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Gehen wollen, bleiben sollen: Roman

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130 pages, Kindle Edition

Published March 2, 2026

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118 reviews
June 2, 2026
Update: Ich muss zugeben, dass mir das Buch nicht mehr ganz aus dem Kopf geht und viele gewählte Stilmittel mir im Nachhinein immer sinnvoller erscheinen (wie zb der Schreibstil in Chris' Geschichte oder die Trennung beider Geschichten). Ich schätze das ist ein Buch, was einfach nachwirken und im Kopf arbeiten muss.

Ursprünglich hatte ich es mit drei Sternen bewertet und auch wenn sich einige meiner Kritikpunkte nicht verändert haben, finde ich die Geschichte an sich inzwischen doch so stark, dass ich die Bewertung auf vier Sterne erhöhen muss.

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Ursprüngliche Rezension:

Die Geschichte hat Potenzial, aber das Buch wirkt eher wie ein zweiter oder dritter Entwurf. Angeblich soll dieses Buch durch ein Lektorat gelaufen sein. Trotzdem konnte ich einige, teilweise ziemlich offensichtliche Fehler finden, sowie kleine Ungereimtheiten und ziemlich holprige Absätze.

Das Konzept des Wendebuchs ist cool, ich bin mir aber nicht sicher, ob es diesem Buch gut tut. Ich habe mit Chris' Geschichte begonnen und war absolut kein Fan des Schreibstils. Kurze, knappe, teilweise abgehakte Sätze können sicherlich ein Stilmittel sein, um etwas hervorzuheben, wenn aber eine ganze Geschichte in dem Stil geschrieben ist, sorgt das bei mir eher für Distanz und einen fehlenden Erzählfluss.

Insbesondere im Kontrast zu Tonis Story, hat mir bei Chris die Tiefe gefehlt. Tonis Charakter und ihre Beziehungen bekommen deutlich mehr Aufmerksamkeit. Der Schreibstils ist flüssiger und ich konnte mich viel besser in die Geschichte ein und einen Zugang zu Toni finden. Die Flashbacks in Tonis Geschichte geben dem Ganzen deutlich mehr Substanz. Substanz, die mir in Chris' Geschichte wiederum deutlich gefehlt hat.

Ich glaube ein längeres, ausgearbeiteteres Buch mit wechselnden Sichtweisen, einem einheitlichen Schreibstil und mehr Background/Tiefe für beide Charaktere hätte mich deutlich mehr überzeugt. Denn wie gesagt, das Potential ist definitiv da und die Geschichten hatten beide wirklich interessante Aspekte. Es wirkt nur einfach noch nicht wie ein fertiges Buch.

Außerdem musste ich mit Enttäuschung feststellen, dass das Cover mit KI designed wurde. Kleiner Verlag hin oder her, Kunstschaffende durch KI zu ersetzen ist für mich einfach nicht akzeptabel. Und vor dem ganzen Hintergrund weiß ich nicht, ob ich das Buch wirklich empfehlen kann, insbesondere für den Preis. Obwohl ich einen kleinen, queeren Verlag natürlich wirklich gerne supporten will. Aber das Endprodukt muss eben auch stimmen.
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