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Hexenhimmel Berlin

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Die Ukraine und die Flüchtlinge und Berlin und düstere Geister und entführte Kinder … Wie schreibt man heute über den Krieg mitten in Europa und seine Folgen? Der ukrainische Schriftsteller Oleksandr Irwanez wählt die Form der fantastischen Erzählung und bedient virtuos die Register und Klischees des Genres: Hexen und Zauberer, die böse russische Diva, der gute ukrainische Schutzgeist, die unsichtbaren Wesen der Berliner Nacht, steinerne Riesen, die aufeinander einschlagen, Bamberg als Hochburg der Hexerei, eine Art Happy End in den Wolken über Leipzig … Ein Lesevergnügen der überraschenden Art, wenn einen nur nicht ab und an der ganz reale Schrecken einholte.

188 pages, Mass Market Paperback

Published September 30, 2025

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Oleksandr Irwanez

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Profile Image for Jenny.
Author 6 books9 followers
March 28, 2026
„Hexenhimmel Berlin“ spielt zu Beginn des Ukraine-Kriegs in Deutschland. Die junge Hexe Taisia nimmt am Hauptbahnhof Geflüchtete in Empfang. Dabei bekommt sie auch die Ankunft einer russischen Operndiva mit. Die hat ein ukrainisches Mädchen adoptiert. Doch Taisia merkt schnell, dass daran etwas faul ist. Denn die kleine steht unter einem mächtigen Zauber und die russische Operndiva will ihr Blut vergießen, um Russlands verlorene Sympathien in Europa wiederherzustellen. Gemeinsam mit allerlei deutschen und slawischen Sagen- und Märchengestalten muss Taisia das jetzt verhindern.
An „Hexenhimmel Berlin“ hat mich vor allem das literarische Experiment gereizt. Bücher über den Ukraine-Krieg gibt es viele, aber kann man sich dem Thema auch phantastisch nähern? Der ukrainische Schriftsteller Oleksandr Irwanez versucht es zumindest und legt einen unsubtilen, recht Tell-lastigen Kurzroman voller skurriler Gestalten vor. Wir begegnen Hans im Glück mit seiner Gans, dem Erlkönig, Frau Holle, allerlei Vampiren, Werwölfen und Rusalkas. Und wir begleiten sie durch ein Berlin, in dem Wim Wenders Engel lebendig sind, nach Leipzig in ein Hexenkrankenhaus und nach Bamberg, der deutschen Hochburg der Zauberei. Besonders die liebevolle Darstellung der Städte und Figuren hat mir gut gefallen. Andere Dinge mochte ich weniger. Zum Beispiel ist der Roman trotz seiner Kürze von knapp 190 Seiten recht repetitiv und er geizt auch nicht mit Phantastik-Klischees. Aber alles in allem konnte er mich gut unterhalten. Und er ist einfach mal was Anderes. Außerdem stammt er aus dem interessanten Kleinverlag Edition Fototapeta, der auf Literatur aus Osteuropa spezialisiert hat und dem ich herzlich für das Rezensionsexemplar danke.
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