Brüchiges Plastik von Angie Volk. Auf den ersten Blick auf das Cover, kann man als Leser nicht ahnen auf was für eine emotionale "Reise" man entführt wird.
Denn dieses Buch hat sich wie ein leiser Blick in den eigenen Spiegel angefühlt.
Brüchiges Plastik erzählt von der Zerbrechlichkeit des Elternseins, vom Starksein und davon, dass hinter jeder Fassade kleine Risse liegen. Genau durch diese Risse scheint manchmal das echte Leben.
Als Mutter, die seit mehr als 19 Jahren alleinerziehend ist, haben mich viele Zeilen besonders berührt.
Dieses Gefühl, alles zusammenzuhalten – auch wenn man sich selbst manchmal ein bisschen brüchig fühlt. Die Sorgen ob man alles richtig macht - obwohl man selbst nicht immer Ahnung hat. Dem hohen Anspruch an sich selbst gerecht zu werden. Die Erwartungen der Gesellschaft und des Umfelds zu erfüllen. Aber vor allem das Beste für sein Kind zu wollen.
Angie Volk schreibt ehrlich, sensibel und mit einer Tiefe, die nachhallt. Ein Buch über Verletzlichkeit, Mut und die stille Stärke, jeden Tag weiterzugehen.
Ich hatte was komplett anderes erwartet und ab 2/3 hat es mich wirklich sehr gelangweilt. Hab es fertig gelesen, in der Hoffnung, es würde sich doch nochmal ändern - aber nein, leider nicht. Keine Ahnung was die einzelnen Kapitel aus Sicht der weiteren Charaktere um Eve genau bewirken sollten. Einen Mehrwert konnte ich nicht erkennen, mich hat es eher verwirrt und die Personen blieben dadurch wenig greifbar und oberflächlich in ihrer Darstellung. Es wirkte gewollt, künstlich und zumindest ich blieb auch mit einigen Fragezeichen zurück. Vieles muss man sich beim Lesen erschließen oder checkt es erst nach einigen Abschnitten (Zeitsprünge) - da fühle ich mich als Leserin immer ein wenig vorgeführt. Insgesamt leider nicht mein Fall.