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Marienkäfertage

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Endlose helle Tage, Sonnenlicht, das flirrend durch Baumkronen fällt, kaltes Seewasser und frische Zimtbrötchen – so war ihr Sommer, jedes Jahr. Jetzt sind das alles nur noch Erinnerungen an eine Zeit, als sie Elin und noch nicht Lykke war. Doch was heißt das überhaupt – Lykke sein? Und wie passt dieser fremde Junge in ihr neues Leben, Rasmus, der ihr Angst macht, den sie aber auch ein kleines bisschen mag? Während sie sich vorsichtig an ihre neuen Gewissheiten herantastet, erkennt sie eines: Das Glück ist vielleicht ein scheuer Gast, aber es liegt an uns, ob wir ihm die Tür öffnen.

223 pages, Hardcover

First published January 20, 2015

36 people want to read

About the author

Uticha Marmon

30 books3 followers

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Community Reviews

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Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Juli.
426 reviews18 followers
April 17, 2015
Story + Schreibstil: Uticha Marmons "Marienkäfertage" erzählt die Geschichte eines Teenagers, der sich mitten in einer Selbstfindungs-Krise befindet. Vor dem Lesen war ich mir nicht unbedingt sicher, ob der Magellan Verlag, mit seinen sehr emotionalen, alltagsnahen Büchern, meinen Lesegeschmack treffen kann. Aber wow, ich bin sehr begeistert von "Marienkäfertagen" und glücklich, mit meinem ersten Buch aus dem Verlag mit dem niedlichen Wal, direkt goldrichtig zu liegen. Uticha Marmons Geschichte trifft mitten ins Leserherz und lässt den Leser so schnell nicht mehr los. Ihr Schreibstil ist der Wahnsinn. Obwohl mir Bücher mit wenig Dialog meistens nicht zusagen, hat Uticha hier alles richtig gemacht. Denn gerade durch die vielen Monologe, konnte sich der Leser noch besser in die Gefühlslage der Protagonistin einfügen. Schon während des Lesens musste ich mehrfach schlucken und da ich ein ziemlich emotionaler Leser bin, konnte ich auch eine Tränchen nicht unterdrücken. Besonders die Teilchen-Theorie von Elin und Rasmus hat mich emotional packen können. Zuckersüße Einstellung und Idee der Autorin: "Und hin und wieder findet sich jemand, der zufällig ein besonderes Teilchen hat, das zu einem von deinen passt." (Zitat S. 112) Mich ärgert es immer wahnsinnig, wenn ich ich solche Jugendbücher wie "Marienkäfertage" lese, wieso diese nicht in den Lehrplan vom Schul-Deutschunterricht aufgenommen werden. Gerade solche ergreifenden, alltagsnahen Geschichte sind doch perfekt geeignet für Jugendliche, die sich ebenfalls in der Selbstfindungsphase befinden und könnten sogar unterstützend wirken.

Charaktere: Elin ist die Abkürzung für Helena und steht für die Sonne. Lykke steht für das Glück. Und Elin-Lykke vermittelt dieses Gefühl allen ihren Mitmenschen andauernd. Lächeln und Lachen ist ihr Dauerzustand. Sie ist eigentlich kein Kind von Traurigkeit (gewesen). Denn nach eben diesem einem schicksalhaften Brief verändert sich Elins Leben und aus ihr wird vorübergehend Lykke. Oder war sie überhaupt jemals Elin und ihre Eltern haben sie belogen, was ihren wirklichen Namen angeht? Als Teenager in der Selbstfindungsphase ist der ganze Kopf sowieso voller Fragen. Aber Elin trifft es besonders hart. Sie weiß nicht mehr was Wahrheit und was Lüge ist, wem sie vertrauen kann, wer weiß, wer sie eigentlich wirklich ist (war). Sie verlässt ihr Zuhause, um Abstand zu erreichen und zieht stattdessen in das Sommerhaus ihrer Familie, das den liebevollen Namen Marienkäferhaus trägt. Aber selbst die Umgebung, in der sie sonst immer die Sonnenstrahlen erwärmen konnten, lassen ihr Herzchen nicht erstrahlen. Selbst die heiß geliebten Zimtbrötchen und das klare Seewasser, können sie nicht glücklich machen. Und dann lernt sie Rasmus kennen. Eine ebenfalls geplagte Seele, die scheinbar noch einiges mehr zu verbergen hat. Elin-Lykkes Geschichte, die Geheimnisse ihres Umfelds und ihrer Familie, ihre schwierige Selbstfindungsphase trifft genau ins Herz und berührt wohl jeden Leser.
Profile Image for Moe.
184 reviews16 followers
November 13, 2015
Was sind Marienkäfertage? Sommersonne, im Garten liegen, mit Papa angeln und das Leben genießen. Schon ihr ganzes Leben lang erlebt Elin ihre Sommer im Marienkäferhaus. Ihre Mutter hat dort Rosen gepflanzt und deshalb wimmelt es dort immer vor Marienkäfern. Doch der Sommer, in dem diese Geschichte spielt, ist anders: Ein seltsamer Brief taucht auf und lässt Elin - oder nun doch Lykke? - verwirrt zurück. Sie weiß nicht, was sie machen oder wie sie sich verhalten soll und flieht schnurstracks in ihr Marienkäferhaus. Zum ersten Mal ist sie dort allein und findet nach und nach immer weitere Schnipsel aus ihrer Vergangenheit.

Das Cover zeigt die Atmosphäre dieser Geschichte schon ziemlich gut. Sommertage - leichte Tage? Das sicherlich nicht. Uticha Marmons Schreibstil fängt die Atmosphäre allerdings noch um ein vielfaches besser ein, dieser ist unglaublich schön und passt einfach perfekt zur Geschichte. Die Tage, die Elin im Marienkäferhaus verbringt, kann man somit richtig spüren. Und auch sonst bleibt dem Leser nichts anders übrig als Elin einfach zu spüren. Man befindet sich direkt in ihrem Kopf und da sind so viele Gedanken, die raus möchten, gehört werden sollen und erst nach und nach einen zusammenhängenden, nicht-verwirrenden Sinn ergeben. Überall, bei jeder Kleinigkeit ist man also dabei, ob sie nun also zickig, traurig, verwirrt oder nachdenklich ist. Mir persönlich hat genau diese Perspektive besonders gefallen.

In dieser Geschichte erfährt man viel über Elins Vergangenheit, so wie sie vermeintlich und wie sie wirklich war. Dabei begegnen wir natürlich auch weiteren Charakteren und so zeigen sich nach und nach weitere Schicksale, die genauso berühren. Dieses Buch ist mit seinen rund 220 Seiten nicht besonders lang und doch vollgepackt mit mehreren Leben.

Marienkäfertage ist nicht nur ein Sommerbuch und auch nicht nur ein Jugendbuch. Die Charaktere sind jugendlich und auf der so wichtigen Suche nach ihrer Identität. Dies passiert mal ruhig, mal mit viel rums. Für mich ist diese Geschichte eine ganz besondere und nicht nur für Jugendliche empfehlenswert, sondern für alle, die gerne besondere Geschichten lesen, die zum Nachdenken und Diskutieren einladen.
284 reviews1 follower
March 19, 2017
Uticha Marmon hat einen wunderschönen Schreibstil. Die Grundidee und der Handlungsort haben mir sehr gefallen. Vor allem das Setting wurde liebevoll ausgearbeitet. Jedoch konnte mich die Geschichte um Elin/Lykke nicht vollkommen überzeugen. Ich hatte vor allem Schwierigkeiten mit den Charakteren, insbesondere mit Elin/Lykke. Durch ihren Egoismus, Ihr Naivität und Selbstbezogenheit wirkt sie sehr unsympathisch. Mitgefühl oder sozialer Umgang sind für sie ein Fremdwort. Zudem sind Handlungen/ der Handlungsverlauf nicht immer schlüssig oder nachvollziehbar. Auch konnte mich die Geschichte emotional kaum berühren. Der Funke ist leider nicht übergesprungen..
Profile Image for Sylvie-Angelique.
35 reviews4 followers
July 4, 2018
Das ist definitiv ein Herzens-Buch.
Ich selbst bin ein Pflegekind und normalerweise setze ich mich ungern damit auseinander. Einfach, weil ich das Gefühl habe mir dadurch meine behütete, schöne Familie zu zerstören, doch dieses Buch hat genau die richtigen Dinge angesprochen und mir Sichtweisen gezeigt, die ich vorher nicht einmal bemerkt habe.

In diesem Buch dreht es sich um Elin, die herausfindet, dass sie adoptiert ist und Lykke sein soll.
Das wirft ihr ganzes Leben aus der gewohnten Bahn und plötzlich ist sie nicht mehr das glückliche kleine Mädchen.
Schnell lernt sie dann jemanden kennen, der sein ganzes Leben noch nicht glücklich war und sie bemerkt, wie gut sie es doch hatte.

Das Buch berührt mich unglaublich.
Die Autorin versteht es Realität und Poesie zu vereinen und die Geschichte leben zu lassen.
Ich werde es definitiv bald noch einmal lesen.
Profile Image for Kora.
88 reviews2 followers
May 25, 2015
Wenn du glaubst, dich selbst verloren zu haben ...

Gestern war sie noch Elin. Heute soll sie dann plötzlich Lykke sein? Ein einziger Brief katapultiert Elin in eine Welt, die ihr vollkommen fremd ist. Mit dem bleischweren Gefühl der Verlorenheit im Herzen flüchtet sie sich nach Dänemark ins Marienkäferhaus. Hier hat sie gemeinsam mit ihren Eltern — mit Liv und Martin — die wundervollsten Kindheitserinnerungen gesammelt. Das Marienkäferhaus scheint, auf der Suche nach der Wahrheit, der unumstößliche Anker, der Elin geblieben ist. Und natürlich gibt es da noch Knut, ihren herzensguten Ferienopa. Doch weshalb hat Elin plötzlich Angst, dass es mehr wissen könnte, als ihr lieb ist?

Uticha Marmons Jugendbuch "Marienkäfertage" erzählt auf markante Weise von der Erschütterung, die eine jähe Wahrheit mit sich bringen kann. Es stellt sich die Frage: Wie viel bleibt beim Alten und wie viel von diesem Alten wird unwiederbringlich zerstört?

Teenager Elin ist ziemlich genau so, wie man sich eine Protagonistin im Epizentrum einer solchen Auf-der-Suche-nach-sich-selbst-Geschichte vorstellt: verwirrt, fassungslos, verletzt. Ein tiefschürfender Gemütszustand, den Uticha Marmon gelungen zu porträtieren weiß. Hinzu kommt ein fein erlesenes Ensemble an Charakteren, welches Elins Geschichte auf ihren Schultern trägt. Hierzu zählen vor allem der geliebte Ferienopa, eine unkomplizierte Kindergartenfreundin und der geheimnisvolle Junge "von nebenan".

Filigran bettet die Autorin schwerwiegende Problematiken in eine Bilderbuchkulisse ein. Ein bittersüßer Kontrast, der dieses Werk charakterisiert und mir gut gefallen hat. Denn inmitten willkommener Ferienidylle muss sich Elin mit der schweren Tatsache auseinandersetzen, dass ihre Eltern gar nicht ihre (leiblichen) Eltern sind. Und schlimmer: Dass sie ihr die Wahrheit über ihre Herkunft stets vorenthalten haben. Unverzeihlicher Vertrauensbruch oder Schutz vor noch viel größerem Schmerz?

Als besonders prägnant ist gleichfalls der Schreib- und Erzählstil einzuschätzen. Nicht selten reihen sich kurze Sätze stakkatoartig aneinander. Diese beherbergen einerseits bildhaftes Feriengefühl; andererseits schneiden sie das Kapitel in Elins Leben, in welches sie eintauchen muss, um sich selbst zu finden, nur an. Das große Ganze bleibt schlussendlich der Fantasie des Lesers überlassen. Gleichzeitig sorgt ein in die Handlung integrierter Briefwechsel für indirekte Offenbarungen, die das Puzzle ergänzen. Während es ein paar Seiten bedurfte, mich an jenen gewählten Erzählstil zu gewöhnen, trägt er im Draufblick zur Besonderheit des Buches bei.

Uticha Marmon gelingt es, eine kantige Achterbahnfahrt der Gefühle altersgerecht und ansprechend zu verpacken. Obgleich einzig die jugendliche Sicht der Dinge zur Sprache kommt, so entsteht ein Bild, das Authentizität beweist. Bei aller Enttäuschung und Verwirrung ist es am Ende die Liebe, nicht die DNA, die einander verbindet. Oder?
Profile Image for Nenatie.
216 reviews25 followers
August 3, 2015
Die Rezi findet ihr auch auf meinem Blog

Inhalt
Elins Eltern sind im Urlaub und sie freut sich auf ihre erste Sturmfreie Woche. Doch dann findet sie einen Brief der sie völlig aus der Bahn wirft. Um sich über den Inhalt des Briefes und sich selbst klar zu werden flüchtet sie heimlich in das Ferienhaus ihrer Familie, dem Marienkäferhaus in Dänemark. In diesem Haus hat sie früher die Sommer verbracht, zusammen mit ihren Eltern und dem ehemaligen Besitzer des Hauses, Knut, Elins Wahlopa. In diesem Haus kann sie alleine sein und trotzdem nach Antworten suchen.

Meinung
Ein Jugendbuch das eigentlich so gar nicht meinem Leseschema entspricht. Es klang aber sehr ansprechend und interessant.

Man startet mitten in der Geschichte, ohne große Erklärungen. Erst nach und nach erfährt man was passiert ist und was Elin so aus der Bahn geworfen hat. Ein Brief von einem fremden in dem steht dass sie adoptiert wurde. Für Elin bricht die Welt zusammen, was alles ein Lüge? Ihr ganzes Leben? Ist sie noch Elin oder doch diese Lykke?`Die Geschichte wird mit sehr ruhigen Tönen erzählt und ist sehr eindringlich. Man begleitet einen Teenager auf dem Weg zu sich selbst. Viel Spannung gibt es nicht, nach und nach wird alles aufgedeckt und die vielen kleinen Hinweise ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Die Auflösung hat mir sehr gut gefallen.

Neben Elin gibt es noch ihre Freundin aus Kindertagen die absolut super mit der Situation umgeht. Dann gibt es noch Wahlopa Knut, dem einst das Haus gehörte und der viel mehr über Elin zu wissen scheint als ihr klar ist. Auch Rasmus spielt eine wichtige Rolle, er ist eher zufällig vor Ort und Elin freundet sich langsam mit ihm an.
Alle Charaktere fand ich sehr authentisch dargestellt und auch ihre Gefühle und vor allem Elins Gefühlschaos wurden sehr deutlich. Elin empfand ich trotzdem manchmal als anstrengend. Ihr Gefühlschaos war zwar gut dargestellt, ihr Verhalten für mich aber trotzdem nicht immer nachvollziehbar.

Der Schreibstil war nach einer kurzen Eingewöhnung sehr flüssig zu lesen. Er besteht aus recht kurzen Sätzen, ist aber trotzdem sehr detailliert.

3,6 Sterne. Mich hat das Buch berührt und gut unterhalten, es ist nicht nur Jugendlichen zu empfehlen.
Profile Image for Caro  Sommernachtsgeflüster.
81 reviews
April 24, 2015
„Marienkäfertage“ ist für mich ein absolutes Sommerbuch, welches mit einen kleinen Durcheinander beginnt. Ich hatte Schwierigkeiten das gedankliche Chaos von Elin – oder doch Lykke? - zu folgen. Aber Elin machte auch den Eindruck, dass sie dem Chaos im Kopf oft selbst nicht folgen kann.

Man wird gleich von Beginn an mit dem „Problem“ von Elin konfrontiert. Sie ist abgehauen, weil sie ein Familiengeheimnis aufgedeckt hat. Sie flüchtet nach Dänemark in „ihr“ Marienkäferhaus. Dort lernt sie sowohl Elin als auch Lykke kennen. Zwei Namen, die ihr gehören und die ihr Leben auch in Zukunft beeinflussen werden. Der geheimnisvolle Rasmus ist ihr einerseits suspekt. Andererseits hilft er ihr das Chaos und somit viele offene Fragen zu beseitigen.

Elin Lykke und Rasmus – zwei Teenager, die sich anscheinend nie begegnet sind, lernen sich kennen und freunden sich an. Anfangs war Elin noch etwas skeptisch im Umgang mit dem Jungen. Elin, das glückliche Sommerkind, das auf der Suche nach sich selbst und der Wahrheit, auf Rasmus, dem nachdenklichen Winterkind trifft, prägen diese Geschichte – jede auf seine Weise.
Und dann ist da noch „Opa“ Knut, ein für mich liebenswerter Charakter, der immer wieder seine alten aber klugen Finger im Spiel hat.

Wie schon erwähnt, hatte ich Schwierigkeiten mit dem Einstieg. Trotz der wirklich schönen Schriftsprache, musste ich mich beim Lesen sehr konzentrieren. Jedoch war dies nach den ersten 30 Seiten vorbei. Ich konnte so dann, ins Buch ein- und nach Dänemark abtauchen. Auch wenn Elin schon fast 16 Jahre alt ist, habe ich mich ein wenig in die Kinderbücher von Astrid Lindgren versetzt gefühlt. Bullerbü schwebte mir ständig umher. Diese skandinavische Freiheit und das Gefühl eines perfekten Sommers kam immer wieder auf. Beschwingt durch die warme Atmosphäre bin ich dem Mädchen bis zu Ende gefolgt und habe dadurch eine schöne Geschichte kennengelernt.

Uticha Marmon hat einen wunderschönen, aber auch zum Nachdenken anregenden Schreibstil. Sie hat mich mit diesem Buch etwas aus dem Alltag flüchten lassen und mir sehr schöne Lesemomente beschert. Ein Buch, welches auch mit berühmten leisen Tönen punkten kann. Von mir gibt es 5 Sterne!
Displaying 1 - 7 of 7 reviews

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