Die Nord-Stream-Sprengung. Die wahre Geschichte der Sabotage, die Europa erschütterte: SPIEGEL-Bestseller | »Wirklichkeit schlägt Fiktion. Absolute ... Mascolo ( »Das Versagen« )
Wer sprengte die Pipelines? Wer gab den Befehl? Was wird bis heute verschwiegen?
Am 26. September 2022 registrierten skandinavische Seismologen Erschütterungen in der Ostsee, die zunächst wie ein gewaltiges Seebeben erschienen. Die Signale stammten jedoch von mehreren Explosionen, die die Nord Stream-Pipelines zerstörten – ein Ereignis, das bis heute die Weltpolitik erschüttert. Während die Frage, wer wirklich dahintersteckte, Regierungen und Öffentlichkeit spaltete, folgte ein deutsches Ermittlerteam einem brisanten Verdacht.
Basierend auf langjähriger Recherche und dem Zugang zu entscheidenden Akteuren – darunter die Saboteure und hochrangige Geheimdienstvertreter – rekonstruiert der preisgekrönte Wall Street Journal-Journalist, was Entscheidungsträger wussten, was bewusst verschwiegen wurde und was politisch auf dem Spiel steht. Eine hochexplosive Geschichte über wirtschaftliche Abhängigkeiten, Souveränitätsverletzungen, menschlichen Wagemut und politische Verantwortung.
Investigative Recherche, brillant erzählt – die Rekonstruktion der größten Geheimoperation der jüngeren Geschichte anhand von exklusiven Interviews mit Tätern und Ermittlern
Eine beeindruckende journalistische Leistung. Nur einige ukrainische Protagonisten hätte man sicher über mehr als ihre Trinkfestigkeit und ihren „Kosakengeist“ charakterisieren können. Sei‘s drum: Eben ein Agententhriller der alten Schule, nur wahr.
Bojan Pancevskis Buch liest sich wie ein Politthriller – und gerade darin liegt seine Stärke: Es rekonstruiert ein reales Ereignis, das die Verwundbarkeit moderner Infrastruktur und die Abhängigkeiten Europas schonungslos offenlegt. Die Mischung aus investigativer Tiefe und erzählerischer Dichte macht sichtbar, wie eng Geheimdienste, Politik und Öffentlichkeit verflochten sind. Besonders eindrücklich ist weniger die Frage nach den Tätern als das Panorama des Verschweigens. Ein Buch, das weniger Antworten liefert als die richtigen Zweifel schärft.
Teilweise wirre Dramaturgie, unnötige Zeit- und Ortssprünge, merkwürdige Fehler und ein Autor, der sich in dieser Story immer wieder unangenehm selbst zur Geschichte macht.