Liebe wird oft als höchstes Ideal verklärt. Doch was, wenn dieses Ideal mehr ein gesellschaftliches Konstrukt als eine universelle Wahrheit ist? In diesem Buch dekonstruiert Nora Kellner den romantischen Liebesbegriff und zeigt auf, wie eng er mit dem Kapitalismus und dem Patriarchat verwoben ist. Was bedeutet das für Menschen, die außerhalb dieser Normen leben, für aromantische und asexuelle Personen? Welche Beziehungsformen werden systematisch abgewertet? Und wie könnten Alternativen aussehen? Von romantischen Freund*innenschaften, queerplatonischen Beziehungen bis zum selbstbestimmten Alleinsein eröffnet dieses Buch neue Perspektiven auf Nähe, Intimität, Zugehörigkeit und stellt die entscheidende Welche Utopien werden möglich, wenn wir Liebe anders denken?
Provokant, tiefgründig und ein radikaler Blick auf Liebe und Beziehungen, der unsere Vorstellungen herausfordert und neue Räume für Verbindung schafft.
mich hat das buch so angesprochen, weil genau das, was im untertitel steht, das ist, was mich grad viel beschäftigt. aber genau das war glaub ich auch ein bisschen das problem, weil leider nicht so viele neue erkenntnisse für mich dabei waren, außer sehr viele begriffe, die mir persönlich ein bisschen zu viel waren (aber ich weiß auch, dass ein aufzeigen von vielfältigkeiten und alternativen begriffen sichtbarkeit und zugehörigkeitsgefühl schaffen kann). außerdem hat sich vieles wiederholt und der schreibstil hat mir insgesamt leider nicht so gut gefallen, auch wenn ich’s eigentlich toll finde, dass es sehr niederschwellig und nicht so soziologisch verschachtelt geschrieben ist (aber ich mags dann doch glaub ich auch etwas knapper & auf den punkt). trotzdem find ich’s toll und wichtig, dass es dieses buch gibt, was beziehungen ziemlich umfangreich abseits der HNRP (heteronormative romantische paarbeziehung) denkt und ich bin motiviert meine unterschiedlichen freund*innenschaftlichen beziehungen ins zentrum meines lebens zu stellen <3