das von der eignen Familie. Das macht natürlich etwas mit einem, was ich sehr gut nachvollziehen konnte. Im Laufe des Buches erklärt sich aber auch immer mehr, warum Ran ist wie sie eben ist.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und lässt sich leicht und flüssig lesen. Die Figuren sind toll gezeichnet und wirken wunderbar echt und greifbar auf mich, was mir besonders gut gefallen hat.
Hier und da kam die Story für meinen ganz persönlichen Geschmack etwas schleppend in Gang. So war es manchmal etwas langatmig. Aber das ist immer noch Kritik auf hohem Niveau.
König Laurent ist ein interessanter Charakter. Anfangs war ich mir nicht ganz sicher wie ich ihn einschätzen soll. Aber da man ihn im Laufe des Geschehens auch immer besser kennenlernt, fiel es mir dann auch immer leichter mir ein Bild von ihm zu machen.
Ich mag besonders die Dynamik zwischen den Protagonisten. Ein gegenseitiges anstacheln und anspornen. Die Welt mit anderen Augen zu sehen und auch mal über den Tellerrand hinauszusehen.
Diese Geschichte zeigt auf liebevolle Weise wie wichtig es ist sich selbst zu akzeptieren. Sich selbst so anzunehmen, wie man ist. Ob man in die Norm passt oder auch nicht.
Es ist eine ruhige Geschichte mit Tiefgang und sehr emotional. Es gibt keine „krachenden Momente“, und trotzdem so viel mehr. Eine Geschichte, die mal ganz anderes ist. Außergewöhnlich und wunderschön.
Fazit:
Ein Buch der anderen Art und genau das macht es zu etwas ganz Besonderem. Wer Lust auf etwas Außergewöhnliches hat, das wunderschön und tiefgründig ist, ist hier gut aufgehoben. Ich habe dieses Buch sehr genossen und empfehle es sehr gern weiter.
✨Der Schreibstil✨ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Kapitel sind aus Rans Perspektive geschrieben, immer wieder sind die Briefe, welche an den König gerichtet sind, eingeflochten. Im Grunde ist das ganze Buch ein Rückblick aus Rans Sicht, um das Geschehene am Königshof zu erklären. Das wird im Buch selbst aber gut erläutert, sodass man sich schnell zurechtfindet. ✨Die Figuren✨ Randalin, die Prota, ist eine Bauerntochter, die die meiste Zeit in Männerkleidung verbringt. Es wirkt zuerst, als wäre dies um akzeptiert zu werden, mit der Zeit aber auch, weil Ran sich so wohler fühlt und eine andere Seite zeigen, leben kann. Am Anfang war ich deswegen leicht verwirrt, da dies "mehrere Figuren" mit sich bringt (auch weil die königliche Hoheit Laurenz ebenflls als "andere Figur" auftritt am Anfang), als ich das dann aber verstanden hatte, war alles wieder klar :). Die Figuren sind wirklich schön geschrieben. Oft sind die Protas etwas verkopft, aber auch sehr selbstreflektiert, erwachsen und dadurch auf Augenhöhe. Es gibt natürlich einige Nebenfiguren, die gut in die Geschichte passen, auch wenn man nicht viel über sie erfährt. Im Nachwort verweist Anne Danck auf andere Bücher, die ihre Geschichten erzählen. Das finde ich eine richtig tolle Idee!! Uuuuund ich muss es einfach sagen: Es gibt einen Esel als Sidekick! Wie cool ist das bitte? 🥰🤣
✨Meine Meinung✨ Feuerfeder ist wirklich ein sehr schönes Buch. Es gibt ein tolles Setting, eine stimmige, märchenhafte Welt voller Gefühle wie Liebe, Freude, Trauer und Leid. Alles passt gut zusammen! Leider bin ich manchmal etwas zu kritisch, das weiss ich. Aber ich habe mich zwischendurch gefragt, wie die Geschichte funktioniert hätte, wenn Ran etwas mehr gesprochen hätte. Ich möchte niemandem Eigenheiten absprechen, dennoch war mir das Schweigen stellenweise etwas zu stark im Fokus. Dass Ran keine grossen Monologe hält, verstehe ich. Aber dass Ran an manchen Stellen kaum zwei Worte herausbekommt und an anderen ganze Sätze spricht, hat sich für mich nicht immer ganz stimmig angefühlt. Umso schöner fand ich, dass Ran von Laurenz trotzdem akzeptiert und ernst genommen wird! Das ist aber definitiv der einzige Kritikpunkt, den ich habe. Ansonsten ist dieses Buch für mich ein sehr angenehmer, sanfter Wegbegleiter gewesen, der mich jeweils sacht und entspannt Morgens in den Tag starten liess. Auch die Liebesgeschichte, welche für daa Buch wichtig ist, wirkte nie erzwungen oder heftig, sondern sanft, liebevoll und glaubhaft leicht in die Handlung eingebunden. ♥️Ein sehr schönes, märchenhaftes Buch.♥️
Randalin ist eine Bauerstochter und möchte ihrer Familie gern helfen. Die steckt in der Klemme, weil ihr Bruder sich das Bein gebrochen hat, der Vater alleine nicht zwei Äcker bearbeiten kann und bich dazu gesundheitlich angeschlagen ist. Als Randalin einen goldenen Stößel im vom Königreich gepachteten Acker findet, könnte das Problem vorerst gelöst sein. Doch ihr Vater gibt den Stößel an den König. Statt dass sich seine Hoheit dankbar über die Ehrlichkeit der Finder und die Rückgabe zeigt, verlangt er nach dem zugehörigen Mörser. Wird dieser nicht gefunden droht Gefängnis. In ihrer "Wut" verfasst Randalin ein Schreiben an den König. Auch wenn der Schuss erstmal nach hinten losgeht, bekommt sie vom König das Angebot ihm zukünftig beratend zu Seite zu stehen. Sie merkt allerdings schnell wie frustrierend das Ganze ist, da ihre Vorschläge ignoriert werden. Und sie bemerkt die Anziehung, der sie sich nicht entziehen. Dem König geht es ähnlich, aber was würde passieren, wenn er hinter Randalins Geheimnis kommt?
Puh. Irgendwie weiß ich auch nicht so richtig. Das Buch beginnt auf jeden Fall wirklich toll, da man direkt wissen will, wofür sich die Protagonistin entschuldigt. Hat mir gut gefallen. Im weiteren Verlauf war ich dann etwas am Überlegen, ob es etwas für mich ist.
Randalin ist hier und da etwas unsicher, was einfach daraus resultiert, dass Niemand aus ihrer Familie sie wirklich ernst nimmt. Ihre Mutter hat nur Angst was die anderen Leute denken, wenn sie die junge Frau in Hosen sehen und ihr Bruder hält sie für keine Hilfe bei der Arbeit auf dem Bauernhof. Fand ich schon traurig.
Laurent war für mich schwer einzuschätzen, da ich ihn irgendwie nicht sonderlich greifbar fand. Sowohl Randalins Stellenangebot, als auch einen Teil seiner Handlungen fand ich eher irritierend. Ich empfand ihn eher als anstrengend.
Kurz gesagt, ich mochte Randalin ganz gern, aber mit Laurent hatte ich so meine Probleme.
Handlungstechnisch erzählt Randalin ihre Geschichte im Rückblick, wobei es viel Schriftverkehr gibt, da die junge Frau so besser mit Worten umgehen kann.
Ich hatte das Gefühl, dass es sich etwas zog und erst ab ca. der Hälfte Fahrt aufnahm ist aber wohl Ansichtssache. Das Ganze kommt auf jeden Fall mit Märchensetting daher, was gut gepasst hat.
Man sagt, einem König widerspricht man nicht. Doch manchmal beginnt genau dort ein Märchen – in einem einzigen Moment des Ungehorsams.
Was als unscheinbarer Fund auf einem Acker beginnt, entfaltet sich zu einer Geschichte, die sich anfühlt wie ein geheimnisvoller Brief bei flackerndem Kerzenlicht. Eine Bauerntochter, die nie so recht in die Erwartungen ihrer Familie passen wollte - und sich deswegen wie eine Schwester für mich anfühlte. Auf der anderen Seite ein König, dessen Stolz so scharf ist wie seine Krone schwer. Und zwischen ihnen Worte. Briefe voller Trotz, Zweifel, Mut und Wahrheit.
Denn während andere sprechen, schreibt Ran. Auf Papier findet sie die Stimme, die ihr im Alltag oft abgesprochen wird. Und genau diese Stimme führt sie an einen Ort, an dem sie niemals hätte sein sollen: an die Seite eines Königs. So findet sich die junge Frau plötzlich in einer Welt wieder, die ihr fremder kaum sein könnte: zwischen kalten Steinmauern, höfischen Regeln und Menschen, die sie kaum ernst nehmen. Eine Bauerntochter in Männerkleidung, die lieber schreibt als spricht, die gelernt hat, sich in den Schatten zu halten.
Doch Laurent ist kein Märchenkönig aus alten Liedern. Kein Ritter auf hohem Ross. Er ist widersprüchlich, stur, aber auch unfassbar faszinierend. Zwischen hitzigen Briefwechseln, unausgesprochenen Gedanken und stillen Blicken beginnt etwas zu wachsen, das ebenso gefährlich wie unausweichlich ist. Es knistert förmlich zwischen den Zeilen. Wie ein Funke, der in trockenem Papier landet (wie passend, nicht wahr?).
Irgendwann wird klar: Diese Geschichte handelt von Mut. Vom Mut zu widersprechen. Vom Mut, sich selbst zu erkennen, zu sich zu stehen. Und von der seltsamen, beinahe schicksalhaften Kraft der Worte. Denn wenn Feuer auf Papier trifft, bleibt nicht immer nur Asche zurück. Manchmal entsteht daraus etwas Zartes und Unvermeidliches. Etwas, das selbst ein König nicht befehlen oder gar kontrollieren kann.
Fazit: Dieser wundervolle Roman ist märchenhaft und zugleich erstaunlich menschlich, voller poetischer Worte, sanfter Romantik und Figuren, die manchmal so stur sind, dass man sie am liebsten schütteln würde… und ihnen trotzdem bis zum Ende folgt. Unbedingt lesen!
F: Kennst du das Märchen der klugen Bauerntochter?
Wenn nicht, dann lernst du diese durch das Buch ,, Feuerfeder - Briefe an den König “ von Anne Danck kennen. Die Geschichte spielt parallel zu Spielmannsbraut ,kann beides unabhängig voneinander gelesen werden.
Ich habe vor zwei Jahren Spielmannsbraut gelesen und war sehr glücklich über die Story und noch zufriedener, dass ein Charakter aus der Geschichte jetzt eine eigene bekommen hat.
Die Handlung rund um König Laurent und Ran ist einfach was besonderes. Es geht nicht primär um Liebe, sondern,ob man sich selbst akzeptiert und sich so liebt wie man ist ,aber um Fehler einzugestehen und sich auch zu entschuldigen und neue Wege zu gehen. Wie beide Figuren sich gegenseitig anspornen, dabei Dinge zu hinterfragen, hat mir sehr gefallen.
Ich weis was für eine Kraft Briefe haben da ich selber sehr gerne Briefe schreibe und das in einem Buch zu lesen hat mich glücklich gemacht. Wie Ran sich in Briefen öffnet und dabei das Beste gibt, ist toll zu lesen.
Die Szenen zwischen Laurent und Ran finde ich feurig und doch ganz ohne Spice sehr gelungen.
Andere Figuren wie Victor finde ich sehr amüsant alleine die erste Begegnung mit ihm und Ran ,wenn Blicke schreien könnten haha.Ich hab den Kauz lieb gewonnen.Rans Familie außer der kleinen Schwester mag ich überhaupt nicht wie sie mit xier umgehen.Nein,das hat mich wütend gemacht.
Keine Angst, es gibt keine Neo-Pronomen hier.
Der Schreibstil ist sehr poetisch geschrieben und ist in meinen Augen besonders. Die Handlung wird aus der Ich-Perspektive von Ran wiedergegeben.
Generell ist das keine Geschichte für zwischendurch, bitte nimm dir dafür ausreichend Zeit.
Was ich auch anmerken möchte ,es ist keine Tempo Geschichte ,erwartet da keine Actionszenen oder verschiedene Settings.
Ein absoluter Tipp für jeden, der einfach etwas neues lesen möchte. Ich glaube, das Märchen ist auch nicht so bekannt.
PS: Das Buch ist wunderschön und das Cover hat die Seele der Geschichte drauf.
Vielen Dank für das Bereitstellen des Leseexemplar an die Autorin.
Zwischen funkelnden Worten und leisen Gefühlen entfaltet sich eine Geschichte, die sich anfühlt wie ein geflüsterter Brief bei Kerzenschein. Feuerfeder Briefe an den König beginnt beinahe unscheinbar mit einem gefundenen Mörser auf einem Acker und entwickelt daraus ein zartes, kluges Spiel aus Widerspruch, Stolz und unerwarteter Nähe.
Die Briefe zwischen der Protagonistin und König Laurent tragen die Handlung mit einer Intensität, die mich schnell in ihren Bann gezogen hat. Jeder Austausch wirkt wie ein kleines Gefecht aus Worten, voller Ironie, Trotz und unterschwelliger Spannung. Besonders faszinierend ist dabei die Dynamik zwischen beiden Figuren. Laurent ist nicht der klassische Märchenkönig, sondern ein widersprüchlicher Charakter, der zwischen Macht, Sturheit und verletzlicher Neugier schwankt.
Während die Geschichte voranschreitet, wächst nicht nur die politische Spannung, sondern auch eine leise, gefährliche Anziehung. Genau dieses langsame Annähern hat mich besonders berührt. Es knistert zwischen den Zeilen, manchmal zart, manchmal wie ein Funke, der jederzeit ein größeres Feuer entfachen könnte.
Anne Danck schafft eine Atmosphäre, die sich märchenhaft und zugleich erstaunlich menschlich anfühlt. Manche Passagen hätten für meinen Geschmack etwas mehr Tempo vertragen, doch die emotionale Tiefe, der poetische Ton und die ungewöhnliche Erzählform haben mich dennoch verzaubert.
Eine Geschichte über Mut zum Widerspruch, über Stolz, Worte und darüber, dass selbst zwischen Feuer und Papier etwas Wunderschönes entstehen kann.
Als ich "Feuerfeder – Briefe an den König" zum ersten Mal in den sozialen Medien entdeckte, war ich sofort fasziniert und neugierig. Ich brauchte also nicht wirklich lange zu überlegen, ob ich es lesen möchte. Ich muss ja ehrlich sagen: Das Märchen "Die kluge Bauerntochter" kenne ich erst seit der Märchenreihe der ARD, aber seitdem ist es eines der liebsten. Es ist so toll, dass ich diese Adaption gefunden habe.
Ehrlicherweise muss ich sagen, es hat ein wenig gedauert, bis ich im Buch angekommen bin, ich war doch ein wenig verwirrt am Anfang. Ich war mir nicht sicher, Mann oder Frau, doch eigentlich war mir das auch ganz egal. Ab da, konnte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte hat mich so gefesselt, gerade Ran mit ihren Gedanken und dem Nicht-Reden und wie der König auf sie reagiert hat. Das Rätsel und ihre Antworten, diese ganzen fantastischen Briefe und Laurents Antworten oder auch nicht Antworten. Ich habe es einfach nur geliebt. Jetzt bin ich schon ganz gespannt auf die "Spielmannsbraut", denn König Drosselbart ist schon immer mein Lieblingsmärchen und diese Adaption macht mich einfach neugierig, denn ich hatte mit diesem Buch so viel Spaß beim Lesen und kann es euch einfach ans Herz legen.
Für mich war es das erste Buch von der Autorin, aber ganz bestimmt nicht das letzte. Der Schreibstil hat mir so gut gefallen. Er ist fesselnd, bildhaft und so mitreißend. Ich freue mich schon auf alles, was da noch kommen wird. Dankeschön, dass ich es lesen durfte.
Nachdem dem König ein goldener Mörser übergeben wurde, der auf dessen Land gefunden wurde, verlangt dieser auch noch den passenden Stößel dazu. Als der Bauer diesen allerdings nicht bringen konnte und dafür im Gefängnis landete, bekam er einen Widerspruch per Brief. Doch die Antwort ist anders als erwartet...
wieder einmal so eine schöne Geschichte! Parallel zu Spielmannsfrau, die ich ja auch schon geliebt hab, mindestens genauso ergreifend, mit tollen Figuren und einem Plot, der wirklich alles hat, Lachen, Weinen, dramatisch und verträumt seufzen, und nachvollziehbare Gefühle.
gerne noch viel mehr davon! Und das Cover ist wieder mal ein Traum, ich freue mich auf meine vorbestellte Schmuckversion (konnte aber nicht länger darauf warten und hab deshalb schon die eBook Variante gekauft und gelesen!)