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Kekeli

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Kekeli lebt in einer Kleinstadt in Süddeutschland. Ihr Leben verläuft gleichförmig und angepasst, bis ihre undurchschaubare Cousine Afi aus Togo zu Besuch kommt und Kekeli sich plötzlich mit vielen Fragen der Zugehörigkeit konfrontiert sieht. Zudem wird sie von ihrem Mitschüler Kwame eingeladen, gemeinsam für die »Pamoja Society«, einer Gruppe von kreativen, afro-deutschen Jugendlichen, bei einem Doku-Film über das Leben Schwarzer Menschen in Deutschland mitzuarbeiten und dafür nach Berlin zu fahren.
Auf einem Roadtrip mit Afi, Kwame und dessen Bruder Kofi stößt Kekeli auf ein beklemmendes Familiengeheimnis, das sie aus der Bahn wirft. Und das während sie sich immer mehr in Kwame verliebt.
In ihrer besonderen und klaren Sprache erzählt Jessica Mawuena Lawson die Familiengeschichte ihrer aufgeweckten und sympathischen Protagonistin Kekeli und lädt ihre Leser*innen ein, sich von der Pamoja Society mitreißen und von Afrobeats und Poesie begeistern zu lassen.

246 pages, Hardcover

First published February 1, 2026

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About the author

Jessica Mawuena Lawson

2 books3 followers

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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Uralte  Morla.
381 reviews168 followers
February 27, 2026
"Kekeli" von Jessica Mawuena Lawson: Ein wichtiges, schönes Debüt. Sollte Schullektüre werden!

Eigentlich ist Kekelis Leben voll ok: Sie ist gut in der Schule, hat Freund:innen, versteht sich gut mit ihren Eltern, steht kurz vor ihrem Abitur und somit vor einem neuen, hoffentlich aufregenden Lebensabschnitt. Doch sie spürt auch das Geheimnis, das ihr Vater mit sich herumschleppt, die Familiengeschichten, über die nicht gesprochen werden - und den Alltagsrassismus, dem sie und ihr Vater ständig ausgesetzt sind.

Und dann tritt Afi in ihr Leben. Ihre Cousine aus Togo, deren Familiengeschichte auch kompliziert ist und aus der sie erst nicht so richtig schlau wird. Doch als ihr Mitschüler - und Crush - Kwame die beiden fragt, ob sie an einer Filmdokumentation über "Schwarze Lifestyles in Deutschland" mitarbeiten möchten und sie alle zusammen zu einer Reise nach Berlin aufbrechen, sortieren sich plötzlich Dinge neu, und Kekeli lernt sich und ihre Wurzeln noch einmal ganz anders kennen.

Jessica Mawuena Lawson hat mit "Kekeli" ein tolles Debüt geschrieben, das vor allem jüngere Leser:innen auf sehr vielen Ebenen abholt: Erste Liebe, Abnabelung von den Eltern, die Suche nach den eigenen Wurzeln, Selbstfindung.
Es ist aber auch ein Roman, von dem wir alle sehr viel lernen können. Was bedeutet es, täglich Rassismus ausgesetzt zu sein? Was bedeutet es, seine Heimat zu verlassen, um der Familie eine bessere Zukunft zu schaffen, aber dafür vieles, was einem lieb und wichtig ist, aufzugeben? Und was bedeutet es, in einem Land zu leben, das zwar Heimat ist, aber trotzdem deine Selbstentfaltung unterbindet?

All diesen Fragen geht Jessica Mawuena Lawson in diesem Buch nach, und auch wenn das Buch stellenweise ein bisschen didaktisch daherkommt, bin ich sehr froh, dass ich Kekeli auf ihrem Weg begleiten durfte.

Ich bin gespannt, was die Autorin als nächstes schreibt!
Profile Image for Ileana (The Tiniest Book Club).
276 reviews50 followers
February 24, 2026
Eine bemerkenswerte Neuerscheinung bei den lieben Verbrechern ist „Kekeli“: die gradlinig erzählte Geschichte eines Roadtrips funktioniert auch als Jugendbuch hervorragend! Könnte ich mir direkt als Schullektüre vorstellen, denn hier werden einige Wissenslücken zum Thema afrodeutsche Geschichte geschlossen, die im Unterricht endlich zum Tragen kommen müssen.

Ich-Erzählerin Kekeli ist 17, sie hat gerade erfolgreich ihre Abiturprüfungen bestanden und jetzt liegen nur noch Abiball, Zeugnisübergabe und danach die Freiheit vor ihr. Im Kontrast zur Qual der Wahl in Kekelis Zukunft stehen die Möglichkeiten ihrer verschlossen erscheinenden Cousine Afi, die gerade aus Togo zu Besuch in Deutschland ist. Kekeli war noch nie in der Heimat ihres Vaters, sie spricht kein Ewe und kommuniziert mit Afi unter Zuhilfenahme ihres Schulfranzösisch. Als die beiden auf einem afrodiasporischen Open Mic von Kekelis Klassenkameraden Kwame (für den sie schwärmt) auf einen Trip nach Berlin eingeladen werden, sagen sie spontan zu. Kwame und sein Bruder Kofi wollen im Namen der Pamoja Society, einer Schwarzen, aktivistischen Gruppe, Interviews für eine Kurzdokureihe über „Schwarze Lifestyles in Deutschland“ drehen. Kekeli ahnt, dass diese Reise ihr Leben verändern könnte.

Kekeli ist eine besondere, kluge, reifende Protagonistin in einer prägenden Phase ihres Lebens. Auf dem Roadtrip kommt sie zum ersten Mal tiefer mit afrodeutscher Geschichte in Berührung, erfährt vom gänzlich anderen Blickwinkel ihrer Cousine und realisiert, wie eng die Geschichte ihrer eigenen Familie mit dem großen Ganzen verflochten ist.

Wir als Leser*innen dürfen Kekeli auf ihrer identitätsstiftenden Reise begleiten und anwesend sein beim Erstarken einer eigenen Stimme.
Profile Image for Johanna.
7 reviews
April 10, 2026
Super Buch über das Leben Schwarzer Menschen heute in Deutschland, aber auch mit leicht verständlichem historischem Kontext (Schwarze Menschen in der NS-Zeit in D., Kolonialismus, ...). Der Roman eignet sich, denke ich, hervorragend als (Schul-)Lektüre für Jugendliche, da er leicht lesbar ist, wunderbar aktuelle Themen aus der Perspektive Schwarzer Menschen aufgreift und darüber hinaus aber auch viele übergreifende Jugendthemen bearbeitet ohne Stereotype zu reproduzieren. Wäre ich Deutschlehrerin in der Mittel- oder Oberstufe, würde ich das Buch auf jeden Fall mit meinen Klassen lesen! Für erwachsene Leser:innen könnte die Geschichte an der ein oder anderen Stelle etwas flach oder vorhersehbar sein.
Profile Image for Leila.
14 reviews1 follower
April 5, 2026
Rezensionsexemplar

Kekeli von Jessica Mawuena Lawson ist ein beachtenswertes Debüt, was den Charme von Teenage Road Trip Stories mit afrodeutscher Geschichte verbindet.

Der typische Coming Of Age Charakter ist ein zentrales Thema des Romans. Kekeli lernt zu Beginn einen der wenigen anderen Schwarzen Schüler ihrer Schule kennen, der mit seinem Bruder eine Doku über afrodeutsche Geschichte drehen will. Dabei unternehmen sie einen Road Trip quer durch Deutschland, um bestimmte Monumente einzufangen und darüber zu lernen.

Während der Doku werden viele Schlüsselpunkte in der doch sehr unbekannten Geschichte von Schwarzen Menschen in Deutschland thematisiert und man kann viel aus dem Roman mitnehmen. Die Konstellation der Jugendlichen bringt aber eine Leichtigkeit mit sich, die die schweren Themen verdaulich machen. Viel Witz, viel Geplänkel und ein bisschen romantische Spannung.

Mit der Ankunft ihrer Cousine taucht auch ein Mysterium über ihre eigene Familiengeschichte auf, dem sich Kekeli stellen muss, was für mich ein Highlight des Romans war.

Es war sehr spannend, Kekelis Weg zu begleiten und ich freue mich, weiteres von der Autorin zu lesen!
Profile Image for Labyrinth.
367 reviews7 followers
March 1, 2026
Kekeli ist 17, hat gerade ihr Abitur geschrieben und lebt in einer kleinen Stadt in Deutschland. Ihr Vater kommt aus Togo, ihre Mutter aus Deutschland. Zwischen Abi und Abiball beschliesst sie, mit ihrer Kusine aus Togo und zwei Freunden einen Roadtrip nach Berlin zu machen und einen Film über Schwarze Menschen in Deutschland zu drehen.

"Kekeli" ist ein wichtiges Buch, weil die Geschichte aus der seltenen Sicht einer PoC aus Deutschland geschrieben wurde. Es führt dem Leser vor Augen, welche zusätzlichen Gedanken und Probleme es gibt, wenn PoC zum Beispiel durch Thüringen fahren, in Erfurt einen ungeplanten Stopp einlegen müssen oder über kleine rassistische Bemerkungen nachdenken, die Sprecher nicht einmal bemerken.

"Kekeli" ist ein ruhiges Buch, ein kleiner Schatz, den ich nur empfehlen kann.
Profile Image for Andreas Hänisch.
74 reviews2 followers
April 3, 2026
Eventuell bin ich die falsche Zielgruppe für dieses Buch. Denn Kekeli ist für mich ein Jugendbuch, aber es hat mir trotzdem großen Spaß gemacht, es zu lesen. Es ist ein Feel-Good-Buch, eine Liebes- und Coming-Of-Age-Geschichte. Alle Figuren sind zauberhaft und „wholesome“.
Gleichzeitig lernt mal viel über die Schwarze Diaspora in Deutschland, über Alltagsrassismus.
Die Story mit der Doku ist mir zwar ein wenig zu konstruiert und fügt sich nicht ganz rund in den Roman ein, aber so hat die Autorin zumindest ein gutes Vehikel geschaffen, um viele Facetten des Lebens Schwarzer Menschen mit einfließen lassen zu können.
Tolles Debüt, das hoffentlich vor allem viele junge Leser*innen findet.
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