Gabriel Zucman gehört zu den bekanntesten und renommiertesten Ökonomen weltweit. Seit Jahren forscht er zu Steuergerechtigkeit und Steuervermeidung. Gerade diejenigen, so sein Befund, die ein im wahrsten Sinne des Wortes unvorstellbares Vermögen angehäuft haben, leisten oft keinen angemessenen Beitrag zur Finanzierung öffentlicher Kassen. Das ist nicht nur ein Problem für die Staatsfinanzen, sondern auch eine eklatante Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes.
Im Februar 2025 votierte die französische Nationalversammlung für die »Taxe Zucman«: eine Steuer von zwei Prozent für Superreiche. Seither steht Gabriel Zucman im Zentrum einer hitzigen Debatte. Während einer der reichsten Menschen der Welt ihn persönlich diffamierte, wird er auf den Straßen Frankreichs gefeiert. In seinem neuen Buch erläutert er seinen Vorschlag so kompakt wie verständlich und erklärt, wie seine Steuer auch in Deutschland funktionieren kann.
Wer den Slogan „Tax the Rich!“ nochmal konkret politisch ausbuchstabiert haben will, der findet das hier auf wenigen Seiten. Die Frage bleibt, warum kapitalistische Staaten anfangen sollten, gegen die Interessen der Vermögendsten zu agieren? Natürlich können sie das und tun das auch ab und an, aber mir scheint die Haltung in diesem Buch vielleicht etwas idealistisch.
gut zu lesen, knappe Darstellung einer möglichen Vermögenssteuer. Ich hätte mich gefreut, wenn ein paar der Gedanken ausformulierter gewesen wären + weniger Wiederholungen im Text
Es ist immer schwer non fiction Bücher zu bewerten. Ich fand das Buch super interessant geschrieben und auch die Länge sehr gut, es ist super auch ohne große Vorkenntnisse. Ich habe einige Kenntnisse aus dem Studium bezüglich Steuerrecht und fand es daher umso interessanter Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Steuersysteme in Frankreich, den USA und Deutschland festzustellen.
Einige Begriffe wie BIP oder Bemessungsgrundlage sollten einem zumindest bekannt vorkommen aber man kann ja auch einiges im Internet recherchieren, wenn man sich in dem Bereich nicht auskennt. Ich würde es Menschen mit Interesse am Steuerrecht durchaus empfehlen und finde es toll, dass es kürzere Lektüren über so wichtige Thematiken immer mehr zu finden gibt. Definitiv ein super Denkanstoß!
also gute Idee, und auch Einiges gelernt, aber sehr kurz, sehr viel Frankreich Bezug, echt schwer verständlich geschrieben und daher kein must read. Hab das Buch nur gekauft, weil ich ihn bei einer Veranstaltung der Friedrich Ebert Stiftung gesehen habe, es "nur" zwölf Euro kostete und er mir ne nette Nachricht in den Buchdeckel geschrieben hat.
Also radikale Gedanken sehen anders aus. Verständlich geschrieben und auf den Punkt gebracht, mit einigen spannenden Gedanken und Ansätze. Im Grunde aber ein Konzept für ein Reförmchen, das Steuersystem ein kleines bisschen gerechter zu machen, es aber so zu erhalten, dass Milliardäre weiterhin ungestört akkumulieren können.