Das Buch verbindet traditionelle Chakrenarbeit mit moderner Psychologie und traumafokussierter Selbsterfahrung. Es bietet Übungen, Meditationen und Techniken zur emotionalen und spirituellen Heilung tief sitzender Wunden („Urschmerz“) und zeigt Wege, innere Blockaden über die sieben Chakren ganzheitlich zu transformieren.
Ich habe dieses Buch als Geschenk bekommen. Grundsätzlich fand ich die Idee gut und hatte das Gefühl, dass das Buch Potenzial hat: Chakren, Übungen, geführte Meditationen und Journaling - das Konzept an sich finde ich, nach wie vor, sinnvoll.
ABER: beim Lesen hat mich tbh gestört, dass sich der Autor sehr oft wiederholt hat. Die Übungen sind eher generell und oberflächlich gehalten und haben mir persönlich keinen Mehrwert gebracht. Deswegen habe ich viele, ungefähr nach dem 2,3 Kapitel, nicht einmal mehr durchgelesen. Vieles aus dem Buch bleibt an der Oberfläche und geht für mich nicht in die Tiefe. Zudem fehlen bei vielen Aussagen die Quellen, z.B. wird über Selbstmitgefühl geschrieben, teilweise 1:1 übernommen, ohne zu erwähnen/anzugeben, dass dieses Konzept von Kristin Neff stammt. Ich weiss nicht, ob es halt daran liegt, dass der Autor kein Wissenschaftler ist, sondern ein Guru? Yogi? selbstgelernter Praktizierender der Achtsamkeit? (ist btw. nicht abwertend gemeint). Auch dass er sich stark auf The Body Keeps the Score bezieht, finde ich schwierig. Er wählt einen einzelnen Autor, der stark kritisiert wird und dessen Thesen heute auch umstritten sind. Problematisch, finde ich persönlich.
Was ich gut fand, ist die Idee der Journalingfragen. ABER auch hier wieder: sie hatten für mich etwas sehr Generisches (fast wie ein KI-Prompt) und wirkten entsprechend nicht besonders tief ausgearbeitet, sondern eher als Platzfüller.
Unterm Strich: die Idee und das Konzept hätten Potenzial, das Ergebnis ist für mich jedoch unbefriedigend. Für mich persönlich kein Buch mit Mehrwert - sorry Rapha.
2-⭐️, weil ich mir fürs 2026 vorgenommen habe, nicht gemein zu sein. 😇