Wenn die gute Absicht einer Ärztin zum Verhängnis wird Frauenärztin Mia Winkler hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen in jeder Lebenslage zu helfen. Dafür nimmt sie auch die öffentlichen Anfeindungen von Abtreibungsgegnern in Kauf - bis einer ihrer Kollegen tot aufgefunden wird. Zunächst sieht es nach Suizid aus. Doch dann stirbt ein zweiter Kollege auf ähnliche Weise. Als sich auch in Mias Leben die beängstigenden Vorfälle häufen, drängt sich ein Verdacht Sie ist die Nächste auf der Abschussliste.
Zum Inhalt selbst will ich gar nicht mehr sagen, als der Klappentext offenbart, um nichts vorwegzunehmen. Das Buch ist durch seine relativ knappen und abwechslungsreichen Kapitel sehr kurzweilig. Die Plottwists befinden sich an genau den richtigen Stellen und führten mich sehr schön an der Nase herum. Das Thema ist superspannend, unverbraucht und sehr streitbar. Auf mich als Laien wirkt alles sehr gut recherchiert und logisch, genau wie die Charaktere, deren Handlungen, Gedanken und Motive sehr nachvollziehbar sind. Sprachlich lässt sich das Buch bestens lesen. Viele Punkte, die mich mal wieder nachhaltig davon überzeugen, dass ein guter Thriller nicht von einem großen Namen geschrieben werden muss. »Abgetrieben« ist ein Buch, das ich definitiv gerne weiterempfehle, weil es sich alleine schon aufgrund des sensiblen Themas von anderen Werken der gleichen Sparte abhebt.