Zuviel Trauma, Einsamkeit und Weltuntergangsstimmung, das trägt auch die einsame Hebrideninsel Truaigh nicht. Garriock ist es nicht gelungen, dass ich Anteil am Leben der 25-jährigen Sophie Muir genommen hätte. Sie berichtet in kaum unterbrochenen Monologen aus ihren Leben, dem jeder Sinn abhanden gekommen ist. Dabei stellt sie allerhand Reflexionen über die Natur der menschlichen Existenz an, die nicht wirklich erhellend sind. Darüber wurde mir selbst das kurze Buch lang. Die Mischung aus Landschaft, Mythos und Weltschmerz ist aus meiner Sicht nicht gelungen, die Elemente stören sich mehr, als dass sie es zu einer tieferen Bedeutung brächten. Ebenso gesucht wie der Sinn des Lebens waren einige Metaphern, bei denen ich doch zuckte. Nachdem ich unmittelbar zuvor Mark Valentine und Peter Bell gelesen hatte, war Gerricks Erzählung eine Enttäuschung.