Das epische Finale der Trilogie − Band III der Frostblut Saga
Eine Seuche, die Menschen in „Zweifelwesen“ verwandelt Magie, die mittels Musik gewirkt wird Und eine starke Frau mit einer kalten Klinge
Zusammen mit ihren Freunden macht sich Ari auf den Weg in den eisigen Norden, um zu lernen, sich in einen Drachen zu verwandeln. Zugleich unterwirft die Heilige Flamme ein Reich nach dem anderen und vernichtet sämtliche Anderswesen. Nur mit Hilfe ihrer Gefährten und ihres treuen Hamsters Fiete gelingt es Ari, sich ihren Feinden zu stellen, ohne sich selbst zu verlieren. „Magisch, spannend, der atemberaubende Abschluss eines epischen Fantasy-Abenteuers. Freunde von Feuerbach, Schwartz und Weitze werden diese Reihe mögen.“
488 Seiten Band 3 (Neuerscheinung Feb. 2026) Fantasy High Fantasy, Fantasy für Erwachsene, Schwert und Magie kindle unlimited fantasy deutsch Eine Karte zum Buch finden sie auf tillmartin.de
Ari hat ein Ziel: Sie will den Eisdrachen aufsuchen, um sein Lied zu lernen und sich in einen Drachen verwandeln zu können. Und dann will sie gegen die Kirche der Heiligen Flamme ziehen. Sie hat genug davon, immer nur wegzulaufen und um ihr Leben fürchten zu müssen. Sie will endlich zurückschlagen!
Doch auch die Gegenseite hat ihre eigenen Pläne, und mehr als einer betrifft Ari, ihre Gefährten und ihre Familie ...
Der krönende Abschluss der Frostblut-Saga ist da. Und krönend ist er wirklich. Während das Ende mich heulend und rotzend zurückließ, war der Hauptteil des Romans eine Aneinanderkettung von Actionszenen, eine halsbrecherischer als die andere. Ari und ihre Freunde werden in diesem Roman wirklich durch die halbe Welt gejagt.
Und dann kommt auch noch Aris Seelentier, Hamster Fiete, endlich mit seinen Gefühlen heraus: Er will mehr als das, was jetzt zwischen ihm und Ari ist. Er möchte aus ihr eine ehrenwerte Hamsterdame und seine Ehefrau machen. Und wenn das nicht in Hamstergestalt geht, dann muss es eben in Menschengestalt sein. In seiner gewohnt naiv-humorischen Art macht Fiete sich damit nicht gerade viele Freunde.
Auf ihrer Reise, den Frostdrachen zu treffen und sein Lied zu lernen, treffen Ari und ihre beiden Begleiterinnen auf mehr Abenteuer als sie sich gedacht hatten - und natürlich jede Menge Schwierigkeiten. Dass es bei einer dieser Schwierigkeiten um eine Herzensangelegenheit zwischen Ini und Ari um den geretteten schicken vormaligen Ritter geht, könnte da noch ein Fass hochgehen lassen.
Man liest schon, Martin hat seiner Heldin und ihren beiden Begleiterinnen eine Menge in den Weg gestellt, und Fietes ... uhm, Wunsch ist da noch das kleinste Problem. Dieses Mal geht es um alles, nicht nur um Aris Haut wie in den Vorbänden. Dieses Mal, so lernt der Leser, könnte sogar die Welt auf dem Spiel stehen, denn das Eis rückt immer weiter vor, je weniger Menschen noch an die 13 Götter glauben. Und da die Kirche der heiligen Flamme jeden mit Feuer und Schwert - oder Bestechung - zwingt, bleiben wirklich nicht mehr viele echte Gläubige.
Ich habe es bereits im meiner letzten Rezi letztes Jahr gesagt, und ich wiederhole mich hier: Marins Schreibe kann sich mit den Großen messen. Sein Stil ist sauber, wie es heute leider immer seltener wird, seine Handlung spannend und dicht. Es gibt weder für die Protagonisten noch den Leser eine echte Atempause, es wird immer noch einer nachgelegt. Von Riesen, gigantischen Egeln, bis am Ende der verstoßene Albenprinz selbst. Man kommt beim Lesen kaum zum Atmen!
Die Action ist gut und nachvollziehbar geschildert. Man merkt Ari ihre Erfahrung und ihren Glauben an sich selbst an. Sie ist sicherer in ihrer Magie als sie in den ersten beiden Bänden gewesen ist. Sie kämpft in Tiergestalt und man, sie blutet. Kein Kampf geht ohne Blessuren für sie aus, und das ist real in der Art der Kämpfe. Man darf nicht vergessen, unter dem Fell oder den Schuppen ist sie nackt. Sie trägt keinen Kettenpanzer, nicht einmal KLeidung, die sie schützen könnte. Und im hohen Norden ist Nacktheit ... nun, sie ist wenig zuträglich.
An dieser Stelle, und aus einem mehr oder weniger aktuellen Anlass, möchte ich hier noch einmal auf Ari eingehen. Sie ist eine Frau mittlerweile, zu Anfang war sie ein Mädchen. Ich hatte diese Woche eine interessante Unterhaltung auf TikTok darüber, dass High Fantasy nur von Männern für Männer geschrieben wird und die Hauptfiguren ebenfalls Männer sind. Sicher, Till Martin klingt männlich und nach meinen Kontakten mit ihm gehe ich auch davon aus, dass er ein Mann ist. Aber Ari ist und bleibt weiblich und reiht sich damit in eine ganze Reihe von starken Frauencharakteren ein, die die High Fantasy zu bieten hat. Und sie ist mutig, sie lernt und ist intelligent - und selbst als da ein neuer Mann in ihrem Leben auftaucht, vergisst sie all ihre Stärken nicht und verfällt zu einer Damsel in Distress, im Gegenteil rettet sie ihm mehr als einmal den Hals. Und trotzdem ist sie eine Frau, was auch deutlich in den Büchern dargestellt wird. Es gibt also durchaus lesenswerte High Fantasy mit weiblichen Protagonisten, denn nicht nur Ari ist weiblich, ihre treuen Begleiterinnen Nuomi und Ini sind es ebenfalls. Und alle drei kicken hier fleißig so manchen männlichen A...h.
Mein Fazit: Ein Must-Read dieses Jahres! Die ganze Serie ist von der ersten bis zur letzten Seite einfach grandios und voller Phantasie. Die Welt ist eine Welt, die nachvollziehbar und logisch ist und ein Teil der Geschichte, die Figuren leben und atmen darin. In meinen Augen ist die Frostblut-Saga ein Meisterwerk und ich kann gar nicht erwarten, mehr von Till Martin zu lesen.