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Aus dem Dachfenster die Wolken sehen

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Wie möchte ich leben? Was erfüllt mich? Ist ein erfülltes Leben überhaupt möglich angesichts der Krisen, in denen sich die Welt befindet? Möchte ich ein Kind?

Kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag stellt sich die Ich-Erzählerin viele Fragen. Sie arbeitet im Café und träumt seit Jahren davon, endlich einen Roman zu schreiben. Stattdessen beginnt sie jedoch, die Menschen zu beschreiben, denen sie im Café begegnet. Sie stellt sich vor, wie anders ihr Leben sein könnte, wenn sie eine luxuriöse Wohnung mit Dachfenster hätte wie ihre Freundin Janu. Und sie beobachtet andere Frauen in ihrem Alter, die eine nach der anderen in Lebensmodelle hineinrutschen, die der Ich-Erzählerin erschreckend konservativ erscheinen. Als die Ehe ihrer Schwester scheitert und diese mit Kind bei ihr auftaucht, verändert sich von heute auf morgen auch ihr eigenes Leben.
Der Roman beschäftigt sich mit dem Spannungsfeld zwischen dem, wonach man sich sehnt, und dem, was möglich ist – der Suche nach einem Lebensmodell, das wirklich passt. Er zeichnet die Spuren einer Kindheit als Trennungskind nach und beschreibt die leise Erkenntnis, dass Fürsorge viele Formen haben kann. Eine berührende und vielschichtige Erzählung über das Frausein in unserer Zeit.

190 pages, Kindle Edition

Published February 18, 2026

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About the author

Selene Mariani

3 books3 followers

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Community Reviews

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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Dunja Brala.
684 reviews67 followers
March 25, 2026
Ich glaube, dass es heutzutage viel problematischer ist, die Schwelle von den 20er zu den 30er Jahren zu nehmen. Frauen wird bewusster, welche Änderungen ihr Leben bestimmen werden, wenn sie sich für ein Kind entscheiden. Das war vor 40 Jahren sehr viel leichter, weil die Option alleine zu bleiben immer etwas von „Versagen“ hatte und man schon alleine deswegen oft danach strebte, Ehefrau und Mutter zu werden. Heute haben das Frauen nicht mehr nötig.

Die namenlose ICH - Erzählerin beschäftigt sich intensiv mit dem Gedanken, welchen Weg sie einschlagen möchte. Es steht überhaupt nicht zur Disposition Mutter zu werden, denn ein Partner, der potentiell Vater wäre, ist in ihrem Leben gar nicht vorhanden. Trotzdem setzt sie sich mit sich selbst auseinander. Wie wäre sie als Mutter? Sie richtet die Sprache an ihr ungezeugtes Kind und befragt sich selbst nach ihren Wünschen.

Sie arbeitet in einem Café, und wie Miniaturen tauchen Ausschnitte vor uns auf, von Gästen und deren Bedürfnissen. Ab und an bekommen wir Einblicke in die Familie der Erzählerin und wissen bald, dass ihre Schwester scheinbar das perfekte Leben führt. Dann steht diese plötzlich vor ihrer Haustür.

Wie kleine Polaroids reiht sich hier Bild um Bild aneinander. Die Arbeit im Café wird sehr nahbar geschildert. Man kann den Kaffeeduft riechen, den Kuchen schmecken und auch das Sonnenlicht, das durch die Fensterscheiben scheint und auf die Tische fällt ist deutlich zu sehen und zu spüren. Die Autorin schafft es mit ihrer literarischen Stärke die Erzählstimme reduziert sprechen und sich dabei eine fast filmhafte Atmosphäre entwickeln zu lassen.
Ruhig, aber mit unglaublicher Kraft entspinnt sich vor unseren Augen der Lebensabschnitt einer Protagonistin, die schwankt und nicht genau weiß, in welche Richtung sie gehen soll.
Sehr deutlich wird hier gezeigt, was es bedeutet, heutzutage eine Mutter zu sein, die ein gutes Leben führen möchte, und die merkt, dass sie allein gelassen wird.
Um die Arbeitgeberin der ICH-Erzählerin rankt sich etwas Geheimnisvolles, das neugierig macht.
Dass am Ende nicht alles auserzählt ist, hat mich überhaupt nicht gestört.

Die kurzen Textabschnitte waren leicht zugänglich. Ich hab gerne zu diesem Buch gegriffen und gemerkt, wie es mich runterholen kann, fast so, als wäre ich ein Gast im Café, der vielleicht ein bisschen mehr weiß, als die anderen und eingeladen wurde, zuzuschauen.

Ich empfehle diesen Text allen die Bücher mögen, die mit leisen Tönen große Kraft entfalten und eine einladende Atmosphäre erzeugen.
Profile Image for Res.
54 reviews10 followers
April 8, 2026
Mochte die Sprache sehr gern, das fragmentarische, kurze, teils fast abgebrochene der Szenen. Da ich selbst lange in der Gastro gearbeitet habe, hat mir außerdem das Setting gefallen (Ich-Erzählerin arbeitet in einem Café). Die Mikrobeobachtungen der Gäste dort und der Welt im Allgemeinen haben mich sehr abgeholt. Das Ende kam etwas abrupt, aber dafür umso nicht weniger hoffnungsvoll.
43 reviews
June 24, 2026
Sehr schön zu lesender Roman über die Frage, was einem das Leben bringen soll. Und dass Fürsorge ganz unterschiedlich aussehen kann.
Profile Image for Lisa Sophie.
157 reviews1 follower
February 28, 2026
Ein kurzes Buch, welches man schnell lesen kann.
Es gibt viele alltägliche Beobachtungen, Probleme und Momente, die sehr authentisch dargestellt sind. Der Schreibstil ist ein Wechsel von Distanziertheit und poetisch angehaucht. Mir hat ein bisschen der rote Faden der Geschichte gefehlt und das Ende kam ziemlich abrupt.
Etwas zu kurz und oberflächlich, um von mir eine höhere Bewertung zu bekommen.
2.5*

Vielen Dank an den Verlag "Wallstein" für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars über NetGalley. Diese Rezension ist meine freie Meinung in eigenen Worten.
Profile Image for Michaela Müller.
1 review2 followers
May 8, 2026
Wie möchte ich leben?
Was erfüllt mich?
Ist ein erfülltes Leben überhaupt
möglich angesichts der Krisen,
in denen sich die Welt befindet?

Eine Frau zu sein, 30 Jahre alt zu werden und die innere Uhr ticken zuhören, darin erkennen sich viele Frauen wieder.
Für viele Mädchen steht schon früh fest, sie möchten später Kinder, mit Mann, Hund und Haus. Was ist aber wenn man diesen Wunsch nicht in sich trägt? Bzw, wenn man um die 30 ist und man keinen festen Partner hat, finanziell auf wackeligen Beinen steht und viele Fragen bezüglich der Zukunft aufkommen.
Will man dieses Leben mit Kind, schafft man dieses Leben mit Kind und dem was damit verbunden ist?
Emotional und auch finanziell.
Eine Frau ohne Kind oder ohne Kinderwunsch, muss sich immer erklären.
Man hat das Gefühl von Versagen, von nicht richtig zu sein.

Es ist ein eher ruhiges Buch in der Ich -Erzählung. Ich bin nur so durch die Zeilen geflogen und habe dieses Buch sehr genossen.
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