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Heaven's Gate: Ein Fall für Caruso

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Nach Monaten des bittersüßen Nichtstuns auf der philippinischen Insel Surogao steht Caruso, ehemaliger deutscher Profisurfer und Privatdetektiv, tief in der Kreide. Da kommt die schöne Spanierin sehr gelegen, die ihn beauftragt, ihren verschwundenen Sohn wiederzufinden. Die Insel, ein Paradies für Wellenreiter und Touristen auf Selbstsuche, ist ein heißumkämpfter Umschlagplatz für Drogen. Schnell führen seine Ermittlungen Caruso in einen Abgrund aus Gewalt und Korruption und zu mehr als einem verlorenen Sohn.

304 pages, Paperback

Published February 25, 2026

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Daniel Faßbender

3 books1 follower

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Community Reviews

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Displaying 1 - 28 of 28 reviews
Profile Image for Lukas.
40 reviews
February 1, 2026
Ein spannender Roman, der irgendwo zwischen Roman, Krimi & bisschen Action hin und her wandert - sprachlich aber schön gelöst
Profile Image for Alexa.
181 reviews15 followers
May 9, 2026
Bis zur Hälfte hat mir dieser Roman richtig gut gefallen. Ich mochte die asiatische Insel als ungewöhnlichen Handlungsort, die Atmosphäre zwischen den Surfern und den Einheimischen und den abgerockten Ermittler Caruso. Ab der Mitte war es mir dann zu viel brutale Handlung und zu actionreich. Das Ende kam mir auch zu überstürzt vor. Schade, ich hatte mir ein bisschen mehr davon erwartet.
Profile Image for Gunnar.
415 reviews14 followers
May 1, 2026
Der frühere deutsche Profisurfer Caruso lebt inzwischen auf Surogao, eine Insel der Philippinen. Dort stürzt er sich regelmäßig in die Wellen dieses Surfspots und verdingt sich mehr schlecht als recht als Gelegenheitsprivatdetektiv, fristet allerdings ein Leben von der Hand in den Mund. Die attraktive und reiche Spanierin Ángel will allerdings ausgerechnet ihn verpflichten, ihren vermissten Sohn Juan zu finden, da die korrupte Polizei keine Hilfe zu sein scheint. Caruso nimmt die Aufgabe an, ermittelt zunächst im Surfermilieu, in dem sich Juan wohl auch bewegte. Allerdings ist die Insel Surogao nicht nur bei Surfern ein Hot Spot, sondern auch zunehmend im internationalen Drogenhandel. Und so gerät Caruso schnell in eine äußerst gefährliche Situation.

Währenddessen ist in Deutschland Dietmar „Diego“ Miehle, ehemaliger Zuhälter und Kokskönig auf St. Pauli nach langer Haft wieder auf freiem Fuß. Der alternde Ex-Gangster glaubt nun, mit einer (Auto-)Biographie ein gutes Auskommen erreichen zu können, muss allerdings feststellen, dass ein Verlag abspringt und auch sonst kaum jemand auf ihn gewartet zu haben scheint. Da meldet sich Caruso bei ihm, denn er ist einer der letzten Kontakte auf Juans Handy. Juan ist Diegos Sohn, er hatte allerdings bis vor einigen Wochen keinen Kontakt. Diego hat eine Ahnung, was sein Sohn auf Surogao vorhatte und kann Caruso einige Insidertipps geben.

Ich schlief bis in den Nachmittag und träumte von Hawaii, dem Gecko im Wasserspender und Fuerteventura. Ein wirrer Alptraum, vielleicht auch mehrere, die flirrend ineinander übergingen. Die Angst, alles zu verlieren, was wir etwas bedeutete, ließ mich mit rasendem Herzen aufwachen. Als mir einfiel, dass ich bereits alles verloren hatte, beruhigte es sich wieder. (Auszug S. 120)
„Heaven’s Gate“ ist Daniel Faßbenders erster Krimi. Der Autor debütierte 2018 mit seinem Roman „Die weltbeste Geschichte vom Fallen“. Im Nachwort dankt er unter anderem Horst Eckert und … Das könnte auch durchaus aufgehen, denn dieser Surfer-Krimi bringt frischen Wind in die deutsche Krimiszene, die sich bei den Schauplätzen in der Regel nicht so weit von der Heimat entfernt. Die (fiktive) philippinische Insel und vor allem die Surfspots sind reizvoll beschrieben. Auch die Themen Gewalt, Korruption, Drogenhandel werden angemessen und spannend behandelt.

Nicht ganz optimal fand ich allerdings die Figuren des Romans. Schon Caruso als Hauptfigur gefiel mir eigentlich auf dem Surfbrett am besten, an Land hatte der Privatdetektiv für meinen Geschmack Mühe, sich aus den Reminiszenzen an andere hardboiled detectives (finanziell klammer Einzelgänger, dem Alkohol sehr zugeneigt, begibt sich voller Naivität in den Fall (obwohl er es besser wissen müsste), schläft mit der schönen Auftraggeberin usw.) zu befreien. Zudem gibt es aus meiner Sicht nicht allzu sehr ausgereifte Nebenfiguren, die nur kaum aus der Eindimensionalität hervortreten wie der russische Oligarchensohn, die korrupte Politik und Polizei, die schöne, reiche Mutter des Vermissten und andere. Auch Diego kommt mir oftmals eher als „Comic relief“ vor, denn als ernsthafte Figur.

„Heaven’s“ Gate lässt mich etwas hin- und hergerissen zurück. Einerseits sicherlich ein ordentliches Krimidebüt. Lässig-flüssiger Stil, liest sich locker weg. Kann mit glaubwürdiger Surfer Attitude punkten. Bringt ein unverbrauchtes, tropisches Setting, aber verschweigt nicht die Schattenseiten und das zu bestimmten Jahreszeiten miese Wetter. Andererseits werden hier an einigen Stellen die Klischees bemüht, die Figuren bleiben manchmal flach und im Plot wird zum actionhaften Schluss für meinen Geschmack manches zu hopplidahopp und nicht mehr ganz glaubhaft forciert.

Der Roman stand – wie gesagt – im März an der Spitze der auch von mir gern als Hinweis genutzten Krimibestenliste. Winslows Surfer-Cop Boone Daniels wurde in der Kritik als Referenz genannt. Faßbender selbst verweist in einem Verlagsinterview auf Hammett und Fauser als Vorbilder. Nun, der Roman war wirklich ganz gut, sicherlich über dem Krimi-Einheitsbrei. Aber auf der „Hardboiled & Noir Road“ zu diesen Vorbildern sind noch einige Schritte zu laufen.
Profile Image for Tom Beetz.
39 reviews2 followers
April 24, 2026
Surogao, Philippinen - der ehemalige Profi-Surfer Caruso hat sich dorthin abgesetzt. Neben alltäglichem Wellenreiten und zu viel Rum verdient sich Caruso seine Pesos als gelegentlicher Privatermittler.
Die reiche Spanierin Ángel sucht ihn auf, weil ihr 20-jähriger Sohn verschwunden ist. Die örtliche Polizei sagt, sie könne nichts tun, Juan sei schließlich erwachsen. Und wie sich ein Monsun vor den Philippinen aufbaut, nähert sich am Horizont der Handlung eine dunkle, immer bedrohlicher werdende Wolke aus Gewalt und ungeahnten Wendungen. Caruso offenbaren sich die kriminellen Abgründe eines Landes, das nicht nur Heaven's Gate für Surfer zu bieten hat, sondern auch mit seinem Anti-Drogen-Krieg ein Hell's Gate für alle, die mit Drogen in Verbindung gebracht werden.

'Heaven's Gate' ist für mich ein packender Krimi, der sich perfekt für sonnige Tage eignet, egal ob am Strand oder auf Balkonien. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Fall für Caruso.
24 reviews
April 17, 2026
Nichts ganzes und nichts halbes
Aber hab’s geliebt, dass es sich um den Ort handelt, wo ich surfen gelernt habe
Profile Image for Michael Madel.
594 reviews13 followers
April 25, 2026
Ein recht unterhaltsamer, zuweilen brutaler Krimi mit klassischem Plot in ungewöhnlicher Umgebung (den Philippinen). Kann man lesen, muss man aber nicht.
1,518 reviews8 followers
February 25, 2026
Ermittlungen im Surfer-Paradies

Klappentext:
Nach Monaten des bittersüßen Nichtstuns auf der philippinischen Insel Surogao steht Caruso, ehemaliger deutscher Profisurfer und Privatdetektiv, tief in der Kreide. Da kommt die schöne Spanierin sehr gelegen, die ihn beauftragt, ihren verschwundenen Sohn wiederzufinden. Die Insel, ein Paradies für Wellenreiter und Touristen auf Selbstsuche, ist ein heißumkämpfter Umschlagplatz für Drogen. Schnell führen seine Ermittlungen Caruso in einen Abgrund aus Gewalt und Korruption und zu mehr als einem verlorenen Sohn.

„Heaven’s Gate“ von Daniel Faßbender führt die Leser*innen auf die philippinische Insel Surogao. Die Philippinen sind ein Handlungsort, der nicht oft in Büchern vorkommt und hat mich daher interessiert.

Im Mittelpunkt steht Caruso. Einst war er Profi-Surfer, jetzt versucht er sich als Privatdetektiv mehr schlecht als recht über Wasser zu halten.
Als Caruso dringend Geld braucht, kommt Ángel Guzmán Gaviria zu ihm. Ihr Sohn Juan ist verschwunden und Caruso soll ihn finden. Der philippinischen Polizei traut Ángel Guzmán Gaviria nicht zu, den Sohn zu finden. Die Bequemlichkeit der örtlichen Polizei, hat für Caruso seine Vorteile, es bringt ihm doch immer wieder einen Auftrag ein.
So macht er sich daran Juan zu finden. Dabei stößt er auf Korruption, Drogen und Alkohol. Unterstützung bekommt er durch den Hacker Yahoo.

Daniel Faßbender verbindet in seinem Kriminalroman das Parasitische der Insel Surogao, mit den Abgründen, die er entdeckt und natürlich mit Spannung.

Die Charaktere sind gut gezeichnet. Caruso ist ein Unikum, er frönt am liebsten dem Nichtstun, Surfen ist seine Leidenschaft, er kann sich aber auch in die Ermittlungen stürzen. Denn mit dem Geld, das er damit verdient, kann er wieder dem Nichtstun frönen.
Daniel Faßbender beschreibt den Handlungsort eindrucksvoll und gibt seinen Leser*innen auch tiefe Einblicke in das Surfen. Ich konnte das Meer rauschen hören und die Wellen vor meinem inneren Auge brechen sehen.

Die philippinische Polizei gibt in dieser Geschichte kein gutes Bild ab. Willkür und Faulheit zeichnen sie eher aus.

Der Autor lässt das Surfer Paradies sich mit den Ermittlungen abwechseln. So ist das Buch sehr kurzweilig, unterhaltsam und auch spannend.

„Heaven’s Gate“ habe ich gerne gelesen, ich würde mich freuen Caruso einmal wieder zutreffen.
Profile Image for Magnolia .
635 reviews3 followers
February 25, 2026
Von Caruso, dem surfenden Privatdetektiv

„Sie stellt sich als Ángel vor, Ángel Guzmán Gaviria, und sie vermisst ihren Sohn Juan. Alle nennen ihn nur John John.“ Bei der Polizei war sie nicht, denn „Choco Mucho ist ein feiner Kerl, aber ein lausiger Bulle.“ Nun, ich erfahre noch so einiges mehr von ihm und von der Arbeitsweise der Polizei hier, auf der philippinischen Insel Surogao. Chocos Faulheit heißt für Caruso, dass er so dann und wann einen Auftrag erhält, wenngleich dieser nicht viel einbringt, ihn aber so einigermaßen am Leben erhält, er krebst sozusagen permanent am finanziellen Limit. Die Miete, die Drinks und noch so einiges kosten – da kommt ihm diese Suche nach dem verschollenen Sohn gerade recht, zumal Ángels Vorschuss sich sehen lassen kann.

Caruso ist ein ehemaliger Profisurfer, der hier als Privatdetektiv unterwegs ist - sofern er einen Auftrag hat. Ich würd ihn eher als verkrachte Existenz beschreiben, der dem süßen Nichtstun frönt. Dramatisch geht´s los, als er einige Surfer dabei beobachtet, wie sie diese Welle unterschätzen und er selbstlos eingreift. Es sind Russen. Und sie sehen dies komplett anders. Eine gebrochene Nase spricht Bände, Caruso muss dafür bestraft werden. Schon allein das Cover spricht für sich, die Riesenwelle macht Laune und erweckt schon Betrachten eine unbändige Lust (nach Meer) nach mehr.

In erster Linie aber heißt es, John John aufzuspüren. Dabei nimmt Caruso die Hilfe von Yahoo an, einem Filipino und begnadeten Hacker, auch andere mischen kräftig mit. Was allerdings Diego in Hannover mit dem Ganzen zu tun hat, wird später klar, momentan aber scheint seine Geschichte eine ganz eigene zu sein.

Die wendungsreiche Story gewährt neben der Detektivarbeit einen tiefen Einblick ins Surferparadies, das für die Einheimischen gar nicht so paradiesisch daherkommt. Man spürt ihr karges Dasein, ihren täglichen Existenzkampf. Über Drogen und Alkohol, Gewalt und Korruption, Polizeiwillkür bis hin zu Mord ist alles dabei. Ganz anders das Ministerium für Tourismus, das die Inselkampagne mit dem Slogan „Welcome to Paradise. Welcome to Surogao“ startet.

Um zu Caruso zurückzukommen – er ist nicht gerade ein Sympathieträger, auch ist er keiner dieser herkömmlichen Detektive, eher schon ein abgehalfteter ehemaliger Profisurfer, der dennoch einen gewissen Charme besitzt und diesen bei Bedarf auch einzusetzen weiß.

„Heaven’s Gate“ ist ein gut geschriebener, ein kurzweiliger und spannender Krimi mit einem Anti-Helden, von dem es vielleicht noch mehr zu berichten gibt. Ich wär dabei.
25 reviews
May 16, 2026
Dreihundert Seiten sinnlose und maßlose Gewalt

Der Diogenes-Verlag steht für mich für qualitativ hochwertige Literatur mit Anspruch; leider hat er sich mit Daniel Faßbenders "Heaven's Gate" hier selbst untertroffen oder mittlerweile einfach eine andere Linie eingeschlagen. Das Buch ist kurzweilig, keine Frage; ich habe es in kürzester Zeit gelesen. Auch das Format des Bandes liegt sehr gut in der Hand und gefällt mir ebenso wie das ansprechende Cover. Der Roman selbst hat mich aber immer wieder innerlich den Kopf schütteln lassen, zum Ende hin mehr als am Anfang.

Caruso, ein Surfer und unbedeutender Privatdetektiv auf der wohl fiktiven philippinischen Insel Surogao, bekommt einen heiklen Fall in die Hände, als er den verschwundenen Sohn einer reichen Spanierin finden soll. Die Insel ist ein Drogenhotspot mit bestechlichen Polizeibeamten, mit vielen (Surf-)Touristen und mit einer eher armen Bevölkerung. Wer ehrlich Geld verdient, kommt meist nicht weit.

Caruso selbst ist der typische Antiheld und ein Unsympath genau wie alle anderen Charaktere im Roman. Er konsumiert Unmengen an Alkohol und ein paar Frauen, ist meist betrunken und verletzt und steht meist etwas neben sich. Er leert gern ganze Flaschen Rum (kann dann aber immer noch laufen und etwas denken), hat meist kein Geld und mag auch schnelle Abenteuer mit den Frauen, die gerade zur Verfügung stehen.

Frauen sind im Roman lediglich Objekte, eine Haltung, die längst überholt sein sollte. Faßbender bedient hier alle Klischees, die auch nur möglich sind. Die Sprache wechselt von guten Seiten zu Seiten mit zerrissenem Satzbau und Fäkalsprache. Wer wissen möchte, ob die Sprache ihm/ihr passt, kann ja mal auf Seite 287/288 anfangen.

Was mich aber am meisten gestört hat, ist, dass der Roman kaum Handlung hat, die nicht mit maßloser Gewalt zu tun hat. Ich könnte kurz nach dem Beenden des Romans nicht mehr sagen, wie viele Menschen hier den Tod finden mussten oder brutal verletzt wurden. Die einzige Lösung für jedes Problem scheint hier Gewalt zu sein. Daher ist hier inhaltlich kein durchdachter, cleverer Roman entstanden, sondern ein brutaler Actionkrimi ohne Anspruch. Auch dieser wird sicher seine Zielgruppe finden, aber ich würde Caruso nicht weiter durch sein sinnfreies Leben begleiten wollen.

Trotz aller Kritik lässt sich der Roman flüssig lesen. Ich habe weitergelesen in der Erwartung von überraschenden Wendungen oder einem unerwarteten Ende. Meine Erwartungen wurden aber eher enttäuscht. Dennoch würde ich hier noch 3,5 Sterne geben.
Profile Image for Steffi Mgl.
37 reviews1 follower
Review of advance copy received from Sonstiges
February 15, 2026
Caruso ist ein Ermittler auf der kleinen philippinischen Insel Surogao und versucht sich mit der Suche nach Koffern oder anderen Dingen über Wasser zu halten. Er hat ein dezentes Alkoholproblem, einige schmerzhafte Erinnerungen und verbringt seine Zeit eigentlich am liebsten mit Surfen.
Dann steht eine attraktive, reiche Frau vor ihm und drängt ihn ihren vermissten Sohn zu finden und auch wenn Caruso weiß das er sich damit übernimmt, bleibt ihm nichts anderes über als sich auf die Suche zu machen.
Daniel Faßbender's 'Heavens Gate' umfasst gerade mal um die 290 Seiten. Die haben es aber teilweise in sich. Caruso ist ein Protagonist wie man ihn eher selten kennenlernt. Oftmals sind in solchen Romanen die kleinen Ermittler mal Geheimagenten oder ähnliches gewesen und daher auf Ernstfälle bestens vorbereitet womit natürlich keiner rechnet. Caruso nicht.
Oftmals sind die Ermittler voll im Leben der Einheimischen integriert, verstehen die Kultur, haben Verbindungen und wissen wie sie vorgehen sollen. Caruso eher weniger. Er hat schon Kontakte und ein Grundverständnis, aber das ist alles eher oberflächlich und plausibel.
Er rennt in Fallen, hadert mit der Menschenkenntnis und verliert auch gern mal aufgrund eines Rausches das Ziel aus den Augen.
Caruso an sich ist mir als Charakter nicht ganz verständlich geworden und oftmals wollte ich ihm kurz auf die Schulter tippen und ein höfliches 'WTF?' in den Raum stellen. Der Autor hat aber eine klare Linie bewahrt und ich denke das Caruso für mich einfach eher ungewöhnlich und daher schwerer greifbar war, was sich vllt bei weiterer Lektüre ändern würde.
Die Nebencharaktere haben mir durchgehend gut gefallen und Herr Faßbender hat wirklich gekonnt damit gespielt wie er die Personen ins gewünschte Licht rückt ohne an den Fakten zu rütteln.
Den Storyverlauf habe ich so absolut nicht erwartet und war daher oft überrascht. Das gefiel mir mal ganz gut, mal nicht. Insgesamt hat mir die Story aber gut gefallen.
Der Schreibstil war leicht verständlich und ließ sich flüssig lesen. Lange verschachtelte Sätze sucht man hier vergebens. Dafür findet man, oftmals in den unpassendsten Momenten, humorvolle Dialoge und Verwicklungen. Das hat mir gut gefallen und passte für mich super zusammen.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich kann es guten Gewissens empfehlen. Ein Highlight war das Buch nicht, aber sollten mehr Bände der Reihe erscheinen, hat sie auf jeden Fall Potential mein Herz zu erobern.
106 reviews
Read
March 4, 2026
Caruso, ein Surfer und Privatdetektiv
Ach Caruso, warum hast Du den Schnösel nicht sterben lassen? Ein kleiner Diktator weniger! Im Laufe des Romans aber merken wir, der reiche Russe dient nur als Ablenkungsmanöver, um uns, die Krimifans auf falsche Fährten zu locken.
Daniel Faßbender hat einen sehr spannenden Roman geliefert. Die Ich-Perspektive lässt den Leser direkt am Geschehen teilhaben und die trockenen Kommentare sind die Würze dazu.
Ich war richtig beeindruckt vom Fachjargon des Surfens. Für mich, als Fernsehzuschauerin, war Surfen schön anzusehen, sonst nichts. Ob der Autor selbst surft? Die Termini klingen hinreißend sportlich und faszinierend: Bottom-Turn, Kurvenmanöver, Weißwasserwalzen, Pop up!, Wellenschulter, schräg eine Welle reiten, und so weiter. Ist das nicht schön? Beim nächsten Longdrink an der Strandbar kann ich mit solchen Begriffen um mich werfen!
Der Krimi an sich ist routiniert erzählt, mit einigen 180° Wendungen, die Guten werden zu Bösen, die anderen zu Guten, der vermeintliche Sunnyboy wollte groß ins Drogengeschäft einsteigen, die unwahrscheinlichsten Charaktere im Buch tun sich zusammen. Das macht die Geschichte so spannend. Die typischen Showdowns finden auch statt, Verhaftungen, Befreiungen, nichts, was ein Hollywood Thriller nicht auch könnte, aber hier kommt noch die exotische Kulisse auf einer kleinen philippinischen Insel hinzu. Und es ist alles da: heiße Bräute, Umweltaktivisten, Polizei, mal mehr, mal weniger korrupt, Drogendealer-Rentner, ich meine, richtige Rentner, die das Drogendealen aufgegeben haben und nun sogar in Schulen auf ihre Art vor Kindern auftreten und sie vor diesem dreckigen Geschäft warnen. Pädagogisch völlig am Ziel vorbei, zur Verzweiflung der Lehrer, aber für die Kinder wirksam, Neo- und Altnazis, wirklich alles da. Das macht das Buch so interessant und fesselnd.
Einige Worte noch zum Titelbild: Danke Diogenes Verlag! Für einen Krimi, der im Surfer-Milieu spielt, ist es das richtige Bild. Ich frage mich, was der Surfer dort tut? Einen Bottom-Turn, reitet er schräg die Welle? Fährt er einen Tunnel entlang? Egal, das Bild ist hinreißend. Ich frage mich auch, wo der Fotograf wohl stand? Der war ja wohl auch in dieser gleichen Welle, musste sich auf dem Brett halten und fotografieren. Wessen Leistung ist größer?

Profile Image for Die Bücherfanten.
29 reviews
Review of advance copy
January 21, 2026
Eine Suche im Surferparadies – kriminell gut

Darum geht es:
Caruso, ein ehemaliger Surfprofi, der auf der philippinischen Insel Surogao, sein Leben im Alkohol ertränkt, und nur auf seinem Board, dem Surfbrett, und im Wasser zur Ruhe kommt, hat ein Geldproblem. Anschreiben ist nicht mehr und so nimmt er den Auftrag einer hübschen und reichen Spanierin an, ihren Sohn zu suchen. Schnell wird klar, dass er sich dadurch mit den falschen Leuten angelegt hat. Doch Caruso lässt sich nicht so leicht abschütteln, wenn er einmal eine Spur aufgetan hat. Auch die ein oder andere Schlägerei hält ihn nicht ab, weiterzusuchen. Damit bringt er allerdings nicht nur sich in Gefahr.

Mein Eindruck:
Herrlich, schon bei der ersten Szene, die natürlich beschreibt, wie Caruso auf dem Board bei Heaven’s Gate, einem der besten Wellenspots der Welt, wartet und dann die perfekte Fahrt hinlegt, schon da bin ich in dieser Surfersprache, auf der Insel, am Strand, mir scheint die Sonne auf den Rücken. Caruso ist der Typ, der nur fürs Surfen aufsteht, ansonsten den Tag mit Trinken und noch mehr Trinken verbringt und nur aus Geldnot den nächsten Job annimmt. Eine zerbrochene Figur, deren Ursprung immer wieder durchscheint, und doch eine Figur, die sich sorgt. Nicht ohne Grund bezeichnet Daniel Faßbender Hammets und Chandlers Detektive als die »Onkel und Großväter von Caruso«. Mir fallen dazu auch die Krimis von Dick Francis ein, die ähnlich mit einem Protagonisten arbeiten, der gescheitert ist, aber dennoch für die Gerechtigkeit aufsteht und selbst über seine Grenzen geht.

Fazit:
Heaven’s Gate ist ein solide, handwerklich gut aufgebauter Noir-Krimi, bei dem selbst Cliffhanger geübt und nicht aufdringlich erscheinen. Vor dem Hintergrund der Surferszene und der philippinischen Insel entwickelt sich ein rundum gut erzählter Krimi, der leicht und unterhaltsam zu lesen ist.
Profile Image for Nikko R..
27 reviews
February 26, 2026
Das Buch hat sich sehr schnell und gut lesen lassen und ließ einen sofort bildlich in die Geschichte eintauchen.

Zwar fand ich den Protagonisten Caruso etwas anstrengend mit seinem Alkoholproblem, allerdings hat er dies mit seiner doch liebevollen Art wieder gut gemacht. Zwar waren seine Detektivischen Durchbrüche mehr dem Glück und weniger seiner Kompetenz zu verdanken, aber das hat die Geschichte nur umso spannender gemacht. Da der Protagonist selbst so wenig Ahnung von dem gesamten Ausmaß hatte ist man zusammen im Dunkeln getappt.

Die Nebenfiguren sind allerdings alle auch auf ihre eigene Art gelungen. Diego der früher eine hohe Nummer als Krimineller war und nun draußen aus dem Knast sich probiert als „normaler“ Bürger durchzuschlagen und mit in die Geschehnisse gezogen wird. Yahoo der einem mit seiner lieben Art und seiner Neugier einfach nur ans Herz wächst und die Klimaaktivistinnen, die für einige Überraschungen sorgen.

Einige Ereigniswendungen waren für den Leser vorhersehbar und andere wiederum haben einen kalt erwischt. Man konnte von Anfang bis Ende mit Fibern. Die Philippinen wurden anfangs als unheimlich schöner und idyllischer Ort beschrieben und dieser Eindruck wurde im verlauf der Geschichte durch die düsteren Ereignisse umgewandelt. Trotz der Tatsache, dass ich bisher nicht viel Erfahrung mit dem Surfen hatte, habe ich allen Szenen gut folgen können und viele interessante Einblicke in diese Sportart/ Lifestyle bekommen. Das Ende fand ich sehr gelungen, auch wenn mich der Tod meines persönlichen Lieblingscharakters sehr getroffen hat.

Das Buch ist eine gelungene Abwechslung für alle Krimi-Fans und auch für alle Krimi-Neulinge sehr zu empfehlen.
711 reviews13 followers
March 3, 2026
Bei Asia Noir habe ich bisher immer an koreanische oder japanische Krimis gedacht. Daniel Fassbender rückt mit "Heaven´s Gate" aber auch ein tropisches Inselparadies auf den Philippinen in düstere Stimmung. Sein Protagonist Caruso, ehemaliger Profisurfer und als Privatdetektiv bislang eher mit Kleinigkeiten wie gestohlenen Mopeds beschäftigt, rückt ebenfalls zunehmend in die Nähe der hard boiled Detektive der klassischen Noir-Serie, die von schönen Frauen betrogen werden und reichlich Prügel kassieren. Das vermeintliche Paradies entpuppt sich als ein Sumpf von Drogen und Korruption, dass auch noch ein Taifun aufzieht, scheint da nur konsequent.

Eine schöne, reiche Spanierin heuert Caruso an, der bisher zwischen Surfen und viel Alkohol ein recht entspanntes Leben hatte. Ihr Sohn ist verschwunden und hat sich mit seinem Plan, groß ins Drogengeschäft einzusteigen, offensichtlich übernommen. Caruso stößt bei seinen Ermittlungen nicht nur auf Gegenwind, sondern auch auf Gefahren. Mit dem Vermisstenfall ist er auf ein Hornissennest gestoßen und weiß bald nicht mehr, wem er eigentlich noch trauen kann. Unerwartete Hilfe gibt es von einem ehemaligen Hamburger Zuhälter und Ex-Drogenhändler, der eigentlich entschlossen war, nun ein halbwegs sauberes Leben zu führen, aber in dem Fall persönliche Motive hat.

Ich-Erzähler Caruso ist ähnlich lakonisch und mit einem unsentimentalem, ironischen Blick auf sich selbst und seine halb gescheiterte Existenz wie die Helden der "schwarzen Serie". Ein wenig erfährt man dazu noch über Wellen, Surferszene und den Rausch des Ozeans. Ein spannender Krimi nicht nur für Strandurlaub.

Profile Image for AerdnaLiest.
13 reviews
February 26, 2026
Caruso zwischen den Zeilen. Sympathisch und tiefgründig.

Ein außergewöhnlich literarischer, solider und entspannter Krimi mit Seltenheitswert.

Sympathischer Protagonist mit Vorgeschichte und Grips, ohne Hochglanz-Anstrich.
Gefällt mir.

Die Charaktere in Heaven's Gate kommen authentisch daher und bringen Integrität mit.
Mehr noch, sind sie wirklich raffiniert gezeichnet. Manchmal hintergründig intelligent, auf angenehme Weise scharfzüngig, charismatisch, loyal.
Oder eben auch irgendwie dann doch gar nicht so unsympathische Unsympathlinge.

Caruso erinnert mich an Serien wie Colter Shaw, bloß mit mehr Antihelden-Flair; macht neugierig auf Daniel Faßbender, der ein Garant für eine gute Geschichte ist.

Wer zweimal hinschaut und tiefer zuhört, findet in Caruso einen antiheldisch gemalten Charakter, der genau das eben doch nicht ist.
Horst Eckert zitiert: „Wer Caruso nicht in sein Herz schließt, hat keins.“; weiter: wer Caruso nicht in sein Herz schließt, hat nicht zwischen den Zeilen gelesen.

Dort schreibt Daniel Faßbender eine Persönlichkeit, die sich hinter einer zutiefst Lebens-realistischen, pseudo-performativen Resignation erzählt, die Caruso vor allem sich selbst nicht glaubhaft machen kann; mit einem Herz, das vielleicht tiefer ist, als alle anderen zusammen.

Ein Kriminalroman, der poetisch-bildhaft eine fesselnde Story mit einem großartigen Plot einrahmt und sichtbar macht, das Leben nicht schwarz oder weiß stattfindet, sondern sich in den Grautönen ereignet.
7 reviews
Review of advance copy received from Netgalley
February 13, 2026
Heaven’s Gate – Daniel Faßbender
Anstatt das Heaven’s Gate, wie dieses Werk nach der großen Welle auf der philippinischen Insel Suragao benannt ist, entwickelt sich die Handlung eher in Richtung eines Hell’s Gate.
Der ehemalige deutsche Profisurfer und Lebemann Caruso lässt sich aus Geldmangel als Privatermittler anheuern und gerät in dunkelste Machenschaften um einen internationalen Drogensumpf.
Der gute Caruso geht die Ermittlungen ein wenig blauäugig an. Zusätzlich hat er scheinbar ein Alkoholproblem (und ist noch stolz darauf, denn immerhin nimmt er ja keine Drogen). Außerdem zeigt sich zunehmend ein gewaltiges Aggressionspotential, das er nicht immer geschickt einsetzt.
Generell war mir dieser Roman zu gewalttätig. Es gibt etliche Tote und viel Blutvergießen. Vor allem gegen Ende hin häufen sich Szenen wie aus einem Actionfilm. Es wird ein wenig unglaubwürdig.
Positiv zu erwähnen ist natürlich das atemberaubende Setting. Die Surf-Szene auf den Philippinen wird mit viel Herzblut und Knowhow beschrieben. Das mochte ich sehr. Auch darüber hinaus wird die Insel bildreich und detailliert gezeichnet. Gerade auch die politischen, strukturellen und natürlich auch die Drogenprobleme fand ich sehr interessant.
Mit Caruso als Ermittler konnte ich dann leider nicht ganz so viel anfangen…
3 Sterne.
Profile Image for rebecca_booklover.
216 reviews2 followers
February 28, 2026
Wilder Ritt ohne bleibenden Eindruck

Daniel Faßbenders „Heaven’s Gate“ ist wie ein schneller Ritt auf einer tropischen Welle: Kurz, rasant, aber alles spielt sich an der Oberfläche ab.

Ein Surfer als Hobby-Detektiv auf den Philippinen? Ist mal was anderes und sorgt für Neugier.
Caruso bedient dann leider viele Klischees.
Er ist pleite, liebt den Alkohol und die Frauen und glänzt weniger durch messerscharfe Logik als durch pures Stolpern in brenzlige Situationen.
Wer einen ausgewieften Ermittler sucht, sollte lieber woanders weitersurfen.

Zwischen korrupten Cops und Drogengeschäften rast die Handlung von einem Event zum nächsten. Das hält den Puls zwar oben, lässt aber die inhaltliche Tiefe am Strand zurück. Zum Finale hin wird dann der Turbo gezündet – die Plausibilität hat zu diesem Zeitpunkt das Buch allerdings schon längst verlassen.
Die Nebencharaktere bleiben dabei so blass, obwohl durchaus Potenzial für mehr durchaus vorhanden ist.

Ein kurzweiliger Surftrip ist "Heaven's Gate" allemal.
Wer echten Thrill und Logik erwartet, geht jedoch baden; wer einen anspruchslosen, temporeichen Snack für zwischendurch sucht, kann sich in die Wellen stürzen.
Nette Strandlektüre, mehr aber auch nicht.
Profile Image for Anne Dietrich.
221 reviews
Review of advance copy
January 18, 2026
Fesselnder Krimi aus dem Surferparadies

Caruso ist Ende 30, verweilt gerade im Surferparadies auf der philippinischen Insel Surogao, ist Profisurfer, Privatdetektiv und hoch verschuldet. Sorgen macht er sich dennoch nicht und vertraut darauf, dass wieder Aufträge hereinkommen. So ist es auch. Ángel Guzmán Gaviria vermisst ihren 21-jährigen Sohn Juan, der vor einem Monat auf die Insel gekommen ist und von dem seit zwei Wochen jedes Lebenszeichen fehlt. Caruso weiß direkt von wem die Rede ist und nimmt den Fall an. Schnell stellt er fest, dass er es nicht nur mit einem Vermisstenfall zu tun hat.

Zunächst wird die Handlung aus Carusos Sicht geschildert. Später gibt es auch kurze Perspektivwechsel.

Das Setting ist paradiesisch, das beinhaltet allerdings nur die Landschaft und die Natur. Im Hintergrund gibt es Drogenhandel und kriminelle Machenschaften. Es ist genau dieser Kontrast, der das Buch ausmacht und fesselt.

Über Carusos Privatleben und über seine Vorgeschichte gibt es einige Informationen, die für den Fall selbst nicht unbedingt relevant sind, aber ein besseres Bild des Protagonisten geben und für weitere Fälle interessant werden könnten.
12 reviews
March 29, 2026
Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass „Heaven´s Gate“, der Auftakt zu Daniel Faßbenders Krimireihe im Diogenes-Verlag, sich allzu bereitwillig gängiger Genreklischees bedient. Doch wer genauer hinschaut, erkennt, dass er meisterhaft mit ihnen spielt: Da ist archaische Männlichkeit und auf Attraktivität reduzierte Weiblichkeit, doch da ist auch ein scharfsinniger, oft impliziter Witz, der beides in seiner Tragikomik wahrnimmt und auf die Spitze treibt. Dabei gelingt Faßbender ein bemerkenswerter Balanceakt: Er entlarvt, ohne zu denunzieren, und überspitzt, ohne seine Figuren der Lächerlichkeit preiszugeben, begegnet ihnen stattdessen stets mit Ernsthaftigkeit. Auch inhaltlich verstecken sich mehrere Schichten im Roman: Was sich gefühlt wie ein unterhaltsamer und humorvoller Krimi vor Urlaubskulisse mit Surferleben liest, steckt voller gesellschaftlicher und politischer Themen (Korruption, Drogenökonomie, Aktivismus, Auswirkungen von Tourismus für lokale Gemeinschaften), die sich entdecken lassen, aber nie aufdrängen. Faßbender ist ein unterhaltsamer und zugänglicher Krimi gelungen, aus dem jede:r so viel Tiefe mitnehmen kann, wie er/sie möchte.
Profile Image for rapunzel xxl.
248 reviews
Review of advance copy
January 21, 2026
Ein spannendes Buch

Heaven's Gate – Ein Fall für Caruso ist ein Kermi von Daniel Faßbender. Das 304-seitige Buch erzählt die Geschichte von Caruso, einem ehemaligen Profi-Surfer aus Deutschland, der sein Leben auf einer kleinen philippinischen Insel verbringt. Er ist verschuldet und verbringt seine Tage mit Trinken und Surfen. Nur wenn er Geld braucht, nimmt er Aufträge als Privatdetektiv an. Diesmal hilft er einer mysteriösen Spanierin, ihren vermissten Sohn zu finden. Doch je tiefer die Ermittlungen gehen, desto mehr erkennt Caruso, dass es sich um weit mehr als nur einen einfachen Vermisstenfall handelt.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und angenehm. Die Erzählung ist ruhig, die Logik klar, und die Geschichte entfaltet sich nach und nach und fesselnd. Die Charaktere sind realistisch gezeichnet, und die Atmosphäre wird so lebendig beschrieben, dass sich der Leser in die wunderschöne und zugleich gefährliche Welt der Philippinen hineinversetzen kann. Ein sehr spannendes Buch.
1 review
Review of advance copy
February 2, 2026
Ich bin unentschieden
Das Buch Heaven's Gate von Daniel Faßbender hat mich zunächst äußerlich sehr angesprochen und auch der Klappentext hat mich direkt überzeugt. Ich bin ein großer Fan von Krimis, die in Urlaubsdestinationen spielen, die mich quasi in ein anderes Land versetzen. Dementsprechend bin ich mit hohen Erwartungen an die Geschichte gegangen.
Irgendwie muss ich leider sagen, dass ich mit dem Protagonisten nicht warm werde. Ich finde ihn einfach unsympathisch. Das hat nichts mit der Art des Autors zu schreiben zu tun, sondern einfach mit dem Charakter, der hier wohl sehr gut beschrieben wird. Dadurch war es für mich sehr schwer, durch das Buch zu kommen, weil ich leider so gar nicht an seinem Leben und damit auch an seinem Fall interessiert war. Das, obwohl ich den Fall tatsächlich vielversprechend finde und ich glaube, ich hätte das Buch besser bewertet, wenn es einen anderen Ermittler gegeben hätte. Das ist aber wirklich eine persönliche Präferenz, und ich glaube dennoch, dass vielen dieses Buch gefallen wird.
115 reviews
February 25, 2026
Leider war das Buch viel zu schnell durchgelesen. Es lies sich so gut lesen und war auch von der Idee gut umgesetzt. Die Figuren sind interessant gezeichnet, lassen aber anfangs viel Interpretationsfreiraum bis man nach und nach an Informationen über die Charaktere kommt. Man wundert sich erst ein bisschen über den Profisurfer der Detektiv in einem entlegenen Winkel der Welt wird, kann aber mit der Zeit immer besser nachvollziehen was ihn dazu bewegt. Dann kommt die schöne und bezaubernde Auftraggeberin ins Spiel. Da war es mir etwas zu absehbar was als nächstes zwischen den beiden passiert. Aber gut . Dann betritt der Knastbruder Diego die Bühne und lässt den Leser anfangs auch etwas fehlinterpretieren. Auch hier bekommt man erst mit der Zeit mit wie er richtig tickt. Alles in allem ein toller Krimi mit vielen auch unvorhersehbaren Wendungen. Am Ende hätte ich mir noch etwas mehr Handlung gewünscht, denn ein - zwei Dinge passieren einfach mal so nebenbei, die hätte man noch ausschmücken können. Ein sehr lesbares Buch!
2,381 reviews14 followers
March 1, 2026
Zum Inhalt:
Caruso, der ehemalige Profisurfer und Privatdetektiv braucht dringend Geld. Da kommt der Auftrag der schönen Spanierin wie gerufen. Sie beauftragt ihn, ihren verschwundenen Sohn wiederzufinden. Die Insel, die nicht nur ein Surferparadies ist, ist auch ein heißumkämpfter Drogenumschlagplatz. Die Ermittlungen führen Caruso schnell in einen Abgrund von Gewalt und Korruption.
Meine Meinung:
Eigentlich ist Caruso wohl so etwas, was man eine gescheiterte Persönlichkeit nennen würde, denn er dümpelt eigentlich nur rum und macht auch nur etwas, wenn er dringend Geld benötigt. Caruso ist auch nicht eben jemand, der einem gleich sympathisch ist. Neben der spannenden Geschichte um die Suche nach dem Sohn von Angel erfährt man auch viel über die Surferszene und den wirklich nicht tollen Verhältnissen auf der nur scheinbaren Trauminsel, dass hilft einem natürlich auch bei der Vorstellung der Gegebenheiten der Insel. Das Buch ist gut geschrieben und hat mich gut unterhalten.
Fazit:
Gute Unterhaltung
60 reviews
Review of advance copy
January 27, 2026
Das Cover mit dem Surfer der auf den Wellen reitet passt super zum Roman. Die Kulisse auf den Philippinen lässt zunächst vermuten, dass das Buch im Paradies spielt. Allerdings merkt man schnell, dass es auf den Philippinen ziemlich kriminell zugeht. Insbesondere auf der Insel Surogao auf die es Caruso verschlagen hat. Eigentlich möchte er nur die perfekte Welle Heavens Gate reiten und irgendwie über die Runden kommen. Aber dann wird die Suche nach einem jungen Surfer zur Gefahr. Mir gefällt der Schreibstil sehr gut und das relativ dünne Buch habe ich super schnell durchgesuchtet. Es wird zwischendurch etwas düster und gewalttätig, aber bleibt spannend bis zum Ende. Da schon auf dem Klappentext vom 1. Fall die Rede ist, denke ich dass wir bestimmt noch mehr von Caruso lesen werden. Ich kann den Roman insbesondere aufgrund seiner Kompaktheit als Urlaubslektüre empfehlen.
3 reviews
Review of advance copy
February 11, 2026
Daniel Faßbenders „Heaven’s Gate“ überzeugt mit flüssigem Erzählstil und dichter Inselatmosphäre. Zwischen Surfspots und Tropenidylle entfaltet sich ein spannender Kriminalfall, der Urlaubsfeeling und düstere Abgründe verbindet. Die Beschreibungen der Insel sind besonders gelungen. Man spürt förmlich die Hitze, das Salz in der Luft und die entspannte, zugleich trügerische Atmosphäre zwischen Strandbars und Surfspots. Caruso ist dabei kein strahlender Held, sondern ein abgebrannter Ex-Surfer, der sich als Privatdetektiv über Wasser hält. Gerade diese Brüche machen ihn sympathisch. Trotz eigener Geldsorgen zeigt er Herz und sorgt sich etwa um seinen philippinischen Informanten. Die Handlung bleibt durchweg packend und bietet überraschende Wendungen bis zum Schluss. Insgesamt ein kurzweiliger Krimi, der sich flüssig liest.
1 review
Review of advance copy received from Netgalley
December 26, 2025
Eine wirklich spannende und in sich extrem stimmige Geschichte. Wirkt auch sehr gut recherchiert. Top 👌🏼
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242 reviews12 followers
February 27, 2026
Heaven or Hell

Ein Surferparadies auf einer philippinischen Insel. So toll das man es Heaven´s Gate nennt. Doch so schön die Insel ist, die Bewohner sind es nicht. Direkt am Anfang merkt man es, als Caruso einen Touristen von einer gefährlichen Welle wegzieht, und es ihm mit Morddrohungen gedankt wird.
Dann das nächste Unglück. Er wird damit beauftragt einen verschwundenen Touristen zu finden. Und ist der Sache nicht gewachsen? Aber wo Geld ist, ist auch ein Weg und so fängt er an Fragen zu stellen.

Caruso ist zwar die beste Möglichkeit den Sohn zu finden, aber er ist so unsympathisch. Ich tat mich schwer aus Sicht eines Alkoholikers zu lesen. Er ist damit zwar genau wie die anderen Männer auf Heaven´s Gate: Ein schmieriger Typ. Aber frustrierend ist es dennoch.

Das Konzept des Buches fand ich spannend. Man blickt hinter die Fassade. Caruso wird dazu gezwungen übers Surfen hinaus zu denken und die Korruption, Gewalt und Armut der Insel zu sehen.

Zuletzt noch Diego. Ich weiß nicht wie ich um ihn stehe. Ich fand manche Szenen unglaubwürdig.
Dennoch ist es eine Empfehlung für den Sommer. Ich sehnte mich beim lesen jedenfalls nach Sonne und Meer

zur Verfügung gestellt von vorablesen
61 reviews
Review of advance copy
April 22, 2026
„Heaven‘s Gate“ von Daniel Faßbender ist ein spannender Krimi um den Privatdetektiv Caruso, der sich auf der philippinischen Insel Sarugo auf die Suche nach einem jungen vermissten Surfer macht.
Caruso erinnert stark an die abgerockten Privatdetektive aus den klassischen Hardboiled Krimis, wenn auch nicht mit all den kantigen Charaktereigenschaften. Er lebt von gelegentlichen Aufträgen, trinkt und surft wann immer es geht, gerät in Schlägereien und hängt melancholisch der Vergangenheit nach. Das ist auch der eine Punkt, der mich beim Lesen genervt hat: das Geheimnisgetue und Andeuten seiner Vergangenheit, ohne etwas genau zu erfahren. Mit mehr Hintergrundwissen wäre Caruso mir vielleicht früher sympathischer geworden.
Der Krimi ansich ist spannend geschrieben, so dass man einfach weiterlesen will um zu erfahren, ob der verschwundene Surfer wieder auftaucht. Manche Nebenfiguren wie Yahoo sind direkt sympathisch, andere aberwitzig und gleichzeitig nervig wie der deutsche Drogendealer Diego, der sich nach 20 Jahren Gefängnis wieder im Alltag zurechtfinden muss.
Fazit: ein solider Krimi mit Fortsetzungpotenzial, der neben der eigentlichen Story das Alltagsleben im vermeintlichen Urlaubsparadies Philippinen erzählt.
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