Endlich in Barcelona! Verzaubert von den Millionen Klängen und Gerüchen spaziert die 12-jährige Marja mit ihrer Familie durch die Stadt. Doch während sie auf den Ramblas einen Kleinkünstler beobachtet, passiert es: Plötzlich ist Marjas Familie in der Menschenmenge verschwunden! Und zu allem Überfluss klaut ihr ein Straßenjunge auch noch Geld und Handy. Der Verzweiflung nahe, irrt Marja durch die Stadt, bis sie auf zwei singende Mädchen stößt. Die Melodie zieht sie magisch an und kurzerhand folgt Marja den Sängerinnen bis zu einer Taverne. Die freundliche Wirtin bittet sie herein und verspricht, ihr zu helfen. Doch was Marja nicht weiß: Die Frau ist Amaia, die weinende Dame – eine Hexe, die Kinder fängt. Und Marja soll ihr nächstes Opfer sein. Kann sie dem Zauber der Hexe entkommen?
Marja reist mit ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester nach Barcelona. Unmittelbar nach der Ankunft verliert sie ihre Familie plötzlich im Getümmel – und sie erlebt das bisher größte Abenteuer ihres Lebens, denn sie gerät in die Fänge einer "Hexe", die verlorene Kinder durch ein Lied in ihren Bann zieht.
"Amaias Lied" ist ein Kinder-/Jugendroman, dem ich dem Genre Magic Realism/Fantasy zuordnen würde. Das Buch spielt in einer realen Welt, allerdings haben bestimmte Personen unter bestimmten Umständen übernatürliche Kräfte. Eigentlich ist Fantasy gar nicht mein Genre, hier fand ich es (aufgrund der vielen realistischen Elemente) aber gut auszuhalten. 🙃
Mir hat das Setting in Barcelona gut gefallen, der Schreibstil war angenehm und die Geschichte relativ spannend – denn Marja und ihre neuen spanischen Freund*innen müssen verschiedene Herausforderungen meistern. Gegen Ende hin hatte das Buch mehr Tiefgang, als ich erwartet hatte, und es hat mich fast ein bisschen traurig und melancholisch zurückgelassen. Natürlich sind die Charaktere alle ein bisschen zu erwachsen und vernünftig für ihr Alter, was mich dann doch ein klitzekleines bisschen gestört hat. But that's just me.