Seit Generationen treten die Erben des Tag- und Nachthofes in einem magischen Turnier gegeneinander an, um die Herrschaft über den Dritten Hof zu entscheiden. Von klein auf hat Nox als Thronfolger des Nachthofs daher nur ein die Prinzessin des Taghofs zu besiegen. Als er auf Cass trifft, die Zofe seiner Kontrahentin, gerät sein Fokus jedoch ins Wanken. Obwohl sie eigentlich Erzfeinde sein sollten, verdreht die hübsche Lichtkriegerin dem Schattenprinzen den Kopf. Und als sie unerwartet zusammenarbeiten müssen, beginnen beide, hinter die Vorurteile ihrer Höfe zu blicken. Doch die Tag-und-Nacht-Spiele rücken immer näher — und dabei steht weit mehr auf dem Spiel als ihre Herzen.
Band 1 der Fantasy-Dilogie THE DAY AND NIGHT DUET von Nina Schilling
3,25 ⭐️ Am Anfang von "When Shadows Darken the Sun" begleiten wir die Zofe Cass, die gemeinsam mit anderen ausgewählten Mitglieder des Taghofes und ihrer Prima zum Nachthof reist, wo alle 30 Jahre die Tag-und-Nacht-Spiele stattfinden. In diesem Wettbewerb treten die Prima des Taghofes und der Primus des Nachthofes in drei Prüfungen gegeneinander an, um ein mächtiges Amulett zu gewinnen und damit die Herrschaft über einen dritten Hof zu erlangen. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven von Cass und Nox, dem Primus des Nachthofes.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir zunächst schwer, da mein Interesse am Anfang noch nicht wirklich geweckt wurde. Die Handlung wirkte etwas zäh und konnte mich nicht direkt fesseln. Im Verlauf des Buches wurde das zwar besser und ich wurde neugieriger, jedoch hat mich die Geschichte erst gegen Ende wirklich gepackt und konnte dort mit Spannung überzeugen.
Die Welt ist grundsätzlich interessant aufgebaut, wirkt aber gleichzeitig recht simpel. Der Taghof steht für Licht, Lichtmagie, helle Kleidung, ein goldenes Erscheinungsbild, und hat einen Lichtwolf als Reittier, während der Nachthof mit Schatten, dunkler Magie, dunkler Kleidung und schwarzen Panthern als Reittieren kontrastiert wird. Der dritte Hof, um den es bei den Spielen letztlich geht, bleibt im ersten Band jedoch noch sehr vage und wird kaum näher beleuchtet. Auch das Magiesystem und die allgemeine Weltgestaltung hätten für meinen Geschmack mehr Tiefe vertragen können.
Ein großer Kritikpunkt ist für mich der starke Fokus auf die Gedanken der Charaktere. In beiden Perspektiven lesen wir überwiegend innere Monologe statt tatsächlicher Handlungen oder Dialoge. Das macht die Geschichte stellenweise sehr langatmig, zumal sich viele Gedanken wiederholen. Auch die Romance zwischen Cass und Nox leidet darunter: Sie findet lange Zeit hauptsächlich in ihren Köpfen statt und entwickelt sich erst später, als sie auf der Reise zu einem Heiler tatsächlich mehr miteinander sprechen. Wirklich interessant wurde die Beziehung für mich erst kurz vor und während der Spiele, auch im Zusammenhang mit dem Plot Twist. Diesen habe ich allerdings schon früh vorhergesehen, weshalb einige Entscheidungen – besonders kurz vor den Spielen – auf mich eher naiv wirkten. Zudem enthält die Geschichte ein Art Miscommunication-Trope, der mir persönlich meistens nicht gefällt.
Die Tag-und-Nacht-Spiele selbst beginnen erst bei etwa 70 % des Buches, was ich als sehr spät empfunden habe. Davor zieht sich die Handlung teilweise stark, insbesondere durch den Handlungsstrang rund um die Verletzung eines Begleiters durch den Nebel und die anschließende Suche nach einem Heiler. Die Spiele selbst nehmen dagegen nur einen relativ kleinen Teil der Geschichte ein. Durch die drei Prüfungen und zusätzliche Ereignisse dazwischen bleibt jeder einzelnen Herausforderung wenig Raum. Die erste Aufgabe fand ich noch interessant, die zweite war sehr vorhersehbar, und die dritte war für mich die spannendste und gelungenste.
Trotz einiger Schwächen hatte die Geschichte durchaus ihre unterhaltsamen Momente und hat insgesamt Spaß gemacht, auch wenn sie stellenweise sehr langsam erzählt ist und sich an einigen Klischees bedient. Das Ende kommt mit einem Cliffhanger und macht neugierig auf den zweiten Band. Direkt nach dem Lesen wollte ich eigentlich wissen, wie es weitergeht, bin mir aber aufgrund der Längen noch unsicher, ob ich sofort weiterlesen werde.
Insgesamt hat das Buch eine spannende Grundidee und Potenzial, zeigt aber auch deutlichen Verbesserungsbedarf, vor allem beim Pacing, der Ausarbeitung der Welt und der Dynamik zwischen den Charakteren. Ich hoffe, dass der zweite Teil der Dilogie diese Punkte stärker ausarbeitet.
Danke an NetGalley und den LYX Verlag für das Rezensionsexemplar (eBook). Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst.
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ENGLISH REVIEW:
3.25 ⭐️ At the beginning of "When Shadows Darken the Sun", the story follows Cass, a handmaiden chosen to accompany her Prima with other chosen man and women from the "Day Court" to the "Night Court", where the legendary Day-and-Night Games are held every thirty years. In this competition, the Prima of the Day Court and the Primus of the Night Court must face three trials to win a powerful amulet and gain control over a mysterious third court. The narrative alternates between the perspectives of Cass and Nox, the Primus of the Night Court, offering insight into both sides of this divided world.
It took me a while to get into the story, as the beginning didn’t immediately capture my interest. The pacing felt slow, and I struggled to feel fully invested at first. As the book progressed, this improved somewhat, and I became more curious about where the story was heading, though it never completely gripped me—until the final part, where the tension finally picked up and became genuinely engaging.
The worldbuilding is interesting, but also quite simplistic in its structure. The Day Court is defined by light, light magic, golden aesthetics, and a light wolf as their mount, while the Night Court represents shadows, dark magic, darker appearances, and panthers as their mount. The third court, which plays a crucial role in the overall games, remains largely unexplored in this first installment, which felt like a missed opportunity. Similarly, the magic system and worldbuilding aspects are only lightly touched upon.
One of my main criticisms is the heavy focus on internal monologue. Both POVs are dominated by thoughts rather than actions or dialogue, which makes the story feel drawn-out and repetitive at times. This also affects the romance between Cass and Nox. For a long time, their connection exists mostly in their thoughts rather than in meaningful interactions. It’s only later—during their journey to find a healer—that they begin to actually communicate, allowing the romance to develop more tangibly. Even then, the relationship only became truly interesting to me closer to the games, especially in light of the plot twist. That twist, while well-executed, was something I saw coming early on, which made certain character decisions—particularly right before the games—feel somewhat naive. There is also a miscommunication trope involved, which never really works for me.
Another major issue is the structure of the plot. The Day-and-Night Games, which seem like the central focus, only begin at around 70% of the book. The lead-up feels overly long, with a significant portion dedicated to a side plot involving an injury caused by the mist in the Night Court and the subsequent search for a healer. While this adds context, it slows the pacing considerably. In contrast, the games themselves are given relatively little page time. With three challenges and additional events in between, each trial feels somewhat rushed. The first challenge was intriguing, the second quite predictable, and the third by far the most exciting and well-executed.
Despite its flaws, the story still managed to be entertaining in parts. The mix of mystery, competition, and romance has potential, even if it leans into familiar tropes. The book ends on a cliffhanger that clearly sets up the second installment, and while I was initially eager to continue immediately after finishing, the slow pacing has made me more hesitant.
Overall, the book offers an intriguing concept and an enjoyable reading experience at times, but it would benefit from tighter pacing, more dynamic character interactions, and deeper worldbuilding. I’m hopeful that these aspects will be improved in the second part of the duology.
Thank you to NetGalley and the publisher LYX for the arc (eBook). My opinion remains unbiased.
Leute, das war nichts für mich. Also die Grundidee klang super und hätte durchaus Potenzial gehabt. Aber ich fand dieses Buch einfach so unfassbar langweilig, i can't. 😩 Nichts gegen Bildhaftigkeit und Beschreibungen, aber das war so übertrieben und hat einfach so viel Tempo rausgenommen und die Spannung für mich komplett gekillt, das habe ich selten gehabt in einem Buch. Die elendig langen inneren Monologe der Protagonisten hat auch nicht unbedingt geholfen. Vor allem drehten sie sich immer nur darum wie unfassbar heiß er ist und was für ein kleiner süßer Sturkopf sie ist. Und dann der Kosename, den er ihr gibt, auf italienisch wohlgemerkt (wtf)... So cringe 🙈 Das war nicht süß und auch nicht romantisch. Wie sagte mein Lesebuddy Sue so treffend? "Gute Fantasy braucht keine Spitznamen" 😂 Ihr sind außerdem einige eklatante Parallelen und teilweise fast gleichlautende Sätze aus Acotar und Die Bestimmung aufgefallen... mir kam da auch einiges bekannt vor und das ist nicht gut. Klar kann man das Rad nicht neu erfinden und das ist auch okay wenn es gut gemacht ist. Aber das ist ja das Problem. Es war einfach nicht gut, sorry to say that 🙈 Und eigentlich ging ich mit der Erwartung an das Buch, dass wir diesen spannenden Wettkampf zwischen Tag und Nacht haben, aber der ging erst im letzten Drittel des Buches los und war auch eher enttäuschend. Vorher musste natürlich noch eine (im Nachhinein völlig überflüssige) Sidequest erledigt werden, damit die Protas sich nahe kommen und es doch auch bitte eine Lovestory geben kann. Und das war einfach so plakativ gemacht, aua 🙈 Das war sehr viel tell und wenig show. Vor allem auch wie er dann so Idealisiert wird wie so ein Rhysand bei Temu bestellt... ach man, es tut mir ja leid, es ist einfach so schade, ich hätte gerne was gutes gesagt 🥺
“ich bin wütend, weil du mich dazu verdammt hast, gegen die eine person zu kämpfen, der ich viel lieber die Welt zu füßen legen würde.”
mit when shadows darken the sun hat mich vor allem das spannende konzept rund um die tag-und nacht-spiele angesprochen! ergänzt wurde die grundidee mit einem stimmigen und atmosphärischen worldbuilding.
der einstieg fiel mir zunächst etwas schwer, da der schreibstil stellenweise recht dicht war und eine kurze eingewöhnungsphase benötigt hat. als ich in der geschichte angekommen bin, konnte ich mich gut darauf einlassen und wurde immer mehr in die welt hineingezogen.
besonders die protagonist:innen cass und nox mochte ich sehr gerne und ich freue mich darauf, im nächsten band mehr über sie zu erfahren. gleichzeitig hätte ich mir einen stärkeren bezug zu den nebencharakteren gewünscht, da diese für mich etwas zu blass geblieben sind.
der plot twist war für mich leider recht früh absehbar, wodurch der überraschungseffekt aus blieb. zusätzlich wirkte die umsetzung dessen an einigen stellen durch unnötige miscommunication etwas konstruiert, was stellenweise eher frustriert hat.
insgesamt ist es dennoch ein solider fantasyroman, auf dessen weiterentwicklung im zweiten band ich schon gespannt bin.
Uhhhh Sonne und Mond - so unterschiedlich und doch gleich. 🌚🫱🏼🫲🏽🌞
Das Hörbuch hat mir wirklich sehr gefallen. Zu Anfang aber: ich habe jetzt schon öfter gehört, dass der Schreibstil nicht leicht sein soll. Im Hörbuch hört man davon nichts. Abwechselnd mit zwei Stimmen werden die Protagonisten lebendig. Sowohl die Stimme von Cass als auch die von Knox sind beide super angenehm. Die Kapitel sind abwechselnd zwischen beiden. Länge vollkommen in Ordnung.
Sowohl Cass als auch Knox fand ich beide starke Protagonisten. Beide haben ihren eigenen Kopf mit einfühlsamen Seiten. Ich mochte wie sie sich angenähert haben. 💫
Die Story um das Magiesystem zwischen Mond mir Schattenmagie und Sonne mit Lichtmagie ist grundsätzlich für mich nichts mehr Neues. Was es aber so spannend gemacht hat waren diese Spiele um das Amulett. Die nehmen zwar grundsätzlich nur ein etwas kleineren Teil ein, ABER waren dennoch unterhaltsam. Die Geschichte an sich war jetzt nichts weltbewegendes. Dennoch: ich war drin. Ich hab es echt genossen dieses Buch zu hören und der Plot kam unerwartet. Mit einem Cliffhanger wird Spannung für Band 2 aufgebaut, die bei mir definitiv ankam.
Mich konnte diese Geschichte überhaupt nicht abholen, wie man sieht. Wahrscheinlich ist das hier jetzt eine unpopular opinion, aber ich fand das Buch leider langweilig 🙈
Die Ausstattung ist toll, der Klappentext so vielversprechend, aber der Inhalt erschien mir letztendlich sehr random, und gelesen hat man das doch so schon anderswo.
Ich weiß, dass viele bei diesem Buch dahingeschmolzen sind, aber - und da muss ich jetzt einfach ehrlich sein - ist hier nur meine Lebenszeit dahingeschmolzen.
Dabei ist die Grundidee wirklich toll: Tag und Nacht kämpfen um die Vorherrschaft über einen dritten Hof, in dem beides existieren kann, je nachdem welche Seite die Tag-und-Nacht-Spiele für sich entscheidet und damit die Macht über das Himmelsamulett gewinnt. Dieser dritte Hof wird aber gar nicht näher beschrieben. Warum will man den überhaupt haben? Wer lebt denn da jetzt überhaupt? Was passiert, wenn Tag und Nacht nicht wechseln? Wo liegt der denn genau? Hier fehlte mir einfach eine Karte. Davon abgesehen stolperte ich hier über die Tatsache, dass es laut Prophezeiung der Götter um den Erhalt des Gleichgewichts geht, was man auch daran sieht, dass der Taghof durch die fehlende Siege langsam seine Magie verliert. Wie kommt es also, dass das da niemandem auffällt? Das Ungleichgewicht ist ja total offensichtlich. Vielleicht ist mir das auch einfach entgangen.
Dazu kommt die insta-love der Protagonisten, die mir einfach viel zu triefend-tragisch war. Es wird sich zwischen Intrigen und miscommunication angeschmachtet und letztendlich konnte mich nichts davon erreichen. Der Protagonist ist der klassische dunkle Prinz, der alles anders machen will als sein Vater, der beliebt beim Volk ist, groß und tätowiert, und eben leider nur ein Abbild vieler anderer Fantasy-Protagonisten. Das macht es leider auch sehr vorhersehbar. Ein paar Ecken und Kanten mehr hätten ihm sicher gut getan. Die Protagonistin ist da anfangs etwas spannender gestaltet, aber auch sie reiht sich eben in die Riege der vielen zahlreichen Kriegerinnen ein, die es schon mal gab. Sie ist stur und stolz und vorlaut und so sind sie ja alle irgendwie. So richtig neu ist das alles also nicht. Klar kann man das Rad nicht neu erfinden, aber irgendetwas eigenes sollten Charaktere dann schon haben, finde ich. Ich muss auch sagen, dass ich diese vielen fürchterlichen Spitznamen langsam nicht mehr lesen kann. Wer das mag, wird hier natürlich glücklich.
Der Schreibstil hat es mir zusätzlich nicht leicht gemacht, denn er war zwar bildhaft, aber eben auch viel zu ausschmückend und voller Superlative. Es wiederholten sich auch einfach sehr viele Gedanken. Sowas ist ja immer Geschmacksache, aber meins war es eben nicht. Mich hat auch einfach gestört, dass mich einige Szenen sehr an die anderer Geschichten erinnert haben, das one bed-Trope im Gasthaus des „wahren Nachthofs“, oder die Bedeutung von Nox‘ Tattoos, da hatte ich direkt andere Bücher vor Augen und sowas mag ich persönlich dann einfach nicht.
Ich werde diese Reihe nicht weiterverfolgen.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Ich fand's so gut ahh! 😍🔥 Es war witzig, mitreißend und so spannend. Ich hab wirklich sehr mit den Charakteren mitgefiebert und dabei KEINEN der Plottwists auch nur ansatzweise kommen sehen… 👀 Große Empfehlung! Freu mich sehr auf Band zwei und bin doll gespannt, wie es nach dem Ende weitergeht.
Die Geschichte um Cass und Nox ist aus beiden Ansichten in der ersten Person geschrieben. Etwas, das mir immer hilft, mich den Protagonisten näher zu bringen, und ihre Gefühle und Gedanken besser zu verstehen.
Der Schreibstil ist flüssig. Die Handlung ist spannend aufgebaut und birgt den einen oder anderen Twist, der mehr oder weniger überraschend ist.
Die Hauptcharaktere Cass und Nox sind tiefgehende Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten. Sie haben Wünsche, Ängste und Hoffnungen, die nachvollziehbar sind und sie nahbarer machen.
Mir haben Cass und Nox gut gefallen.
Cass ist diese taffe Persönlichkeit, die vor nichts Angst zu haben scheint und immer ihren Kopf durchziehen muss. Trotzdem konnte sie mir auch ihre emotionalere Seite zeigen, die mich berührt hat.
Nox ist mir von Anfang an sympathisch gewesen, mag es seine einnehmende Persönlichkeit sein, die äußerlich kalt und berechnend erscheinen, so bekommt sie genügend Risse, die mich zumindest zum Nachdenken angeregt haben.
Beide machen unterschiedliche Entwicklungen durch, zum einen emotionaler Art, welche sie erwachsener macht. Zum anderen haben sie genügend Hindernisse, die sie vor genügend Stolpersteinen bringt.
Ihre gemeinsame Entwicklung zeigt sich darin, dass sie von einer Feindschaft zu kamaradschaftliche Freundschaft kommt, die sich zu mehr entwickelt. Auch hier gibt es genügend Stolpersteine zu überwinden.
Die Nebencharaktere sind spannend und bereichern die Geschichte durch ihre individuellen Persönlichkeiten.
Die magische Welt ist interessant und nicht überfordernd. Es gibt Unterschiede zwischen den beiden Reichen, aber dadurch, dass man das Nachtreich über Cass Ansicht betritt, ist der Einstieg leicht, da auch für sie alles neu ist.
Außerdem endet die Story mit einem bösen, aber trotzdem aushaltbaren Cliffhanger.
Fazit: Toller Einstieg in diese Dilogie voller fantastischer Elemente und feinstem enemies to lovers. Protagonisten, die einen fesseln und einem Cliffhanger, der einen sehnsüchtig auf das nächste Band warten lässt.
Infos: Das ist Band 1 der Fantasy-Dilogie THE DAY AND NIGHT DUET von Nina Schilling. Die Bände können nicht unabhängig voneinander gelesen werden. Band 1: When Shadows darken the sun Band 2: And Midnight fades to dawn (ET August)
Klappentext: Willkommen zu den Tag-und-Nacht-Spielen! Seit Generationen treten die Erben des Tag- und Nachthofes in einem magischen Turnier gegeneinander an, um die Herrschaft über den Dritten Hof zu entscheiden. Von klein auf hat Nox als Thronfolger des Nachthofs daher nur ein die Prinzessin des Taghofs zu besiegen. Als er auf Cass trifft, die Zofe seiner Kontrahentin, gerät sein Fokus jedoch ins Wanken. Obwohl sie eigentlich Erzfeinde sein sollten, verdreht die hübsche Lichtkriegerin dem Schattenprinzen den Kopf. Und als sie unerwartet zusammenarbeiten müssen, beginnen beide, hinter die Vorurteile ihrer Höfe zu blicken. Doch die Tag-und-Nacht-Spiele rücken immer näher — und dabei steht weit mehr auf dem Spiel als ihre Herzen.
3,5⭐️ Bei dieser wunderschönen Gestaltung und meiner neu entdeckten Liebe zum Romantasy Genre konnte ich einfach nicht widerstehen, »When Shadows Darken The Sun« von Nina Schilling zu lesen.
Der Einstieg fiel mir nicht ganz leicht, da mich der dichte, atmosphärische Schreibstil der Autorin, die vielen Namen und Geschehnisse anfangs überforderten. Doch als ich in einen angenehmen Lesefluss kam, konnte mich die Geschichte deutlich mehr packen. Das Worldbuilding rund um den verfeindeten Tag- und Nachthof fand ich richtig spannend. Die Idee mit dem magischen Turnier, bei dem entschieden wird, welcher der Erben über den dritten Hof herrschen darf, hat mir ebenfalls gut gefallen.
Cass mochte ich als Protagonistin sehr. Sie ist unerschrocken, selbstlos und kämpferisch, ohne dabei unsympathisch zu wirken. Nox hingegen erscheint zunächst wie der typische kalte Kronprinz, aber je mehr man über ihn erfährt, desto mehr zeigt sich seine gutmütige und beschützende Seite, was ich wirklich schön fand. Die Liebesgeschichte konnte mich allerdings nicht ganz abholen, weil mir die heftige Anziehung zwischen den beiden viel zu schnell ging, sodass ich emotional nicht mitfühlen konnte. Ein absolutes Highlight waren für mich die tierischen Gefährten. Die Lichtwölfe und Schattenpanther haben mein Herz erobert. Was den Plot angeht, hatte ich leider recht früh eine Ahnung, in welche Richtung sich alles entwickeln wird. Dadurch blieb der große Überraschungseffekt für mich aus, was echt schade war.
Insgesamt war es für mich ein atmosphärischer Romantasy Auftakt mit spannendem Worldbuilding und starken Charakteren, der mich, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, am Ende gut unterhalten konnte. Ich möchte unbedingt wissen, wie es mit Cass und Nox weitergeht.
Enemies to Lovers, Forced Proximity und Forbidden Love? Klingt nach einem Volltreffer für mich! Und ja, der Einstieg hat mich auch sofort gepackt. Trotzdem hat mir am Ende ein bisschen was gefehlt, um komplett begeistert zu sein. Die Grundidee fand ich echt spannend, auch wenn sie nichts völlig Neues ist. Besonders die Spiele hatten großes Potenzial, waren dann aber schneller vorbei, als ich es mir gewünscht hätte. Und der dritte Hof? Der bleibt leider ziemlich blass, obwohl er eigentlich eine wichtige Rolle spielen sollte. Da hätte ich mir, gerade wegen des so bildhaften Schreibstils, viel mehr Details gewünscht. Spannend gestartet, lässt die Geschichte im Mittelteil jedoch etwas nach. Dafür konnten mich die Charaktere total abholen. Nox wirkt erst kalt und verschlossen, aber man spürt schnell, dass er innerlich einiges mit sich herumträgt. Cass ist das komplette Gegenteil: stark, entschlossen und unglaublich loyal. Sie weiß genau, was sie will, und kämpft dafür. Die Dynamik zwischen den beiden hat mir richtig gut gefallen, auch wenn sich die Gefühle teilweise etwas schnell entwickeln. Ein echtes Highlight war für mich die Welt: atmosphärisch, lebendig und einfach nur schön. Und die tierischen Begleiter? Absolut mein Ding! Alles in allem ein solider Auftakt, der Spaß macht und neugierig auf mehr, aber noch Luft nach oben lässt!
3.5⭐️ Der Anfang und das Ende haben mir sehr gut gefallen. Leider hat mich das Buch im Mittelteil hin und wieder etwas verloren, wodurch es sich etwas gezogen hat. Trotzdem Tolles Buch und würd ich weiterempfehlen. Freue mich auf Band 2 yay.
Spannende Ausgangssituation mit vielen interessanten Charakteren, die mich leider nicht wirklich abgeholt haben. Zur Mitte hin hat es sich für mich sehr gezogen. Irgendwann war es mir dann egal, was als nächstes passiert und wer nun den Kampf gewinnt. Für mich fällt dann leider bei 86% noch ein Satz, der für mich in einer solchen Situation ein absolut rotes Tuch ist, was mich endgültig zum abbrechen gebracht hat. Diese Geschichte war einfach nicht für mich 🤗
Danke an NetGalley und den Lyx Verlag fürs Rezi Exemplar! 💕
Ich habe einen Moment gebraucht um mich an den Erzählstil zu gewöhnen (mit Dialog, dann eine Seite lang Erklärung der Szene und dann die nahtlose Fortsetzung des Dialogs), aber abgesehen davon haben mir die Beschreibungen zugesagt. Die Höfe sind so detailreich beschrieben, dass ich sie mir bildlich vorstellen konnte. Ihre Unterschiede sind dabei kontrastreich, dennoch beide auf ihre Art und Weise schön, womit sie die Essenzen von Cassia und Nox perfekt spiegeln. ☀️🌙💫 Cassia und Nox zeichnen sich beide durch die Beziehungen zu ihren Freunden aus. Sie sind von Wärme geprägt, trotz der kalten Umstände, unter welchen sie aufgewachsen sind. 🥹 Beide haben einen starken intrinsischen Antrieb gewinnen zu müssen, und ich hätte beiden den Sieg gegönnt. Cassia ist ein Vorbild, aber Nox für mich ein Held.
Worüber ich beim Lesen immer wieder gestolpert bin ist die Totalität in der meist Erzählt wird. Ich verstehe, dass die Charaktere geblendet sind von dem, was ihnen von klein auf Eingetrichtert wurde. Aber dass diese sich auf absolut alles bezieht schien mir etwas übertrieben, und hat dazu geführt, dass ich das Beschriebene zum Teil nicht ganz ernst nehmen konnte. Gerne würde ich hier sagen "nichts ist so schwarz und weiß" aber ich sehe auch, dass Menschen, die in ewigem Tag bzw. ewiger Nacht leben anders sehen würden - und diese Ironie schätze ich dann wieder. 🤣
Während die Idee der Geschichte, dass sich Tag und Nacht bekämpfen um die temporäre Vorherschafft über den neutralen Hof zu erringen sich zunächst richtig gut anhört (ich frage mich vor allem, welche Auswirkungen es auf die Menschen des dritten Hofes hat? Kann ich dazu eine Novelle haben bitte?), hat mich die Argumentation während der Erzählung doch verwirrt. Es wird davon gesprochen, dass die Spiele stattfinden um das Gleichgewicht zu halten? Wenn der dritte Hof doch nun aber schon seit Generationen in der Hand des Schattens liegt, wo besteht dann hier Gleichgewicht? Hätte die Göttin Iris nicht einfach beide Völker dazu verpflichten können/müssen sich abzuwechseln? Und/oder Menschen beider Höfe bei sich in Einigkeit Leben lassen müssen, mit richtigem Tag/Nacht Wechsel, statt 30 Jahre in Licht oder Schatten zu verbringen? Ich fürchte, ich habs nicht ganz verstanden. 😅
Es wird erzählt, dass im Lichthof die Ernten, Kraft und Geburten zurückgehen, weil die Sonne immer schwächer wird. Gleichzeitig geht aber auch die Wirtschaft im Schattenhof anscheinend in die Knie. Ich bin inzwischen zu dem Entschluss gekommen, dass es hier wohl am König scheitert, der offensichtlich mit eiserner Faust regiert und das auf Kosten seines Volkes. Er ist definitiv ein engstirniger, geblendeter Mann, der das Biest von Frau an seiner Seite absolut verdient hat. Jedenfalls hätte hier stärker darauf eingegangen werden können, dass der Schattenhof definitiv gedeihen würde, wäre da nicht der König. Nox suggeriert dies zwar mit seinen Aussagen diesbezüglich, dass er anders regieren will, aber dass der Herrscher hier seinen eigenen Hof in den Ruin treibt und Nox deshalb gezwungen ist zu gewinnen, hätte die Dringlichkeit noch weiter verdeutlicht.
Cassias Bestimmung lag für mich leider von Anfang an auf der Hand , und ich war froh dass das bei ca, 60% endlich aufgelöst wurde, denn bis dahin war die Scharade ermüdend mit anzusehen, und danach wurde die Geschichte dann spannend. Ich glaube, ich hätte das ganze lieber als Standalone gelesen, und die 7 Tage vor den Spielen abgekürzt, indem Cass und Nox direkt zum Gipfel losziehen. Wenn man dann noch einige Wiederholungen rauskürzt und die umschweifenden Erklärungen hier und da eindämmt, wäre der Inhalt von And Midnight Fades to Dawn hier bestimmt auch unter gekommen.
TLDR; spannende Idee, Logik nicht immer nachvollziehbar, aber absolut liebenswerte Hauptcharaktere!
Tausend Dank an NetGalley und den LYX Verlag für das Rezensionsexemplar 🫶🏼
Eine sehr bildhafte Sprache, durch die ich mir alle Schauplätze wunderbar vorstellen konnte, insgesamt ein schön ausgearbeitetetes Setting, ein traumhafte Covergestaltung, mein heiß geliebter "Trials" Trope, und dennoch...
...das erste Spiel der mir versprochenen Tag-und-Nacht-Spiele, die mich zum Kauf verführt haben, fängt erst bei 70% an. 70 Prozent! Ich mag ein bisschen Worldbuilding und Character Arc Vorbereitung, aber zB die Reise von Cass und Nox war mir viel zu lang. In der Mitte hat das Buch mich tatsächlich fast verloren und die Szenen, die in mir Kribbeln hätten auslösen sollen, haben in mir fast schon Ungeduld hervorgerufen 😵💫
An sich haben mir die Charaktere gut gefallen, wenn sie auch ein wenig austauschbar waren. Da ist auf jeden Fall mehr Potential für Tiefgang im zweiten Teil. Nox hätte mein Lieblingscharakter sein können, doch leider hat er mir zum einen: zu viel geknurrt und zum zweiten: klang seine Erzählstimme ein bisschen zu ähnlich wie Cass'. Außerdem hat er wirklich sehr viel darüber nachgedacht, wie hot er Cass findet - ebenso wie Cass' selbst auch. Ihre Romanze war doch eher physical forward und für mich als slow burn Liebhaberin ging mir das alles ein bisschen zu schnell. Die Tension, die die beiden dann allerdings im letzten Drittel hatten, hat mir wieder sehr gut gefallen 👀
Den Schreibstil fand ich an sich wirklich sehr schön - sehr bildlich, detailreich und liebevoll. Als Lesende ist man sehr nah an den Gedanken der Charaktere und hat immer ein klares Bild ihrer Gefühle, was ich grundsätzlich sehr mag. Manchmal waren die Worte jedoch auch ein wenig repetitiv, Gedanken und Gefühle wurden sehr detailliert beschrieben und auch "erzählt statt gezeigt", was für mich purple prose schon sehr nahe kam, aber noch im Rahmen.
Insgesamt hätte ich mir eine andere Vermarktung und Klappentext gewünscht, da ich wirklich mit deutlich mehr Spielen (mit höheren stakes) gerechnet habe. Das Geschehen davor war sicherlich auch spannend, hat jedoch unter meiner Ungeduld gelitten, endlich zu den Spielen zu kommen. Dafür waren mir die Spiele am Ende auch etwas zu schnell abgehandelt (das erste zB dauerte nur ca. 25 Seiten). Da war für mich die Aufteilung des Pacings einfach gar nicht passend.
Neugierig auf den zweiten Band bin ich dennoch. Denn ich liebe die Grundidee und auch der Schreibstil ist wirklich sehr schön, deshalb gebe ich dem ganzen mit dem Abschluss der Dilogie noch eine Chance. ✨
Mein 16-Jähriges Ich hätte dieses Buch sicher gefeiert - meinem heutigen Ich hat Tiefe und Komplexität gefehlt.
Die Idee mit Tag- und Nachthof und den Spielen fand ich spannend (ein bisschen wie Hungergames mit Magie).
Leider lag mir in der Umsetzung der Fokus zu sehr auf dem "Romeo und Julia Drama" und zu wenig auf der Welt und den Spielen.
Das viele "Denken" der Charaktere in Kampfszenen hat mich generell gestört und die Spannung rausgenommen.
Beispiel letzter Kampf: Wenn ich während eines Kampfes über die sexy Frisur meines Gegners nachdenke, bin ich dann wirklich im Kampf meines Lebens, der die Zukunft meines ganzen Hofes bestimmt? Das konnte ich nicht ernst nehmen.
Und wann ist der Abschluss-Kampf überhaupt zu Ende? Der Gegner muss am Leben bleiben, aber wir lernen nie, wann der Kampf gewonnen wäre. Dadurch wirkte er für mich etwas orientierungslos und ist für mich ein gutes Beispiel dafür, weshalb mir Tiefe gefehlt hat - in einzelnen Szenen aber auch im gesamten World Building.
Das World Building war mir viel zu simpel - es gab kaum Einblicke in Mechanismen der Welt, während andere Teile für mich schlicht nicht plausibel waren; z.B. wer hat alles Magie? Wie leben die Menschen im Nachthof obwohl überall krasse Monster abhängen? Wieso kann man einfach so in Dörfer reinmarschieren - gibt es keine Sicherheitsvorkehrungen wegen der Monster? Wie kann es denn Voraussetzung sein, dass der Taghof immer durch eine Frau und der Nachthof immer durch einen Mann vertreten wird? Was für ein Zufall, dass Nox und Cass Einzelkinder des genau richtigen Geschlechts sind. Was ist, wenn ein König keinen Sohn innerhalb von 30 Jahren bekommt? Und was ist wenn er eine Tochter bekommt? Wieso spielen die Götter so eine kleine Rolle in den alltäglichen Situationen der Geschichte, obwohl sich Cass und Nox Leben im Grunde nur um ein göttliches Erbe drehen?
Würde ich den zweiten Teil lesen? Wahrscheinlich ja.
Sieht das Buch super hübsch im Regal aus? 100%
Wird es meine neues Lieblings-Serie? Leider nein.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Ein wundervoller erster Band. Spannend, magisch und mitreißend. Der Auftakt ist absolut gelungen. Hier ist für jeden etwas dabei. Zwei Feinde, Intrigen, etwas Liebe, Hoffnung, Mut, Zielstrebigkeit, Vertrauen, Verrat, Verlust, Trauer, Freundschaft und ein Kampf um die Zukunft. Solch eine Variante der Fantasy Welt habe ich noch nicht gelesen. Hier bekriegen sich alle 30 Jahre das Licht und das Schatten Reich. Beide Reichen existieren getrennt voneinander. Niemals haben sie Zugriff zum gegnerischen Gebiet, niemals kreuzen sich ihre Wege. Jedes Reich lebt und kämpft nur für sich selbst. Bis 30 Jahre vorüber sind und nur zwei Kontrahenten für ihr jeweiliges Reich eine Prüfung antreten. Die Kinder der jeweiligen königlichen Familien werden die Prüfungen antreten. Dafür haben sie ihr lebenslang gearbeitet. Sie wurden geschult und gestärkt um als Sieger hervorzugehen. Nur ein Reich allein kann über den dritten Hof Gebieten, so will es die Tradition. Nur scheint dieses Mal etwas ganz anderes zu laufen als sonst. Cass, die für den Licht Hof kämpft und Nox, der für den Schatten Hof antritt, scheinen eine ganz andere Meinung zu den Spielen zu haben. In diesem Band lernen wir die Schattenwelt kennen und lieben. Nicht durch die Menschen die dort leben, sondern die Umgebung lädt zum verweilen und Träumen ein. Dunkle verborgene Schönheiten erwarten uns. Kleine lichter überall. Zwischen Dunkelheit und Schatten existiert eine ganze Welt. Doch wenn ein funken Licht auf die Dunkelheit trifft, dann müsst ihr die Geschichte wohl am besten selbst lesen. Ich warte jetzt gespannt auf den Finalen zweiten Band der Reihe...... Love....
Vielen Dank an LYX.digital und NetGalley für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst.
Ich bin komplett OBSESSED mit diesem Buch 😭✨
„When Shadows Darken the Sun“ hat mich von der ersten Seite an gepackt und einfach nicht mehr losgelassen. Ich wollte wirklich nur kurz reinlesen… und plötzlich waren Stunden vergangen und das Buch war durch. Absoluter Lesesog!
Die Mischung aus Enemies to Lovers, magischem Turnier und zwei verfeindeten Höfen ist genau mein Ding – aber was das Buch für mich besonders gemacht hat, sind Cass und Nox. Die Dynamik zwischen den beiden? Chef’s kiss. 🔥 Man spürt von Anfang an diese Spannung, dieses Knistern, und gleichzeitig entwickeln sich ihre Gefühle so, dass man einfach komplett mitfiebert.
Cass ist stark, loyal und lässt sich nicht unterkriegen, während Nox dieses perfekte „dunkel, geheimnisvoll, aber eigentlich soft“-Vibe hat. Ich habe beide wirklich ins Herz geschlossen.
Auch die Welt hat mich total abgeholt: Licht vs. Schatten, unterschiedliche Kulturen, Magie – alles so bildlich beschrieben, dass ich komplett eintauchen konnte, ohne jemals überfordert zu sein.
Und dann dieses ENDE?! 😭 Ich war nicht bereit. Wirklich nicht. Dieser Cliffhanger hat mich komplett zerstört und ich zähle jetzt schon die Tage bis Band 2.
Fazit: Ein unglaublich fesselnder Romantasy-Auftakt mit Suchtfaktor, tollen Charakteren und genau der richtigen Mischung aus Spannung, Emotion und Magie.
I am a simple boy. Seit Monaten habe ich auf die Veröffentlichung dieses Buchs gewartet, weil ich mich schon bei der Ankündigung in die Optik verliebt habe. Hohe Erwartungen bergen natürlich immer das Risiko einer großen Enttäuschung. Am Ende reicht es für 3,5 Sterne – und Optimismus für den zweiten und letzten Teil der Reihe, der in ein paar Monaten erscheint.
When Shadows Darken the Sun kann auf der Romantasy-Trope-Liste viele Punkte abhaken: Licht gegen Schatten, Enemies-to-Lovers, One-Bed-Only, lebensverändernde Spiele bzw. Prüfungen – es ist alles dabei. Und auch wenn Nina Schillings Werk damit nicht besonders originell ist und ein entscheidender Plottwist im späteren Verlauf leider schon ab den ersten Seiten ziemlich offensichtlich wirkt, schafft sie es dennoch, durch zwei tolle Hauptfiguren, die charakterlich angenehm von den üblichen Klischees des Genres abweichen, und eine verhältnismäßig gut ausgearbeitete Welt zu unterhalten.
Dem Enemies-to-Lovers-Trope wurde außerdem der ein oder andere spannende Twist verpasst, was das Buch zwar nicht unfassbar aufregend macht, es aber trotzdem irgendwie zu einem Guilty-Pleasure-Read werden lässt. Und der nette Twist am Ende sorgt schließlich für Lust – und auch Hoffnung – auf Band 2.
„When Shadow Darkens The Sun“ vereint alles, was ich mir in einem Fantasy-Buch wünsche: Eine tolles Worldbuilding, welches in Kombination mit dem sehr malerisch ausgerichteten Schreibstil und der eigenen Vorstellungskraft einlädt, in das Land der Schatten einzutauchen. Dazu kommt eine starke Protagonistin und interessante Nebencharaktere sowie greifbare Dynamiken zwischen den einzelnen Personen. Das Konzept des Tag- und Nachthofes und damit diese Gegenüberstellung der verschiedenen Welten von Cass und Nox, die wiederum aber so einiges gemeinsam haben, hat sehr gut gepasst.
Lediglich Nox als die Figur des hart zu durchschauenden Schattenprinzen war für mich persönlich nicht sonderlich neu und auch die Liebesgeschichte hat sich meiner Meinung nach etwas zu schnell entwickelt, weshalb ich einige Empfindungen nicht so ganz nachvollziehen kann.
Nichtsdestotrotz eine Empfehlung, wenn man mal wieder Lust hat, in eine andere fantastische Welt abzutauchen. Ich freue mich schon auf Band 2!
4,25 ⭐: Das Buch wurde unerwartet zu einem kleinen Highlight, auch wenn der Plot anders verlaufen ist als gedacht. Die Tag-und-Nacht-Spiele, die im Klappentext erwähnt werden, passieren tatsächlich erst recht spät im Buch. Das hatte mich zuerst etwas gewundert, aber mit der Entwicklung der Liebesgeschichte habe ich dann verstanden, warum sich die Autorin hierfür entschieden hat. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle anmerken, dass es nach dem Start bis in die späte Mitte ein eher ruhiges Buch ist. Einer der Plottwists ist auch sehr offensichtlich. Für mich persönlich hat das der Geschichte aber keinen Abbruch getan. Die Welt konnte mich verzaubern und begeistern. Die Autorin hat eine tolle Atmosphäre geschaffen.
Auch die Charaktere haben ich lieb gewonnen. Sie sind authentisch und greifbar. Bei der Liebesgeschichte konnte ich mitfühlen. Besonders mochte ich es auch, dass sich nicht nur auf die Protagonisten konzentriert wurde, sondern dass auch immer wieder die Nebencharaktere in den Fokus der Handlung rückten.
Mein absolutes Highlight war der Schreibstil. Immer wieder gab es Zeilen, die ich mir markieren wollte, weil sie etwas so treffend ausgedrückt haben, beispielsweise den inneren Konflikt der Protagonisten.
joar also kann man schon mal machen, Audio dazu war gut, aber die Story ist nichts besonderes. Ende war etwas überraschend und setzt die Grundlage für den nächsten Teil, aber mal sehen ob ich den hören werde.
Disclaimer: Meine Reviews sind für Leser*innen nicht für Autor*innen!
Spoilerfrei:
Das unglaubliche Cover hat mich sofort in den Bann gezogen, ebenso die Illustrationen sind wirklich atemberaubend geworden. Kudos! Natürlich auch das Konzept eines Tag- und Nachthofes. Leider war die Exekution des Konzeptes eine rege Enttäuschung für mich.
Das Worldbuilding schien auf den ersten Blick wie ein wunderschöner See, der bei näherer Betrachtung doch eher eine Pfütze war. Es blieb alles sehr oberflächlich und war für ein Buch mit fast 500 Seiten definitiv zu wenig und nicht komplex genug.
Die Nebencharaktere blieben bloß Schachfiguren, die über das Spielbrett geschoben wurden und ich konnte zu keinem von ihnen eine Verbindung aufbauen. Dazu fehlte auch die Zeit, da wir die meiste Zeit im Buch ohne sie verbrachten und die zur Verfügung stehende Zeit schlichtweg nicht optimal genutzt wurde.
Der große Plottwist war für mich vollends vorhersehbar bereits ab den ersten paar Seiten. Daher kann ich nicht sagen, dass wirklich Spannung aufkam. Die emotionalen Momente des Buches konnten mich ebenfalls nicht bewegen, auch wenn der Versuch definitiv da war.
Die Liebesgeschichte war leider auch gar nicht meins. Da sich Nox und Cass vom ersten Moment an (lust at first sight) super anziehend fanden, ließ mich die abrupte Entwicklung der Beziehung kalt. Dazu kommt, dass sich beide Hauptfiguren ständig in die grauen Augen oder das Strahlen der Aura oder die stählernen Muskeln oder das zerbrechliche Äußere in ihren Monologen verliert haben und somit das versprochene “Enemies to Lovers” überhaupt nicht zur Geltung gekommen ist.
Cass und Nox waren einzeln betrachtet auch nicht genug, um mich von diesem Buch (oder dem Folgeband) zu überzeugen. Cass wirkte wie die typische badass FMC, die super streng erzogen wurde, aber auf Teufel komm raus den Mund nicht halten kann (selbst, wenn es politisch die einzig richtige Entscheidung ist) und mehrmals die Mission in Gefahr bringt. Obwohl sie super mächtig und stark ist, muss sie dennoch von unserem MMC gerettet werden, mehrmals. Nox ist jeder shadow daddy ohne große Änderungen. Er kann Cass jegliche Emotionen und Gedanken von den Lippen ablesen, ist komplett von ihrem Körper verführt, obwohl die Situation gerade nicht unpassender sein könnte, und hat (obviously) Schattenkräfte und einen Spitznamen für unsere FMC und verliebt sich innerhalb weniger Tagen unsterblich in sie.
Leider kann ich nicht sagen, dass dieses Buch aus der Masse der vielen Romantasy Romanen herausstechen kann. Und als jemand, der bereits einen nicht allzu kleinen Stapeln von Romantasy gelesen hat, muss ich mir eingestehen, dass ich das übliche Formular müde bin. Dadurch werden ganze Handlungsstränge und Plottwists komplett vorhersehbar und Entwicklungen auch. Die typisch beliebten Micro-Tropes findet man hier natürlich auch in ihrer Quantität.
Ich empfehle When Shadows Darken The Sun an alle, die viele bisherige Booktok-Bestseller Romantasy Bücher geliebt haben, ihr werdet hier alles finden, was euer Herz begehrt. Einen Shadow Daddy, sassy headstrong FMC, Banter, There was only one bed, lust at first sight mit Enemies to Lovers, etc. You know the drill.
Spoiler Review:
Dieses Buch war wirklich eine herbe Enttäuschung für mich. Ein besonders großer Dorn in meinem Auge war das Worldbuilding. Angefangen beim Namenssystem. Hier wurde einfach (wahrscheinlich bei Pinterest oder Google) nach Namen gesucht, die “Sonne/Licht” und “Nacht/Dunkelheit” bedeuten und komplett abgesehen von Sprache und Wurzeln Namen genommen. Dadurch erhalten wir Namen wie: Diana Girasole Cassia Lucerna und Cieran Nox Jaro Estrella
Nachdem wir also Die Leuchtende Zimt/Eitel Sonnenblume Erleuchtende und Der Dunkle Nacht Licht im Dunkeln Stern in den ersten Seiten treffen, wird uns der Lichtwolf Hikari (jap. Licht), der Puma Kuroyami (jap. Schwarz Dunkelheit) vorgehalten, welche unsere Protas begleiten. Wir treffen Aykan (türk. Sonne) und Soley (franz. Sonne oder isländisch Sonneninsel) und so geht es weiter und weiter… Wir haben natürlich auch ganz klassisch spanische Namen Sol und Luna für unsere Gottheiten des Tages- und Nachthofes. Nox nennt Cass natürlich “mi sol” nur um wirklich sicher zu sein, dass wir verstehen, dass Spanien Teil dieser Welt ist.
Das wirkt auf den ersten Blick vielleicht wie eine süße Idee, aber nach dem sehr seichten Worldbuilding eher billig. Schilling hätte sich zum Beispiel auf ein oder zwei Sprachen pro Hof beschränken können. Und von mir aus hätte man dazu Spanisch als gemeinsame Sprache verkaufen können (Luna und Sol, mi sol, etc.), um es als “internationale Standardsprache” zu verkaufen. Stattdessen wurde all das einfach komplett ignoriert. Die Antwort kann nicht “ist nicht so deep” sein bei einem fast 500 Seiten RomanTASY Buch. Mein suspension of disbelief reicht nicht so weit, tut mir leid.
Wir sehen/spüren fast nichts von der Welt, die Schilling geschaffen hat. Was wir sehen, bleibt sehr oberflächlich. Ein gefährlicher Nebel, Nocturn-irgendwas Geschöpfe, schwarze Kleidung für Nachthof und goldene/helle Kleidung für Taghof. Als Soley beerdigt wird, gibt es keine besonderen Traditionen für sein Begräbnis oder die Trauerfeier/-phase. Klar, Cass erzählt einmal, dass es bei ihnen durch die ständige Sonne manchmal sehr heiß ist, aber das wars. Ich kann nicht genug betonen, wie wichtig solche kleinen Details für eine rich fantasy world sind, damit sie “echt” wirken und man sich darin verlieren kann.
Es wird auch nicht auf den dritten Hof eingegangen. Lebt dort irgendjemand? Was genau befindet sich da? Wie kann man sich den Hof vorstellen? Herrscht dort ein Mond-Sonne-Verhältnis wie bei uns? Nimmt der Hof immer den Rhythmus des Gewinners an? Wenn ja, wie sieht dann die Vegetation dort aus? Finden die Menschen das voll in Ordnung alle 30 Jahre potentiell eine neue Regierung, Rhythmus etc. zu bekommen und kein Mitspracherecht zu haben? Vielleicht habe ich das ganze Worldbuilding rund um den dritten Hof vergessen, gerne korrigieren.
Das Risiko von Einzelkindern bei so einer wichtigen Tradition erscheint mir auch gänzlich vernachlässigt. Was, wenn der Primus oder die Prima sterben oder irgendetwas kurz vor Antritt der Spiele passiert (z.B. der Primus begibt sich auf eine gefährliche Reise nach einem Heilmittel und stirbt dabei). Hat dann der andere Hof automatisch gewonnen und wie wird dann ein weiterer Nachfolger produziert/gesichert? Anscheinend werden der Primus und die Prima rein von der Blutlinie bestimmt und sind immer zufällig ein Junge und ein Mädchen. Was, wenn der Primus/die Prima unfruchtbar ist? Funktioniert Adoption in so einem Fall? Hat man dann automatisch verloren und die Welt in die Verdammnis gestürzt? Was, wenn Zwillinge zur Welt kommen?
Das Patriarchat begleitet uns natürlich auch in diese Welt. Denn obwohl es einen ganzen Hof gibt, welcher klar die Frauen an die Machtposition setzt und eine weibliche Göttin, die von allen Höfen als solche anerkannt wird, werden Männer trotzdem mit dem Patriachat-Bonus geboren und Frauenfeindlichkeit schleicht sich in diese Welt. Cass muss klarstellen, dass sie auch auf einem harten Boden schlafen kann, obwohl sie eine zarte Frau ist. Di hat das Gelaber von Männern satt, weil sie anscheinend auch gerne untermauert und ihr vieles ge-mansplained wird. Und Nox macht einen Kommentar über ein schwaches Prinzesschen, das er erwartet hat, jedoch zweifelte nie jemand die Stärke des Prinzen an. Und so weiter… Sowas wirkt unglaubwürdig. Viele dieser Gedankengüter und Aussagen haben einen klaren Patriarchalen Hintergrund und würden so in anderen Kreisen und Kulturen nicht existieren, zumindest nicht in dieser Form. Generell wirkt der ganze “Schwerttanz” irgendwie aus der Luft gegriffen. Warum würde man auf stumpfe Waffen zurückgreifen, wenn man magische Kräfte hat?
Cieran Nox Jaro Estrella, kurz Nox, ist der MMC der Geschichte und der typische Shadow Daddy. Zugegeben, er ist keine 500 Jahre älter als unsere FMC (Punktabzug). Doch er hat Schattenkräfte, besteht zu 10% aus Knochen und Wasser und die restlichen 90% sind pure, stahlharte Muskeln. Er hat natürlich Daddy Issues (+ evil step mom issues) und wirkt unnahbar und arrogant, hat aber einen weichen Kern. Das Buch betont auch ständig, dass er ein Guter Herrscher™ ist, denn er interessiert sich für seine Untertanen und er würde viel lieber in einem Inn als in einem königlichen Palast feiern. Er sagt auch, dass er ein Guter Herrscher™ sein wird, indem er seinen Untertanen unter die Arme greift, aber das sind alles nur leere Versprechungen. Schließlich hatte er auch kein Problem damit, die Zukunft seines Volkes aufs Spiel zu setzen, um mit der strahlenden Schönheit nach einem Heilmittel für ihren Freund zu suchen, weniger Tage vor besagtem Spiel.
Cass ist unsere typische badass, sassy FMC, die mit Waffen umgehen kann. Jedes Kleid in vollster Eleganz slayn kann, aber viel lieber ne schicke Lederhose mit vielen Messern trägt. Sie kann nie die Klappe halten und ist immer vorlaut und frech, selbst wenn es die Mission gefährden könnte. Trotzdem ist sie leicht wie eine Feder und zierlich und zerbrechlich wie eine Glaskugel und muss das ein oder andere Mal von unserem MMC gerettet werden. Sie stellt sich als die Zofe von Prima Diana Girasole Cassia Lucerna vor, schafft es aber nicht, die Scharade für mehr als zwei Minuten aufrechtzuerhalten.
Und ja, sobald Diana Girasole Cassia Lucerna gefallen ist, wusste ich, dass Cass die eigentliche Prima ist und nicht ihre BFF Di. Diana Girasole CASSia Lucerna. Dieses Geheimnis war leider für mich super offensichtlich. Cass war auch einfach zu vorlaut und unerzogen, als wenn eine Bürgerliche mit so einem Verhalten überhaupt noch leben würde. Auch das ständige beleidigen der Adeligen und die Autorität der Herrschenden in Frage zu stellen in ihrem Terrain fand ich etwas… zu gewagt für eine “einfach Zofe”. Es wirkte auch etwas performativ. Cass erinnerte ihn allzu gerne daran, dass er nichts Besseres war, nur weil er ein Prinz war und sie ja dadurch gleichwertig wären. Aber… sie tut all diese Dinge mit einem geheimen Schutzmantel, sollte ihre Schroffheit backfiren. Mit ihrer vorgetäuschten Identität kann sie in ihrem Kopf ihre eigenen Privilegien nicht anzweifeln oder hinterfragen. The call is coming from inside the house, girl.
Natürlich musste dieses Geheimnis auch Cass vor uns geheim halten, weshalb es oftmals Stellen im Text gab, die etwas… holprig waren. Wir durften auch von “Cass” nichts erfahren, was ihr vorheriges Leben betraf, außer dass sie voll hart trainiert und ihr Leben lang auf diesen Moment vorbereitet wurde (ich glaube, sie hat den Unterricht in Diplomatie und Anstand geschwänzt). Es ist wenig glaubwürdig, dass Cass nicht ein einziges Mal über ihren Prima-Status oder sowas nachdenkt oder ihr irgendeine Sicht oder Gedanke kommt, der ihre adelige Herkunft entlarven würde (z.B. als Nox Cass anfangs für die Prima hält).
Wäre dieses Buch nur aus einer Perspektive erzählt worden, wäre es durchaus besser gewesen. Cass, welche uns vom Täuschungsplan erzählt und wir mitfiebern dürfen, wie sie ihre Identität geheim hält und sich in ihren Rivalen verliebt und sind am Ende unschlüssig, ob Nox alles geplant hat. Aber mit der Entscheidung der geteilten POV hat man the worst of both worlds. Einerseits funktioniert dieser späte Reveal nicht, andererseits weiß man, dass Nox das alles nicht geplant hat. Somit wartet man einfach nur darauf, dass beide Charaktere auf unseren Stand kommen.
Das Buch hätte in der Zeitlinie viel früher ansetzen sollen. Dadurch, dass wir sofort am Nachthof die Reise beginnen, sehen wir nichts vom Taghof, was natürlich ins Worldbuilding eingreift, noch von Cass’ Leben zuvor (natürlich auch gewollt wegen Plottwist), dadurch bleibt sie für mich unnahbar und unkennbar. Besonders offensichtlich wird dies, wenn Soley gleich zu Beginn am Todesbett nagt und letztendlich auch stirbt. Ich kenne Soley nicht. Erst nach vielen Seiten bekommen wir unsere erste Anekdote zu Cass’ angeblich engen Freund. Und erst nach seinem Tod werden Geschichten über ihn ausgetauscht. Besonders hier hätte ich mir ein oder zwei Rückblicke gewünscht, natürlich hätte man dann den Tod von ihm kommen sehen, aber so hatte sein Tod keine emotionale Schwere. Wie gesagt, wir kennen ihn nicht / kaum.
Die Sex-Szene nach Soleys Tod empfand ich auch als mega merkwürdig. Während Nox Soleys Blut von der völlig verstörten Cass schrubbt, muss er einfach erwähnen, dass er ihr nicht auf die Möpse starrt oder über ihre tollen Kurven fährt, er sich beherrschen muss, etc. Keine Ahnung wieso Schilling dachte, dass es in so einem Moment angebracht oder erwünscht wäre, dass Nox Cass’ Körper so angeilt?? Natürlich wird darauf sofort genudelt. Super. Ich wünsche mir auch einen Mann, der mich blutverschmiert und vollkommen verstört vorfindet und erstmal meinen Körper abcheckt. Obwohl Soley mir egal war, denn es geht schließlich darum, dass Cass gerade jemanden töten musste und Nox horny ist. Oh mein Gott, stell dir mal vor, ich hätte ihn sogar gemocht? Stell dir mal vor, dass gerade ein Charakter stirbt, den du echt mochtest, und die Protas haben nix besseres zu tun als ihre Magie miteinander tanzen zu lassen, während sie selbst den Teufelstanz vollführen.
Di bleibt uns ebenfalls ein Rätsel, dank des Twists (je mehr ich darüber nachdenke, desto schlechter wirkt er). Sie ist die typische beste Freundin, die eigentlich nur da ist, um Cass hoch zu hypen, wenn sie sich mal hübsch machen müssen. Sie hat keine eigene Storyline. Sogar als revealed wird, dass Di ein “Geschenk” an Cass war und als ihr Doppelgänger großgezogen wurde. Man hätte richtig viel daraus machen können (Wo kommt Di her? Wo ist ihre Familie? Wtf es werden im Taghof einfach Menschen verschenkt und gekauft? Was ein Glück, dass Di ihr seit Kindheitstagen so ähnlich sieht, auch jetzt, nach der Pubertät.. Wie fühlt sich Di lediglich als Zielscheibe zu existieren? Sind Di und Cass wirklich ehrliche Freunde oder haben sie die Umstände lediglich zu Verbündeten geschweißt, welche wie Freunde wirken?). Stattdessen ist und bleibt Di die Zielscheiben-Prima, welche bei Hofe und somit offpage bleibt.
Ich habe mich auch gewundert, wieso keiner einen Einspruch erhob, dass der Primus des Nachthofs auf diese gefährliche Mission geht, aber die Prima nicht und stattdessen die Zofe geschickt wird. Das wirkt auf mich ziemlich dämlich, wenn man bedenkt, dass der Nachthof alles riskiert, aber der Taghof nicht. Klar, wir wissen ja, dass Cass die eigentliche Prima ist, aber der Nachthof doch nicht?
Den größten Part verbrachten wir mit Cass und Nox, als sie einen Heiler für Soley suchten und sich dabei näher kamen. Dabei folgten wir ihnen von einem Inn zum nächsten. Ständig mussten sie ein Zimmer, ein Bett, und letztlich sogar eine Decke teilen. Das “there was only one bed” Trope funktioniert mMn nur, wenn man die Lovestory feiert. Ich kenne weder Cass noch Nox und mir ist es dementsprechend egal, ob sie mit ihrem Rivalen ein Bett teilen müssen. Mal davon abgesehen, dass beide sich entschließen auf dem Boden zu schlafen (sorry, aber wenn man eine wichtige Mission am nächsten Tag ausgeschlafen sein muss, leg ich mich doch nicht auf den dreckigen, harten Boden??).
Die Spiele werden innerhalb von wenigen Seiten abgefrühstückt. Nachdem das ganze Buch über die Spiele gehyped wurden, waren sie innerhalb relativ kurzer Zeit vorbei. Die Stakes wirkten hier nicht wirklich hoch. Gut, es wichtig, dass der eigene Hof gewinnt, aber der Teilnehmende stirbt nicht und bisher kam der Taghof fast 100 Jahre ohne Hof Nr. 3 aus, also kann man doch auch einfach diplomatisch alle 90 Jahre oder so wechseln. Keine Ahnung. Was ich damit sagen will: Die Einsätze wurden nicht richtig verkauft. Mir war es relativ egal, wer am Ende gewinnt.
Der Schreibstil war okay, obwohl er manchmal sehr repetitiv und sehr “tell don’t show” wurde. Mir ist ein paar Mal das “Nicht X, nicht Z, sondern/nur Y.” aufgefallen, was ein sehr mächtiges Stilmittel sein kann, wenn es zu inflationär genutzt wird. Was hier aber definitiv der Fall war. Ebenso wurden oft diese Filterwörter vor Beschreibungen gepackt, die dich von den Eindrücken und Gefühlen der erzählenden Person distanziert haben. (z.B. “Ich fühlte, wie mir der Wind um die Ohren peitschte.” statt “Der Wind peitschte mir um die Ohren.”)
“Wir sind unter dem Auge der Göttin des Lebens gereist und genau zu dem Zeitpunkt angekommen, den sie für uns bestimmt hat.” Okay, I see you Gandalf und Königin Clarisse.
Leider war When Shadows Darken The Sun überhaupt nicht mein Fall. Sehr schade. Wie gesagt, ich liebe Sonne-Mond-Magie und ich glaube, dass man mit diesem Konzept sehr viel hätte machen können. Leider wurde sich auf das overused und overdone Romantasy-Fomular berufen und keine wirkliche Originalität eingebracht. Dadurch leidete dieses Buch sehr und es fehlte der nötige Pfiff und Alleinstellungsmerkmal, um wirklich herauszustechen und mich zu berühren.
Ich werde den Folgeband nicht lesen, leider endet meine Reise mit dem The Day and Night Duet hier. Ich hoffe wirklich, dass Bücher und die Industrie bald von dieser Trope-Obsession ablassen und wir endlich wieder Geschichten bekommen, die nicht von einem Trope zum nächsten stolpern und zwischen den gleichen zwei Love Interests wechseln. Romantasy kann so viel mehr als bloß die gleichen drei Geschichten immer wieder in einen neuen Umschlag zu verpacken.
Es hat mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen. Die Geschichte, die Welt, die Figuren und die Emotionen sind unglaublich gut und lebendig beschrieben. Die Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren war wundervoll dargestellt. Ich konnte das Knistern der Spannung zwischen ihnen – ob von Hass oder Lust, das lässt sich nicht definieren – förmlich spüren! Auch die innere Gefühlswelt der Hauptcharaktere ist sehr ergreifend beschrieben. Ich versank förmlich in der Welt und freue mich jetzt schon riesig auf den zweiten Band. Als kleines Extra ist das Buch auch einfach unglaublich schön gestaltet!
Der Einstieg in das Buch fiel mir absolut leicht, ich war sofort mittendrin. Ich fand es von der ersten Seite an richtig spannend. Der Schreibstil ist fesselnd und sehr flüssig. Die Geschichte hat von Anfang an eine ganz eigene Dynamik. Natürlich gefielen mir die Shadow-Daddy-Vibes von Anfang an. Wer liebt keinen anständigen Shadow Daddy? Es gibt auch gleich von Anfang an genügend Action und ganz viele Geheimnisse, hinter die man noch kommen möchte. Es ist von Anfang an eine recht spannende Geschichte. Man will einfach nur wissen, wie es weitergeht. Natürlich hatte ich ein paar Theorien, wie, was, wann und wo. Ich muss gestehen, dass ich doch ein bisschen überrascht war. Es war zwar eine meiner Theorien, aber ich war mir nicht hundertprozentig sicher. Sowas finde ich besonders gut an solchen Geschichten, dass man beim Lesen seiner Fantasie freien Lauf lassen kann und trotzdem mitraten muss, was hier eigentlich passiert, wer gut und wer böse ist und wie die Geschichte enden wird. Wie gesagt, es gibt sehr viel Action, aber auch gute Romance, welche gar nicht so intensiv ist, zumindest wie ich es sonst kenne, aber unglaublich gut geschrieben.
Ich hatte von Beginn an bis zum Ende unglaublich viel Spaß beim Lesen und Hören. Das Ende war absolut unerwartet, damit hatte ich echt nicht gerechnet. Ich saß mit offenem Mund da und dachte mir: Wie soll ich jetzt bis Band 2 warten?
»When Shadows Darken The Sun« war SO ein gutes Romantasy Buch, ich hab’s wirklich so dolle geliebt 🥹💛 Da das Buch noch nicht offiziell erschienen ist darf ich noch nicht so viel dazu sagen, aber bestellt es unbedingt alle vor, sonst verpasst ihr echt was 😭🥹💛
Ist kein richtiges Enemies to Lovers Ding, am Anfang mögen die sich quasi sofort. Der Plot beginnt gefühlt auf Seite 200 oder so und der Rest ist bisschen langweiliges Set-Up. Gibt wenig Tode in Büchern die mich so wenig berühren wie der von Soley, einfach weil er so früh ausscheidet dass man gar keine Bindung zu ihm ausbaut. Der Plot Twist, dass Cass die Prinzessin ist ist unangenehm schnell vorhersehbar. Nox ist Cass gefühlt andauernd überlegen und dafür, dass sie eine Kämpferin ist ist das nur nervig. Die Anziehung zwischen den beiden beruht quasi nur auf Körperlichkeit und das geht mir nur auf die Nerven.
Viele Tropes, keiner gut umgesetzt. Werde die Reihe definitiv nicht weiterlesen, hat sich nicht gelohnt.
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Als Cass mit fünf weiteren Lichtkriegern an den Hof der Nacht kommt, weiß sie genau welche Aufgabe sie hat. Als Zofe unterstützt sie die Prima und bereitet diese auf die anstehenden Tag-und-Nacht-Spiele vor, auf die sie sich ihr Leben lang vorbereitet hat. Genau wie Nox, der Schattenprinz. Doch obwohl das Verhältnis zwischen dem Hof des Lichts und dem Hof der Nacht wie üblich angespannt ist, ist da etwas zwischen Cass und Nox, und schon bald passiert etwas, das die beiden zwingt, mehr Zeit als vorgesehen miteinander zu verbringen, und sie kommen sich näher als gedacht. Werden ihre Gefühle die Spiele überleben?
"When Shadows Darken the Sun" von Nina Schilling ist der erste Band des The Day and Night Duet und wird aus den wechselnden Ich-Perspektiven der Zofe Cass und des Primus Ciaran Nox Jaro Estrella erzählt.
Alle dreißig Jahre finden die Tag-und-Nacht-Spiele statt. Feierliche Spiele, bei denen die Erben beider Höfe sich messen, sodass nur ihr Blut fließt und nicht das Blut ihrer Völker. Nur der Sieger darf die Macht seiner Gottheit, Sol, dem Gott der Sonne und des Tages oder Luna, der Göttin des Mondes und der Nacht, an den Dritten Hof tragen, dem Land, das weder dem Tag noch der Nacht gehört. Dreißig Jahre Herrschaft über den Himmel des Dritten Hofes liegen vor dem Sieger der Spiele, doch es liegen drei Runden vor den Thronfolgern, in denen Geschick, Furchtlosigkeit und Stärke bewiesen werden sollen. Seit vier Generationen befindet sich das Himmelsamulett in den Händen der Nacht, und die Macht des Hofes des Tages schwindet. Der Schattenkönig und die Sonnenkönigin haben ihre Kinder seit deren Geburt erbarmungslos auf die Spiele vorbereitet, und beide möchten unbedingt gewinnen.
Nox ist jemand, der sich gerne hinter einer Maske versteckt. Er ist mit der Herrschaft seines Vaters nicht einverstanden, möchte vieles zum Guten wenden, wenn er erstmal König ist, doch dafür muss er die Spiele nicht nur überstehen, sondern auch gewinnen, um sich die Unterstützung der Fürsten zu sichern. Er ist ein guter Mann, der jahrelang gedrillt wurde und vieles durchmachen musste. Cass ist stur, selbstlos und impulsiv. Eine Kriegerin, aber eben auch die Zofe und beste Freundin der Prima Diana Girasole Cassia Lucerna. Und obwohl die beiden so unterschiedlich erscheinen, finden sich doch viele Gemeinsamkeiten und sie kommen sich immer näher.
Ich muss sagen, dass das Buch mich doch noch positiv überraschen konnte. Eine Wendung konnte man schon auf den ersten Seiten vorhersehen, so offensichtlich war es und das hat mich etwas genervt. Aber ich habe der Geschichte eine Chance gegeben und es hat mir bis auf Kleinigkeiten doch echt gut gefallen. Am Hof des Tages herrscht ewiger Tag, am Hof der Nacht eben immer Nacht. Der Dritte Hof braucht die Macht eines Himmelsgestirns um zu gedeihen und um die Herrschaft über den Dritten Hof kämpfen die beiden anderen Höfe seit mehreren Generationen. Wir gelangen mit den Lichtgeborenen und ihren Lichtwölfen an den Hof der Nacht, sieben Tage oder Zyklen, wie diese im Buch genannt werden, vor Beginn der Tag-und-Nacht-Spiele. Am Nachthof treffen wir auf Schattenkrieger und Schattenpanther. Ich fand es schön, dass wir die Schattenfeste auch verlassen haben und ein wenig mehr vom Hof der Nacht sehen durften, denn auch wenn mir der Dritte Hof sich noch nicht ganz erschließt, so mochte ich die Welt echt gerne. Die Geschichte hat mir gut gefallen. Große Überraschungen gab es zwar nicht, aber es ließ sich gut lesen, ich mochte die Dynamik zwischen Cass und Nox auch gerne. Die Tag-und-Nacht-Spiele standen nicht so im Fokus, wie ich es erwartet habe, aber das Ende war dennoch spannend, und ich bin nun doch neugierig, wie es im zweiten Band mit Cass und Nox weitergehen wird.
Fazit: "When Shadows Darken the Sun" von Nina Schilling konnte mich doch positiv überraschen, nachdem ich eine Wendung schon auf den ersten Seiten vorhergesehen habe, was mich ein wenig genervt hat, eben weil es so offensichtlich war. Große Überraschungen gab es hier nicht, aber die Handlung konnte mich dennoch gut unterhalten. Ich mochte Cass und Nox echt gerne und auch die beiden verschiedenen Höfe fand ich spannend. Die Tag-und-Nacht-Spiele standen gar nicht so stark im Fokus wie vermutet, aber das war nicht schlimm, weil auch vor den Spielen vieles passiert ist. Ich bin nach dem unerwarteten Ausgang der Spiele aber doch neugierig, wie es mit Cass und Nox weitergehen wird. Ich vergebe schwache vier Kleeblätter.
„When Shadows Darken the sun“ bildet den Auftakt zur Romantasy-Dilogie „The Day and Night Duet“. Band 1 erscheint am 17. März 2026 im Lyx-Verlag, das Finale folgt dann Anfang August. Nina Schilling entführt uns in diesem neuen Abenteuer in ein Reich, das durch Krieg in drei Höfe gespalten wurde: den Tag- und Nachthof, seit Generationen verfeindet und den dritten Hof, um dessen Herrschaft die Thronanwärter der beiden anderen Höfe alle dreißig Jahre erbittert kämpfen. Dieses Mal fällt die Ehre, an den Tag-und-Nacht-Spielen teilzunehmen Lichtprinzessin Diana Girasole Cassia Lucerna und Schattenprinz Ciaro Nox Jaro Estrella zu. Oder? Seit langer Zeit schon verweilt das mysteriöse Himmelsamulett, Symbol des Sieges, am Nachthof. Gemäß der Tradition reist deshalb die Lichtdelegation sieben Zyklen – eine Woche - vor Beginn der Spiele an, um sich an die fremden Gegebenheiten zu gewöhnen. Erschlagen von der schieren Andersartigkeit entgeht Cass, der ersten Zofe der Lichtprinzessin, dennoch nicht die Schönheit der Nacht. Und der ihres Prinzen. Als der Lichtkrieger Soley im Nebel, der den Nachthof umgibt, verletzt wird, begibt sie sich gemeinsam mit Nox auf eine beschwerliche Reise, um einen ihrer engsten Freunde zu retten. Doch der Schattenprinz muss bald erkennen, dass auch das Licht Geheimnisse verbergen kann.
Wie im Genre Romantasy üblich, finden wir auf den ersten Seiten zunächst einen Hinweis auf die Triggerwarnung, die sich hinten im Buch befindet, sodass jeder selbst entscheiden kann, ob man potentielle Spoiler in Kauf nehmen möchte, oder nicht. Im Vordergrund stehen vor allem toxische Beziehungen mit Eltern. Ein Figurenregister dagegen fehlt, ist allerdings auch nicht zwingend notwendig, denn selbst Nebencharaktere fallen durch ihre Individualität und Präsenz auf, sodass jede Figur gut in Erinnerung bleibt. Wünschenswert wäre dagegen eine Karte des Reiches gewesen, um so die Reise der beiden Protagonisten besser nachvollziehen zu können. An dieser Stelle sei allerdings angemerkt, dass mir noch nicht die finale Version des Buches vorliegt und es somit möglich ist, dass eine Karte noch im Vor- oder Nachsatz hinzugefügt wird. Die Autorin beschränkt sich auf die Perspektiven der beiden Hauptfiguren, was den beiden Protagonisten zusätzliche Tiefe verleiht und den romantischen Aspekt herausarbeitet, der aber keineswegs den Fantasy-Aspekt überschattet. Letzterer wartet mit innovativen Elementen auf: etwa eigens für die Geschichte entwickelte Kreaturen, eine grauenvolle Krankheit und die Vermischung der beiden Magieformen Schatten und Licht. Zusätzlich verfügen beide Höfe über eine eigene Kultur und Traditionen, was beim Lesen für zusätzliche Immersion sorgt. Ab und an tauchen auch Kraftausdrücke auf, die allerdings geschickt gewählt wurden und somit im eher altertümlichen Setting nicht störend auffallen. Zusätzlich enthält das Buch etwas Spice, der sich allerdings hauptsächlich auf eine einzelne Szene begrenzt. Diese ist zwar explizit beschrieben, wirkt aber dennoch romantisch und nicht übermäßig ausschweifend, weshalb ich den Spice-Level mit einer 2 bewerten würde. Insgesamt entwickelt sich die romantische Beziehung in einem realistischen Tempo und verleiht der Geschichte durch die Anziehung zwischen den beiden Figuren zusätzliche Spannung.
„When shadows darken the sun“ behandelt unter anderem die Themen Fremdenfeindlichkeit, Vorurteile und Sexismus, aber auch Gegensätze wie Ehre und Schuld, Selbstzweifel und -akzeptanz. Entgegen aller Stereotype wird der Nachthof allerdings nicht als abgrundtief böse und die Quelle allen Übels dargestellt. Stattdessen finden wir im Schattenprinz Nox vielleicht den vielschichtigsten aller Charaktere, der seinerseits mit Dämonen der Vergangenheit und der Bürde der Krone hadert. Mit Cass bietet uns Nina Schilling eine selbstbewusste, starke Protagonistin, die vor nichts zurückschreckt, um ihre Ziele zu erreichen, sich allerdings auch nicht vom ersten Schein blenden lässt. Die komplexe Romanze enthält tropes wie Gegensätze ziehen sich an, against all odds, enemies to lovers to enemies, only one bed und tall, dark and mysterious. Dieses Zusammenspiel ergibt ein überzeugendes, innovatives Abenteuer mit faszinierenden Charakteren, das Lust auf mehr macht. Ich für meinen Teil habe mir das voraussichtliche Erscheinungsdatum (3. August) für „And midnight fades to dawn“ bereits rot im Kalender angestrichen.
Das Buch hat mich absolut in seinen ganz eigenen Bann gezogen und mich nicht einmal nach dem Ende mehr losgelassen.
Nina Schillings neues Projekt ist ein wunderbarer Auftakt, welcher einen sehnsüchtig auf den 2. Band warten lässt.
Der komplette Aufbau der Welt ist einfach nur großartig erarbeitet worden. Nina schafft es uns alles nach und nach mit detailreichen Beschreibungen näher zu bringen. Ich habe die Welt, die Sie hier erschaffen hat, vor meinem inneren Auge mit Leichtigkeit vorstellen können und mich direkt in diese verliebt. Das ganze System vom Tag- & Nacht Hof sowie der Magie war absolut faszinierend. Das Zusammenspiel dieser zwei von Grund auf unterschiedlichen Reichen ist genau das, was man von einer schönen Romantasy Geschichte erwartet.
All die Charaktere, die wir im Laufe der Geschichte kennenlernen, sind vielschichtig und komplex. Es gibt unglaublich emotionale Vergangenheiten, die einen dazu bringen, mit den Charakteren mitzufiebern, da sie einem so stark ans Herz gewachsen sind. Die Beziehungen und Dynamiken der Charaktere untereinander wurden großartig verdeutlicht und man kann die tiefere Verbundenheit direkt ausmachen. Ich fand es wirklich super schön, dass es nicht nur um eine Liebesgeschichte ging, sondern eben auch um Freundschaften, die einem genauso zu dem Menschen machen, wie man ist. Unsere Hauptprotagonisten sind stark und man verspürt direkt Mitleid für beide ihre Schicksale, da sie in eine Verantwortung gegenüber ihrem jeweiligen Volk eingeboren worden sind, welche sie nie hätten ablegen dürfen. Die Welt ist grausam und man sucht sich sein Leben nicht aus, aber man macht trotzdem weiter, wächst über sich hinaus und gibt sein Bestes - Genau das wird hier wunderschön verkörpert. Unsere Protagonisten sind mir dadurch wirklich super schnell ans Herz gewachsen und haben mich geradezu süchtig nach ihnen gemacht. Es gab neben all der Düsterheit und Tiefe aber auch unglaublich süße Momente, wie beispielsweise einen herzerwärmenden Kosename namens „mi Sol“ - Jedesmal, wenn dieser gefallen ist, habe ich mich wie das größte Fangirl auf Erden gefühlt. 🙈
Der Schreibstil von Nina war absolut atemberaubend. Es war einfach, detailliert und bezaubernd. Gerade im Bereich von Fantasy finde ich es oft schwierig, da manche Autoren einen sehr komplexen Sprachlaut verwenden, wodurch es mir persönlich manchmal schwer fällt, wirklich in eine Geschichte abtauchen zu können. Hier war das zum Glück absolut nicht der Fall und ich konnte perfekt beim Lesen abschalten und einfach die Geschichte genießen.
Zu dem Plot gab es sehr früh schon viele kleine Indizien, welche ihn ein wenig offensichtlicher gemacht haben. Dies geschah aber absolut gar nicht im Negativen, sondern eher im Positiven. Es war wunderbar, ganz eigene Theorien zu dem Geschehen aufzustellen und einfach mal seine eigenen Gedanken dazu wandern zu lassen.
Gerade auf die Wettkämpfe, welche relativ spät im Laufe des Buches stattfinden, habe ich sehr hingefiebert. Diese waren super spannend und schön. Die Prüfungen hätten nach meinem persönlichen Geschmack dennoch ein klein wenig länger sein können, da sie unglaublich gut waren, nur leider ein klein wenig zu kurz gekommen sind, wenn man es verhältnismäßig mit dem Rest der Geschichte vergleicht.
Im Großen und Ganzen besitze ich nur positives Feedback und bin dankbar für diesen wunderbaren Einstieg in eine Geschichte, welche ich definitiv zukünftig weiter verfolgen werde. Leider gab es dennoch eine Kleinigkeit, die für mich persönlich wenig Sinn ergeben hat. Über diese Kleinigkeit sehe ich aber gerne drüber hinweg und lasse sie nicht in meine Bewertung einfließen, da sie wirklich nur minimal ist und hauptsächlich etwas persönliches. Für mich ergab es eher weniger Sinn, dass bei den Reittieren Gebrauch von Sporen gemacht wurde, da diese Fantasiewesen sind, welche unglaublich intelligent sind und noch eine komplett andere Verbundenheit zu ihrem Reiter besitzen. Dieses Verhalten wird beim Lesen sehr schnell offensichtlich, weswegen die Sporen-Thematik einfach ein wenig deplatziert wirkt, da man sie auch einfach weglassen hätte können.
Das Ende war total spannend und hält für uns einen relativ fiesen Cliffhanger parat. Genau wegen dem Ende ist die Vorfreude aber nochmals doppelt so groß und lässt mich schon absolut gespannt auf den zweiten Band warten. Was dieser Teil uns wohl alles so hergeben wird?