Jump to ratings and reviews
Rate this book

Erlebte Vergangenheit und gestaltete Zukunft

Rate this book
Erinnerungen eines Freundes der populären Medien an seine Kindheit unterm Hakenkreuz und den Weg ins 21. Jahrhundert.
3., ergänzte Auflage.
125 Abbildungen

Inhalt

Vorwort des Verlegers

Vorbemerkungen

1. Berlin (1936–1943)
In der Wrangelstraße · Der Stammhalter ist da · Berliner Alltag 1940/41 · Es wird gesammelt · Reisende wider Willen · Umweltveränderung · Der Krieg erobert den Alltag · homo kellerisensis · Weihnachtsbäume einmal anders · Sirenen heulen, Bomben fallen

2. Spremberg in der Niederlausitz (1943-1945)
Die Evakuierten · Mit der Deutschen Reichsbahn auf „Abenteuerurlaub“

3. Bahrdorf in Niedersachsen (1945–1950)
Verrückte Jahre · Kameradschaftsabend · Die Speisung der armen Kinder · Kampf den Kartoffelkäfern · Das Russenhaus · Das Hexenhaus · Die Amerikaner kommen · Der „Werwolf“ · Das Erbe des Großdeutschen Reiches · Nachhaltigkeit – alles schon einmal dagewesen · Selbst ist der Knabe · Jahrhundertwinter · Schulbesuch mit Hindernissen · Resilienz · Das Leben auf dem Dorfe · Selbstversorgung · Neue Spielplätze · Einkaufen solange die Reichsmark gilt · Auf der Alm da gibt’s koa Sünd · Spiel und Spaß · Mord und Totschlag? · „Erotik“ auf dem Dorfe · Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien · Jetzt kommt das Wirtschaftswunder · Unterhaltung auf dem Lande

4. Helmstedt – Eine Welt tut sich auf
Leihbüchereien und Filmtheater · Die TARANTEL · Zorro, Tarzan und Konsorten · Eine Lanze für William Boyd

5. Braunschweig – Bill Haley und Science Fiction
Landfriedensbruch · Auf der GONDEL ins Reich des Jazz · Berlin ist eine Reise wert · Science-Fiction, Fandom und Fingerübungen

6. Leverkusen – Missionar oder Don Quijote?
„Groschenhefte“ · Gesucht – gefunden · Sisyphusarbeit?

7. Glückspilze, Käuze und Sammler
Die Jäger und Sammler · Hätten wir doch damals … · Glückspilze

Bücher von Heinz J. Galle

Über das Buch

Heinz Jürgen Galle, der 1936 geborene engagierte Sammler, Herausgeber und Lexikograf auf dem Gebiet der populären Unterhaltungsliteratur, hat die Ergebnisse seiner langjährigen „Streifzüge durch über 100 Jahre populäre Unterhaltungsliteratur“ in mehreren Büchern und zahlreichen Aufsätzen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dabei ist an vielen Stellen schon angeklungen, dass sein deutliches Interesse an dieser Art der Literatur vor dem Hintergrund von Erfahrungen während seiner Kindheit und Jugend im Kriegs- und Nachkriegsdeutschland zu sehen ist. Nach dem dreibändigen Standardwerk Volksbücher und Heftromane (3. Aufl. 2018–2020) und dem Band Wie die Science Fiction Deutschland eroberte (3. Aufl. 2022) widmet sich der Autor in seiner 2009 in erster Auflage erschienenen Autobiografie der Rückschau auf die Lebensphase der Kindheit und Jugend mit den Stationen Berlin, Spremberg, Bahrdorf und Helmstedt und seinen Aktivitäten als Erwachsener auf dem Gebiet der populären Medien, insbesondere der Science Fiction. In der vorliegenden 3., überarbeiteten und um zahlreiche Abbildungen ergänzten Auflage vertieft der seit 1965 in Leverkusen lebende Autor nun die prägenden Erinnerungen an seine Kindheit mit den Stationen Berlin, Spremberg und Bahrdorf in der Zeit von 1936 bis 1950.

213 pages, Paperback

Published February 1, 2026

About the author

Heinz J. Galle

24 books1 follower

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
0 (0%)
4 stars
0 (0%)
3 stars
1 (100%)
2 stars
0 (0%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 of 1 review
Profile Image for Callibso.
1,008 reviews20 followers
March 2, 2026
Der Dieter von Reeken Verlag (DvR) hat sich einen Namen gemacht durch schöne Ausgaben klassischer SF–Romane und auch durch Sekundärliteratur insbesondere zur Science–Fiction. Ein Highlight des Verlags ist die 20 Bände umfassende Kurd–Laßwitz–Werkausgabe, die die Werke des Begründers der deutschsprachigen Science–Fiction wieder allgemein zugänglich gemacht hat. Zu den Stammautoren des Verlags gehört seit vielen Jahren Heinz J. Galle, der bei DvR unter dem Titel »Volksbücher und Heftromane« ein dreibändiges Werk veröffentlicht hat, das die Geschichte dieser Literatur seit 1855 erzählt. Galle besaß längere Zeit die alleinigen Rechte an den Schriften von Paul Alfred Müller und gab ungekürzte Nachdrucke der klassischen Heftserien »Sun Koh – Der Erbe von Atlantis« und »Jan Mayen« heraus, samt ausführlicher Kommentare und Hintergrundinformationen. Insbesondere »Sun Koh« hat K.H. Scheer und Clark Darlton beeinflusst, die Gründer der »Perry Rhodan« Serie. Dazu erschien noch einen ganzer Schwung Einzelromane von Paul Alfred Müller alias Freder von Holk, der übrigens in den 1960ern fast bei Rhodan mitgeschrieben hätte.
Zum kommenden 90. Geburtstag von Galle erschien nun die dritte Auflage seiner Erinnerungen. Der größte Unterschied zu den ersten beiden Auflagen ist, dass der Kurzgeschichtenanhang der alten Ausgaben entfallen ist und dafür die Kindheitserinnerungen deutlich erweitert wurden. Diese Erinnerungen bis ins Jahr 1955 umfassen jetzt etwa drei Viertel des Buches.
Ich habe die Kindheitserinnerungen gern gelesen. Der Autor ist 1936 geboren, erlebte also den Krieg als Kind. Die ersten Jahre lebte er in Berlin, wurde aber, als immer mehr Großstädte bombardiert wurden, in die Niederlausitz evakuiert. Fast zwangsläufig erlebt ein kleines Kind Schreckliches im Krieg, es gibt aber auch es unbeschwerte und glückliche Momente. Manche Umstände und Verhaltensweisen mögen aus heutiger Sicht erschrecken, andererseits arrangierten sich die Kinder mit der vorherrschenden Armut, denn den meisten Anderen geht es auch nicht besser. Dieser Teil des Buches enthält kurze Geschichten, die Einblicke ins Alltagsleben bieten. So gibt es z.B. kleine Merkbüchlein mit Gedichten, die den Kindern das richtige Verhalten beim Luftangriff erklären oder Praktische Ratschläge gegen Bombenschäden: Wenn das Haus total zerstört ist, soll man ein Brett mit Regenschutz vor den Trümmern aufstellen und darauf einen Zettel mit der neuen Anschrift befestigen. Nach Ende des Krieges zieht die Familie nach Niedersachsen. Schon in Berlin lebten sie in einfachen Verhältnissen, im Nachkriegsdeutschland sind sie arm.
Ab 1950 geht es im Buch um die Themen, über die Heinz J. Galle schon verschiedene Bücher geschrieben hat, nämlich um Leihbücher, Science–Fiction, »Groschenhefte« und Sammler. Zuerst liest er sich in Helmstedt durch ganze Leihbüchereien und schaut im Kino u.a. »Tarzan« und »Zorro«. In Braunschweig kommt dann ab Mitte der 50erJahre neben dem Rock ‘n’ Roll (Bill Haley) und dem Jazz auch die Science–Fiction hinzu. Der SFCD wird erwähnt und einige interessante Bilder von alten Conventions finden sich. Leider wurde in diesem Kapitel der Text nicht vollständig überarbeitet, denn die Seitenzahlen bei den Referenzen beziehen sich auf die alten Auflagen und die erwähnten Kurzgeschichten sind in der Neuauflage nicht mehr enthalten. Danach geht es reich bebildert um »Glückspilze, Käuze und Sammler«, nicht ohne Bilder des wohl größten SF–Sammlers Forrest J. Ackerman. Hier findet der Heftromansammler sicherlich einige interessante Anekdoten.
Für wen ist dieses Buch jetzt – neben den Freunden, Bekannten und Verwandten des Jubilars – eigentlich gedacht? Nun, man sollte schon ein größeres Interesse an der Person Heinz J. Galle mitbringen, sowie am Leben im Kriegs– und Nachkriegsdeutschland. Darüber hinaus an »populären Medien«.
Wer sich für die Entwicklung der Science–Fiction in Deutschland interessiert, der sollte natürlich »Wie die Science Fiction Deutschland eroberte« von Heinz J. Galle lesen und am besten dann gleich noch Rainer Eisfelds Buch »Die Zukunft in der Tasche« über »Science Fiction und SF–Fandom in der Bundesrepublik – Die Pionierjahre 1955-1960«. Beide sind im Dieter von Reeken Verlag (https://www.dieter-von-reeken.de/) noch erhältlich, Rainer Eisfeld ist auch ein Stammautor.
Displaying 1 of 1 review