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So, in etwa, ist es geschehen
Sie sind auf dem Weg nach Timmendorfer Strand: Amata Haller und ihr Chef Heinz Brockhaus, der ihr angeboten hat, sie mit dem Auto dorthin zu fahren. Amata ist in Eile, ihre Mutter wartet, wie jedes Jahr am 3. Mai. An diesem Tag jährt sich der Untergang der Cap Arcona, jene Katastrophe gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, die ihr Großvater nur knapp überlebt hat. Die Hitze drückt auf die überfüllten Straßen, die Fahrt wird immer länger, Brockhaus redet ununterbrochen, und Amata verliert die Fassung. Am Ende des Tages wird Brockhaus nicht mehr leben, und Monate später wird Amata vor Gericht stehen.
- GenresGerman LiteratureFiction
128 pages, Hardcover
First published April 29, 2026
About the author
Sharon Dodua Otoo
20 books109 followersSharon Dodua Otoo is a British writer, publicist and activist. In 2016 she was awarded the Ingeborg Bachmann Prize for her first short story in the German language. Otoo’s writing encompasses magical realism, Afrofuturism, identity issues, relationships and empowerment.
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Community Reviews
Displaying 1 - 30 of 31 reviews
April 6, 2026
[Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom S. Fischer Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.]
Sharon Dodua Otoo ist eine Schriftstellerin, die mich seit ihrem deutschen Debüt Adas Raum unheimlich fasziniert. Es gibt immer noch viel zu wenig Schwarze Frauen, die über die Lebensrealität Schwarzer Frauen in Deutschland schreiben. Und keine macht es auf so surreale und vielschichtige Weise wie Sharon. Jedes ihrer Werke, sei es Roman oder Kurzgeschichte oder literarisches Experiment (looking at you, Gesammeltes Schweigen, my forever beloved!) behandelt genau diese Intersektion: Schwarz sein. Frau sein. Frau sein während Schwarz sein. Schwarz sein während Frau sein.
Ich habe bereits zahlreiche Lesungen, Paneldiskussionen und Theaterstücke von und mit Sharon besucht. Sie ist unheimlich nahbar und ihre Art zu reden, wahnsinnig erfrischend. Man geht nie nach Hause, ohne mindestens einmal gelacht zu haben – aber eben auch nie, ohne neue Denkanstöße mitzunehmen.
Ich habe wirklich alles von ihr gelesen, was auf traditionellem Wege publiziert wurde. Und so war für mich natürlich sofort klar, dass ihr auch ihr neuestes Werk, So, in etwa, ist es geschehen, lesen wollen würde. (Und ja, auch diese Ausgabe ist bereits signiert, weil ich Sharon im Juni im Rahmen der Konferenz "Museum as Monuments to the Colonial Troops?" der TU Berlin in einem Gespräch mit Kokou Azamede gesehen habe. Bin literally Fangirl #1 von dieser Frau in Börlin city. :D)
Anyways, dieser Roman – ja, "Roman" steht auf dem Cover gedruckt, auch wenn es sich für mich mit seinen knapp 140 Seiten eher wie eine Novelle liest – beginnt mit einem Geständnis: "Ich habe Heinz Brockhaus getötet." Damit ist eigentlich schon klar, was passiert ist. Die Frage ist also nicht Whodunnit?, sondern: Wie konnte es dazu kommen?
Die Protagonistin Amata Haller, eine Schwarze Deutsche, sitzt in Untersuchungshaft und wartet auf ihren Prozess. Sie hat ihren Chef Heinz Brockhaus ermordet. Kurz vor ihrem Geständnis schreibt sie für ihre beste Freundin Nkechi ihre Erinnerungen nieder.
Der eigentliche Ausgangspunkt der Geschichte ist eine Autofahrt. Amata arbeitet bei einer Organisation, die sich unter anderem mit Afrika und Fragen von Reparationspolitik beschäftigt, und engagiert sich außerdem bei Beyond Reparations, einer Initiative, die eine radikalere Auseinandersetzung mit deutscher Kolonialgeschichte fordert. Sie möchte von Berlin zum Timmendorfer Strand, wo sie sich jedes Jahr am 3. Mai mit ihrer Mutter trifft, um an ihren Großvater Felix Bauer zu erinnern. Er überlebte den Untergang der Cap Arcona 1945 – eine Katastrophe, bei der Tausende KZ-Häftlinge ums Leben kamen.
Ihr Chef Heinz Brockhaus bietet – beziehungsweise drängt sich darauf – an, sie mit dem Auto dorthin zu fahren. Und damit beginnt ein ziemlich höllischer Roadtrip. Denn Brockhaus redet. Und redet. Und redet.
Er ist ein älterer weißer deutscher Mann, der sich selbst offenbar für ausgesprochen vernünftig, informiert und hilfsbereit hält. Während der Fahrt hält er Amata einen nicht enden wollenden Monolog, in dem sich Alltagsrassismus, Mansplaining, Selbstgerechtigkeit und seine Vorstellungen davon, wie die Welt funktioniert, miteinander vermischen.
Amata muss gleichzeitig zuhören, reagieren, höflich bleiben und versuchen, überhaupt rechtzeitig bei ihrer Mutter anzukommen. Und während Brockhaus einfach weiterredet, wird ihre Anspannung immer größer.
Parallel dazu erfährt man immer mehr über Amatas Leben: über ihre Familie, ihre Mutter, ihren Großvater, ihre Verbindung zu Ghana und ihre Erfahrungen als Schwarze Frau in Deutschland. Auch ihr politisches Engagement und die Frage, wie deutsche Kolonialgeschichte bis in die Gegenwart hineinwirkt, werden Teil dieser Rückblenden.
Dann kommt es zum Mord. Amata erwürgt Brockhaus mit seinem Schal. Und sie bereut es nicht.
Es ist eine vermeintlich simple Geschichte, die allerdings eine enorme Sogwirkung entwickelt. Ich habe das Buch tatsächlich in einem Rutsch am Strand gelesen (am ersten Badetag des Jahres Anfang Mai) und konnte es nicht aus der Hand legen.
Besonders spannend ist dabei die Erzählstruktur, denn dieser Roman wird nicht chronologisch erzählt. Stattdessen wird die Geschichte von Amatas Freundin Nkechi als Herausgeberin zusammengestellt. Wir lesen zunächst Amatas Brief beziehungsweise ihr Geständnis und anschließend ihre Erinnerungen. Eine Transkription einer Audioaufnahme von Brockhaus, die während der Autofahrt entstanden ist und ungefähr 40 Seiten umfasst, bildet schließlich den Anhang.
Und das ist ziemlich genial. Denn plötzlich bekommen wir Brockhaus' Version der Fahrt – beziehungsweise seinen endlosen Redeschwall – direkt präsentiert. Und damit entsteht eine zweite Perspektive auf das, was Amata erzählt. Denn Brockhaus wird nicht ausschließlich als eindimensionaler Bösewicht präsentiert. Seine lange Audioaufnahme gibt ihm eine eigene Stimme. Eine extreme nervige Stimme, mind you, aber eben doch eine menschliche.
In So, in etwa, ist es geschehen wird ständig die Frage aufgeworfen, wer eigentlich erzählt, wer die Wahrheit besitzt und wie zuverlässig eine Erzählung überhaupt sein kann. Wer bekommt eigentlich die Möglichkeit, seine eigene Geschichte zu erzählen?
Amata erzählt.
Nkechi ediert.
Brockhaus redet.
Und Sharon? Die hält sich angenehm zurück.
Die Herausgeberfiktion schafft bewusst Abstand zwischen Autorin und Figuren und überlässt es den Lesenden, die verschiedenen Stimmen selbst zueinander in Beziehung zu setzen. Wir bekommen keine allwissende Instanz, die uns am Ende erklärt, was wirklich passiert ist oder wie wir die Figuren zu beurteilen haben. Stattdessen müssen wir selbst zwischen Erinnerungen, Aufzeichnungen und Perspektiven navigieren.
Und damit passt auch der Titel so wunderbar: "So, in etwa, ist es geschehen". Denn Erinnerungen sind nie vollkommen objektiv. Geschichten verändern sich, je nachdem, wer sie erzählt. Und manchmal existieren mehrere Wahrheiten gleichzeitig – oder zumindest mehrere Versionen dessen, was passiert ist.
Und vielleicht ist das auch der Grund, warum mich der Roman trotz seiner vermeintlich simplen Ausgangssituation so beschäftigt hat. Denn eigentlich geht es gar nicht nur um einen Mord. Es geht um Erinnerung. Um deutsche Geschichte. Um Kolonialismus und seine Nachwirkungen. Um Rassismus und die alltägliche Zumutung, die daraus entstehen kann. Um die Frage, wie viel ein Mensch aushalten kann. Und vor allem darum, wer erzählen darf – und wem geglaubt wird.
Sharon Dodua Otoo ist eine Schriftstellerin, die mich seit ihrem deutschen Debüt Adas Raum unheimlich fasziniert. Es gibt immer noch viel zu wenig Schwarze Frauen, die über die Lebensrealität Schwarzer Frauen in Deutschland schreiben. Und keine macht es auf so surreale und vielschichtige Weise wie Sharon. Jedes ihrer Werke, sei es Roman oder Kurzgeschichte oder literarisches Experiment (looking at you, Gesammeltes Schweigen, my forever beloved!) behandelt genau diese Intersektion: Schwarz sein. Frau sein. Frau sein während Schwarz sein. Schwarz sein während Frau sein.
Ich habe bereits zahlreiche Lesungen, Paneldiskussionen und Theaterstücke von und mit Sharon besucht. Sie ist unheimlich nahbar und ihre Art zu reden, wahnsinnig erfrischend. Man geht nie nach Hause, ohne mindestens einmal gelacht zu haben – aber eben auch nie, ohne neue Denkanstöße mitzunehmen.
Ich habe wirklich alles von ihr gelesen, was auf traditionellem Wege publiziert wurde. Und so war für mich natürlich sofort klar, dass ihr auch ihr neuestes Werk, So, in etwa, ist es geschehen, lesen wollen würde. (Und ja, auch diese Ausgabe ist bereits signiert, weil ich Sharon im Juni im Rahmen der Konferenz "Museum as Monuments to the Colonial Troops?" der TU Berlin in einem Gespräch mit Kokou Azamede gesehen habe. Bin literally Fangirl #1 von dieser Frau in Börlin city. :D)
Anyways, dieser Roman – ja, "Roman" steht auf dem Cover gedruckt, auch wenn es sich für mich mit seinen knapp 140 Seiten eher wie eine Novelle liest – beginnt mit einem Geständnis: "Ich habe Heinz Brockhaus getötet." Damit ist eigentlich schon klar, was passiert ist. Die Frage ist also nicht Whodunnit?, sondern: Wie konnte es dazu kommen?
Die Protagonistin Amata Haller, eine Schwarze Deutsche, sitzt in Untersuchungshaft und wartet auf ihren Prozess. Sie hat ihren Chef Heinz Brockhaus ermordet. Kurz vor ihrem Geständnis schreibt sie für ihre beste Freundin Nkechi ihre Erinnerungen nieder.
Der eigentliche Ausgangspunkt der Geschichte ist eine Autofahrt. Amata arbeitet bei einer Organisation, die sich unter anderem mit Afrika und Fragen von Reparationspolitik beschäftigt, und engagiert sich außerdem bei Beyond Reparations, einer Initiative, die eine radikalere Auseinandersetzung mit deutscher Kolonialgeschichte fordert. Sie möchte von Berlin zum Timmendorfer Strand, wo sie sich jedes Jahr am 3. Mai mit ihrer Mutter trifft, um an ihren Großvater Felix Bauer zu erinnern. Er überlebte den Untergang der Cap Arcona 1945 – eine Katastrophe, bei der Tausende KZ-Häftlinge ums Leben kamen.
Ihr Chef Heinz Brockhaus bietet – beziehungsweise drängt sich darauf – an, sie mit dem Auto dorthin zu fahren. Und damit beginnt ein ziemlich höllischer Roadtrip. Denn Brockhaus redet. Und redet. Und redet.
Er ist ein älterer weißer deutscher Mann, der sich selbst offenbar für ausgesprochen vernünftig, informiert und hilfsbereit hält. Während der Fahrt hält er Amata einen nicht enden wollenden Monolog, in dem sich Alltagsrassismus, Mansplaining, Selbstgerechtigkeit und seine Vorstellungen davon, wie die Welt funktioniert, miteinander vermischen.
Amata muss gleichzeitig zuhören, reagieren, höflich bleiben und versuchen, überhaupt rechtzeitig bei ihrer Mutter anzukommen. Und während Brockhaus einfach weiterredet, wird ihre Anspannung immer größer.
Parallel dazu erfährt man immer mehr über Amatas Leben: über ihre Familie, ihre Mutter, ihren Großvater, ihre Verbindung zu Ghana und ihre Erfahrungen als Schwarze Frau in Deutschland. Auch ihr politisches Engagement und die Frage, wie deutsche Kolonialgeschichte bis in die Gegenwart hineinwirkt, werden Teil dieser Rückblenden.
Dann kommt es zum Mord. Amata erwürgt Brockhaus mit seinem Schal. Und sie bereut es nicht.
Es ist eine vermeintlich simple Geschichte, die allerdings eine enorme Sogwirkung entwickelt. Ich habe das Buch tatsächlich in einem Rutsch am Strand gelesen (am ersten Badetag des Jahres Anfang Mai) und konnte es nicht aus der Hand legen.
Besonders spannend ist dabei die Erzählstruktur, denn dieser Roman wird nicht chronologisch erzählt. Stattdessen wird die Geschichte von Amatas Freundin Nkechi als Herausgeberin zusammengestellt. Wir lesen zunächst Amatas Brief beziehungsweise ihr Geständnis und anschließend ihre Erinnerungen. Eine Transkription einer Audioaufnahme von Brockhaus, die während der Autofahrt entstanden ist und ungefähr 40 Seiten umfasst, bildet schließlich den Anhang.
Und das ist ziemlich genial. Denn plötzlich bekommen wir Brockhaus' Version der Fahrt – beziehungsweise seinen endlosen Redeschwall – direkt präsentiert. Und damit entsteht eine zweite Perspektive auf das, was Amata erzählt. Denn Brockhaus wird nicht ausschließlich als eindimensionaler Bösewicht präsentiert. Seine lange Audioaufnahme gibt ihm eine eigene Stimme. Eine extreme nervige Stimme, mind you, aber eben doch eine menschliche.
In So, in etwa, ist es geschehen wird ständig die Frage aufgeworfen, wer eigentlich erzählt, wer die Wahrheit besitzt und wie zuverlässig eine Erzählung überhaupt sein kann. Wer bekommt eigentlich die Möglichkeit, seine eigene Geschichte zu erzählen?
Amata erzählt.
Nkechi ediert.
Brockhaus redet.
Und Sharon? Die hält sich angenehm zurück.
Die Herausgeberfiktion schafft bewusst Abstand zwischen Autorin und Figuren und überlässt es den Lesenden, die verschiedenen Stimmen selbst zueinander in Beziehung zu setzen. Wir bekommen keine allwissende Instanz, die uns am Ende erklärt, was wirklich passiert ist oder wie wir die Figuren zu beurteilen haben. Stattdessen müssen wir selbst zwischen Erinnerungen, Aufzeichnungen und Perspektiven navigieren.
Und damit passt auch der Titel so wunderbar: "So, in etwa, ist es geschehen". Denn Erinnerungen sind nie vollkommen objektiv. Geschichten verändern sich, je nachdem, wer sie erzählt. Und manchmal existieren mehrere Wahrheiten gleichzeitig – oder zumindest mehrere Versionen dessen, was passiert ist.
Und vielleicht ist das auch der Grund, warum mich der Roman trotz seiner vermeintlich simplen Ausgangssituation so beschäftigt hat. Denn eigentlich geht es gar nicht nur um einen Mord. Es geht um Erinnerung. Um deutsche Geschichte. Um Kolonialismus und seine Nachwirkungen. Um Rassismus und die alltägliche Zumutung, die daraus entstehen kann. Um die Frage, wie viel ein Mensch aushalten kann. Und vor allem darum, wer erzählen darf – und wem geglaubt wird.
Read
September 8, 2026if you’ve ever dreamed of throttling your boss, this might just be your book
May 5, 2026
Der Ursprung der Geschichte ist die fehlende oder mangelhafte Aufarbeitung der Kolonialvergangenheit Deutschlands.
Ein Teil der Vorgeschichte ist auch die Bombardierung der Cap Arcona, von britischen Bombern durchgeführt aber von den Nazis geplant herbeigeführt.
Amatas Großvater war an Bord und hat es wie ein Wunder überlebt.
Ich verstehe die „Tat“, den Mord an Amatas Vorgesetzten als ihre (unbewusste) Reaktion auf diese nicht aufgearbeitete Geschichte. Der Teil des Buches, der in fast 50 Seiten den Monolog von Heinz Brockhaus (der Name ist vermutlich ein Hinweis auf seinen nie endenden Wortfluss) beinhaltet, ist nahezu unerträglich. Ob das in einem Mord enden musste, kann ich trotzdem schwer nachvollziehen, weil ich mich frage, warum Amata sich überhaupt von ihm hat fahren lassen und sich (freiwillig) dieser Situation ausgesetzt hat.
Auf jeden Fall spitzt sich die Situation, die Autofahrt immer mehr zu und läuft auf das unvermeidliche hinaus.
Den Rahmen ihres Geständnisses bilden die Anmerkungen ihrer Freundin Nkechi, die Juristin ist und eine Art Gegenpol zu Amatas Haltung bildet.
Das Buch wirft viele Fragen auf und lässt einen auch nach der Lektüre nicht los. Sharon Dodua Otoo hat ihre Figuren sehr authentisch beschrieben und daher ist die Geschichte sehr spannend und glaubwürdig.
Ein Teil der Vorgeschichte ist auch die Bombardierung der Cap Arcona, von britischen Bombern durchgeführt aber von den Nazis geplant herbeigeführt.
Amatas Großvater war an Bord und hat es wie ein Wunder überlebt.
Ich verstehe die „Tat“, den Mord an Amatas Vorgesetzten als ihre (unbewusste) Reaktion auf diese nicht aufgearbeitete Geschichte. Der Teil des Buches, der in fast 50 Seiten den Monolog von Heinz Brockhaus (der Name ist vermutlich ein Hinweis auf seinen nie endenden Wortfluss) beinhaltet, ist nahezu unerträglich. Ob das in einem Mord enden musste, kann ich trotzdem schwer nachvollziehen, weil ich mich frage, warum Amata sich überhaupt von ihm hat fahren lassen und sich (freiwillig) dieser Situation ausgesetzt hat.
Auf jeden Fall spitzt sich die Situation, die Autofahrt immer mehr zu und läuft auf das unvermeidliche hinaus.
Den Rahmen ihres Geständnisses bilden die Anmerkungen ihrer Freundin Nkechi, die Juristin ist und eine Art Gegenpol zu Amatas Haltung bildet.
Das Buch wirft viele Fragen auf und lässt einen auch nach der Lektüre nicht los. Sharon Dodua Otoo hat ihre Figuren sehr authentisch beschrieben und daher ist die Geschichte sehr spannend und glaubwürdig.
July 12, 2026
Amata hat ihren Chef Brockhaus umgebracht. Das erzählt uns Sharon Dodua Otoos kurzer Roman " So in etwa ist es geschehen" bereits auf den ersten Seiten. Warum sie es getan hat, entblättert sich im Laufe des Romans - und ehrlich gesagt, ich kann es verstehen.
Amata ist Ende 30, hat einen Bürojob und engagiert sich für die Initiative "Beyond Reparations", die sich gegen Rassisismus und für eine intensivere Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte einsetzt. So richtig bei der Sache ist sie dort aber nicht, angesichts des allgegenwärtigen Alltagsrassismus ist sie eher resigniert, ihre Schwester und ihr Vater sind bereits nach Ghana ausgewandert, ihre Kraft war aufgebraucht. Außerdem ist da noch Kwame, der gutaussehende Mitstreiter bei "Beyond Reparations", an den Amata sehr oft denkt.
Und dann ist da noch ihre Mutter, mit der sie jedes Jahr in Gedenken an den Großvater an die Ostsee fährt. Er überlebte den britischen Angriff der Cap Arcona, an deren Bord sich KZ-Gefangene befanden. Am 3. Mai 1945 ging das Schiff unter, Amatas Großvater konnte sich jedoch retten. In diesem Jahr hat Amata jedoch vergessen, einen Mietwagen zu organisieren, ihr penetranter Chef bietet ihr an, sie zu fahren - sie sagt zu. Ein Fehler für beide, wie sich dann herausstellt.
Denn Brockhaus redet viel. 50 Seiten lang lässt Sharon Dodua Otoo ihn einen Monlog halten, der ungefähr alle Phrasen eines alten weißen, vom Patriarchat durchtränkten Mannes beinhaltet, die man sich vorstellen kann. In dem heißen Auto - die Klimaanlage ist kaputt - reißt Amata irgendwann der Geduldsfaden: Sie erdrosselt Brockhaus mit einem Fußballschal - und mit ihm symbolisch das (weiße) Patriarchat.
"So in etwa ist es geschehen" ist ein irgendwie seltsamer Roman, in dem einige Fragen offen bleiben und der doch eindringlich nachwirkt. Ein bisschen verkopft wirkt die literarische Konstruktion, die Charaktere psychologisch nur halb ausgearbeitet. Aber die Botschaft bleibt dennnoch deutlich: Es reicht! Genug mit dem Aushalten und Lächeln und Weghören und Wegducken. Ob Gewalt die gesündeste Alternative ist, bleibt fraglich, aber mutet zumindest für mich durchaus nachvollziehbar an. Ein kurzes Buch, das mich noch lange zum Nachdenken gebracht hat. Mochte ich.
Amata ist Ende 30, hat einen Bürojob und engagiert sich für die Initiative "Beyond Reparations", die sich gegen Rassisismus und für eine intensivere Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte einsetzt. So richtig bei der Sache ist sie dort aber nicht, angesichts des allgegenwärtigen Alltagsrassismus ist sie eher resigniert, ihre Schwester und ihr Vater sind bereits nach Ghana ausgewandert, ihre Kraft war aufgebraucht. Außerdem ist da noch Kwame, der gutaussehende Mitstreiter bei "Beyond Reparations", an den Amata sehr oft denkt.
Und dann ist da noch ihre Mutter, mit der sie jedes Jahr in Gedenken an den Großvater an die Ostsee fährt. Er überlebte den britischen Angriff der Cap Arcona, an deren Bord sich KZ-Gefangene befanden. Am 3. Mai 1945 ging das Schiff unter, Amatas Großvater konnte sich jedoch retten. In diesem Jahr hat Amata jedoch vergessen, einen Mietwagen zu organisieren, ihr penetranter Chef bietet ihr an, sie zu fahren - sie sagt zu. Ein Fehler für beide, wie sich dann herausstellt.
Denn Brockhaus redet viel. 50 Seiten lang lässt Sharon Dodua Otoo ihn einen Monlog halten, der ungefähr alle Phrasen eines alten weißen, vom Patriarchat durchtränkten Mannes beinhaltet, die man sich vorstellen kann. In dem heißen Auto - die Klimaanlage ist kaputt - reißt Amata irgendwann der Geduldsfaden: Sie erdrosselt Brockhaus mit einem Fußballschal - und mit ihm symbolisch das (weiße) Patriarchat.
"So in etwa ist es geschehen" ist ein irgendwie seltsamer Roman, in dem einige Fragen offen bleiben und der doch eindringlich nachwirkt. Ein bisschen verkopft wirkt die literarische Konstruktion, die Charaktere psychologisch nur halb ausgearbeitet. Aber die Botschaft bleibt dennnoch deutlich: Es reicht! Genug mit dem Aushalten und Lächeln und Weghören und Wegducken. Ob Gewalt die gesündeste Alternative ist, bleibt fraglich, aber mutet zumindest für mich durchaus nachvollziehbar an. Ein kurzes Buch, das mich noch lange zum Nachdenken gebracht hat. Mochte ich.
June 13, 2026
Was für ein Banger!!!!
Ich hab das Gefühl ich muss den Roman mindestens noch ein zweites Mal lesen, weil in diesen nicht mal 150 Seiten so unfassbar viel steckt, aber auch so dicht und gut erzählt, dass ich nur so durchgerauscht bin und unbedingt nochmal mit mehr Hintergrundwissen (inklusive endlich die Biographie von Theodor Wonja Michael lesen!) in die Geschichte eintauchen will. Sharon Dodua Otoo, I'm a forever fan of yours ♥️ bitte hör nie auf Bücher zu schreiben!
Ich hab das Gefühl ich muss den Roman mindestens noch ein zweites Mal lesen, weil in diesen nicht mal 150 Seiten so unfassbar viel steckt, aber auch so dicht und gut erzählt, dass ich nur so durchgerauscht bin und unbedingt nochmal mit mehr Hintergrundwissen (inklusive endlich die Biographie von Theodor Wonja Michael lesen!) in die Geschichte eintauchen will. Sharon Dodua Otoo, I'm a forever fan of yours ♥️ bitte hör nie auf Bücher zu schreiben!
May 4, 2026
Brockhaus ist tot. Ermordet von seiner Kollegin Amata Haller, die in der JVA Lübeck ein Geständnis zu Papier bringt.
Auf nur 128 Seiten konstruiert Sharon Dudoa Otoo einen Fall in seiner ganzen Komplexität, der Themen wie transgenerationales Trauma, Reparationen, afrodeutsche Geschichte, Kolonialismus und mehr streift.
In ihrem Geständnis lässt die Täterin in fast kindlicher Sprache den Tag des Mordes Revue passieren und holt dabei immer weiter aus: das geplante, jährlich stattfindende Treffen mit ihrer Mutter am Ostseestrand zum Gedenken an den Großvater, der von der Cap Arcona fliehen konnte, auf der gegen Ende des Zweiten Weltkriegs ca. 4600 KZ-Häftlinge getötet wurden. Amatas Vorgesetzter bei der NGO „Essen für Afrika“ Brockhaus, der dieser seine Chauffeurdienste aufdrängt. Die unerträgliche Fahrt von Berlin nach Timmendorfer Strand in brütender Hitze, mit ausgefallener Klimaanlage, Stau und endlosen Monologen.
Über fast 50 Seiten müssen auch wir den Redeschwall des Opfers Brockhaus ertragen, seine letzten Worte sind paternalistisch, vorwurfsvoll, egozentrisch, latent rassistisch.
Otoos Novelle ist bitterböse, sarkastisch, ein Roadtrip aus der Hölle ohne Dialog und mit schwerem Ballast. Leicht verdauliche Antworten gibt es nicht, Otoo stellt Fragen wie diese in den Raum: Wie lange können Betroffene es aushalten, zu reden, zu erklären, um Anerkennung, Reparationen, Umbenennungen etc. zu bitten?
„Alles, was ich mitbrachte, war der Schmerz vieler Generationen, den ich seit meiner Geburt mit mir herumschleppe. Für eine einzelne Person ist er viel zu groß, er muss sich irgendwann Bahn brechen, er muss irgendwohin ausweichen.“
Auf nur 128 Seiten konstruiert Sharon Dudoa Otoo einen Fall in seiner ganzen Komplexität, der Themen wie transgenerationales Trauma, Reparationen, afrodeutsche Geschichte, Kolonialismus und mehr streift.
In ihrem Geständnis lässt die Täterin in fast kindlicher Sprache den Tag des Mordes Revue passieren und holt dabei immer weiter aus: das geplante, jährlich stattfindende Treffen mit ihrer Mutter am Ostseestrand zum Gedenken an den Großvater, der von der Cap Arcona fliehen konnte, auf der gegen Ende des Zweiten Weltkriegs ca. 4600 KZ-Häftlinge getötet wurden. Amatas Vorgesetzter bei der NGO „Essen für Afrika“ Brockhaus, der dieser seine Chauffeurdienste aufdrängt. Die unerträgliche Fahrt von Berlin nach Timmendorfer Strand in brütender Hitze, mit ausgefallener Klimaanlage, Stau und endlosen Monologen.
Über fast 50 Seiten müssen auch wir den Redeschwall des Opfers Brockhaus ertragen, seine letzten Worte sind paternalistisch, vorwurfsvoll, egozentrisch, latent rassistisch.
Otoos Novelle ist bitterböse, sarkastisch, ein Roadtrip aus der Hölle ohne Dialog und mit schwerem Ballast. Leicht verdauliche Antworten gibt es nicht, Otoo stellt Fragen wie diese in den Raum: Wie lange können Betroffene es aushalten, zu reden, zu erklären, um Anerkennung, Reparationen, Umbenennungen etc. zu bitten?
„Alles, was ich mitbrachte, war der Schmerz vieler Generationen, den ich seit meiner Geburt mit mir herumschleppe. Für eine einzelne Person ist er viel zu groß, er muss sich irgendwann Bahn brechen, er muss irgendwohin ausweichen.“
September 6, 2026
An einem Nachmittag/Abend durchgelesen.
Ein durch und durch seltsames Buch, das viele Fragen aufwirft. Sehr spannende Erzählweise und sehr nachvollziehbar, dass Gewaltphantasien aufkommen. Trotzdem: der Mord, hui.
Ein durch und durch seltsames Buch, das viele Fragen aufwirft. Sehr spannende Erzählweise und sehr nachvollziehbar, dass Gewaltphantasien aufkommen. Trotzdem: der Mord, hui.
May 31, 2026
WOW!
Selten hat mich ein Roman so zurückgelassen. Angeekelt, beschämt, irritiert passt nicht, perplex und voller Fragen bez. frage ich mich, ob die Antworten die ich im Text gefunden habe überhaupt Antworten sein können. Muss erstmal nen Podcast mit der Autorin hören jetzt.
Wer in rasant schnellem Tempo ein multidirektional & intersektional sich selbst immer wieder auf die Spitze treibendes Kammerspiel (was ich so noch nie erlebt habe!) lesen will - XXXXXL Empfehlung!
Ob Dieter und Herbert das Buch verstehen, ich weiß es nicht, würde es ihnen aber zum 60. schenken. Definitiv.
Selten hat mich ein Roman so zurückgelassen. Angeekelt, beschämt, irritiert passt nicht, perplex und voller Fragen bez. frage ich mich, ob die Antworten die ich im Text gefunden habe überhaupt Antworten sein können. Muss erstmal nen Podcast mit der Autorin hören jetzt.
Wer in rasant schnellem Tempo ein multidirektional & intersektional sich selbst immer wieder auf die Spitze treibendes Kammerspiel (was ich so noch nie erlebt habe!) lesen will - XXXXXL Empfehlung!
Ob Dieter und Herbert das Buch verstehen, ich weiß es nicht, würde es ihnen aber zum 60. schenken. Definitiv.
August 8, 2026
3.5* rounded up
August 15, 2026
4,5 ⭐️Ein verdammt wichtiges Buch (& ich wurde bisschen wahnsinnig beim lesen)
May 1, 2026
Viele andere werden hier völlig berechtigt eine andere Lesart finden. Für mich ist es vor allem eine Geschichte, was passiert, wenn wir aufhören, mit unserem Gegenüber wirklich zu sprechen und zuzuhören. Wenn wir aufhören, diese als Menschen zu betrachten, die als Mensch ergründet werden müssen. Herr Brockhaus sieht nicht Amata, die Protagonistin, wenn er redet und redet. Er sieht nur ein Zerrbild von Fantasien und Klischees und alles, was er in seinem Wortschwall von sich gibt, ist immer nur eine versteckte Selbstaussage. Und Amata schweigt und schweigt. Auch sie sieht nur ein Zerrbild. Ihr kontinuierliches Schweigen eine versteckte Selbstaussage. Echtes Verständnis für den anderen, echtes Interesse an dem anderen fehlt komplett. Und das Problem geht über das Miteinander der beiden hinaus.
May 15, 2026
Besonders mit ein bisschen Abstand, hat es mir leider nicht so gut gefallen. Die Prämisse und die Geschichte die Gehör erzählt und aufgearbeitet wird ist ohne Zweifel wahnsinnig wichtig. Mich hat aber das Setting, die Charaktere und der Aufbau leider einfach überhaupt nicht abgeholt. Ich glaube aber das ist Geschmackssache und der Schreibstil ist mit einfach nicht so nahe.
May 27, 2026
Ein unglaubliches Buch.
Ich bin immer noch unsicher, ob man den Anhang zu der Zeit lesen sollte, wo er im Text erwähnt wird, oder ob man ihn zum Schluss lesen sollte.
Ich bin immer noch unsicher, ob man den Anhang zu der Zeit lesen sollte, wo er im Text erwähnt wird, oder ob man ihn zum Schluss lesen sollte.
June 5, 2026
„So, in etwa, ist es geschehen“ von Sharon Dodua Otoo hat mir sprachlich und insbesondere durch den Aufbau mit den unterschiedlichen Perspektiven und Aufzeichnungen (Brief, Bericht, Transkript) gut gefallen.
Fasziniert hat mich, wie die unterschiedlichen Perspektiven ein Bild ergeben: Amata wirkte zu Beginn in ihrem Bericht überdreht/überfordert und für mich war es absolut unverständlich, warum es zu diesem Mord kam. Zum Ende wurde dies durch das Transkript ihres Chefs Brockhaus mit dem Vorwissen aus Amatas Bericht zumindest ansatzweise verständlicher.
Aber überall, wo ich die einzige Schwarze Freundin bin, die einige Schwarze Kollegin oder einzige Schwarze Verwandte, ist es nie wirklich entspannt. (S. 39)
Otoo hat mit Brockhaus eine maximal unangenehme Person - übergriffig, anmaßend, anstrengend, unreflektiert, nervtötend - beschrieben, mit dem niemand an so einem missglückten, für Amatas Familie wichtigen Tag und insbesondere bei so hohen Temperaturen stundenlang in einem Auto sein möchte.
In Amatas Bericht wird „Theodor Wonja Michael“ erwähnt und ich hab mich gefreut seinen Namen vorzufinden, da ich sein Buch vor Kurzem erst gelesen habe und den Eindruck hatte, Otoos Text dadurch besser zu verstehen.
Trotzdem bleiben Fragen offen. Es schadet vermutlich nicht, das Buch mindestens zweimal zu lesen.
Fasziniert hat mich, wie die unterschiedlichen Perspektiven ein Bild ergeben: Amata wirkte zu Beginn in ihrem Bericht überdreht/überfordert und für mich war es absolut unverständlich, warum es zu diesem Mord kam. Zum Ende wurde dies durch das Transkript ihres Chefs Brockhaus mit dem Vorwissen aus Amatas Bericht zumindest ansatzweise verständlicher.
Aber überall, wo ich die einzige Schwarze Freundin bin, die einige Schwarze Kollegin oder einzige Schwarze Verwandte, ist es nie wirklich entspannt. (S. 39)
Otoo hat mit Brockhaus eine maximal unangenehme Person - übergriffig, anmaßend, anstrengend, unreflektiert, nervtötend - beschrieben, mit dem niemand an so einem missglückten, für Amatas Familie wichtigen Tag und insbesondere bei so hohen Temperaturen stundenlang in einem Auto sein möchte.
In Amatas Bericht wird „Theodor Wonja Michael“ erwähnt und ich hab mich gefreut seinen Namen vorzufinden, da ich sein Buch vor Kurzem erst gelesen habe und den Eindruck hatte, Otoos Text dadurch besser zu verstehen.
Trotzdem bleiben Fragen offen. Es schadet vermutlich nicht, das Buch mindestens zweimal zu lesen.
June 27, 2026
Wilder Ritt 😬
Eine vermeintlich harmlose Autofahrt endet in einem Mord, wobei die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln (Täter, Opfer, Außenstehende) und über verschiedene Textsorten (Erlebnisbericht, Audio-Transkript, nachträgliche Einordnung) zusammengesetzt wird. Klingt ambitioniert für nur 139 Seiten, gelingt aber erstaunlich gut. Obwohl man als Leser von Anfang an weiß, was passiert, kennt man das "warum" lange nicht (und vermutlich kann man es auch nach der Lektüre nicht in Gänze nachvollziehen). Das erzeugt einen Sog.
Dabei ist wichtig zu betonen, dass es sich hier nicht um einen Krimi handelt. Die Tat ist eher als Symptom einer nicht aufgearbeiteten kolonialen Vergangenheit einzuordnen.
Eine vermeintlich harmlose Autofahrt endet in einem Mord, wobei die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln (Täter, Opfer, Außenstehende) und über verschiedene Textsorten (Erlebnisbericht, Audio-Transkript, nachträgliche Einordnung) zusammengesetzt wird. Klingt ambitioniert für nur 139 Seiten, gelingt aber erstaunlich gut. Obwohl man als Leser von Anfang an weiß, was passiert, kennt man das "warum" lange nicht (und vermutlich kann man es auch nach der Lektüre nicht in Gänze nachvollziehen). Das erzeugt einen Sog.
Dabei ist wichtig zu betonen, dass es sich hier nicht um einen Krimi handelt. Die Tat ist eher als Symptom einer nicht aufgearbeiteten kolonialen Vergangenheit einzuordnen.
April 29, 2026
Ein Geständnis
Ich durfte wieder einen Roman von Sharon Dodua Otoo, genießen.
„So, in etwa, ist es geschehen“ ist ein besonders gelungenes Werk geworden.
Der Roman beginnt mit einem Brief der Amata Haller an ihre Herausgeberin.
Es wird zu einem Geständnis.
Sie hat ihren Kollegen Heinz Brockhaus erdrosselt.
Die Autorin hat das sehr gut umgesetzt.
Den Heinz hat sie , als eine Labertüte dargestellt. Wenn man so jemanden von der Fahrt von Berlin bis zum Timmerdorfer Strand mitmachen muss, kann man leicht durchdrehen.
Das Alles ist mit einem besonderen Sound gestaltet.
Diesen Roman habe ich gerne gelesen und kann ihn weiter empfehlen.
Ich durfte wieder einen Roman von Sharon Dodua Otoo, genießen.
„So, in etwa, ist es geschehen“ ist ein besonders gelungenes Werk geworden.
Der Roman beginnt mit einem Brief der Amata Haller an ihre Herausgeberin.
Es wird zu einem Geständnis.
Sie hat ihren Kollegen Heinz Brockhaus erdrosselt.
Die Autorin hat das sehr gut umgesetzt.
Den Heinz hat sie , als eine Labertüte dargestellt. Wenn man so jemanden von der Fahrt von Berlin bis zum Timmerdorfer Strand mitmachen muss, kann man leicht durchdrehen.
Das Alles ist mit einem besonderen Sound gestaltet.
Diesen Roman habe ich gerne gelesen und kann ihn weiter empfehlen.
June 14, 2026
„Alles, was ich mitbrachte, war der Schmerz vieler Generationen, den ich seit meiner Geburt mit mir herumschleppe. Für eine einzelne Person ist er viel zu groß, er muss sich irgendwann Bahn brechen, er muss irgendwohin ausweichen.“
May 6, 2026
Eine für mich ungewöhnliche Lektüre: Literarisch hochwertige und superkurze Belletristik!
Entsprechend ist auch die Erzählstruktur ganz anders, als ich es gewohnt bin: Die ersten 85 Seiten erfahren wir per Brief an ihre beste Freundin und Mitaktivistin Nkechi von der Mörderin Amata Haller von dem Tag, als sie freigedreht ist und ihren Chef in Timmendorfer Strand mit einem Schal stranguliert hat.
Danach gibt es zwei Anhänge: Erstens ein Transkript des Tonmitschnitts einer Sprachaufnahme besagten Chefs, der quasi seine Sicht schildert (da sie nie hörbar spricht) und Amata gleichzeitig in einer Tour zusabbelt, und zweitens das Geständnis der Protagonistin.
Anschließend folgen noch kleinere Passagen wie Nachwort, Postkarte, Danksagung und Co, aber das ist im Wesentlichen die Struktur.
Ich fand cool, dass man die Sichtweisen von Täterin und Opfer gleichermaßen mitbekommt - die übrigens beide extrem abschweifen und vom Höckschen aufs Stöckschen kommen, nur, dass bei Amata alles eher im Kopf statt verbal stattfindet -, was auch dazu geführt hat, dass ich am liebsten das Buch direkt nochmal von vorne gelesen hätte, um die später erhaltenen Infos nochmal mit der Schilderung von Amata zu verheiraten.
Zu manchen Aspekten der Erzählung hatte ich als Weiße keine Verbindung. Ich fand auch Amata sehr unsympathisch und vom Charakter Marke “Versager”. Ich wollte sie gerne schütteln und ihr genug Selbstvertrauen einimpfen, dass sie mal was sagt, wenn Menschen in ihrem Umfeld Grenzen überschreiten und sie das nicht will.
Allein die Fahrt zu Timmendorfer Strand, wo sie gezwungenermaßen mit ihrer Mutter eine jährliche Gedenkfeier zum Überleben des Cap Arkona-Unglücks ihres Großvaters abhalten soll, hätte nicht sein gemusst - Amata wirkte jedenfalls so, als würde sie das nur ihrer Mutter zuliebe machen und damit sie im Vergleich zur in Ghana lebenden Schwester, die nicht teilnehmen kann, besser da steht. Als die Mutter undankbar reagiert, schluckt Amata es einfach und als sie dann zu spät kommt, entladen sich die ganzen kumulierten schlechten Gefühle auch aus anderen Bereichen ihres Lebens in einem Mord, der ihr das weitere freie Leben zerstört. Sie wirkt aber auch ganz allgemein, als kriegte sie nichts auf die Kette und lebte so in den Tag hinein.
Auch das Opfer, Heinz Brockhaus, fand ich super unangenehm. Marke endlos-sabbelnder weißer alter Mann, der in seinem Monolog ein paar Sachen sagt, die echt nicht fein sind - und der sich auch sonst wie der Elefant im Porzellanladen verhält und viel zu viel Raum einnimmt.
Man merkt, das Buch hat ganz viele Emotionen in mir ausgelöst, obwohl ich es durch den mäandernden Stil und die unsympathische Protagonistin nicht ganz in den Himmel loben kann. Auf jeden Fall ein spannendes Fenster-Buch mit für mich interessanter Erzählweise und Einblicken.
Entsprechend ist auch die Erzählstruktur ganz anders, als ich es gewohnt bin: Die ersten 85 Seiten erfahren wir per Brief an ihre beste Freundin und Mitaktivistin Nkechi von der Mörderin Amata Haller von dem Tag, als sie freigedreht ist und ihren Chef in Timmendorfer Strand mit einem Schal stranguliert hat.
Danach gibt es zwei Anhänge: Erstens ein Transkript des Tonmitschnitts einer Sprachaufnahme besagten Chefs, der quasi seine Sicht schildert (da sie nie hörbar spricht) und Amata gleichzeitig in einer Tour zusabbelt, und zweitens das Geständnis der Protagonistin.
Anschließend folgen noch kleinere Passagen wie Nachwort, Postkarte, Danksagung und Co, aber das ist im Wesentlichen die Struktur.
Ich fand cool, dass man die Sichtweisen von Täterin und Opfer gleichermaßen mitbekommt - die übrigens beide extrem abschweifen und vom Höckschen aufs Stöckschen kommen, nur, dass bei Amata alles eher im Kopf statt verbal stattfindet -, was auch dazu geführt hat, dass ich am liebsten das Buch direkt nochmal von vorne gelesen hätte, um die später erhaltenen Infos nochmal mit der Schilderung von Amata zu verheiraten.
Zu manchen Aspekten der Erzählung hatte ich als Weiße keine Verbindung. Ich fand auch Amata sehr unsympathisch und vom Charakter Marke “Versager”. Ich wollte sie gerne schütteln und ihr genug Selbstvertrauen einimpfen, dass sie mal was sagt, wenn Menschen in ihrem Umfeld Grenzen überschreiten und sie das nicht will.
Allein die Fahrt zu Timmendorfer Strand, wo sie gezwungenermaßen mit ihrer Mutter eine jährliche Gedenkfeier zum Überleben des Cap Arkona-Unglücks ihres Großvaters abhalten soll, hätte nicht sein gemusst - Amata wirkte jedenfalls so, als würde sie das nur ihrer Mutter zuliebe machen und damit sie im Vergleich zur in Ghana lebenden Schwester, die nicht teilnehmen kann, besser da steht. Als die Mutter undankbar reagiert, schluckt Amata es einfach und als sie dann zu spät kommt, entladen sich die ganzen kumulierten schlechten Gefühle auch aus anderen Bereichen ihres Lebens in einem Mord, der ihr das weitere freie Leben zerstört. Sie wirkt aber auch ganz allgemein, als kriegte sie nichts auf die Kette und lebte so in den Tag hinein.
Auch das Opfer, Heinz Brockhaus, fand ich super unangenehm. Marke endlos-sabbelnder weißer alter Mann, der in seinem Monolog ein paar Sachen sagt, die echt nicht fein sind - und der sich auch sonst wie der Elefant im Porzellanladen verhält und viel zu viel Raum einnimmt.
Man merkt, das Buch hat ganz viele Emotionen in mir ausgelöst, obwohl ich es durch den mäandernden Stil und die unsympathische Protagonistin nicht ganz in den Himmel loben kann. Auf jeden Fall ein spannendes Fenster-Buch mit für mich interessanter Erzählweise und Einblicken.
April 29, 2026
Eigentlich soll es für Amata Haller nur nach Timmendorfer Strand gehen, wo ihre Mutter auf sie wartet. Jedes Jahr am 3. Mai treffen sie sich dort, um Amatas Großvater zu gedenken, der zu den Überlebenden der Cap Arkona gehörte – einem Schiff, das am 3.5.1945 mit 7500 KZ-Häftlingen an Bord von der britischen Royal Air Force bombardiert und versenkt wurde. Für diese wichtige Verabredung hätte Amata einen Mietwagen reservieren sollen, es aber vergessen. Doch dann bietet ihr Chef Heinz Brockhaus an, sie mit dem Auto dorthin zu fahren. Die beiden kommen ins Gespräch (naja, eigentlich spricht nur Heinz), stehen im Stau, halten an Raststätten – und am Ende ist Heinz tot und Amata im Gefängnis, wo sie auf ihren Gerichtstermin wartet.
Der Ausgang ist uns schon bekannt, wenn wir beginnen, Sharon Dodua Otoos neusten Roman „So, in etwa, ist es geschehen“ zu lesen. Der Titel beschreibt dabei sehr genau, was uns erwartet; in dieser Geschichte geht es jedoch nicht darum, „was“ passiert ist, sondern vielmehr „wie“ und vor allem „warum“. Die Handlung ist dabei sehr raffiniert aufgebaut. Zunächst ist da ein Brief von Amata an die fiktive Herausgeberin des Buchs, Nkechi. Dann folgt Amatas Schilderung der Ereignisse und schließlich zwei Anhänge: ein Transkript einer Audiodatei - denn Amatas Handy hat versehentlich alles aufgezeichnet – und ihr Geständnis.
Der Roman löst vielerlei Reaktionen in mir aus. Zunächst bin ich überrascht über Amata, die fast schon stolz auf den Mord an ihrem Chef zu sein scheint. Sie bereue nichts, sagt sie, doch ihre Schilderung des Tages bleibt zunächst recht sachlich. Ja, Brockhaus war sicherlich anstrengend, doch ihn gleich umbringen? Erst das Transkript der Audiodatei und ein Rückblick auf ihr bisheriges Leben enthüllt einen Teil des riesigen Berges an Mikroaggressionen, Diskriminierung bis hin zu Hass, den Amata als Schwarze Frau erfahren musste. Und plötzlich erscheint es beinahe folgerichtig, dass Heinz nicht mehr am Leben ist.
„So, in etwa, ist es geschehen“ ist ein bedeutsames Buch und ich habe das Gefühl, nicht klug genug zu sein, um all seine Anspielungen und Implikationen zu verstehen. Einen kleinen Ausblick kann ich erhaschen, als ich in einer Satzkonstruktion eine Parallele zu Paul Celans bekanntestem Gedicht „Die Todesfuge“ entdecke. Ich wette aber, es ist noch viel mehr in diesem nicht einmal 150 Seiten langen Text versteckt. Und wir alle sollten, nein müssen, ihn lesen!
Der Ausgang ist uns schon bekannt, wenn wir beginnen, Sharon Dodua Otoos neusten Roman „So, in etwa, ist es geschehen“ zu lesen. Der Titel beschreibt dabei sehr genau, was uns erwartet; in dieser Geschichte geht es jedoch nicht darum, „was“ passiert ist, sondern vielmehr „wie“ und vor allem „warum“. Die Handlung ist dabei sehr raffiniert aufgebaut. Zunächst ist da ein Brief von Amata an die fiktive Herausgeberin des Buchs, Nkechi. Dann folgt Amatas Schilderung der Ereignisse und schließlich zwei Anhänge: ein Transkript einer Audiodatei - denn Amatas Handy hat versehentlich alles aufgezeichnet – und ihr Geständnis.
Der Roman löst vielerlei Reaktionen in mir aus. Zunächst bin ich überrascht über Amata, die fast schon stolz auf den Mord an ihrem Chef zu sein scheint. Sie bereue nichts, sagt sie, doch ihre Schilderung des Tages bleibt zunächst recht sachlich. Ja, Brockhaus war sicherlich anstrengend, doch ihn gleich umbringen? Erst das Transkript der Audiodatei und ein Rückblick auf ihr bisheriges Leben enthüllt einen Teil des riesigen Berges an Mikroaggressionen, Diskriminierung bis hin zu Hass, den Amata als Schwarze Frau erfahren musste. Und plötzlich erscheint es beinahe folgerichtig, dass Heinz nicht mehr am Leben ist.
„So, in etwa, ist es geschehen“ ist ein bedeutsames Buch und ich habe das Gefühl, nicht klug genug zu sein, um all seine Anspielungen und Implikationen zu verstehen. Einen kleinen Ausblick kann ich erhaschen, als ich in einer Satzkonstruktion eine Parallele zu Paul Celans bekanntestem Gedicht „Die Todesfuge“ entdecke. Ich wette aber, es ist noch viel mehr in diesem nicht einmal 150 Seiten langen Text versteckt. Und wir alle sollten, nein müssen, ihn lesen!
June 15, 2026
• Buchrezi • 😠
Zum Inhalt: Amata Haller fährt jedes Jahr am 03. Mai zum Timmendorfer Strand, um gemeinsam mit ihrer Mutter eines schicksalhaften Tages zu gedenken. Ihr Großvater befand sich damals auf der Cap Arkona, einem Schiff voller KZ-Häftlinge, das von der britischen Air Force bombardiert wurde und sank. Er gehörte zu den wenigen Überlebenden.
Doch dieses Jahr steht Amata unter Stress: Kein Mietwagen mehr verfügbar und die Zugfahrt verspricht ebenfalls nichts Gutes. Ausgerechnet ihr Chef Heinz Brockhaus bietet an, sie zu fahren.
Nein. Einfach nein.
Doch Amata bringt kein „Nein“ über die Lippen und sitzt kurze Zeit später neben Heinz im Auto. Während der Fahrt hält er einen endlosen Monolog über „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“ und dass „früher sowas noch okay war“. Bis Amata irgendwann der Kragen platzt und sie nach Heinz’ heiß geliebtem Schal greift…
Mein Fazit: Dieses Buch hat etwas über 140 Seiten und behandelt nicht nur einen Mord, sondern vor allem die Frage: Warum passiert so etwas?
Die Geschichte beginnt mit einem Brief von Amata an ihre Freundin Nkechi, erzählt anschließend die Tat, Amatas Vorgeschichte und endet mit einer transkribierten Tonaufnahme von Heinz.
Dieses Buch öffnet unglaublich viele Themenfelder: Rassismus, Kolonialismus, Traumata, Vergangenheitsbewältigung, gesellschaftliche Strukturen, Opferumkehr und vieles mehr.
Auf wenigen Seiten passiert scheinbar wenig und gleichzeitig unfassbar viel. Vielleicht habe ich noch nicht jede Ebene dieser Geschichte vollständig verstanden. Vielleicht werde ich dieses intensive Buch in ein paar Monaten noch einmal lesen, um noch tiefer einzutauchen.
Musste diese Autofahrt wirklich mit einem Mord enden?
Findet es selbst heraus…
Heinz Brockhaus führt einen Monolog, der erschreckend alltäglich wirkt und genau deshalb so viel über ihn aussagt.
⭐️⭐️⭐️⭐️ von fünf ⭐️nen!
Zum Inhalt: Amata Haller fährt jedes Jahr am 03. Mai zum Timmendorfer Strand, um gemeinsam mit ihrer Mutter eines schicksalhaften Tages zu gedenken. Ihr Großvater befand sich damals auf der Cap Arkona, einem Schiff voller KZ-Häftlinge, das von der britischen Air Force bombardiert wurde und sank. Er gehörte zu den wenigen Überlebenden.
Doch dieses Jahr steht Amata unter Stress: Kein Mietwagen mehr verfügbar und die Zugfahrt verspricht ebenfalls nichts Gutes. Ausgerechnet ihr Chef Heinz Brockhaus bietet an, sie zu fahren.
Nein. Einfach nein.
Doch Amata bringt kein „Nein“ über die Lippen und sitzt kurze Zeit später neben Heinz im Auto. Während der Fahrt hält er einen endlosen Monolog über „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“ und dass „früher sowas noch okay war“. Bis Amata irgendwann der Kragen platzt und sie nach Heinz’ heiß geliebtem Schal greift…
Mein Fazit: Dieses Buch hat etwas über 140 Seiten und behandelt nicht nur einen Mord, sondern vor allem die Frage: Warum passiert so etwas?
Die Geschichte beginnt mit einem Brief von Amata an ihre Freundin Nkechi, erzählt anschließend die Tat, Amatas Vorgeschichte und endet mit einer transkribierten Tonaufnahme von Heinz.
Dieses Buch öffnet unglaublich viele Themenfelder: Rassismus, Kolonialismus, Traumata, Vergangenheitsbewältigung, gesellschaftliche Strukturen, Opferumkehr und vieles mehr.
Auf wenigen Seiten passiert scheinbar wenig und gleichzeitig unfassbar viel. Vielleicht habe ich noch nicht jede Ebene dieser Geschichte vollständig verstanden. Vielleicht werde ich dieses intensive Buch in ein paar Monaten noch einmal lesen, um noch tiefer einzutauchen.
Musste diese Autofahrt wirklich mit einem Mord enden?
Findet es selbst heraus…
Heinz Brockhaus führt einen Monolog, der erschreckend alltäglich wirkt und genau deshalb so viel über ihn aussagt.
⭐️⭐️⭐️⭐️ von fünf ⭐️nen!
July 5, 2026
Hat mich nicht ganz abgeholt, weil ich einiges an Verbindungen und Anspielungen nicht kapiert habe. Der Monolog ist unerträglich, die Spannungen im Verein heikel, die Vorgeschichte der Familie dramatisch, aber wie sich das alles zum Trigger für den Mord vereint, war für mich nicht durchschaubar.
July 26, 2026
Ich muss zugeben, schon vor Brockhaus' Part fand ich es anstrengend zum Lesen... Irgendwie fand ich dieses Buch sehr nichts aussagend, obwohl vieles Interessantes angeschnitten wurde, aber eben nicht vollkommen besprochen wurde.
April 30, 2026
Grandios!
May 16, 2026
2.5
ähm was
ähm was
June 15, 2026
Habs geliebt.
Read
July 19, 2026I loved this book so much! Such an interesting and unique premise.
August 15, 2026
Scharfsinnig und anders. Auf wenigen Seiten ganz viel gesagt. Unbedingt lesen!
September 3, 2026
Kann ich nur empfehlen!!!
September 25, 2026
Durch die ungewöhnliche Erzählweise konnte ich total mitfühlen, gleichzeitig war es kein tolles Leseerlebnis. Ich fand Brockhaus Selbstdialog auch absolut unerträglich.
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