Er sammelt Hände. Die Körper lässt er zurück. Ein neuer Fall für Sonderermittlerin Tara Kronberg – Hochspannung von Bestsellerautor Elias Haller.
Mitten in der Nacht wird Tara Kronberg vom LKA in die Oberlausitz gerufen. Unter einem stillgelegten Hochkohlebunker hängt ein Mann an einem Seil. Aus seiner Kehle fließt Blut, ihm fehlt die rechte Hand.
Das Opfer stammt aus einer Aussteigergruppe, die sich in dem ehemaligen Tagebaugelände niedergelassen hat. Tara stößt nicht nur auf Schweigen, sondern auch auf einen Ort, an dem vor fünfundzwanzig Jahren drei Menschen spurlos verschwanden. Ein Vermisstenfall, der ihr Dezernat bald mehr kosten wird, als sie ahnt.
Tara begegnet dem Bösen in seiner blanken, tiefsten Gestalt. Allgegenwärtig, präzise und überaus brutal hinterlässt der Killer seine Handschrift. Und diese ist blutgetränkt …
Elias Haller, geboren 1977 im sächsischen Delitzsch, kennt die Welt des Verbrechens nicht nur aus Büchern: 27 Jahre lang war er Polizeibeamter, bevor er sich ganz und gar dem Schreiben widmete. Diese jahrzehntelange Erfahrung ist das Fundament seiner Romane – sie macht seine Ermittlungen glaubwürdig, seine Täter beängstigend real und seine Spannung mit Händen greifbar.
Seine Thriller führen tief in die Abgründe der menschlichen Seele. Sie sind hart, kompromisslos und bis ins letzte Detail durchdacht – Geschichten über Mord, Schuld und Obsession, die man atemlos und mit wachsendem Unbehagen verschlingt. Schauplatz ist oft seine sächsische Heimat, allen voran das düstere, geheimnisvolle Dresden.
Mit den Reihen um den Kryptologen Arne Stiller, die LKA-Ermittlerin Tara Kronberg und Kommissar Erik Donner hat sich Elias Haller eine große Lesergemeinde erschrieben. Seine Bücher erreichten wiederholt Platz 1 der Kindle-Bestsellerlisten und zählen regelmäßig zu den meistgelesenen Spannungsromanen im deutschsprachigen Raum. Er lebt und arbeitet in Chemnitz.
Und wenn er nicht gerade den nächsten Fall plant, beobachtet er die Menschen um sich herum vermutlich ein wenig genauer, als ihnen lieb wäre.
„Nur wer fällt, erkennt den Himmel.“ – Ein kompromissloser Thriller
Es gibt Bücher, die fangen mit einem Bild an, das man nicht mehr loswird. Bei Elias Haller ist es ein Mann, der in der Nacht unter einem stillgelegten Hochkohlebunker hängt. Ein Bild wie ein Schnitt. Und mit diesem Schnitt beginnt eine Reise in die Oberlausitz, in eine Landschaft, die nicht nur Schauplatz ist, sondern Seelenzustand: Narben aus Braunkohle, Umsiedlung und Nachwendezeit, überwuchert von Kiefern und Schweigen.
Volker Weidermann würde vielleicht sagen: Haller erzählt nicht einfach einen Krimi, er legt eine Sonde in eine Region, die viele längst abgeschrieben haben. Tara Kronberg, Hauptkommissarin im Dezernat 47, wird in eine Aussteigerkommune am ehemaligen Tagebau gerufen. Was sie findet, ist ein Tatort, der mehr Botschaft als Beweis ist. Und je tiefer sie gräbt, desto klarer wird: Die Vergangenheit ist kein abgeschlossenes Kapitel, sondern ein offenes Messer.
Der Autor treibt die Handlung mit sicherem Gespür für Tempo und Atmosphäre voran. Die Perspektivwechsel zwischen Tara, Gabriel, Kim und dem Täter sind präzise gesetzt, die Dialoge knapp, die Beschreibungen hart und bildstark. Haller weiß, wie man einen Raum zum Sprechen bringt: Orte, die zu Komplizen des Verbrechens werden, ohne dass man sie je vergisst.
Besonders eindringlich sind die Passagen, in denen die Vergangenheit der Sekte auf die Gegenwart trifft. Haller zeichnet Menschen, die zerbrochen sind, ohne sie zu verurteilen. Das macht die Lektüre unangenehm und fesselnd zugleich.
Meine Lieblingsszene: Als Tara und Gabriel im Wildschweingehege nach einem entscheidenden Beweis suchen und stattdessen auf etwas stoßen, das die Ermittlungen in eine völlig neue Richtung lenkt. Ein Moment, in dem das Grauen leise daherkommt, fast beiläufig, und gerade dadurch sitzt. Haller beherrscht diese Kunst der leisen Schocks.
Was mich gestört hat: Die zahlreichen kurzen Kapitel von ein bis drei Seiten wirken oft wie Schnipsel. Sie erzeugen Tempo, aber auch Zersplitterung. Manche Szenen werden dadurch zu Skizzen, denen die Tiefe fehlt. Hier hätte der Autor mutiger verdichten können. Das ist der Grund, warum ich einen halben Stern abziehe und auf vier Sterne aufrunde.
Dennoch: Ich habe das Buch sehr flüssig gelesen und fand es überaus unterhaltsam. Es ist ein Thriller, der nicht nur spannend ist, sondern auch etwas über die Oberlausitz, über Sekten, über Trauer und über die Abgründe der Polizeiarbeit erzählt. Eine filmische Umsetzung wäre leicht möglich: als kurzweilige Dokumentation über die Region und die Sekte, oder als Essayfilm über die Frage, wie aus Trauer Gewalt wird. Die Bilder sind bereits da. Man müsste sie nur sehen.
Vier von fünf Sternen: starke Atmosphäre, glaubwürdige Figuren, ein mutiges Thema – aber die zahlreichen kurzen Kapitel bleiben ein Mangel.
Mit „Der Handsammler“ ist der 4. Band aus der Tara-Kronberg-Reihe von Elias Haller erschienen. Die Hauptkriminalkommissarin Tara Kronberg wird zu einer grausam zugerichteten Leiche gerufen. In der Oberlausitz in einem stillgelegten Kohlebunker hängt ein Mann an einem Seil. Auffällig ist seine abgetrennte rechte Hand. Das Opfer stammt aus einer Gruppe von Aussteigern, die auf dem Gebiet einer ehemaligen Sekte ihre Kommune gegründet haben. Hängt der Mord möglicherweise mit dem Verschwinden von 3 Personen aus dieser Sekte vor 25 Jahren zusammen? Während Tara und ihr Kollege Gabriel die Ermittlungen starten, tauchen weitere Mordopfer auf. Der Handsammler hinterlässt eine blutige Spur… Der Autor Elias Haller ist für seine spannungsgeladenen Thriller bekannt, die ich bisher auch sehr gern gelesen habe. Vom vorliegenden Thriller bin ich jedoch nicht so begeistert. Die Schreibweise ist nüchtern, sehr abgehackt und fühlt sich stellenweise wie eine Aufzählung an. So konnte ich auch zum Ermittlerteam keinerlei Verbindung spüren, auch wenn private Einblicke vorhanden waren. Durch Perspektivwechsel bekommt man nicht nur die Sicht von Tara und Gabriel, sondern auch von einem Propheten und der Vorgesetzten Kim Rosenstein mit und Kapitel mit der Überschrift Reflexion scheinen einen tiefgründigeren Zusammenhang zur damals existierenden Sekte aufzudecken. Leider waren es mir dieses Mal viel zu viele Personen, deren Verbindungen teilweise verworren waren. Natürlich wird alles aufgeklärt, aber zwischendurch war ich leider verwirrt und konnte nicht mehr so ganz folgen. Damit fiel für mich leider auch der Aspekt weg, den ich bei Thrillern so liebe: selber Verdachtsmomente zu haben, diesen nachzugehen und gegebenenfalls wieder zu verwerfen. Dies war für mich hier gar nicht möglich. Der aktuelle Fall scheint viel mit der damaligen Sekte Aurora zu tun zu haben. Leider wurde dadurch auch viel Sektenthematik eingebaut, die mich teilweise etwas genervt hat. Was mir auch gar nicht gefallen hat, war der ständige Alleingang von Gabriel Schneider. Dies kommt in solchen Ermittlerteams irgendwie ziemlich gehäuft vor. Die Auflösung des Falles war für mich überraschend, jedoch gut gelungen. Alle Fragen haben sich geklärt. Leider konnte dies jedoch meinen Gesamteindruck nicht wirklich ins Positive wenden. Ich kenne die Vorgängerbände dieser Reihe nicht, habe aber auch nicht das Bedürfnis diese zu lesen. Andere Thriller von Elias Haller haben mir wesentlich besser gefallen und mich von Beginn bis Ende gefesselt. Hier kann ich das leider nicht behaupten, sodass ich auch keine Leseempfehlung aussprechen kann. Von mir gibt es nur 2 von 5 Sternen.
Alte Geheimnisse - Hochspannung Tara ist wieder aktiv an einem neuen Fall dran – Dezernat 47 mehr gefordert als je in ihren vorherigen Fällen. Es ist ihr vierter Fall und ich habe mich schon sehr darüber gefreut es lesen zu dürfen. Die Cover von Tara Kronbergs Thriller sind alle stimmig – so auch dieses hier. Oberlausitz, eine Landschaft still und rau mit einer ganz besonderen Stimmung. Dorthin führt es Tara in ihrem aktuellen Fall. Aussteiger in einer Siedlung – alte Hochkohlebunker, dies verspricht eine interessante Geschichte zu werden. Tara und Gabriel ermitteln zusammen mit den Kollegen Neukirch aus Görlitz. Sie kommen nur langsam voran – strategisch mit vielen ungelösten Rätseln. Tara und ihr Kollege Gabriel kämpfen mehr oder weniger gemeinsam gegen die Zeit. Ob sie den Fall, welcher vergangenes verbirgt, vollständig aufklären können? Auf das wie, war ich besonders neugierig. Allerdings war ja klar, dass bei Elias Haller mit allem gerechnet werden muss, es kommt anders als man denkt. Er überzeugt auch im vierten Fall mit exakter Präzision, scharfem Verstand und deutlichen Worten. Die Handlungsstränge sind nicht vorhersehbar und fügen sich nur nach und nach zu einem genauen Bild, was mir sehr gut gefallen hat. Das Dezernat 47 trifft es hier besonders hart. Tara, klarer Verstand, emotional stark, hier zeigt sie sich von einer ganz anderen Seite. Was macht sie am Ende noch stärker, hab ich mich gefragt. Mein Lieblingscharakter im Dezernat ist immer noch Gabriel !! Mir als Leser hat nicht nur der ganze Fall berührt, nein vor allem das Zwischenmenschliche im Dezernat. Emotional am Scheideweg, am Nachdenken, am Hinterfragen, was beweist: Elias Haller hat alles richtig gemacht. Stark diese Thriller – freue mich auf mehr von Tara.
Fazit: Spannend und emotional bis zum Ende. Will mehr davon. Danke an NetGalley und Edition M für dieses Rezensionsexemplar. Was meine Meinung hier in keiner Weise beeinflusst hat.
ich finde ja, dass diese Reihe, was die Brisanz der Fälle angeht, mit jedem band besser wird. Thematisch hat mich dieser Band mit dem Sekten-Hintergrund und der Aussteiger-Kommune auch total abgeholt. Wo ich ich ein kleines Manko sehe ist die Glaubwürdigkeit was das Verhalten und die Entscheidungen einzelner Figuren angeht. Da hat es dieses Buch in meinen Augen übertrieben, sodass ich es auch nach Ende des Buches einfach nicht glaubhaft und stimmig geplottet finde. Das Ende schafft zumindest dahingehende Abhilfe, dass angedeutet wird, es könne zum nächsten Band frischer Wind reinkommen, was mir sehr entgegen käme.
Der Fall ist wieder ziemlich brutal und auch ein bisschen unheimlich und grausig angelegt, von der Stimmung hat hats mir also wieder gut gefallen. Stark fand ich auch, wie hier so ein bisschen Regionalhistorie/Lokalpolitik mit eingeflossen ist. Das hat die Geschichte angenehm verankert und einen soliden Rahmen geschaffen. Die Verknüpfungen eines für das Team persönlichen Cold Cases mit einem aktuellen Fall fand ich einen schönen Kniff.
Insgesamt gab es mir in diesem Buch zu viele Figuren. Gefühl kommen permanent Namen dazu, die teilweise nur einmalige/kurze Erwähnung finden und ich hab mich so ein bisschen schwer getan die Zusammenhänge zusammenzufügen. Es wurde für mich nach hinten raus zunehmend unübersichtlicher, wer wie mit dem Fall zusammenhängt. Vor allem, weil teilweise auch "leere" Verbindungen gezogen wurden, die scheinbar allein der Verwirrung des Lesers dienten.
Die Auflösung schlägt zwar einen guten Bogen, aber irgendwie bleibe ich doch so ein kleines bisschen unzufrieden zurück
Der Handsammler ist der 4. Fall mit / über Tara Kronenberg, für mich war es der erste Roman der Reihe.
Es geht im wesentlichen um eine Sekte, einen Cold Case und weitere Morde, die aktuell stattfinden. Der Schauplatz ist die Oberlausitz, Dresden und Umgebung.
Zum Inhalt will ich nicht mehr verraten, da es sich um einen Thriller handeln soll und ich nichts spoilern möchte. Leider hat mich der Roman nicht überzeugt. Ich hätte ihn eher Kriminalroman genannt, wenn es auch einige blutige Stellen gibt.
Dass ich die anderen Bände der Reihe nicht kannte, machte es mir, denke ich, nicht schwerer mit dem Lesen, da die Figuren und ihre Beziehungen untereinander schnell klar waren. Allerdings fehlte mir leider jede Möglichkeit zur Identifikation mit einer der Personen. Der Schreibstil war furchtbar, streckenweise las es sich wie ein (Polizei-)bericht. Die Geschichte selbst wirkte verworren und teilweise unlogisch und richtig Spannung kam bei mir leider nie auf.
Ein Buch, das ich leider nicht weiter empfehlen kann.
Ich mag die Reihe um Tara Kronberg sehr. Eine taffe Frau. Auch das weitere Team ist sehr interessant dargestellt. Keine einfachen Charaktere.
Dieser Fall ist wieder spannend und die Morde sind nicht ohne. Deshalb ist auch das Team "Signalrot" dafür zuständig.
Ohne zu spoilern, es wird persönlich für das Team. Was hier auf sie zukommt ist heftig.
Und genau so was mag ich auch bei Thriller Reihen. Nicht nur die Taten, die Aufklärung, die Ermittlungen zu begleiten und mitzuverfolgen was das mit den einzelnen Ermittlern macht.
Auch dieser Fall ist spannend von Anfang bis zum Ende und kombiniert Cold Case mit neuen Morden. Leider war es mir zwischendurch etwas zu ausführlich erzählt. Ich mag es zur Zeit lieber knackig 😅 Das ist auch nur mein Empfinden.