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Die beste aller Beziehungen

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Im Stockholm der siebziger Jahre lernen sich Martina und Gustav an der Universität kennen und werden schnell ein Paar. Doch wie so oft in Beziehungen wollen beide nicht immer dasselbe: Gustav sucht Halt und Beständigkeit, während sich Martina gegen gesellschaftliche Konventionen und Erwartungen sträubt. Trotzdem hält ihre Beziehung Gespräche und Konflikte, Trennungen und Neubeginne aus. Nähe und Intimität, Sex und Treue, Sprechen und Schweigen – in all diesen Spannungsfeldern müssen sie immer wieder neue Kompromisse finden. Doch wie kann man geliebt werden, ohne sich selbst aufzugeben?

In ihrem Roman »Die beste aller Beziehungen« reflektiert Gun-Britt Sundström scharfsinnig und zugleich bittersüß über Liebe, Freiheit und Verantwortung. Das schwedische Kultbuch, übersetzt von Nina Hoyer, erzählt mit Witz und Klarheit davon, wie man leben und lieben kann, ohne sich selbst und die eigenen Erwartungen zu verraten.

640 pages, Hardcover

Published March 11, 2026

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About the author

Gun-Britt Sundström

65 books75 followers
Gun-Britt Sundström är en svensk författare, översättare och litteraturkritiker.

Som författare är Sundström mest känd för Maken (1976), en diskussionsroman om parförhållanden, och För Lydia (1973), som återberättar Hjalmar Söderbergs Den allvarsamma leken med handlingen sedd ur kvinnans perspektiv och flyttad sextio år framåt i tiden. Sedan 90-talet är hon även verksam som översättare av barnböcker och skönlitteratur. Då hon 2003 utnämndes till hedersdoktor vid Stockholms universitet löd motiveringen bland annat: "hennes språkliga lyhördhet gör henne till en ypperlig översättare ... Genom sin medverkan i bibelkommissionen 1980-2000 har hon kommit att betyda mer för den stilistiska utformningen av Gamla Testamentets text än någon annan enskild svensk författare."

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Community Reviews

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Displaying 1 - 8 of 8 reviews
Profile Image for Jani Flow.
74 reviews5 followers
March 31, 2026
Eine sehr kluge und gefühlvolle Schilderung einer on-off-Beziehung (mit tiefer Verbundenheit) über 640 Seiten- das war auch teilweise quälend. Ich hätte mir gewünscht, dass die Martina ihre Bindungsangst therapeutisch aufarbeitet 😄🙈.
Profile Image for minas.libraries.
22 reviews3 followers
April 14, 2026
Rezension zu "Die beste aller Beziehungen"

Inhalt (spoilerfrei): Der Roman begleitet Martina und Gustav, deren Beziehung sich nicht entlang einer klassischen Liebesgeschichte entfaltet, sondern vor allem durch Gespräche, Reflexionen und gedankliche Auseinandersetzungen mit Liebe, Moral, Gesellschaft und Beziehungsidealen geprägt ist.
Statt einer klaren Handlung steht die Entwicklung ihrer Beziehung im Zentrum, die stark von unterschiedlichen Vorstellungen darüber geprägt ist, wie Liebe gelebt werden „sollte“. Martina hinterfragt gesellschaftliche Normen, während Gustav stärker in konservativen und religiösen Strukturen verankert ist.

Erzählstil: Der Roman ist stark reflektierend und essayistisch aufgebaut. Die Figuren bewegen sich permanent auf einer Metaebene und analysieren nicht nur ihre Beziehung, sondern auch die Idee von Beziehung an sich.
Das führt dazu, dass sich vieles wie ein fortlaufendes Gedankenexperiment anfühlt: Gespräche werden nicht nur geführt, sondern gedanklich weiter zerlegt, verglichen und hinterfragt.
Die Handlung tritt dadurch in den Hintergrund und wird von philosophischen und gesellschaftlichen Überlegungen überlagert.

Sprache: Die Sprache ist durchgehend anspruchsvoll, präzise und intellektuell geprägt. Sie arbeitet mit einem gehobenen Wortschatz, philosophischen Begriffen und gelegentlich auch politischen oder religiösen Konzepten.
Auffällig ist zudem der bewusste Umgang mit Sprache selbst: Begriffe werden hinterfragt, andere Sprachen werden herangezogen, wenn sie als präziser empfunden werden. Das verleiht dem Text eine enorme sprachliche Dichte, kann aber gleichzeitig fordernd wirken und stellenweise Distanz erzeugen.

Figuren: Martina wirkt als Protagonistin reflektiert, unabhängig und intellektuell, aber auch zynisch und innerlich gespalten. Sie lehnt gesellschaftliche Normen ab und hinterfragt klassische Lebensentwürfe wie Ehe, Häuslichkeit oder weibliche Rollenbilder. Gleichzeitig kämpft sie mit Schuldgefühlen und Unsicherheiten, insbesondere in Bezug darauf, dass sie Gustav nicht in derselben Intensität liebt, wie er sie liebt. Gustav steht im Kontrast dazu als eher konservativ geprägte Figur, die Sicherheit, Moral und gesellschaftliche Anerkennung stärker betont und sich nach einer eindeutigeren, bestätigenden Form von Liebe sehnt. Die Beziehung der beiden ist geprägt von emotionaler Asymmetrie, unterschiedlichen Bedürfnissen und wiederkehrenden Missverständnissen.

Thematik: Im Zentrum stehen grundlegende Fragen über Liebe und Beziehung:
Was bedeutet Liebe überhaupt? Muss Liebe gleich stark und gleich „richtig“ sein? Wie beeinflussen gesellschaftliche Normen unsere Beziehungen? Welche Rolle spielen Religion, Moral und Tradition? Kann eine Beziehung bestehen, wenn beide unterschiedlich lieben? Der Roman stellt dabei insbesondere die gesellschaftliche Idealisierung von Ehe, Familie und Rollenbildern infrage und zeigt alternative Lebens- und Liebesformen.

Symbolik: Der Roman arbeitet mit einer Vielzahl symbolisch aufgeladener Momente: Der Bahnhof als Ort des Übergangs und der Konfrontation mit Betrug und „zweigleisigem Fahren“. Das Pendeln zwischen Stadt und Feriendomizil als Sinnbild für innere Unruhe und Entfremdung. Die wiederkehrende Erfahrung, „von mir zu mir“ zu gehen, als Ausdruck von Identitätsverlust und Selbstsuche. Diese Szenen verleihen dem Roman eine zusätzliche emotionale und interpretative Tiefe, die über die reine Handlung hinausgeht.

Fazit: Insgesamt finde ich den Roman wirklich gut und absolut berechtigt, gerade in den 70ern war er vermutlich sogar notwendig und hat Denkweisen rund um Liebe, Ehe und Rollenbilder spürbar aufgebrochen. Dass Gun-Britt Sundström aus einem stark intellektuellen, literarischen Kontext kommt, merkt man dem Text deutlich an und erklärt auch diese analytische, fast schon sezierende Herangehensweise.
Gleichzeitig zeigt die aktuelle Neuübersetzung von Die beste aller Beziehungen, wie relevant diese Fragen bis heute geblieben sind, auch wenn der Text sprachlich näher am Original und dadurch stellenweise sperriger wirkt.
Aus heutiger Sicht, in der wir vielleicht stärker an zugängliche Unterhaltungsliteratur gewöhnt sind, hat sich das Buch für mich allerdings etwas gezogen, fast wie ein Kaugummi, das man zu lange kaut, stark, aber irgendwann ermüdend, weil es gedanklich immer wieder um ähnliche Fragen kreist.
Trotzdem gab es immer wieder Sätze und Momente, die mich wirklich getroffen haben und bei denen ich dachte: So habe ich das noch nie gesehen!
Profile Image for ines.
81 reviews
June 1, 2026
"Die beste aller Beziehungen" erzählt von Martina und Gustav. Martina und Gustav, die „einander haben wollen, sich aber nicht über die Art des »Habens« einigen können und deren Vorstellungen von »einander« verschieden sind.“ (S. 206)

Auf ganzen 638 Seiten wird nicht nur deren Beziehung durchleuchtet, sondern auch jegliche Konventionen Schwedens der 1970er Jahren, denen sich vor allem Martina nicht beugen möchte. Sie möchte weder heiraten noch Kinder, ist anderen Beziehungsformen gegenüber offen, hat immer wechselnde Jobs und ist keinesfalls die Schwiegertochter, die Gustavs konservative Eltern für ihren Sohn im Sinn hatten. Dass die beiden sich lieben steht außer Frage, doch so richtig können sie nicht miteinander, noch weniger aber ohne einander.

Gun-Britt Sundström schuf mit Martina eine der interessantesten Frauenfiguren, die ich seit langem gelesen habe. Martina ist eigenwillig, manchmal etwas melodramatisch und unentschlossen, aber immer authentisch und so lustig und zynisch, dass ich unerwartet oft schmunzeln musste. Mit Sundströms Art der Erzählung und den Gedankengängen und Überlegungen, die wir durch Martinas Sicht erleben, war sie ihrer Zeit so weit voraus, dass diese Themen auch heute nichts an Aktualität verloren haben. Ich habe mich selbst so oft in Martina wiedererkannt und ihre Überlegungen und Einsichten sehr gerne verfolgt und für mich selbst viele Denkanstöße mitgenommen.

Aber not gonna lie, dieses Buch hatte extreme Längen und ich konnte es nur häppchenweise lesen, da es stellenweise sehr repetetiv war und mir ehrlicherweise immer wieder die Motivation fehlte, länger am Stück weiterzulesen. Als Leser:in begleitet man Martina und Gustav über mehrere Jahre hinweg: vom Studium über wechselnde Jobs und Wohnungen, bis hin zu zahlreichen idyllischen Sommern in Gustavs Ferienhaus. Der Roman hat keinen wirklichen Spannungsbogen und auch wenn das richtige Leben nicht immer super aufregend ist, fühlte es sich an, als würde man sich gemeinsam mit den Charakteren ständig im Kreis drehen. Character development ist nur bedingt vorhanden und Martina ist auch am Ende ungefähr so lost wie zu Beginn des Romans — aber irgendwie konnte ich auch damit sehr relaten, da es auf manche Fragen einfach keine eindeutigen und zufriedenstellenden Antworten gibt.

Für mich war „Die beste aller Beziehungen“ ein Roman den ich gerne gelesen habe, aber nicht uneingeschränkt empfehlen würde. Man braucht definitiv Ausdauer, wird aber auch mit einer besonderen Geschichte belohnt.
1 review
May 12, 2026
Ich habe mich gefreut, dieses Buch als Rezensionsexemplar lesen zu dürfen, und es hat mich tatsächlich ziemlich schnell abgeholt. Man ist sofort mitten in der Geschichte, ohne langes Herantasten. Das Kennenlernen und die Beziehung stehen direkt im Mittelpunkt. Gerade am Anfang fand ich das Tempo sehr angenehm, weil man sofort drin ist und neugierig bleibt, wie es weitergeht.
Die Stimmung der 70er Jahre wird sehr greifbar und man kann sie beim Lesen richtig spüren. Es fühlt sich authentisch an, fast so, als würde man ein Stück Zeit miterleben. Gleichzeitig ist das Thema überraschend aktuell.
Auch wenn die Geschichte in einer anderen Zeit spielt, könnte sie in ähnlicher Form genauso heute passieren, nur mit anderen Kommunikationsmitteln. Diese Verbindung aus vergangenem Setting und zeitloser Thematik hat mir richtig gut gefallen.

Ich lese normalerweise keine klassischen Liebesromane, aber hier mochte ich die Natürlichkeit sehr. Die Beziehung wirkt nicht künstlich oder kitschig, sondern eher unaufgeregt und nahbar erzählt. Martina hinterfragt vieles und denkt sehr intensiv über ihre Entscheidungen nach. Das und die vielen Diskussionen können stellenweise etwas anstrengend sein, gleichzeitig sind viele ihrer Gedankengänge auch aus heutiger Sicht gut nachvollziehbar.

Für manche ist es vielleicht etwas wenig Handlung im klassischen Sinne, gleichzeitig hat die Geschichte aber ein gutes Tempo und lässt sich durchgehend flüssig lesen.

Insgesamt ein Buch, das durch seine Atmosphäre, den direkten Einstieg und die zeitlose Thematik überzeugt. Besonders geeignet für alle, die Geschichten mögen, die sich gut lesen lassen und dabei eine bestimmte Stimmung transportieren.
Profile Image for Lilith.
34 reviews
May 28, 2026
„Wie kann man lieben, ohne sich selbst zu verlieren?“

Puh, das war eine schwere Geburt!
Auf der einen Seite ein wirklich besonderer Roman — auf der anderen Seite zäh wie Kaugummi.

„Die beste aller Beziehungen“ wurde schon 1976 in Schweden veröffentlicht, aber erst 2026 ins Deutsche übersetzt. Dadurch wirkt er irgendwie gleichzeitig modern und trotzdem typisch „70er“: ein links-intellektuelles Milieu, in dem ständig Monogamie, Freiheit und offene Beziehungen hinterfragt und verhandelt werden — was mich irgendwann einfach nur noch erschöpft und deprimiert hat.

Trotzdem gab es immer wieder Momente, in denen ich mich wiederfinden konnte. Das Buch enthält unglaublich präzise Gedanken, und genau darin liegt eine große Stärke. Es spricht Zweifel an, die wahrscheinlich viele Menschen in sich tragen, auch wenn sie sie selbst nie so klar formulieren würden. Ich hatte ständig das Bedürfnis, Sätze zu markieren oder festzuhalten, weil sie sich anfühlten, als entsprängen sie direkt meinen Gedanken.

Und trotzdem hatte ich mir emotional etwas anderes erhofft: mehr Wärme, mehr Wohlwollen, mehr Zärtlichkeit — mehr Liebe! Stattdessen dieses ständige Kreisen umeinander, dieses theoretische Aushandeln von Beziehung. Die Dynamik zwischen Martina und Gustav war für mich oft schwer auszuhalten. Ich habe mich mehr als einmal bei dem Gedanken ertappt, das Buch abbrechen zu wollen — und ich glaube, beim nächsten Mal würde ich es auch wirklich tun.

Am Ende bleibt für mich ein ziemlich widersprüchlicher Eindruck: ein kluges, intensives und reflektiertes Buch über Beziehungen, das mich intellektuell oft beeindruckt hat, mir emotional aber nicht ganz das geben konnte, was ich mir erhofft hatte.
13 reviews
March 21, 2026
"Verheirate dich, du wirst es bereuen; verheirate dich nicht, du wirst es auch bereuen. Heirate oder heirate nicht, du wirst beides bereuen."

Mit diesem Zitat von Kierkegaard starten wir in die äußerst komplexe Beziehung zwischen Martina und Gustav. Die beiden streiten sich um Freiheit und ums Gebundensein, um den Sinn der Liebe, der Heirat, der Bedeutung von Sexualität, der Monogamie, der Politik und des restlichen Lebens. Die Debatten, die darum entstehen, sind in den Jahrzehnten seit der Ersterscheinung 1976 kein bisschen weniger relevant geworden. Nur gibt es jetzt weniger Anstandsdamen.
Zwischendurch wird der Roman etwas langatmig, was aber sehr gut zur steigenden Frustration und Eskalation zwischen Gustav und Martina passt. Man kann dadurch richtig mitfühlend, wie nervenzehrend die gemeinsame Geschichte eigentlich ist.

Fazit: Das Konzept der Situationship gab es auch schon in den 1970ern und es war auch da schon kacke.
27 reviews
March 24, 2026
Das Buch „ die beste aller Beziehungen“ geschrieben von er Autorin Gun-Britt Sundström hat mir aus mehreren Gründen gefallen. Zum einen finde ich, dass das Cover zum lesen einlädt. Mir gefällt die Farbwahl aber auch die Neuger, die hinter der Illustration steckt.
Worum gehts? Es geht um zwei Menschen, Martina und Gustav, die unterschiedlicher nicht sein können, jedoch eine Beziehung miteinander führen. Die Autorin schreibt warm, herzlich und mit Tiefgang wie eine solche Beziehung standhaft bleibt und beschreibt Themen wie Trennung und Neubeginn, Erwartungen, Konflikte und das alltägliche leben zweier Menschen.
Besonders gefällt mir an dem Buch, dass es zum nachdenken anregt und Probleme einer völlig normalen Beziehung aufnimmt. Geschrieben ist es scharfsinnig, mit viel Humor und einer Leichtigkeit.
Ich habe es gerne gelesen und kann es weiterempfehlen.
Profile Image for Fräulein Müller.
295 reviews7 followers
May 17, 2026
Das Buch erzählt die Geschichte von Martina und Gustav, die sich als Studierende im Stockholm der 70er kennenlernen und eine Beziehung eingehen. Während Gustav sich nach Nähe, Verbindlichkeit und Stabilität sehnt, kämpft Martina mit gesellschaftlichen Erwartungen sowie ihrem Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung. Allein die Leitfrage hat mich sofort neugierig gemacht.

Leider konnte mich das Buch letztlich nicht wirklich fesseln, weshalb ich es nach 175 von insgesamt 638 Seiten abgebrochen habe. Wirklich schade eigentlich. Die ständigen Konflikte, Trennungen und Versöhnungen fühlten sich für mich mit der Zeit wie ein endloser Kreislauf an und wirkten eher frustrierend als bereichernd oder unterhaltsam. Dadurch wurde mein Lesefluss immer wieder ausgebremst und das Buch hat mich insgesamt eher aufgehalten, statt mich mitzureißen =(
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