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Strandopfer: Die Grenzfall Ostsee-Reihe, Band 1

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Ostseekrimi mit internationalem Ermittlerduo und atmosphärischer Spannung!

Die Ermittlerin Lena Schulte wird an die Ostseeküste beordert – ein deutscher Tourist liegt tot am Strand bei Swinemünde. Vermutet wird ein Badeunfall, doch im Mund des Toten steckt ein großer Bernstein. Kurz darauf wird die zehnjährige Luisa als vermisst gemeldet, die Tochter einer Freundin des Toten. Gemeinsam mit dem polnischen Kommissar Adam Krawczyk befragt sie die Freunde und Angehörigen, die in einer Villa Urlaub machen. Jeder von ihnen scheint etwas zu verbergen. Als eine weitere Leiche auftaucht – wieder mit Bernstein im Rachen – beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

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Published May 15, 2026

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About the author

Frank Goldammer

41 books104 followers
Frank Goldammer wurde 1975 in Dresden geboren, machte aus Faulheit kein Abitur und bereute es sofort, als er sich stattdessen zum Maler und Lackierer ausbilden ließ. Mit Anfang 20 begann er zu schreiben, heiratete zwischendurch, ließ sich scheiden und wurde ein Meister in seinem Beruf. Außerdem hat er drei Kinder mit zwei verschiedenen Frauen. Kümmert er sich nicht gerade um seine Sippe, dann schreibt er.

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Profile Image for Gabis Laberladen.
1,298 reviews
May 18, 2026
Darum geht’s:

Kriminaloberkommissarin Lena Schuldt vom BKA geht davon aus, nur kurz an die polnische Ostsee reisen zu müssen, um zu bestätigen, dass der deutsche Urlauber durch einen Badeunfall ums Leben gekommen ist und kein Verbrechen vorliegt. Als sie zusammen mit ihrem polnischen Kollegen Adam Krawczyk allerdings einen Bernstein im Hals des Toten entdeckt, kann sie sich das nicht mit einem Unfall erklären. Und als die Tochter einer Familie verschwindet, die mit dem Toten zusammen Urlaub machte, muss sie bleiben und nach einem Mörder und dem vermissten Kind suchen.

So fand ich’s:

Von der ersten Seite an merkt man, mit welchem Widerwillen Lena nach Misdroy fährt. Sie stammt aus der deutsch-polnischen Grenzregion und ist froh, dieser Gegend und ihrer nicht wirklich schönen Jugend entkommen zu sein. Die Vorurteile, die sie gegen die Polen hat, scheinen sich ständig zu bestätigen und mit dem polnischen Kommissar, mit dem sie zusammenarbeiten soll, wird sie überhaupt nicht warm. Denn auch Adam Krawczyk ist seinerseits nicht gut auf Deutsche zu sprechen. Dass beide zwar die Form wahren, ihr Widerwille aber ständig durchscheint, hat diesem Krimi den besonderen Pfiff verliehen. Lenas Eigensinn trifft auf Adams Sturheit und so sehr er von der starren Hierarchie der polnischen Polizei ausgebremst wird, so wenig Informationen und Unterstützung bekommt Lena von deutscher Seite. Und beide sind randvoll mit Vorurteilen, die sie nicht ganz ablegen können.

Ich konnte beide verstehen und auch nachvollziehen, wieso sie so sind, wie sie sind. Ganz zwangsläufig kracht es immer wieder zwischen den beiden. Da es aber nicht bei diesem einen Toten bleibt und die Gruppe deutscher Urlauber, aus deren Mitte der tote Schwimmer und das vermisste Kind stammen, alles andere als kooperativ ist, müssen sie an einem Strang ziehen. Dieses Hin und Her fand ich spannend und eine ziemlich neue Variante der nicht ganz so harmonischen Zusammenarbeit eines Teams, die mir sehr gut gefallen hat.

Der Kriminalfall ist undurchsichtig und genau wie Lena und Adam habe ich mehrmals meine Meinung geändert, was passiert sein könnte. Die Gruppe der deutschen Urlauber hat selbst ein paar Überraschungen parat und die Auflösung habe ich nicht kommen sehen, fand sie aber schlüssig und logisch.

Bisher habe ich “Bruch: Ein dunkler Ort” von Frank Goldammer gelesen und bin mit diesem Buch nicht ganz warm geworden. Nun bin ich froh, dem Autor mit dieser neuen Serie noch eine Chance gegeben zu haben, denn “Strandopfer” hat mich total überzeugt und mir große Lust gemacht darauf, Lena und Adam noch weiter zu begleiten. Ob sich die zögerliche Annäherung vertieft oder sie weiter mit zwischenmenschlichen Problemen zu kämpfen haben, wenn im deutsch-polnischen Grenzgebiet nochmal ein Mord passiert? Ich bin dabei, wenn es irgendwann gilt, das herauszufinden!
19 reviews
May 25, 2026
Neues authentisches Ermittlerduo

Mit "Strandopfer" hat Frank Goldammer einen gelungenen Krimireihenauftakt mit einem authentischen Ermittlerduo verfasst.
Das Buchcover zeigt einen Hafenausschnitt und verrät schon, dass die Handlung am Meer spielen wird.
Die BKA Ermittlerin Lena Schuldt wird an die polnische Ostseeküste abkommandiert und soll dort den Tod eines deutschen Touristen aufklären. Anfangs gehen sie und ihr polnischer Kollege Adam Krawczyk noch nicht von einem Mord aus aber nach und nach spitzt sich die Lage immer weiter zu, die Ereignisse werden dramatischer und die Handlung ändert sich Schlag auf Schlag. Dies ist durch die große Kompetenz des Autors sehr spannend erzählt, lässt mich nur so durch die Seiten fliegen und zieht mich vollkommen in seinen Bann. Die Geschichte geht immer noch ein Stück weiter und ich bin am Ende vollkommen platt. Parallel schafft Frank Goldammer es durch die Charaktere der beiden Ermittler einen weiteren Erzählstrang in seinem Krimi unterzubringen und auch Lena und Adam interessant zu machen, ebenso die deutsch-polnische Geschichte in Grenznähe. Ein Ermittlerduo von dem ich hoffentlich bald einen weiteren Band lesen kann den Potential haben sie auf jeden Fall!
Für Krimifans ist dieses Buch absolut zu empfehlen.
Profile Image for Buchbesprechung.
234 reviews23 followers
June 5, 2026
REZENSION – Vor etwa 20 Jahren musste Malermeister Frank Goldammer (51) den ersten in seiner Heimatstadt Dresden spielenden Krimi noch im Selbstverlag veröffentlichen. Doch mit seiner Romanreihe um Polizeihauptmann Max Heller wurde er ab 2016 bald zum Bestseller-Autor. Während seine bisherigen Krimis in Vergangenheit und Gegenwart der Elbmetropole angesiedelt waren, wechselt der Autor nun mit seinem im Mai bei Rowohlt veröffentlichten Kriminalroman „Strandopfer“, dem Auftaktband zur neuen „Grenzfall Ostsee“-Reihe, nicht nur den Verlag, sondern verlegt nach knapp 30 Dresden-Krimis auch den Handlungsort an die deutsch-polnische Grenzregion der Ostseeküste.
Am Strand von Swinemünde liegt ein toter Urlauber aus Deutschland. Alles deutet auf einen Badeunfall hin. Doch die auf Usedom aufgewachsene, jetzt in Berlin lebende Kommissarin Lena Schuldt, zur Zusammenarbeit mit dem ermittelnden polnischen Kommissar Adam Krawczyk in die polnische Hafenstadt beordert, entdeckt im Rachen des Toten einen großen Bernstein. Nur wenig später wird Luisa, die zehnjährige Tochter einer Freundin des Toten, als vermisst gemeldet. Es stellt sich heraus, dass beide einem Freundeskreis angehören, der in einer abseits gelegenen Swinemünder Villa gemeinsam Urlaub macht. Als bald ein weiteres Mitglied dieser Gruppe tot aufgefunden wird – wieder mit einem Bernstein im Rachen – wird auch der anfangs vermeintliche Badeunfall zum Mordfall. Während die deutsche Ermittlerin eine mögliche Lösung des Falles bei polnischen Bernsteinhändlern zu finden hofft, vermutet ihr polnischer Kollege aufgrund einiger Ungereimtheiten in den Verhören den möglichen Mörder in der deutschen Urlaubergruppe.
Nicht nur die Undurchsichtigkeit des Falles, sondern auch die gegenseitig aus alter Zeit noch bestehenden deutsch-polnischen Vorurteile und manche zu gelegentlichem Vertrauensverlust führenden oder sogar in Misstrauen gipfelnden Empfindsamkeiten beider Ermittler, basierend auf persönlichen Erfahrungen und unterschiedlichen Biografien, erweisen sich bei der Aufklärung als hinderlich. Aus diesen kulturellen und persönlichen Konflikten entwickelt sich parallel zur Handlung eine interessante Dynamik, die dem Roman zusätzliche Spannung gibt.
Dieser Effekt ist auch gelegentlich notwendig, bleibt doch der Fall über lange Strecken recht unübersichtlich und verliert gelegentlich an Tempo. Die Handlung kommt kaum noch voran. Selbst die Ermittler scheinen nicht weiterzuwissen. Dies gilt vor allem für die Gespräche mit den Urlaubern, die trotz wiederholter Befragung im Ergebnis kaum Neues bringen. In ihrer individuellen Charakterisierung bleiben die einzelnen Personen über lange Zeit zunächst auch recht blass, so dass dem Leser eine klare Einordnung schwerfällt. Wem darf man vertrauen, wem muss man misstrauen? Diese Ungewissheit mindert gegen Mitte des Romans die Spannung. Erst später, als endlich die Emotionen der einzelnen Urlauber sich zeigen und zu manchem Gefühlsausbruch steigern, gewinnen die Protagonisten endlich zunehmend an Charakter und der Roman wieder an Dramatik.
Besonders interessant am Roman „Strandopfer“ ist sicher das Zusammenspiel der beiden gleichaltrigen 31-jährigen Ermittler Lena Schuldt aus Deutschland und Adam Krawczyk aus Polen. In Rückblicken erfahren wir von Lenas schwieriger Jugend auf Usedom, verlassen von der Mutter, aufgewachsen bei einem arbeitslosen Alkoholiker als Vater, verloren in sterbender DDR-Provinz und in der Gruppe jugendlicher Neonazis nach Familienersatz suchend. Erst als Polizistin in Berlin hatte sie sich von ihrer Vergangenheit befreien können. Auf der anderen Seite steht der junge Adam, wenige Jahre mit einer Deutschen verheiratet und von dieser bald wieder verlassen. Nicht nur wegen dieser persönlichen Enttäuschung bleibt er seiner deutschen Kollegin gegenüber verschlossen und abwartend, sondern weiß auch um die Vorurteile vieler Deutscher gegenüber den Polen – gerade im Grenzbereich der früheren DDR. Doch ob allein dieses Thema für weitere Bände der neuen Krimireihe „Grenzfall Ostsee“ mit Goldammers neuem Ermittler-Duo ausreichen wird? Man darf gespannt sein.
49 reviews
May 17, 2026
Das Cover hat mich sofort angesprochen: ein düsterer Ort an der See. Dann die Beschreibung: deutsch-polnische Ermittlungsarbeit in (mindestens) zwei Tötungsdelikten sowie einer Entführung. Dies versprach mir gute Unterhaltung und Spannung.
Leider muss ich sagen: ich bin sehr enttäuscht von diesem "Reihenauftakt", der für mich keiner sein wird.
Die Story an sich geht erst mal spannend los.
Allerdings kommt die deutsche Ermittlerin Lena sehr ätzend daher, im wahrsten Wortsinn. Sie hat Vorurteile gegenüber Polen, lamentiert ständig über ihre Kindheit und ihre Herkunft und ist auch ansonsten eine ziemliche Enttäuschung für mich als Leser. Ihr polnischer Kollege Adam kommt nicht empathischer daher, er will sich ständig beweisen und die Nase vorn haben.
Man dreht sich bei den Ermittlungen ständig im Kreis und immer wieder kommen die gleichen Fragen an die gleichen Leute und es geht keinen Schritt voran.
Die Höhe ist dann die Auflösung des Falles, bei dem der Autor dann einen Toten völlig vergessen zu haben scheint, denn zu dem Motiv wird gar nicht mehr erst was gesagt. Aber Motiv, nun ja, mehr an den Haaren herbeigezogen wie hier geht gar nicht.
1,608 reviews8 followers
May 17, 2026
Grenzübergreifende Ermittlungen

Klappentext:
Die Ermittlerin Lena Schuldt wird an die Ostseeküste beordert, ein deutscher Tourist liegt tot am Strand bei Swinemünde. Vermutet wird ein Badeunfall, doch im Mund des Toten steckt ein großer Bernstein. Kurz darauf wird die zehnjährige Luisa als vermisst gemeldet, die Tochter einer Freundin des Toten. Gemeinsam mit dem polnischen Kommissar Adam Krawczyk befragt sie die Freunde und Angehörigen, die in einer Villa Urlaub machen. Jeder von ihnen scheint etwas zu verbergen. Als eine weitere Leiche auftaucht, wieder mit Bernstein im Rachen – beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

„Strandopfer“ ist der Auftakt einer neuen Krimireihe von Frank Goldammer.
Mit diesem Band begibt sich der Autor an die Ostseeküste.
Die Ermittlungen sind grenzübergreifend zwischen Deutschland und Polen.

An der polnischen Ostseeküste wird der deutsche Tourist Joachim Hundt tot aufgefunden. Alles sieht wie ein Badeunfall aus, nur, dem Toten steckt ein Bernstein im Hals. Der Tote hat zusammen mit seiner Frau und seinem Bruder mit Ehefrau und befreundeten Familien an der Ostsee Urlaub gemacht.
Kurz darauf wird Luisa als vermisst gemeldet. Sie ist das Kind eines befreundeten Ehepaars und war angeblich zusammen mit dem Opfer Joachim Hundt an den Strand gefahren. Eine weitläufige Suchaktion beginnt.
Da einer der Urlauber in Deutschland im Innenministerium arbeitet, wird Lena Schuldt vom BKA zu den Ermittlungen geschickt.
Zusammen mit ihrem polnischen Kollegen Adam Krawczyk

Lena Schuldt ist Kriminaloberkommissarin beim BKA Berlin und kehrt für den Fall in ihre alte Heimat zurück, sie wuchs nahe der polnischen Grenze auf. Der Einsatz an der Ostsee zwingt sie, sich den Geistern der Vergangenheit zu stellen.

Adam Krawczyk, Kommissar bei der polnischen Polizei, versucht, sein jugendliches Aussehen zu kompensieren und tritt meist extrem ernst, distanziert und strikt an Regeln haltend auf. Er trägt schwer an einem persönlichen Verlust und muss lernen, der impulsiven deutschen Kollegin zu vertrauen.

Das sind die Ermittler, es sind beides keine Sympathieträger und ich musste mich erst an die Ermittler gewöhnen. Nach und nach erfährt man einiges aus dem Privatleben der Ermittler.
Adam Krawczyk war einmal mit einer deutschen Frau verheiratet, die nach einigen Jahren zurück in ihre Heimat gegangen ist.

Lena Schuldt ist in der Nähe des Ermittlungsorts, auf deutscher Seite aufgewachsen. Die Mutter hat die Familie verlassen, der Vater war Alkoholiker. Später hat sie bei den Großeltern gelebt, die aber auch nicht besonders liebevoll waren.
Lena bedient alle Klischees. Für sie sind die Polen Polacken und sie fragt sich immer wieder, ob ihr Auto auch noch auf dem Parkplatz steht, wenn sie zurückkommt. Außerdem kommt sie sich bei den Ermittlungen immer vor, als stünde sie in der 2. Reihe. Da sie kein Polnisch spricht, ist sie auf die Übersetzungen von Adam angewiesen. Aber auch hier kommt immer wieder Misstrauen auf.

Mir sind beide Ermittler nicht besonders sympathisch. Gleichzeitig denke ich aber, dass in ihnen Potenzial für mehrere Bände steckt, und ich bin gespannt, wie sich die beiden entwickeln.

Der Fall ist recht unübersichtlich. Das Mädchen ist nirgends zu finden. Im Fall des toten Joachim Hundt gibt es nur den Bernstein als Hinweis. Das Opfer hat selbst gerne Bernsteine gesammelt, in welchem Umfang, kommt erst im Laufe der Geschichte zutage.
Die Ermittler sehen sich bei den Befragungen der Urlauber einem Netz voller Lügen gegenüber, was dazu führt, dass die deutschen Urlauber verdächtig werden.

Frank Goldammer fängt die Geschichte ruhig an. Man hat Zeit, die wichtigsten Protagonisten kennenzulernen. Bei den Deutschen, die zusammen Urlaub gemacht haben, bin ich am Anfang etwas durcheinandergekommen.
Nach und nach wurde mir dann klar, wer zu wem gehörte.

Frank Goldammer lässt die Spannung dann allmählich ansteigen, bis es am Ende zu einem Showdown kommt.

Der Schreibstil von Frank Goldammer ist wie immer flüssig und gut verständlich.

Auch wenn mir die Ermittler nicht besonders sympathisch sind, ist „Strandopfer“ doch ein vielversprechender Auftakt der neuen Krimireihe.

Profile Image for Seitenmusik.
478 reviews25 followers
June 7, 2026
Ein Toter am Strand von Swinemünde, ein Bernstein in seinem Mund und ein deutsch-polnisches Ermittlerduo, das einen Fall lösen muss, der immer größere Kreise zieht: "Strandopfer – Die Grenzfall Ostsee-Reihe, Band 1" von Frank Goldammer erschien im Mai 2026 als Hörbuch bei Argon. Gelesen wird der Krimi von Oliver Siebeck.

Für mich war dies die erste Begegnung mit Frank Goldammer. Der Klappentext hatte mich sofort neugierig gemacht: Ein grenzüberschreitender Fall zwischen Deutschland und Polen, unterschiedliche Polizeisysteme, kulturelle Unterschiede und dazu eine düstere Ostseeatmosphäre: das klang nach einer spannenden Mischung, die sich angenehm von klassischen Regionalkrimis abheben könnte. Leider hat sich diese Erwartung für mich nicht erfüllt.

Dabei beginnt die Geschichte durchaus vielversprechend. Ein vermeintlicher Badeunfall entwickelt sich schnell zu einem komplexeren Fall, als ein vermisstes Mädchen und weitere Todesfälle ins Spiel kommen. Trotzdem wollte bei mir über weite Strecken keine echte Spannung aufkommen. Die Handlung plätscherte eher vor sich hin, statt mich mitzureißen, und selbst gegen Ende fehlte mir das Gefühl eines konsequent aufgebauten Spannungsbogens. Hinzu kommt, dass für mich einige Fragen offenblieben. Gerade die Auflösung wirkte auf mich stellenweise konstruiert.

Besonders schwergetan habe ich mich mit der Darstellung der Ermittlerin Lena Schulte. Sie wirkte auf mich häufig erstaunlich naiv, was mich immer wieder aus der Geschichte herausgerissen hat. Natürlich müssen Figuren nicht perfekt sein, aber hier hatte ich auffällig oft das gefühl, dass sie unnatürlich naiv daherkommt.

Ein weiterer Punkt, der mich gestört hat, war der Umgang mit Klischees und Vorurteilen. Zwar hatte ich den Eindruck, dass der Roman versucht, diese aufzubrechen und kritisch zu hinterfragen. Für mich ist es jedoch beim Versuch geblieben. Gerade wenn man sich entscheidet, so ein Thema auf den Tisch zu bringen, hätte ich mir noch mehr Sensibilität und Differenzierung gewünscht.

Schade fand ich außerdem, dass der Aspekt der grenzüberschreitenden Polizeiarbeit letztlich weniger Raum einnimmt, als ich erwartet hatte. Long story short: Die deutsche Polizei hat in Polen nichts zu melden. Genau dieser Blick auf unterschiedliche Ermittlungsansätze und Strukturen war für mich einer der interessantesten Gründe, zum Hörbuch zu greifen.

Was mich dagegen wirklich überzeugen konnte, war Oliver Siebeck als Sprecher. Er verleiht den Figuren individuelle Stimmen, liest lebendig und sorgt dafür, dass man der Geschichte trotz ihrer Schwächen gerne zuhört. Ohne ihn hätte ich vermutlich abgebrochen.

Fazit

"Strandopfer" hatte für mich eine starke Ausgangsidee und einen tollen Sprecher, konnte die daraus entstehenden Erwartungen für mich aber leider nicht erfüllen. Die fehlende Spannung, einige offene Fragen und die aus meiner Sicht problematische Darstellung mancher Klischees haben mir den Hörgenuss schwer gemacht. Vielen Dank an NetGalley Deutschland und Argon Hörbuch für das Hörbuch-Rezensionsexemplar!
608 reviews5 followers
August 13, 2026
Ermittlungen im polnisch-deutschen Grenzgebiet

Buchmeinung zu Frank Goldammer – »Strandopfer«

»Strandopfer« ist ein Kriminalroman von Frank Goldammer, der 2026 bei Rowohlt erschienen ist.

Zum Autor:
Frank Goldammer, 1975 in Dresden geboren, ist Handwerksmeister und kam, neben seinem Beruf, schon früh zum Schreiben. Mit seinen Büchern landet er regelmäßig auf den Bestsellerlisten. Der Autor lebt mit seiner Familie in seiner Heimatstadt.

Zum Inhalt:
Ein deutscher Tourist wird tot am Strand bei Schwinemünde aufgefunden. Die LKA-Ermittlerin Lena Schuldt soll dort die polnische Polizei unterstützen. Als ein junges Mädchen aus der Reisegruppe des Toten verschwindet, müssen Lena Schuldt und der polnische Kommissar Adam Krawczyk einen Weg zur Zusammenarbeit finden.

Meine Meinung:
Die Geschichte wird vorwiegend aus der Sicht der LKA-Ermittlerin Lena Schuldt erzählt, die nahe der Grenze zu Polen aufgewachsen ist. Sie wird mehrmals von traumatischen Erinnerungen aus ihrer Jugend heimgesucht und wiekt dann sehr verletzlich. Zudem pflegt sie etliche Vorurteile gegenüber Polen und seinen Bewohnern. Auffällig ist, dass sie keine polnischen Sprachkenntnisse hat, sich aber bemüht, etwas zu lernen. Ihr polnischer Kollege Adam Krawczyk spricht fließend deutsch, aber Lena gewinnt bald den Eindruck, dass er ihr Informationen vorenthält. Statt einer vertrauensvollen Zusammenarbeit herrscht Misstrauen zwischen den Ermittlern. So wirken beide Ermittler nicht sonderlich sympathisch, sind aber bemüht, ihren Job bestmöglich zu erledigen. Beide Figuren wirken glaubwürdig und realistisch. Die deutsche Reisegruppe wirkt noch weitaus unsympathischer und erweckt den Eindruck, wichtige Informationen zu verschweiden. Nach dem Verschwinden des jungen Mädchens reist deren Vater an und das zerrissene Verhältnis der beiden Elternteile rückt in den Mittelpunkt.
Der Schreibstil ist eindringlich und vermittelt viele Emotionen. Gut gefallen hat mir die atmosphärische Schilderung der Urlaubsregion, vor allem abseits der Haupzpfade. Die Handlung ist komplex und lange Zeit ist nicht klar, in welche Richtung es gehen wird. Interessant fand ich die Beschreibung der Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit der Polizeibehörden, die ich so nicht erwartet hatte. Stellenweise wurden mir Lenas Probleme zu ausführlich behandelt. Die Spannung hielt sich auch deshalb lange Zeit im Rahmen, stieg dann aber deutlich an. Beeindruckt hat mich die Hartnäckigkeit der beiden Ermittler, die nach einigen Fehlschlägen und Ermittlungsfehlern doch noch zum Erfolg führte. Die Auflösung ist vollständig und nachvollziehbar. Zum Ende hin habe ich sogar mit den Polizisten mitgefiebert. Insgesamt habe ich mich gut unterhalten und würde auch eine Fortsetzung lesen wollen.

Fazit:
Ein eindringlicher Krimi, der sich auch schwer verdaulichen Themen widmet. Dieser Titel hat mir nach mäßigem Start zunehmend besser gefallen. Deshalb bewerte ich das Buch mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten). Ich kann das Buch Freunden eher härterer Krimikost empfehlen.
246 reviews
July 24, 2026
Inhalt:
Am Strand von Swinemünde wird ein Toter gefunden. Da es sich dabei um einen deutschen Touristen handelt, wird die deutsche Ermittlerin Lena Schulte an die polnische Ostseeküste geschickt, um ihre dortigen Kollegen um Kommissar Adam Krawczyk bei den Ermittlungen zu unterstützen. Was zunächst nach einem Badeunfall aussieht, entpuppt sich schon bald als Mord. Zudem ist die zehnjährige Luisa, die zusammen mit ihren Eltern zur gemeinsam verreisten Freundesgruppe des Toten gehört, spurlos verschwunden. Eine fieberhafte Suche beginnt - nach dem Mörder sowie nach Luisa.

Meine Meinung:
Als Fan der Heller-Krimis von Autor Frank Goldammer war ich sehr gespannt auf diesen Auftakt einer neuen Krimireihe. Das Setting an der Ostsee, im Grenzgebiet zwischen Polen und Deutschland, hat mir gut gefallen. Eine grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit bringt natürlich einige Herausforderungen wie unterschiedliche Vorschriften oder kulturelle Unterschiede mit sich, die im Buch authentisch dargestellt und gut in die Handlung eingebaut werden.

Der Kriminalfall ist spannend und verzwickt. Die Ermittler bekommen es nicht nur mit Mord, sondern zusätzlich noch mit einer Entführung zu tun. Zudem scheint die Freundesgruppe, die gemeinsam mit dem Toten in Swinemünde urlaubt, nicht mit offenen Karten zu spielen. Nach und nach kommen immer mehr Geheimnisse und damit auch Motive ans Tageslicht und so bleibt es bis zum Ende spannend und wendungsreich.

Die Protagonisten des Buches, die sehr unterschiedlichen Ermittler Lena Schulte und Adam Krawczyk, haben mir grundsätzlich gut gefallen, allerdings hatten sie für meinen Geschmack zu viele eigene Probleme und Päckchen, die sie mit sich herumtragen. Ich hätte sie zwischendurch gerne ab und zu geschüttelt und gebeten, sich mehr auf die Ermittlungen zu konzentrieren. An der einen oder anderen Stelle hätte dies auch sicherlich ganz gut getan, denn den beiden unterlaufen durchaus ein paar Ermittlungsfehler. Nichtsdestotrotz ist der Fall spannend und es macht Spaß, die beiden bei den Ermittlungen zu begleiten.

Fazit:
Spannender Reihenauftakt mit interessantem, authentischem Setting. Nur die vielen privaten Probleme und Traumata der beiden Protagonisten waren mir persönlich zu viel. Dennoch bin ich gespannt auf den nächsten Band der Reihe und werde sie definitiv weiter verfolgen.
257 reviews
May 8, 2026
Buchpost aus dem Hause Rowohlt erreichte mich am 02.05., und ich habe mich riesig gefreut! "Strandopfer" von Frank Goldammer, erschienen im Rowohlt Verlag, entspricht ganz meinem Beuteschema, und so begann ich sofort, den ersten Fall des deutsch-polnischen Ermittlerduos zu lesen.

Der Kriminalfall wurde vom Autor an der polnische Ostseeküste nahe der deutschen Grenze angesiedelt. Sofort zog mich Frank Goldammer in die Handlung rund um einen augenscheinlich ertrunkenen Urlauber und ein vermisstes Kind. Das Ermittlerduo Adam und Lena mussten bald feststellen, dass kein natürlicher Tod vorliegt, und beginnen mit der Suche nach dem Mädchen und dem Mörder.

Den beiden Ermittlern verpasste der Autor eine Hintergrundgeschichte, die neugierig auf sie machte. Leider bediente sich Frank Goldammer dabei jedoch vieler Klischees, wodurch Lena und auch Adam mir leider etwas unsympathisch wurden. Doch ich muss die Charaktere nicht lieben, um ihnen durch die Handlung zu folgen.

Der Spannungsbogen ist klug und gut durchdacht angelegt, auch wenn der Zusammenhang zu den Morden und der Tathergang sehr konstruiert wirkt. Ebenfalls hätte ich mir hier und da mehr Zug im Storytelling gewünscht. Die Landschaft und das von Vorurteilen geprägte Zusammentreffen der Ermittler arbeitete der Autor jedoch sehr gut und umfassend heraus.

Für meinen Geschmack hätte jedoch die Familie des Opfers und deren Freunde wesentlich tiefer dargestellt werden können. Hier kratzte der Autor meist nur an der Oberfläche, und so konnte ich bis zum Schluss nicht wirklich eine Beziehung zu ihnen aufbauen.

Lesen ließ sich dieser solide Krimireihenauftakt flüssig und gut, auch wenn es immer wieder durch die breite Erzählweise des Autors zu Längen im Storyaufbau kam. Trotz dieser Kritikkpunkte bin ich gespannt auf weitere Fälle von Lena und Adam und freue mich darauf, an ihrer Seite einen neuen Kriminalfall zu entdecken. Ich kann euch den Reihenauftakt mit 3,5 Sterne weiterempfehlen, wenn ihr gerne ruhigere Krimis lest.
Profile Image for Die Bücherfanten.
29 reviews
May 15, 2026
Ein Bernstein im Mund – der Auftakt zu einer unbarmherzigen Mordserie

Darum geht es:
Kriminaloberkommissarin Lena Schuldt wird an die Ostseeküste geschickt, denn ein deutscher Urlauber wurde ermordet mit einem Bernstein im Mund aufgefunden. Mit gemischten Gefühlen fährt sie an die polnisch-deutsche Grenze, ist sie doch ganz in der Nähe aufgewachsen und wollte nie wieder hierher zurückkehren. Doch schon die ersten Gespräche, die sie zusammen mit ihrem polnischen Kollegen, Kommissar Adam Krawczyk führt, offenbaren ein weiteres Drama: Ein junges Mädchen aus der Freundesgruppe, mit der der Tote Urlaub machte, ist verschwunden. Fieberhaft wird nach ihr gesucht, die Ereignisse überschlagen sich, eine weitere Person wird ermordet und immer noch kann Schuldt das Dickicht aus Lügen und Hinweisen nicht durchdringen.

Mein Eindruck:
Ein neues Ermittlungspaar betritt die Bühne mit einem temporeichen Fall. Sowohl Schuldt als auch Krawczyk bringen dazu ihre Vergangenheit und ihre Macken mit. So gestaltet sich die Zusammenarbeit nicht immer einfach, Schuldt muss mit ihren Vorurteilen kämpfen und Krawczyk ist an die polnischen Gesetze und die polizeilichen Gepflogenheiten gebunden. Beide sind authentisch und mit Tiefgang beschrieben, was sie nicht unbedingt sympathisch, aber glaubhaft macht.
Dazu kommen verschwiegene Zeugen, die mehr verbergen als offenlegen und sich mehr und mehr verdächtig verhalten. Sie bewegen sich in ihrem eigenen Kosmos und schnell liegen die Nerven blank. Das bringt die Kommissare zu immer neuen Hypothesen, was wirklich geschehen ist.
Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, so fesselnd waren die Wendungen, neuen Ansätze und Vermutungen. Die Dynamik zwischen den Ermittlern, aber auch innerhalb der Freundesgruppe boten reichlich Stoff fürs Miträtseln.

Fazit:
Ein Krimi, der einem keine Zeit zum Atemholen bietet. Der Auftakt (so hoffe ich) zu einer neuen Reihe von deutsch-polnischen Kriminalfällen, die offen auch die Schwierigkeiten und Vorurteile thematisiert.
Profile Image for MirjS.
168 reviews
May 18, 2026
Eigenwillige Ermittler, starke Atmosphäre

Am Strand von Swinemünde an der polnischen Ostseeküste wird am Strand ein deutscher Tourist tot aufgefunden. BKA Ermittlerin Lena Schulte wird entsendet um sich, gemeinsam mit dem polnischen Kommissar Adam Krawczyk, der Sache anzunehmen. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um keinen normalen Badeunfall handelt. Als dann noch das Mädchen vermisst wird, dass vermeintlich mit dem Toten unterwegs war, sind beide Ermittler alarmiert.

Bis zu „Strandopfer“ war mir Autor Frank Goldammer ehrlich gesagt gar nicht bekannt und auch auf dieses Buch bin ich nur durch das Cover und die Tatsache, dass es sich um einen Reihenauftakt handelt, aufmerksam geworden. Ich habe schlussendlich das, von Oliver Siebeck solide gelesene, Hörbuch gehört und konnte mich gleich in die ganze Atmosphäre, die Klischees und auch beide Seiten der Protagonisten hineinfühlen. Diese empfand ich auch nicht als übertrieben, sondern als absolut nachvollziehbar. Mal ganz davon abgesehen, dass diese „Ost-West-Konflikte“ sowohl dem Buch, als auch den Ermittlern, nochmal zusätzliche Tiefe und Dynamik verliehen haben. Mir haben sowohl der atmosphärische Schreibstil, als auch die Charaktere, mit ihren äußerst eindrücklich und toll beschriebenen Denkweisen, sehr gut gefallen. Der Spannungsaufbau erfolgte nach und nach, hielt sich dann aber bis zum Schluss durchweg aufrecht. Selbst die viel Raum einnehmenden Vernehmungen empfand ich an keiner Stelle als langatmig, da sie zweifellos zum Gesamtverständnis der Umstände, insbesondere auch den Problemen der polnischen Bevölkerung beigetragen haben.

Fazit: Mir hat der Auftakt zur Grenzfall-Ostsee-Reihe richtig gut gefallen! Das Buch hat mit seinen eigenwilligen Ermittlern absolut meinen Geschmack getroffen, mich mitfiebern und auch rätseln lassen. Autor Frank Goldammer werde ich mir auf jeden Fall merken und freue mich schon jetzt auf die nächsten Fälle von Lena und Adam!
122 reviews
May 20, 2026
Nicht wirklich fesselnd

"Manchmal ist das Meer nicht das Kälteste."

Die BKA-Ermittlerin Lena Schulte wird an die deutsch-polnische Ostseeküste gerufen, nachdem ein Tourist tot am Strand von Świnoujście aufgefunden wurde. Zunächst deutet alles auf einen tragischen Badeunfall hin, doch ein Bernstein im Mund des Opfers macht den Fall verdächtig. Gleichzeitig verschwindet die zehnjährige Luisa, die mit dem Toten in Verbindung steht. Als dann noch eine weitere Leiche auftaucht, beginnt für Lena und ihren polnischen Kollegen Adam Krawczyk ein gefährlicher Wettlauf gegen die Zeit.

Klingt spannend? Ist es aber leider nicht wirklich.

Frank Goldammers „Strandopfer“ startet zunächst mit einer durchaus interessanten Ausgangslage, verliert jedoch schnell an Tempo, weil sich die Ermittlungen über weite Strecken im Kreis drehen und viele Szenen unnötig in die Länge gezogen wirken. Immer wieder werden dieselben Fragen an dieselben Personen gestellt, ohne dass die Geschichte spürbar vorankommt.
Hinzu kommt ein Schreibstil, der auf mich teilweise recht holprig wirkte – manche Formulierungen und eigenwilligen Satzkonstruktionen bremsten meinen Lesefluss immer wieder aus.

Auch mit den Figuren wurde ich nicht warm: Sowohl Lena als auch Adam blieben für mich distanziert und wenig sympathisch, wodurch es schwerfiel, wirklich mit ihnen mitzufiebern. Lena wirkte auf mich häufig anstrengend und unsympathisch, während Adam permanent bemüht scheint, sich beweisen zu müssen.

Die Auflösung war am Ende zwar noch einigermaßen solide, das Motiv blieb für mich jedoch nur bedingt nachvollziehbar.

Fehlende Spannung, sich im Kreis drehende Ermittlungen, schwache Figuren: Insgesamt hinterlässt der Roman bei mir den Eindruck eines zähen Reihenauftakts, der wenig Lust auf eine Fortsetzung macht.
42 reviews
May 19, 2026
Strandopfer – Meine kleine Meinung zum Buch

Weißt du, Strandopfer von Frank Goldammer hat mich wirklich überrascht. Ich lese ja schon seit vielen Jahren Krimis, und trotzdem gibt’s immer wieder Bücher, die mich richtig reinziehen. Dieses hier gehört dazu. Die Ostsee‑Stimmung ist so schön rau und moody, richtig zum Reinkuscheln, wenn draußen der Wind ums Haus geht. Alles wirkt ein bisschen düster, ein bisschen mysterious, aber nie übertrieben – genau die Mischung, die ich mag.

Die Ermittlerin Lena Schulte fand ich sofort sympathisch. Eine junge Frau, die ihren Job macht, ohne großes Drama, very down‑to‑earth. Und der polnische Kommissar Adam Krawczyk passt wunderbar dazu – ruhig, bedacht, very calm energy. Die beiden zusammen haben mir richtig gut gefallen, so ein Duo, das man gern begleitet.

Die Geschichte selbst ist spannend, aber nicht stressig. Ein toter Tourist am Strand, ein Bernstein im Mund (da musste ich kurz schlucken), ein verschwundenes Mädchen und eine Urlauber‑Gruppe, bei der man sofort merkt: Da stimmt was nicht. Alles ein bisschen shady, aber so erzählt, dass man gut mitkommt. Ich hab mich richtig in die Atmosphäre fallen lassen.
Meine Meinung

Ich gebe dem Buch fünf Sterne, weil es mich von Anfang bis Ende gut unterhalten hat. Die Ostsee‑Kulisse, die leicht unheimliche Stimmung, die Mischung aus deutscher und polnischer Ermittlungsarbeit – das war alles very much my cup of tea. Ein schöner, runder Auftakt, der Lust auf mehr macht.
52 reviews
August 5, 2026
„Strandopfer“ von Frank Goldammer ist ein spannender Auftakt der Grenzfall-Ostsee-Reihe. Besonders gut gefallen haben mir das deutsch-polnische Ermittlerduo, das ungewöhnliche Setting und die dichte Atmosphäre an der Ostseeküste.

Die Ermittlungen rund um einen rätselhaften Todesfall und ein vermisstes Mädchen sind abwechslungsreich aufgebaut. Viele Personen scheinen etwas zu verbergen, wodurch ich beim Hören immer wieder neue Vermutungen hatte. Die Spannung entwickelt sich eher ruhig, bleibt aber durchgehend erhalten und steigert sich im weiteren Verlauf deutlich.

Lena Schulte und Adam Krawczyk sind ein interessantes Ermittlerteam. Ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten und Sichtweisen ergänzen sich gut. Gleichzeitig bleibt genug Raum, damit man die beiden Figuren und ihre Zusammenarbeit kennenlernen kann.

Das Ostsee-Setting passt hervorragend zur Handlung. Strand, Meer und Urlaubsatmosphäre stehen im starken Gegensatz zu den düsteren Ereignissen. Dadurch entsteht eine besondere, teilweise beklemmende Stimmung.

Zum Hörbuch
Oliver Siebeck** liest die Geschichte angenehm, klar und ausdrucksstark. Seine Stimme passt sehr gut zu einem atmosphärischen Krimi. Die Figuren lassen sich gut unterscheiden und auch ruhigere Szenen werden spannend vorgetragen.

Fazit

Ein gelungener Reihenauftakt mit einem sympathischen Ermittlerduo, vielen Geheimnissen und einer starken Ostseeatmosphäre. Das Hörbuch hat mich sehr gut unterhalten und neugierig auf weitere Fälle gemacht.
Profile Image for Book Girl .
223 reviews
June 15, 2026
Ich liebe die Ostsee, deshalb hat mich Strandopfer direkt angesprochen. Ein Krimi an der deutsch-polnischen Küste klang für mich sofort nach genau der richtigen Mischung aus Spannung und Atmosphäre.
Der Fall beginnt mit einem toten deutschen Urlauber am Strand von Swinemünde. Zuerst sieht alles nach einem Badeunfall aus, doch dann wird ein großer Bernstein im Mund des Toten gefunden. Kurz darauf verschwindet auch noch die zehnjährige Luisa, die mit der Urlaubergruppe verbunden ist.
Besonders gut gefallen hat mir das Setting. Die Ostsee, Swinemünde, die Grenze zwischen Deutschland und Polen und diese leicht raue Küstenstimmung passen sehr gut zur Geschichte.
Auch das Ermittlerduo fand ich interessant. Lena Schuldt vom BKA und der polnische Kommissar Adam Krawczyk müssen zusammenarbeiten, obwohl sie beide ihre Vorurteile und persönlichen Schwierigkeiten mitbringen. Das sorgt für zusätzliche Spannung neben dem eigentlichen Fall.
Die Handlung ist stellenweise etwas verwirrend, weil viele Personen aus der Urlaubergruppe etwas zu verbergen scheinen. Dadurch braucht man etwas, um den Überblick zu behalten. Trotzdem bleibt der Fall interessant, vor allem durch den Bernstein und das verschwundene Kind.
Insgesamt ein atmosphärischer Ostsee-Krimi mit spannendem Ermittlerduo und einem ungewöhnlichen Fall.
15 reviews
May 23, 2026
Krimi-Serienauftakt

Das Cover hat mich direkt angesprochen und passt meiner Meinung nach sehr gut zum Buch. Vom Autor Frank Goldammer habe ich bisher das ein oder andere Buch gelesen und ich mag seinen Schreibstil gern.
Worum geht's: Nicht grundlos wird die Berliner Ermittlerin Lena Schulte nach Polen an die Ostseeküste geschickt, um den Tod eines deutschen Urlaubers aufzuklären, der scheints am Strand umgekommen ist. In seiner Kehle steckt ein Bernstein. Lena wird unterstützt von dem polnischen Kollegen Adam Krawczyk, der ein wenig ablehnend gegenüber Lena ist. Auch Lena fühlt sich nicht wirklich wohl, die polnische Polizei zu unterstützen, da die Strukturen bei den Ermittlungen dort ganz anders sind als in Deutschland.
Kurz nachdem Lena und Adam die Ermittlungen aufgenommen haben, verschwindet ein Kind, das mit der Urlaubsgruppe um den Toten an der Ostsee im Urlaub ist.
Spannend sind die Wendungen und immer neuen Verdächtigen, denn jeder hat so sein Geheimnis, was die Ermittlung nicht unbedingt einfacher macht.
Mir hat der Krimi gut gefallen und hat sich angenehm lesen lassen. Gern gebe ich für "Strandopfer" 4 von 5 Sternen.
416 reviews6 followers
June 27, 2026
Gute Atmosphäre, Figuren eher anstrengend
„Strandopfer“ ist der Auftakt der „Grenzfall Ostsee“-Reihe.
Das Ermittlerduo aus der deutschen BKA-Beamtin Lena Schulte und dem polnischen Kommissar Adam Krawczyk arbeitet gemeinsam an einem Mordfall. Ein deutscher Tourist wird mit einem Bernstein im Mund tot am Strand gefunden. Gleichzeitig verschwindet die zehnjährige Luisa spurlos. Innerhalb der Reisegruppe scheint jeder etwas zu verbergen.
Die deutsch-polnische Zusammenarbeit steht stark im Mittelpunkt. Immer wieder werden Vorurteile, kulturelle Unterschiede und die unterschiedlichen Arbeitsweisen der Polizei beider Länder thematisiert. Gerade Lena ist stark von Vorurteilen geprägt. Zwar werden diese gedanklich immer wieder reflektiert, trotzdem war mir das auf Dauer zu viel und zu anstrengend.
Der Hörbuchsprecher Oliver Siebeck liest sehr angenehm und setzt die Betonungen passend. Auch die Ostseeküste wird sehr bildhaft und atmosphärisch beschrieben.

Eigentlich bietet das Buch gute Unterhaltung, durch die anstrengende Figurengestaltung konnte es mich jedoch nicht vollständig packen. Ich denke daher, dass ich die Reihe nicht weiterverfolgen werde.
2,444 reviews14 followers
May 15, 2026
Zum Inhalt:
Als ein deutscher Tourist tot am Strand bei Swinemünde wird Lena an die Ostsee beordert. Er hat einen Bernstein im Mund, was einen Badeunfall in Zweifel ziehen lässt. Als dann noch die Tochter einer Freundin des Toten verschwindet, ermitteln Lena und ihr polnischer Kollege Adam gemeinsam. Alle, die sie befragen, scheinen etwas zu verbergen. Dann gibt es wieder ein Leiche mit einem Bernstein im Mund.
Meine Meinung:
Die Story hat mir gut gefallen, gerade auch dieses Zusammenspiel von polnischen und deutschen Ermittlern hatte so seinen Reiz, denn durch die Sprachbarrieren kommt mitunter Misstrauen oder auch Unverständnis auf. Das wirkt sehr authentisch. Zwischendurch hat die Geschichte auch die ein oder andere Länge, die ich aber nicht als sonderlich störend empfunden habe, kann aber auch daran liegen, dass ich die Hörbuchversion hatte, denn durch das erzählt bekomme statt selbst lesen, finde ich Längen nicht so anstrengend. Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt.
Fazit:
Interessantes Setting
175 reviews
May 31, 2026
Spannender Schauplatz mit nerviger Kommissarin

Ein Mord an einem Beamten an der polnischen Grenze erfordert, dass die deutsche Polizei vor Ort ist. Gemeinsam mit dem polnischen Kollegen beginnt die Ermittlung. Und es soll nicht bei einem Toten bleiben.

Meine Meinung

In diesem Buch passiert so extrem viel, dass es zu viel ist. Es ist ein spannendes Buch von Beginn bis zum Schluss mit Überraschungen und Wendungen.

Ich habe das Hörbuch gehört und fand den Sprecher sehr gut. Er hat eine angenehme und ausdrucksstarke Stimme.

Es ist ein flüssiger und schneller Erzählstil und die Personen und Handlungen werden sehr gut erklärt und verständlich beschrieben.

Die Personen kommen authentisch rüber, jedoch nervte mich die deutsche Kommissarin extrem, was ich sehr schade finde.

Ich fühlte mich richtig erschlagen von dieser Geschichte und kann das Buch eigentlich nicht so richtig weiter empfehlen.

3 Sterne und kann man lesen, aber da gibt es viele bessere.
47 reviews
May 20, 2026
Das Cover von 'Strandopfer' hat mich gleich angesprochen.
Ein neues Ermittlerduo im deutsch-polnischen Grenzgebiet klingt auch vielversprechend. Bei dem ersten Fall mit neuen Ermittlern werden einige private, geschichtliche und gesellschaftliche Hintergründe eingebaut ' aus meiner Sicht leider zu plakativ und wenig differenziert.

Dadurch verliert die interessant angelegte Handlung sehr viel Tempo und es zieht sich. Aks zum Ende auch noch die Logik verloren geht, verliert das Buch bei mir endgültig.

Der flüssigen Schreibstil hilft, das Buch nicht schneller wegzulegen. Hinzu kommt, dass ich mich mit keiner der Protagonisten so richtig anfreunden konnte. Am Ende bleiben sie doch flach und blass. Selbst die andauernde fehlende Sympathie zwischen den beiden Ermittlern wirkt aufgesetzt.

Insgesamt ein solider Krimi, aber nicht das Richtige für mich.
139 reviews
May 26, 2026
Das Cover passt.
Das deutsch polnische Ermittlerduo ist kein eingespieltes Team. Beide mit negativer Vorgeschichte im persönlichen Umfeld bedienen viele Klischees.
So gestaltet sich die Zusammenarbeit der Beiden als spröde und lauernd.
Der Plot istinteressant. Ein toter deutscher Urlauber mit Verbindung zum Innenministerium wird am Strand von Misdroy/ Swinemünde gefunden. Dazu wird ein 10 jähriges Mädchen aus der Urlaubsgemeinschaft vermisst.
Die Ermittlungen gehen schleppend voran, konzentrieren sich auf die befreundetetn Urlauber. In der Region gibt es viel Tourismus, beliebt bei deutschen Urlaubern. Deshalb gemeinsame deutsch- polnische Ermittlungen.
Mir gefiel die Voreingenommenheit der deutschen Kommissarin gegenüber den Polen nicht. Sie ist in der Region aufgewachsen. Auch der polnische Kommissar hatte eine deutsche Frau und ist befangen.
Ansonsten viel Lokalkolorit.
8 reviews
June 11, 2026
Grenzfall

Das Wort „Grenzfall“ beschreibt dieses Buch in mehrfacher Hinsicht: Zum einen mit Bezug auf die Handlung, das Ganze spielt an der deutsch-polnischen Grenze, und das Ermittlerduo besteht aus einer deutschen Kriminalbeamtin und einem polnischen Kriminalbeamten. Zum anderen konnte sich der Autor offensichtlich nicht wirklich entscheiden, was denn nun das eigentliche Thema des Buches sein sollte: Ein Mordfall und damit eine Kriminalgeschichte, die diesen Fall klassisch auflöst, ein Geschichtsbuch, dass die deutsch-polnische Geschichte aufarbeiten möchte oder ein Psychodrama, das Kindheitstraumata beschreibt und aufarbeitet. Letztlich ist es von allem ein bisschen, aber nichts so richtig, zumindest einer dieser drei Aspekte ist zu viel. Und obwohl ich der Story bis zum Schluss gefolgt bin, richtig überzeugt war und bin ich nicht.
Profile Image for Alexandra Behr.
563 reviews5 followers
May 20, 2026
Ein Auftakt einer neuen Reihe, der mich leider nicht überzeugen konnte.

Der Schreibstil ist gut lesbar.

Das polnisch-deutsche Ermittlerduo Adam und Lena konnte mich nicht überzeugen und war mir äusserst unsymphatisch. Ich konnte auch keinerlei Verbindung zu den beiden aufbauen.

Der Fall an sich, ein Mordopfer und ein verschwundenes Kind, kling gut.
Leider war auch das nicht nach meinem Geschmack.

Die Handlung zog sich für mich persönlich in die Länge und konnte mich zu keinem Zeitpunkt richtig fesseln.

Dies ist wie immer nur meine ganz persönliche Meinung.

Jeder sollte selbst entscheiden, ob dieser Krimi nach seinem Geschmack ist.,

Von mir gibt es 2,5 Sterne.

Profile Image for Katzi.
74 reviews
June 8, 2026
Ach Goldammer, das kannst du doch besser. Ich habe Bruch geliebt, und dachte man könnte da ggf. anknüpfen, aber tatsächlich - meh - leider nicht. Es war okay. Deswegen die 3 Sterne. Eigentlich hätte ich gerne 2.5 gegeben. Es plätschert dahin, man möchte trotzdem mehr wissen, aber zeitgleich hat mich auch einiges gestört. Und ich bin mit beiden Charaktern nicht wirklich warm geworden. Bei beiden hat mich was gestört, - vielleicht höre ich die Reihe weiter, maybe aber auch nicht. Ich lasse mich mal von mir selbst überraschen.
3 reviews
August 15, 2026
Dieses Buch macht schlechte Laune!
Ich dachte, das wäre eine nette Sommerlektüre für den Urlaub. Leider weder spannend noch angenehm zu lesen. Die beiden Protagonisten sind permanent schlecht gelaunt und meckern an allem rum, sämtliche abgedroschene Klischees werden bedient, dazu noch eine Portion Rassismus, ein paar Leichen und Polizisten - und fertig ist das Buch. Kein Spannungsbogen, stattdessen ständiger Seelenstriptease der Protagonistin. Das Ende wirkt konstruiert, als hätte der Autor auf seine eigene Geschichte keine Lust mehr gehabt. Schade um die vertane Zeit!
Profile Image for Elke.
1,986 reviews43 followers
July 7, 2026
Nachdem ich den Autor auf dem Cover gelesen hatte, wollte ich das Buch unbedingt lesen, da ich sowohl den Angstmann als auch Bruch sehr spannend fand. Leider konnte mich dieser Krimiauftakt im Vergleich nur mässig fesseln. Die Protagonistin Lena war unsympathisch, auch wenn ihre Gedankengänge zeigen sollten, dass sie selbst mit ihren seit Kindheit angewöhnten Vorurteilen haderte. Die Ermittlungsarbeit im Team mit dem polnischen Kommissar Adam verlief schleppend, wirkte oft dilettantisch - wie beide zwischendurch selbst erkennen müssen - und litt vor allem unter den Befindlichkeiten Lenas, die das ganze Buch überschatteten und meiner Meinung nach viel zu viel Raum einnahmen. So fiel es mir ausgesprochen schwer mitzufiebern, obwohl der Fall an sich sehr interessant war (dafür auch die drei Sterne). Da hatte ich mir wohl etwas anderes erwartet, aber diese neue Reihe ist dann doch nicht mein Fall.
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