Michael Johannes Maria Köhlmeier ist ein österreichischer Schriftsteller, Musiker und Moderator. Er lebt als freier Schriftsteller in Hohenems und Wien.
Michael Köhlmeier berichtet von der Geschichte eines Namenlosen, die dieser einem Schriftsteller im Wiener Cafe Eiles erzählt: im tiefen Winter steigt er in einem fremden Land aus dem überfüllten Zug, um bei einer nahegelegenen Tankstelle Wasser für ein Kind zu holen. Der Zug fährt ohne ihn, aber mit seiner Kleidung und seinen Unterlagen weiter. Er sucht Schutz und landet in einem halben Rohbau, in dem er sich unter Styroporplatten verkriecht. Am nächsten Tag gerät er zufällig in die Wohnung einer Frau, die er nun nutzt, während sie tagsüber weg ist. Er verliebt sich sogar in sie und bildet sich ein, dass sie sich seiner Gegenwart bewusst ist und bestimmte Dinge arrangiert. Das Ende bleibt offen... .
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Die Erzählung erinnerte mich stark an den koreanischen Film "Bin-Jip" (Leere Häuser, dt. Titel: Der Schattenmann). Sie hinterlässt ein Gefühl, dass sich schwer in Worte fassen lässt, irgendwo angesiedelt zwischen fremd-befremdlich, hart-steif, seltsam. Das wird einerseits durch die Erzählform bewirkt (dem Erzähler wird die geschilderte Geschichte von einem Fremden erzählt, Ort und Zeit bleiben vage), aber auch durch den Inhalt (siehe Klappentext). - Es ist bestimmt eine Kunst, bei der Leserin ein solches Gefühl zu evozieren, aber deswegen gefiel mir das Buch trotzdem nicht besonders.