Der dritte Weltkrieg brach im Jahr 1972 aus. Unter den atomaren Schlägen erzitterte die Erde. Zurück blieb nur ein Trümmerfeld. Zwanzig Jahre danach ist in den Völkern unseres Planeten die Erinnerung an das Chaos der 70er Jahre immer noch wach. Um die atomare Vernichtung für alle Zeiten zu verhindern, versuchen sie, eine Weltregierung zu bilden. Aber die entscheidende Verhandlung scheitert. Enttäuscht verläßt der junge Senator Rex Corda, der Repräsentant der Vereinigten Staaten in der UNO, die Konferenz. Wenige Minuten sind erst vergangen, seit die Hoffnung der Menschheit auf Frieden zerstört wurde, als das Unfaßbare, das Unvorstellbare geschieht. Die Erde wird zum Schlachtfeld eines galaktischen Krieges. Alle politischen Probleme unseres Planeten werden mit einem Male bedeutungslos. Die Erde ist zwischen zwei gigantische Mühlsteine geraten, unter deren Gewalt sie zermalmt werden muß. Der Untergang der menschlichen Rasse steht drohend bevor. In dieser Situation, in der Stunde Null, behält nur einer die Nerven, versucht nur einer zu retten, was zu retten ist: REX CORDA. Lesen Sie hier, was in der Stunde Null geschah.
Rex Corda ist eine Raketenheftserie, mit der Bastei ab November 1966 eine Konkurrenz zu Perry Rhodan etablieren wollte. Letzterer erbt im Serienuntertitel das Universum, Rex Corda dagegen ist nur der Retter der Erde. Die Serie brachte es auf 38 Hefte - immerhin 8 mehr als für Perry ursprünglich geplant waren, aber doch nicht der ganz große Wurf.
Band 1, Die Stunde Null, wurde vom späteren Perry-Rhodan-Author H.G. Francis geschrieben, von dem auch die Gesamtkonzeption (mit Manfred Wegener) und die Exposes der Serie stammen. Der Blurb platziert die Handlung 1992, 20 Jahre nach dem 3. Weltkrieg, der zwar nicht die Menschheit komplett vernichtete, aber große Spuren hinterlies. US Senator Rex Corda ist auf der Rückreise von einer erfolglosen Konferenz, mit der Atomwaffen dauerhaft abgeschafft werden sollten. Während sein "Sonnengleiter" noch in der Luft ist, landen weltweit hundertausende von gigantischen Raumschiffen der Laktonen, die allein durch ihre Masse erhebliche Schäden anrichten. Bevor es zu einem bedeutungsvollen Kontakt kommt, erscheint eine zweite Flotte, dieses Mal der Orathonen. Es kommt zu einer gigantischen Raumschlacht. Dabei stürzt ein Schiff auf Washington ab. In der Explosion vergeht die ganze Regierung, so dass Rex Corda nunmehr der ranghöchste Politiker und damit Nachfolger des Präsidenten ist.
Davon hat er zunächst nichts - einen großen Teil des Romans fliegt, fährt, oder läuft er von einem Ort zum anderen, wird mal von den Laktonen, mal von den Orathonen eingefangen und freigelassen (oder entkommt), sammelt seinen Freund John und dessen telepathischen Hund ein, und denkt an die tolle unbekannte Erfindung eines anderen Wissenschaftlers, die zu je einem Drittel in seinem Hirn, und dem seiner beiden Geschwister hypnotisch versteckt ist. Im Verlauf des Romans nehmen die Menschen Kontakt zu den Laktonen auf, die das kleinere Übel zu sein scheinen. Die Erde ist in die Ausläufer eines galaktischen Krieges geraten, an dem Tausende von Sonnensystemen beteiligt sind. Beide Kriegsparteien wollen die Erde als Stützpunkt bzw. Nachschubbasis nutzen. Ende der Handlung - Band 2 (Notruf von Terra) lockt.
Der Roman ist typisch actionlastig. Die Zufälle häufen sich - z.B. erbeutet Rex Corda zufällig auf dem Weg einen laktonischen Agentenkoffer - genau das, was die kleine Gruppe von Laktonen, die sich mit den Menschen verbündet, braucht, um eine größere Gruppe von Orathonen auszuschalten. Im Vergleich zu Unternehmen Stardust, dem ersten Band von von Perry Rhodan, wirkt das ganze wesentlich weniger konsistent und durchdacht. Trotzdem: Es ist fesselnd geschrieben, und legt die Grundlage für eine Fortsetzungsserie. Sprachlich ist das ganze eher simpel, und leider ist der Pilot von Corda schwarz und wird in der ersten Hälfte (bis zu seinem Tod) in jedem zweiten Satz als Neger bezeichnet. Mehr als 2 Sterne sind nicht drin.