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Barfuß bei Luke

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Mikolay träumt von einer Karriere als Balletttänzer und ist überglücklich, als er an einer renommierten Ballettschule in Deutschland angenommen wird. Und während er im Leben um Worte ringt, ist Tanzen für ihn jene Sprache, mit der er sich ausdrücken kann und in der er sich mit all seinen Gefühlen und Gedanken wiederfindet. Doch an der Ballettschule ist vieles anders als in Mikolays Träumen. Hart. Kalt. Seelenlos. Als er aufgeben will, lernt er den Maler Luke kennen, freundet sich mit seiner Mitschülerin Rima an und entdeckt am Ende, wie er beides frei von Zwängen verbinden das Tanzen und sich selbst.


›Barfuß bei Luke‹ ist kein Roman über hübsche Mädchen in Tutus. Es ist vielmehr eine Geschichte über Selbstaufgabe und Selbstfindung, über die Abgründe, die wir dabei durchschreiten, über Beziehungen außerhalb der Norm und über die Frage, wie viel wir bereit sind für einen großen Traum auszuhalten. Von Anne Brockmann in einer klaren und doch empathischen Prosa geschrieben, dass wir Mikolays Geschichte nicht mehr vergessen können.

Kindle Edition

Published March 11, 2026

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Community Reviews

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Jennifer Gneiting.
64 reviews1 follower
March 20, 2026
Wenn der Körper tanzt, aber die Seele schweigt 🩰✨🎨

Zitat:
„Beim Sprechen, da hängen die Wörter von der Mitte der Gummischlange herab, von der Mitte des Taus. Hängen genau zwischen Mikolay und seinem Gegenüber. Dort, wo normalerweise das Fähnchen flattert oder die rote Markierung sitzt. Und Mikolays Gegenüber ist die Angst und der Druck auf der Brust und die Trockenheit in der Kehle. Er ringt darum, die Wörter auf seine Seite zu ziehen, sie sich zu eigen zu machen, damit er sie aussprechen kann. Bei den meisten Wörtern gelingt ihm das nicht. Da gibt er das Tauziehen vor Erschöpfung auf und greift auch die wenigen zurück, die er sich unumstößlich erobert hat. «Hm» und «Ja» gehören dazu.“

Schreibstil:
Der Schreibstil ist insgesamt angenehm zu lesen, zumindest über weite Strecken. Besonders auffällig ist die starke Bildhaftigkeit: Viele Passagen sind sehr metaphorisch und teilweise fast poetisch gestaltet.
Allerdings wurde mir genau das an einigen Stellen auch zu viel. Vor allem dann, wenn sich Metaphern über mehrere Seiten hinweg entfalten und immer weiter fortgesponnen werden, habe ich teilweise den Bezug zur eigentlichen Handlung verloren. Die Bilder waren zwar klar vor meinem inneren Auge, aber ich war so sehr in dieser metaphorischen Ebene gefangen, dass die eigentliche Aussage etwas in den Hintergrund gerückt ist.
Sehr positiv hervorzuheben ist dagegen die Verwendung von Ballettbegriffen und polnischen Wörtern – also Mikolajs Muttersprache – die am Ende des Buches in einem Glossar erklärt werden. Solche Ergänzungen finde ich immer besonders hilfreich, weil sie das Verständnis erleichtern und gleichzeitig die Authentizität der Geschichte stärken.
Ebenfalls gelungen finde ich, dass sowohl der Titel des Buches, als auch die einzelnen Kapitelüberschriften jeweils entscheidende Momente oder zentrale Motive im Buch selbst darstellen, statt nur „schöne Überschriften“ zu sein. Das macht die Struktur durchdacht und inhaltlich sehr stimmig.
4/5

Charaktere:
Im Zentrum steht ganz klar Mikolay. Obwohl aus personaler Perspektive erzählt wird, ist man unglaublich nah an ihm dran und erlebt seine Gedankenwelt sehr intensiv. Gerade seine Sicht auf die Welt ist besonders und sorgt dafür, dass vieles bewusst im Verborgenen bleibt.
Über die anderen Charaktere erfährt man hingegen vergleichsweise wenig. Man kennt ihre Namen und ihre grobe Rolle, aber sie bleiben eher im Hintergrund. Das hat mich teilweise etwas gestört, weil mir dadurch der Bezug nach außen gefehlt hat.
Gleichzeitig passt genau das aber auch zum Fokus der Geschichte: Es geht nicht um ein breites Figurenensemble, sondern um Mikolay und seine persönliche Entwicklung. Die anderen Figuren wirken dabei eher wie ein Rahmen, in dem sich Mikolay selbst finden und als Person definieren muss.
4/5

Geschichte:
Die Geschichte lebt nicht von Spannung, sondern von einer langsamen, nachvollziehbaren und immer wieder stockenden Entwicklung.
Mikolay steht am Anfang an einem Punkt, an dem er sich verloren fühlt. Er gibt sich Mühe, arbeitet hart, hat aber das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Erst durch Begegnungen – etwa mit Luke, Rima oder seinem ehemaligen Tanzlehrer – beginnt sich seine Sichtweise langsam zu verändern.
Besonders gelungen finde ich die Szenenwechsel: Immer wieder springen wir zwischen Mikolays Gedanken, den Treffen mit Luke, den Momenten mit Rima und seinem Ballettunterricht hin und her. Diese Struktur schafft Raum für Reflexionen und innere Monologe, wodurch die Geschichte Tiefe gewinnt, ohne dass viel klassische Handlung nötig wäre.
Für mich liegt die Stärke des Buches genau darin: Es geht nicht um äußere Ereignisse oder einen strikten Handlungsbogen, sondern um Mikolays persönliche Entwicklung, seine Erkenntnisse über sich selbst und das Leben. Kleine Details, wie ein Zeitungsbericht, die wiederkehrende „Kaugummi-Zeit“ vor den Prüfungen und metaphorische Vergleiche zwischen Ballett und dem restlichen Alltag machen die Geschichte besonders intensiv und geben ihr die emotionale Kraft.
4/5

Fazit:​
„Barfuß bei Luke“ ist ein ruhiges, tiefgründiges Buch, das weniger durch Handlung als durch innere Prozesse überzeugt. Besonders stark ist der Fokus auf Mikolajs Gedankenwelt und seine persönliche Entwicklung: Die Geschichte bietet viel Raum für Reflexionen, Einsichten und emotionale Tiefe.
Der Schreibstil ist poetisch und bildreich, gelegentlich etwas ausufernd, dafür aber in Kombination mit durchdachten Titeln und Überschriften besonders gelungen. Die Charaktere, vor allem Mikolaj selbst, wirken intensiv und authentisch, auch wenn andere Figuren eher im Hintergrund bleiben.
Insgesamt hat mich die Geschichte überzeugt, weil sie leise, aber nachvollziehbar zeigt, wie wichtig Selbsterkenntnis, innere Entwicklung und echte emotionale Verbindung – in diesem Fall zum Tanzen – sind. Ein Buch, das nachklingt, zum Nachdenken anregt und trotz seiner Kürze eine bleibende Wirkung hinterlässt.
4/5
1,035 reviews
March 15, 2026
Das Cover gefällt mir unglaublich gut. Es sieht für mich aus, wie ein Gemälde, es strahlt für mich Stärke aus. Der Titel hat mich neugierig gemacht. D
Das Buch geht sofort eindrücklich los, Mikolay erfüllt sich seinen Traum, der darf an einer renommierten Ballettschule sein Können verbessern. Doch Ballett ist nicht nur Freude, es ist auch Schmerz und Leidenschaft. Die Schule wirkt kalt und seelenlos für ihn, als er schon fast aufgeben will lernt er Luke kennen. Luke, der Maler, der eine einzigartige Kunst hat. Er freundet sich auch mit seiner Mitschülerin Rima an, die ihre ganz eigenen Probleme zu haben scheint. Ein Buch voller Sorgen und doch der Leidenschaft für die Kunst. Wie werden die Charaktere sich einschneiden, geben sie ihren Traum auf oder gehen sie über ihre Grenzen?

Der Schreibstil hat mich sofort überzeugt, er wirkt leicht und dennoch werden schwere Themen angesprochen. Die Charaktere waren sehr gut hinausgearbeitet und facettenreich. Das Buch hat mir wirklich gut gefallen und ich empfehle es auf jeden Fall weiter.
Profile Image for Ronja.
141 reviews1 follower
March 22, 2026
4/5 ⭐️

Ein sehr ergreifendes Buch, das einen durch Höhen und Tiefen mitnimmt. Der Einblick in die Ballettwelt ist nicht beschönigt, sondern sehr ehrlich und nahbar, wodurch einem auch die Charaktere sehr nah gehen. Das Lesen ist mir an der einen oder anderen Stelle dadurch schwergefallen, da man die Personen im Buch ja doch irgendwo emotional begleitet und fast durchgehend eine eher gedrückte Stimmung herrscht. Mikolay selbst durchlebt eine starke Entwicklung innerhalb der wenigen Seiten, verliert sich und findet sich ganz anders wieder. Ein rundum sehr spannend ausgearbeiteter Charakter. In den Schreibstil selbst kommt man auch sehr gut rein, vieles wird zwar zwischen den Zeilen erzählt, das gibt dem Buch aber eine meiner Meinung nach gelungene Tiefe. An einigen wenigen Stellen fand ich die Ausschweifungen leider etwas langatmig und auserzählt, daher nur 4 Sterne. Im Großen und Ganzen hat mich das aber in der Gesamtheit des Buchs nicht weiter gestört und ich würde es auf jeden Fall guten Gewissens und gerne weiterempfehlen!
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