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Das Blaue vom Himmel

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Was, wenn es die Möglichkeit gäbe, die Erde abzukühlen, der Himmel dadurch aber nie wieder blau wäre? Hannah arbeitet an einer Ausstellung mit, die dieses Blau bewahren soll, kurz bevor eine globale Geoengineering-Maßnahme in Kraft treten wird. Durch die in die Stratosphäre geschossenen Schwefelpartikel wird sich das Sonnenlicht anders brechen, Meere und Flüsse werden verblassen, und der blaue Planet wird sich milchig grau färben. »Kannst du das Blaue beschreiben?«, fragt Hannah die Menschen, denen sie mit ihrem Aufnahmegerät gegenübersitzt: eine Filmemacherin, einen Botaniker, ihre ältere Schwester Vera. Immer tiefer taucht Hannah in die Erinnerungen der anderen ein, die am Tag der Ausstellungseröffnung in einem Raum zusammenfinden. Und plötzlich steht da auch Jakob, Hannahs Vater. Auch er hat eine Geschichte zu erzählen, über die die beiden bisher nie gesprochen haben.

Das Blaue vom Himmel erzählt davon, wie sich Veränderungen von historischer Tragweite im Persönlichen spiegeln. Von Verlusten und Abschieden – und vom Bewahren der Dinge, die uns kostbar sind, von Menschen, die wir lieben.

268 pages, Hardcover

Published January 13, 2026

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Magdalena Schrefel

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Profile Image for Lara S.
11 reviews
February 25, 2026
Eine SO spannende Prämisse, der Himmel wird nicht mehr blau, um die Welt zu retten. Und das, was vom Blauen bleibt, soll gerettet werden. Das Lesen gibt viele mögliche Perspektiven auf den Himmel, das Blaue, die Sterne und was das für uns bedeutet. Als ziemlich Himmel- und Wetterbezogener Mensch sehr bereichernd. Vom Sprachlichem auch schön, flüssig zu lesen, das Archivierte findet auch gut Anklang und ist gut integriert.

Ich hätte mir gewünscht, dass die/eine Verbindung von Jacob zu dem Ganzen genauer dargestellt oder gezogen würde, und einen runderen Abschluss mit der Hauptgeschichte gefunden hätte. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass die Geschichte weitergeht, vielleicht sogar als Krimi?

Markiertes:
„Und dass sie erst viel später verstanden hat, was sie verloren hat, als sie kein Kind mehr war: die Sicherheit, in Sicherheit zu sein.“

»Manche Menschen begreifen Zeit ja als etwas, das an ihnen vorbei-zieht, und andere begreifen sie als etwas, das sie aktiv durchqueren müssen«.
»Wie kommst du jetzt darauf«, fragt Jakob, und ich: »We-gen den Sternen und der Lichtgeschwindigkeit.« Und dass für die, die Zeit durchqueren müssen, Inseln wichtig sind, Auf-gaben, an denen sie sich entlanghangeln können. Und weil Jakob nichts darauf antwortet, frage ich: »Und, wie ist das für dich?« Jakob sieht mich an: »Seit ich nicht mehr arbeite, ist die Zeit ein Fluss, an dessen Ufer ich campiere.« »Und ist es schön da, an dem Ufer«, frage ich. »Hab den Campingkocher vergessen, und das Zelt gleich mit.«

»Wenn wir Angst haben, dann beruhigen uns die Pflan-zen, das ist wissenschaftlich erwiesen. Als wäre das Grün der Welt in unseren Körpern abgelegt, von früher noch. Und dass Grün uns die meiste Ruhe bringt, das weiß auch jeder, der schon einmal durch einen Wald spaziert ist.«
»Grün und Blau, ja«, höre ich mich, immer noch aus etwas Entfernung.

Dass Fotos vielleicht auch immer Lückenanzeiger sind, sage ich, und plötzlich ist mir kalt, obwohl es Sommer ist. »Also für mich sind es Erinnerungen«, sagt Jakob, und dass etwas bleibt, wenn man ein Foto davon macht.
›Ja«, sage ich, »aber sie zeigen auch, dass jede Geschichte Lücken hat, nämlich das, was zwischen den Fotos liegt.«


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