Eindrucksvoll schildert Wiebke Lühmann die Eindrücke ihrer Radreise von Europa aber quer durch West Afrika, bis hin nach Südafrika. Sie schildert aber nicht nur, welche Länder sie durchlaufen haben, sondern geht auch ein wenig auf Land und Leute. Leider schüttet sie jedoch hauptsächlich auf und ab, ihrer Beziehung und die Schwierigkeiten mit Julien, ihrem französischen Reisebegleiter, den sie auf ihrer Reise kennen gelernt hat. Immer wieder enttäuschen. Die beiden sich gegenseitig trennen sich, wenn wieder zusammen. Viel spannender wäre jedoch, mehr Eindrücke über Land und Leute zu erhalten. Das ist leider sehr spärlich, viel mehr beschreibt sie ihre Gefühle und Emotionen auf dieser Reise und häufig sehr triviale Beobachtungen. Ihr zentraler ist jedoch, wie massiv die Unterschiede zwischen dem Leben in Europa und im Leben in Afrika sind. Grundsätzlich ist das Buch sehr angenehm und schnell zu lesen, ich hätte mir aber mehr Einblick in Land und Leute gewünscht.