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Trotzdem zuhause

Die bewegenden Erinnerungen von Bestsellerautorin Tupoka »Selten liest man Texte, die mit so offenem, ehrlichem Herzen geschrieben sind ...« Alice Hasters

»So beginnt meine Geschichte. Als Tochter einer weißen Frau und eines Schwarzen Mannes. Zwischen Sange, Südtansania, und Gera, Thüringen. Zwischen kolonialer Vergangenheit und DDR-Diktatur.« Tupoka Ogette schreibt von der Suche nach Zugehörigkeit, vom Leben im Widerspruch, im Dazwischen. Sie erzählt vom Aufwachsen als Schwarzes Kind in der DDR, von Flucht, Verlust, Sexismus und Gewalt – aber auch von Liebe, Mutterschaft, Resilienz und Selbstermächtigung. Von Freundschaften, die sie schließt, und solchen, die sie verliert. Vom Neuanfang in der BRD. Und davon, die Ruhe im Sturm zu finden.»Selten liest man Texte, die mit so offenem, ehrlichem Herzen geschrieben sind. Tupoka Ogette erzählt von Leben und Überleben in Deutschland. Von Kampf und Triumph. Von Verzweiflung und Hoffnung. Eine Masterclass darin, was Gleichzeitigkeit bedeutet.« Alice Hasters»Dieses Buch ist die Erzählung, ohne die die Geschichte der deutschen Vereinigung nicht vollständig ist.« Daniel Schulz

256 pages, Hardcover

First published February 25, 2026

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About the author

Tupoka Ogette

5 books113 followers
Tupoka Ogette ist Trainerin und Beraterin für Rassismuskritik und Antirassismus im deutschsprachigen Raum. Gemeinsam mit ihrem Team begleitet sie Unternehmen, Organisationen und Verbände mit individuellen Workshops, Vorträgen und Beratungen auf ihrem rassismuskritischen Weg. Tupoka Ogette und ihr Team konnten in den letzten Jahren mit rund 1000 Veranstaltungen in über 300 Institutionen schon mehr als 10.000 Menschen erreichen.

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Community Reviews

5 stars
334 (77%)
4 stars
85 (19%)
3 stars
10 (2%)
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1 (<1%)
1 star
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Displaying 1 - 30 of 50 reviews
Profile Image for Jill.
177 reviews223 followers
February 26, 2026
Nicht nur unfassbar gut geschrieben, sondern auch SO SO wichtig. Schmerzhaft, echt, eigentlich ein Muss für alle <3
Profile Image for Kira.
70 reviews
Review of advance copy received from Sonstiges
February 21, 2026
Tupoka Ogette berührt mit ihrem Memoir ganz viel in mir. Es ist ein so verletzliches und ehrliches Werk, das ich kaum aus der Hand legen konnte, aber manchmal musste, um durchzuatmen oder nach einem Taschentuch zu greifen. Ich bin dankbar, etwas so Persönliches lesen zu dürfen. Ich fand die Autorin schon immer sehr inspirierend, dieses Buch hat das nur verstärkt und allem so viel mehr Ebenen dazugegeben.
Profile Image for nettebuecherkiste.
755 reviews195 followers
Read
April 9, 2026
Kurzweiliges Memoir über das Leben einer Schwarzen Deutschen zwischen Rassismus- und Missbrauchserfahrungen und Erfolgserlebnissen. Ich vergebe nicht gerne Sternebewertungen für Memoirs, aber es hat mir gut gefallen.
Profile Image for hand.verlesen.
264 reviews50 followers
May 14, 2026
Tupoka Ogette wächst als Schwarzes Mädchen in der DDR auf. Die Familie ist ihr sicheres Nest und gibt ihr Halt, doch sie muss auch viele rassistische, sexistische und gewaltvolle Erfahrungen machen. In eher kurzen, mitreißenden Kapiteln beschreibt sie chronologisch ihre Lebensgeschichte.
Selten fiel es mir so schwer, die richtigen Worte für ein Buch zu finden, weil es unmöglich scheint, ihm mit ein paar Sätzen gerecht zu werden. Weil diese Geschichte so besonders, schmerzhaft, stark und hoffnungsvoll ist. Abwechselnd füllte sich beim Lesen mein Herz, um wenige Seiten später wieder gebrochen zu werden. Tupoka Ogette zeigt sich verletzlich, lässt den Lesenden nah ran, schreibt offen über Trauma. Gleichzeitig ist das Buch warmherzig und berührend, u.a. dann, wenn Freundschaften, Familie und die eigenen Kinder thematisiert werden.
Fazit: Sehr lesenswert!
Profile Image for Selina.
114 reviews2 followers
February 28, 2026
So ehrlich, verletzlich und berührend!
Profile Image for Clarissa.
829 reviews26 followers
June 16, 2026
Absolute Pflicht-Lektüre. Tupoka Ogette ist eine der wichtigsten deutschen Stimmen und hier mehr über ihr Leben zu erfahren ist sehr wertvoll, aber auch schmerzhaft und wichtig.
Profile Image for Katha.
2 reviews
March 3, 2026
Bewegend, eindrucksvoll und ehrlich! Große Empfehlung!
Profile Image for Carla.
1,167 reviews147 followers
March 27, 2026
„Unser Wohnzimmer ist ein Ort freien Denkens, leiser Widerständigkeit und alltäglicher Revolution im Kleinen.“ (S.51)
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Tupoka Ogette arbeitet als Beraterin und Trainerin im Bereich Rassismuskritik, sie hat auch bereits mehrere Bücher zum Thema geschrieben (die alle noch auf meiner Leseliste stehen 😅). Umso cooler finde ich es, dass meine erste literarische Begegnung mit ihr nun ihr Memoir „Trotzdem Zuhause“ ist.
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In diesem Buch schildert die Autorin, wie sie in der DDR aufgewachsen ist, wie sie Rassismus selbst erlebt hat, beschreibt das Verhältnis zu ihren Eltern, ihre Familienzusammensetzung, spricht über Reisen und Besuche bei ihrem Vater in Tansania und noch sehr viel mehr. Es ist ein autobiografisches Coming-of-Age, dass stets im Kontext von Rassismus und scheiternden Systemen steht, die sie stets diskriminiert haben.
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Die Kapitel sind eher kurz (was ich liebe) und überwiegend chronologisch angeordnet. Ich bin zwar öfters aus dem Lesefluss gerutscht, weil es manchmal sehr fragmentarisch war, aber ich glaube das lag auch an den harten Situationen, die Tupoka Ogette durchleben musste. Vieles hat mich so wütend und betroffen gemacht, dass ich beim Lesen kurz „absetzen“ musste.
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Ihre persönliche Geschichte zu lesen, hat mich definitiv sehr bewegt und ich kann dieses Memoir nur weiterempfehlen. Richtig gut gefallen haben mir auch das wunderschöne Cover und die eingebrachten Zitate.
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Sehr große Leseempfehlung und meinen größten Respekt für den Mut der Autorin, ihre persönliche Lebensgeschichte so offen mit der Welt zu teilen.
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4,5/5 ⭐️

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Rezensionsexemplar I Vielen Dank an @penguinbuecher 🧡
Profile Image for Becciland.
101 reviews4 followers
September 27, 2026
Sehr empfehlenswert. Es war sehr schön und auch emotional ein Teil der Geschichte hinter der Person Tupoka Ogette zu hören.
Es gibt mir die Hoffnung, selbst einmal so ein Mutiger Mensch zu werden und mich in dieser sexistischen und rassistischen Welt zu behaupten. ♥️ Vielen Dank fürs teilen
Profile Image for WildesKopfkino .
1,319 reviews11 followers
February 25, 2026
Zwischen zwei Welten aufzuwachsen klingt nach Abenteuer. In „Trotzdem zuhause“ von Tupoka Ogette aus dem Penguin Verlag fühlt es sich allerdings erst mal nach Dauerregen an – mit kurzen Sonnenstrahlen, die umso heller brennen.

Hier steht kein glattgebügelter Lebenslauf, sondern ein echtes Leben. Tochter einer weißen Mutter und eines Schwarzen Vaters. Südtansania und Thüringen. Koloniale Geschichte und DDR. Schon beim Lesen saß ich da, Kaffee in der Hand, und dachte: Wie viel kann ein Mensch eigentlich gleichzeitig tragen? Und warum reden wir so wenig darüber?

Ogette schreibt offen, klar, ohne Pathos und genau das trifft. Rassismus, Gewalt, Sexismus, Flucht, Verlust. Keine Schock-Show, sondern ehrliches Erinnern. Und trotzdem, oder gerade deshalb, steckt so viel Kraft zwischen den Zeilen. Mutterschaft, Freundschaften, Neuanfang, diese leise, trotzige Resilienz. Dieses „Ich bin noch hier“. Und zwar ganz.

Besonders hängen geblieben ist dieses Dazwischen. Nie ganz hier, nie ganz dort und trotzdem zuhause. Dieser Widerspruch fühlt sich beim Lesen plötzlich erschreckend logisch an. Mehr als einmal habe ich das Buch kurz sinken lassen, tief durchgeatmet und gemerkt, wie viel eigene Bequemlichkeit da gerade wackelt.

Kein leichtes Buch. Aber ein verdammt wichtiges. Für alle, die verstehen wollen, wie sich deutsche Geschichte nicht nur im Schulbuch, sondern im Körper anfühlt. Fünf Sterne, weil es weh tut, weil es wärmt und weil es bleibt.
Profile Image for Ayla.
48 reviews
June 3, 2026
Die Antirassismus-Aktivistin Ogette wächst in den 1980ern und 1990ern auf. Ihr Vater stammt aus Tansania, doch die Eltern trennen sich bald, so dass Ogette in Leipzig bei ihrer weißen Mutter lebt. Ihre Mutter bietet ihr ein liberales, regimekritisches Elternhaus, doch außerhalb sieht sie sich immer wieder erschreckendem Rassismus ausgesetzt. Auch als Mutter und Tochter nach Westberlin ziehen, erfährt Ogette wieder und wieder Diskriminierung - vor allem im schulischen Kontext. Sie passt sich an, hält aus und lacht mit, was langfristige Auswirkungen auf sie und ihre Gesundheit hat.

Aus meiner Sicht ist es absolut bewundernswert und so wichtig, dass Ogette ihre nicht ganz gewöhnliche Geschichte in diesem ehrlichen und schonunglosen Memoir teilt.
So viel Leid und so viele Denkanstöße - ich bin wirklich dankbar für dieses Buch und das, was ich daraus gelernt habe.
Profile Image for Michaela.
8 reviews
September 6, 2026
Ein Buch voller Ehrlichkeit, Verletzlichkeit, Wut, aber auch Mut und unfassbar liebevoll!
So, so gut - absolutes Must read!
Profile Image for M..
21 reviews5 followers
July 22, 2026
Ich mag keine Bücher, die viel hin und her springen und das Buch war eines davon. Das Hauptproblem für mich war, dass es keinen roten Faden gab, weil die Kapitel so kurz waren. Ogette beschreibt außerdem sehr viele traumatische Erfahrungen, aber gleichzeitig bleiben die Erzählungen so an der Oberfläche, dass ein richtiges missmatch entsteht. Gerade wenn man amerikanische Memoiren gewohnt ist, wo die Leute ihre eigenen Tiefen bis ins äußerste ergründen und damit auch noch politische Thesen verknüpft werden, lässt einen das Buch irgendwie ratlos zurück. Da ist einerseits die Offenheit, aber gleichzeitig fest verschlossene Fenster.

Ich glaube, es wäre besser gewesen, das Buch erst in ein paar Jahren zu veröffentlichen und die Frage, was genau man erzählen möchte, klarer zu klären.
Profile Image for Nora.
53 reviews
March 29, 2026
So viel Leid. So viel Dazwischen. Verschiedene Welten für dieses kleine schwarze Mädchen, das einfach nur Teil von etwas sein will.. es fühlt sich alles nie so ganz richtig an. Schlimme Erfahrungen, bei denen ich mich frage: wie kann das alles einer einzigen Person wiederfahren, noch dazu schon in Kindesalter? Und wie lässt sich das überstehen? Ich hatte oft Tränen in den Augen und frage mich immer und immer wieder, wie Menschen so grausam und gefühllos sein können. Dass sie es können, ist andererseits keine neue Erkenntnis, die Geschichte (und Gegenwart) lehrt uns diesbezüglich vielfältig.
Und doch gibt Tupoka Ogettes Geschichte Hoffnung. Sie teilt tiefe Einblicke in ihre Gefühle, die Situationen, ihren Umgang damit. Sexismus und Rassismus begleiten jeden Schritt in ihrem Leben, von Tag 1 an. Und doch hat sie eine unglaubliche Energie, findet immer wieder Menschen, die ihr Kraft und halt geben, schafft es aus den schlimmsten Situationen raus. Auch wenn viel von ihr selbst dabei verlorenzugehen scheint oder zumindest lange unterdrückt wird, sie schützt sich selbst.
Ich bin einerseits einfach nur traurig am Ende des Buches, kann es nicht fassen, wie viele von diesen Geschichten es in Deutschland (und letztendlich überall auf der Welt) geben muss. Ich wusste es vorher, und doch, wie dieses Buch geschrieben ist, es nimmt mich viel näher ran an diese schlimmen Erfahrungen. Manche, sexistische, Situationen kann ich extrem nachfühlen, andere, rassistisch geprägte, sind für mich als weiße Frau so fern und ich merke, wie wenig ich davon als Kind und Jugendliche überhaupt mitbekommen habe.
Auf der anderen Seite finde ich es toll, wie sie sich ihren Weg gebahnt hat, was sich bis heute ergeben hat, wie sie laut geworden ist und diese totgeschwiegenen Themen raus in die Öffentlichkeit trägt. Wie sie diesen "Auftrag" ausführt, obwohl es ihn gar nicht geben sollte und erst recht nicht jemand, der so leiden musste, immer wieder erklären sollte. Und doch bin ich froh, dass sie es tut und dieser Einblick in ihr Leben, der viele persönliche Dinge ans Licht kommen lässt, macht dieses Thema (bzw Themen) hoffentlich auch für Menschen zugänglich, die sie bisher geleugnet haben.
Profile Image for Marvin.
101 reviews1 follower
March 4, 2026
Wie bewertet man schon ein Memoir? Den Schreibstil, den Inhalt? Ich weiß es nicht recht. Jedenfalls hat Tupoka Ogette ein unheimlich wichtiges Buch geschrieben. Sie wuchs als Tochter eines tansanischen Studenten und deutschen Studentin in der DDR auf. Ogette berichtet ehrlich, rau, emotional und extrem einleuchtend über ihre Erfahrungen als Schwarze Ostdeutsche und den Rassismus und Sexismus, den sie erfährt. Über den Verlauf des Buches beschreibt sie wie sie langsam das System des Rassismuses erkennt und beginnt zu verstehen. An vielen Stellen wurde ich wütend über das was ihr geschehen ist, ich musste innehalten und war letzendlich mit Dankbarkeit erfüllt. Dankbarkeit darüber, dass Ogette diese Erfahrungen teilt und so perönsliche Einblicke zulässt. Dankbarkeit für den Mut, den es gekostet haben muss, dieses Buch zu schreiben und auch zu veröffentlichen

Ein Großteil meiner (weißen) Familie stammt selbst aus der DDR. Mir wird oft erzählt, dass es keinen Rassismus in der DDR gibt - das ist natürlich reinste Propaganda, die meine Familie verinnerlicht hat. Ogette entlarvt diese Lügen, diese Propaganda und zeigt was es bedeutet als Schwarze Frau in Deutschland aufzuwachsen. Aber das Buch macht viel mehr als das. Es ist eine persönliche Geschichte über das Leben als "Außenseiterin", als marginalisierte Person, die versucht wird an den Rand der Gesellschaft gedrückt zu werden. Doch Ogette widersetzt sich all dem. Sie ist hier, sie schafft Raum, sie baut Brücken, vermittelt und man sollte ihr zuhören. Danke Tupoka Ogette!

Einziger Kritikpunkt: Die ChatGPT generierte Definition von "Kaleidoskop" zu Beginn des Buches. Naja, wenigstens wird sie offen als solche gekennzeichnet.
Profile Image for Hana.
157 reviews
October 12, 2026
Irgendwie unstruktiert, mir hat so ein roter Faden gefehlt. Außerdem bin ich mit dem Schreibstil nicht so gut zurecht gekommen, es liest sich aber super leicht (natürlich abgesehen davon, dass man den ganzen Rassismus und Co., den die Autorin erlebt hat, verdauen muss). Ich hatte ein bisschen das Gefühl, dass sie genau die wirklich interessanten Dinge nicht niedergeschrieben hat und ich viele offene Fragen hatte nach manchen Kapiteln. Zum Beispiel, wie ihre eigene Haltung zu Religion war? Sie erzählt einiges vom Chor und Zeit in Kirchengemeinschaften, ohne je inhaltlich darauf einzugehen, selbst nur um zu sagen, dass es für sie nie um Religion ging oder ähnliches. Dadurch hat sich alles etwas unnahbar angefühlt.
Profile Image for Jule.
475 reviews23 followers
April 23, 2026
Tupoka Ogette erzählt ihre Geschichte und ist dabei warmherzig, schonungslos und frei.
Profile Image for anna.
30 reviews10 followers
May 12, 2026
5/5 🌟 ein Must Read!
Profile Image for Doradea.
505 reviews5 followers
May 24, 2026
Das Buch hat mich sehr berührt. Ich war aber auch entsetzt und wütend. Manchmal habe ich mich selbst wiedergefunden.
Profile Image for Fata Morgana.
44 reviews3 followers
March 3, 2026
Wunderschön, lehrreich, berührend, erschütternd, ehrlich und echt. Ein Leben und Teil unserer Geschichte, der bisher zu wenig Beachtung findet, mit Offenheit und trotzdem auch viel Herz erzählt. Bei allen schrecklichen Dingen, die sie erlebt hat, bleiben Versöhnlichkeit und Zuversicht. Das brauchen wir in dieser Zeit umso mehr.
Profile Image for Hannah.
32 reviews2 followers
April 29, 2026
Raw, schmerzhaft und ehrlich - und dann auch noch so gut geschrieben!
Profile Image for Kerstin Cornils.
605 reviews2 followers
October 12, 2026
Das Cover zeigt im Hintergrund einen Plattenbau. Davor hängt quasi mittig ein Banner, das dem Cover ein wenig Farbe gibt. Darauf steht senkrecht der Titel des Buches, und unten sitzt die Autorin selbst auf einer Bank. Mir fiel das Cover direkt ins Auge und ich finde es passend zur Geschichte.

Trotzdem zuhause von Tupoka Ogette erschien im Penguin Verlag. Es ist eine autobiographische Erzählung, in der die Autorin mich als Leser von ihrer frühen Kindheit bis ins Hier und Jetzt mitnimmt. Sie wurde 1980 in Leipzig geboren. Ihre Eltern stammen aus der ehemaligen DDR und aus Tansania, wobei sie bei ihrer weißen Mutter und ihren Großeltern aufwuchs. Die Erzählung spielt zwischen Gera in Thüringen und Sange in Südtansania.

In Etappen zeigt Tupoka Ogette mir als Ich-Erzählerin die Abgründe der Menschheit, denen sie ausgesetzt war. Ich selbst bin nur ein Jahr jünger als die Autorin und wuchs in einer „normalen“ Familie im Westen von Deutschland auf. Teilweise fassungslos bin ich den Schilderungen gefolgt, doch sie zeigen leider die Wirklichkeit in all ihrer Engstirnigkeit. Ich möchte hier gar nicht auf Details eingehen. Die musst du einfach selbst lesen oder dir von der Autorin vorlesen lassen, denn Tupoka Ogette hat das Hörbuch selbst eingelesen. Ich habe das Buch teilweise gehört und hatte das Gefühl, dass mir die Geschichte dadurch noch viel näher ging, als beim Lesen. Mit großer Sachlichkeit werden die übelsten Erfahrungen erzählt, da kann ich einfach nur den Hut vor ziehen.

Es ist ein Buch, das ganz subjektiv, aber dennoch sachlich zeigt, dass wir noch lange nicht in einer Gemeinschaft angekommen sind, in der es egal ist, wie man aussieht, was man liebt und aus welchem familiären Umfeld man kommt. Ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass sie uns Kinder von Beginn an weltoffen erzogen und uns gezeigt haben, dass jeder Mensch gleich viel wert ist. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich das erste Mal eine Person mit anderer Hautfarbe gesehen habe und meine Mutter sehr deutlich gemacht hat, dass man niemals auf andere Menschen zeigt, die nicht so aussehen wie wir.

Die Geschichte hat mich auf mehrfache Weise tief berührt. Stellenweise habe ich einfach sprachlos weitergelesen, weil mir diese pure Ungerechtigkeit nicht in den Kopf gehen wollte. Ich habe schon viel über das Leben in der ehemaligen DDR aus den Erzählungen meines Mannes und seiner Familie gehört, und so waren mir die kuriosen Machenschaften durchaus ein Begriff.

Nachdem ich das Buch nun gelesen habe, habe ich größten Respekt vor der Autorin. Inzwischen arbeitet sie seit Jahren als Rassismusberaterin in Deutschland.

Die Erzählung ist zwischendurch immer wieder mit passenden Zitaten gespickt, die die Geschichte etwas auflockern, aber auch untermalen.

Es ist ein Buch, das unbedingt in die Schullektüre aufgenommen werden sollte. Die Erzählung lädt dazu ein, über so viele wichtige Themen zu diskutieren und sie im Klassenverband zu bearbeiten. Denn leider ist der Inhalt immer noch topaktuell, und es wird zu viel aus Angst einfach nicht gesagt.

Bist du ein Kind der 80er Jahre? Hast du den Mauerfall noch bewusst wahrgenommen? Bist du offen für ehrliche Geschichten, die vor der Wahrheit nicht haltmachen? Dann habe ich hier einen aufrichtigen und sehr berührenden autobiographischen Roman für dich. In „Trotzdem zuhause“ erzählt Tupoka Ogette ihre Geschichte. Sie lässt dich teilhaben an all der Ungerechtigkeit, der sie ausgesetzt war. Und doch zeigt sie auch, dass sie nicht zerbrochen ist, sondern ihre Erkenntnisse und Erlebnisse nun als Rassismusberaterin einsetzt. Damit versucht sie aktiv daran mitzuwirken, dass andere ihre Erfahrungen nicht machen müssen. Für mich war es ein berührendes Buch, das mich zum Nachdenken gebracht hat. Es sollte von jedem gelesen werden, der vor der Wahrheit die Augen nicht verschließen möchte. Für mich gehört es ganz klar auf meine Top Ten für 2026, denn es lässt mich so schnell nicht wieder los.
Profile Image for Seitenmusik.
500 reviews27 followers
June 11, 2026
„Ich bin die Tochter von Camilla aus Gera und Ambonesigwe aus Sange. Ich bin Tupoka Sibylle. Ich bin ein Brückenmensch. Das ist doch was. “ (S. 22)
"Trotzdem zuhause" von Tupoka Ogette ist am 19.02.2026 im Penguin Verlag erschienen. Auf 256 Seiten erzählt die Bestsellerautorin und eine der bekanntesten Beraterinnen für Rassismuskritik und Antirassismus im deutschsprachigen Raum ihre bisher persönlichste Geschichte: die eines Schwarzen Mädchens, das in der DDR geboren wurde, in Westberlin aufwuchs und seinen Platz zwischen verschiedenen Welten, Identitäten und Erwartungen finden musste. Dieses Mädchen ist sie.

Für mich ist Tupoka Ogette eine ganz besondere Autorin. Ihr Buch "exit RACISM" war für mich vor einigen Jahren einer der wichtigsten Einstiege in die rassismuskritische Auseinandersetzung. Entsprechend groß war meine Vorfreude auf dieses Memoir und trotzdem war ich nicht darauf vorbereitet, wie persönlich und ehrlich dieses Buch hier werden würde.

Schon im Vorwort schreibt sie: „Dieses Buch zu schreiben ist das Schwierigste, was ich je getan habe.“ (S. 10) Und genau das spürt man auf jeder Seite. Tupoka Ogette erzählt von ihrer Kindheit als Schwarzes Mädchen in der DDR, von Alltagsrassismus, Ausgrenzung und dem Gefühl, weder hier noch dort vollständig dazuzugehören. Sie schreibt über ihre Mutter, ihre Familie in Tansania, über Verlust, Identität, Mutterschaft und darüber, wie schwer es sein kann, sich selbst einen Platz in der Welt zuzugestehen.

Besonders spannend für mich war, wie viele Aspekte ihres Lebens ich bislang gar nicht kannte: dass sie sehr jung Mutter wurde, dass sie in einer gewaltvollen und toxischen Beziehung feststeckte und dass sie sich trotz all dieser Herausforderungen immer wieder aufgerappelt und weitergekämpft hat. Immer wieder musste ich beim Lesen auch Pausen machen. Es war wortwörtlich eine Achterbahn der Gefühle. Manche Kapitel haben mich wütend gemacht, andere traurig und wieder andere voller Bewunderung zurückgelassen. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, ihr direkt zuzuhören. Und ehrlich gesagt hoffe ich sehr, sie eines Tages einmal live erleben zu dürfen.

Das Buch hat mich insgesamt daran erinnert, wie wichtig persönliche Geschichten sind, um gesellschaftliche Zusammenhänge zu verstehen. Und was ich an Tupoka Ogette seit Jahren schätze, zeigt sich auch hier wieder: ihre Fähigkeit, komplexe Themen zugänglich zu machen, ohne sie zu vereinfachen. Ihr gelingt es sehr gut, persönliche Erinnerungen mit gesellschaftlichen Analysen zu verbinden, ohne dass eines das andere verdrängt.

Am Ende hatte ich das Gefühl, dass sie Frieden geschlossen und ihren Platz in der Welt gefunden hat; mit dem Wissen, Zeit ihres Lebens zwischen verschiedenen Zugehörigkeiten navigieren zu können und genau das auch eine große Stärke ist: „Ich habe meine Heimat, mein Zuhause, genau in diesem Scheitelpunkt gefunden. In der Mitte, der Ambi-valenz, im Gegensatz, in der Widersprüchlichkeit. “ (S. 245)

Fazit

"Trotzdem zuhause" ist ein berührendes Memoir über Identität, Zugehörigkeit, Verlust, Widerstandskraft und Selbstermächtigung. Es ist persönlich, politisch und voller kluger Beobachtungen über Deutschland und das Leben als Schwarze Frau in dieser Gesellschaft. Für alle, die biografische Geschichten mit gesellschaftlicher Relevanz lieben, sich mit Rassismus, deutscher Geschichte und Identität auseinandersetzen möchten, und für alle, die sich von mutigen Stimmen inspirieren lassen wollen. Danke, Tupoka, für deine Offenheit, deine Arbeit und dieses wichtige Buch. Herzlichen Dank auch an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar!
Profile Image for Jesse.
1 review
March 10, 2026
Tupoka Ogettes Arbeit lernte ich durch ihr erstes Buch „Exit Racism“ kennen. Es war der Augenöffner schlechthin: Das Buch machte mir schmerzhaft bewusst, dass man selbst mit den besten Absichten nicht frei von Mikrorassismus sein kann, wenn man in Deutschland aufgewachsen ist – und das gilt selbst dann, wenn man, wie ich, Vorfahren hat, die BIPOC oder Native American waren.

Ihr Memoir „Trotzdem zuhause“ berührt mich auf eine andere, tiefere Weise. Die Art, wie Tupoka Ogette das Gefühl beschreibt, zwischen zwei Welten zu stehen, nirgends ganz dazuzugehören, traf mich mit einer Wucht, die ich so noch nicht erlebt habe. Ich fühle mich gesehen und verstanden. Auch wenn ich eher durch von Rassismus verursachten, weitergegebenen Traumata betroffen bin.
Ihre Schilderungen von sexualisierter Gewalt und Missbrauch bringen noch eine weitere Ebene ins Spiel. Man kann nur erahnen, wie viel Kraft es sie gekostet haben muss, nicht aufzugeben und all das später aufzuschreiben. Ich bin zutiefst dankbar, dass Tupoka Ogette ihre Geschichte mit uns teilt.

Während „Exit Racism“ für mich ein Lehrbuch ist – eines, das meiner Meinung nach in jeder Schule unterrichtet werden sollte –, verstehe ich „Trotzdem zuhause“ als eine viszerale Erfahrung. Es macht es einem unmöglich, sich dem Verständnis für die Folgen von Rassismus und Othering zu entziehen. Etwas banal ausgedrückt: Es geht unter die Haut.

Auch dieses Buch ist für mich ein Muss. Neben der Wucht der geschilderten Erfahrungen beeindruckt mich besonders die kraftvolle, präzise und klare Sprache. Alles wird auf den Punkt gebracht, und doch bleibt zwischen den Zeilen Raum zum Atmen. Ich weiß nicht, wie ich es besser ausdrücken soll, aber genau dieser Aspekt hat mich zusätzlich berührt. Es ist als ob man durch ihre Sprache ihre Kraft, die sie durch all das getragen hat, erfährt. „Trotzdem zuhause“ gehört zu dem Besten, was ich seit langem gelesen habe.
Profile Image for moinichbinlaura.
116 reviews2 followers
April 8, 2026
Ein must-read für absolut jeden!

Tupoka Ogette gewährt uns in „Trotzdem Zuhause" einen realistischen, brutalen und absolut ehrlichen Einblick in ihr Leben vom Kleinkindalter bis heute.
Ich glaube ich habe noch nie so viel annotiert wie in diesem Buch. In jedem Kapitel gab es einen Satz oder ein Wort, was mir Gänsehaut beschert hat und mich einfach nur sprachlos zurückgelassen hat.
Ich bewundere ihren Mut uns in ihrem Alltag teilhaben zu lassen. Ich als deutsche Kartoffel habe Rassismus nie am eigenen Leib erfahren und das zu lesen, was diese starke Frau alles durchmachten musste (und wahrscheinlich leider auch immer noch muss) bricht mir einfach nur das Herz.
Wie grausam können Menschen sein? Auf der anderen Seite aber auch: Wie unglaublich stark ist diese Frau?! Genau diese Bücher brauchen wir, um zu verstehen, die Perspektive zu wechseln und etwas verändern. Bitte lest es, aber lest euch auch die Triggerwarnings durch❤️‍🩹
115 reviews
May 30, 2026
Ach, was für eine tief berührende und entwaffnend ehrliche Autobiografie! Ich muss zugeben, dass ich beim Lesen mehrmals Tränen in den Augen hatte. Ein riesiger Respekt geht hier an Tupoka Ogette, die sich mit ihrer eigenen Geschichte unglaublich verletzlich und nahbar zeigt.

Aus diesem extrem spannenden, ersten „Zwei-Drittel-Leben“ (rein statistisch gesehen) könnte man glatt noch viel mehr Bücher schreiben. Das ist allerdings auch mein einziger kleiner Kritikpunkt: Für meinen Geschmack kam das Ende des Buches etwas zu überstürzt. Dass man eigentlich nur aus den Danksagungen erfährt, wie es im Leben der Autorin weiterging, fand ich ein bisschen enttäuschend.

Ich hätte mir noch ein paar Kapitel mehr gewünscht. Vor allem die Fragen, wie Tupoka Ogette ihren Mann Stephen kennengelernt hat und wie ihr Weg hin zur Anti-Rassismus-Beraterin aussah, hätten mich brennend interessiert. 

So oder so - ein wirklich inspirierendes Buch!
35 reviews
June 25, 2026
----------------- Als Hörbuch gehört -----------------
Authentisch und kurzweilig.
Ich habe Wut gefühlt, Trauer, Freude, Angst und Hoffnung. Was einem einzigen Menschen angetan werden kann, ist schwer auszuhalten. Rassismus, Patriarchat und Ausgrenzung: Wir alles wissen, das sie existieren und wer davon am meisten betroffen ist. Und trotzdem: Diese Erlebnisse von Tupoka in ihren Einzelheiten geschildert zu bekommen, tut weh. Und gleichzeitig weitet es den Blick dafür, dass Rassismus und Sexismus nicht isoliert stattfinden.
Als weiße Person macht mir der Rechtsruck Sorge, aber was es bedeutet, betroffen zu sein, konnte Tupoka mir mit ihrem Buch verständlicher Machen.
Unbedingte Leseempfehlung!
Profile Image for Chris M Brandt.
95 reviews1 follower
June 7, 2026
Tupoka Ogette zeigt sich in diesem Buch verletzlich wie noch nie. Sie gibt ihr Leben mit den wichtigsten und schönsten aber auch den grausamsten Momenten wieder. Es fällt manchmal schwer, diese Erlebnisse zu lesen. Umso wichtiger, dass Ogette damit Betroffenen eine Stimme gibt und eine Kritik am System äußern kann. Wobei diese Kritik in diesem Buch sehr konzentriert auf die DDR bleibt und die BRD als eine Utopie der Freiheit dargestellt wird, die diese schlicht auch nie war. Deswegen kann ich keine 5 Sterne geben.
Ansonsten ein wirklich schönes und intimes Buch, das die besondere Biographie Ogettes darstellt.
Displaying 1 - 30 of 50 reviews