Warum tötet ein 16-Jähriger ein Kind? Wie verhindert man, dass Entführer ihr Opfer umbringen? Kann man Serientäter stoppen? Claudia Brockmann liest in der Seele der Verbrecher. Seit 25 Jahren unterstützt die Polizeipsychologin Kriminalkommissare und Sonderkommissionen bei der Suche nach der Wahrheit. In ihrem Buch erzählt sie vom Fall »Dagobert« und anderen spektakulären und ergreifenden Fällen ihrer Karriere. Ein beklemmender und spannender Blick in die Abgründe der menschlichen Psyche.
Der Titel ist etwas irreführend, es geht nicht wirklich darum "warum Menschen töten" sondern eher wie psychologische Polizeiarbeit funktioniert und welche Tatmerkmale zu Tätermerkmalen führen. Für mich ein gutes Buch, das die psychologische Polizeiarbeit beschreibt. Dazu wurden sehr interessante Fälle verwendet, mit denen sich jeder "Real Crime" Fan schon einmal beschäftigt hat.
Ein wirklich spannender Einblick in die Arbeit von Polizei und Psychologen, fernab von jeder Amerikanischen Serie. Wer sich für Verbrechen und besonders für die dabei immense Rolle der menschlichen Psyche interessiert, sollte sich das Buch definitiv genauer ansehen.
Ein wirklich spannender Einblick in die Arbeit von Polizeipsycholog*innen, erzählt anhand mehrerer unterschiedlicher realer Fälle aus Deutschland! Wer sich grundsätzlich für dieses Thema interessiert oder sich einfach gerne mit „True Crime“ Fällen befasst - große Empfehlung!
Der Titel und das Cover sind etwas missverständlich gewählt. Sieht nach einem Thriller aus. Ist es aber ganz und gar nicht. Es geht hier um das Berufsfeld und die Methodiken der Kriminal/Polizeipsychologin, beschrieben anhand von echten Fällen. Es macht Spaß mal in eine völlig andere Berufswelt einzutauchen. Dabei kann man eigentlich nur dazu lernen und gewinnt noch ein paar spannende Insights zu unserer menschlichen Psyche dazu. :)
Der Titel "Warum Menschen töten" ist irreführend. Besser wäre ein Titel gewesen, der erklärt, dass es vielmehr nur darum geht, die Aufgaben einer Polizeipsychologin anhand von 5 Beispielsfällen darzustellen.
Wesentlich ist dabei die Kriminalpsychologie, also die Beratung bei Ermittlungen und Vernehmungen. Vor allem im ersten Fall, "Denise", der Ermordung eines jungen Mädchens in Hamburg 2005, zeigt die Autorin anschaulich, wie sie beispielsweise bei Vernehmungen die Aussagen eines Beschuldigten bewerten und auf Inkonsistenz und "rote Flaggen" hin untersuchen, um darauf basierend herausfinden zu können, inwiefern die Aussage der Wahrheit entsprechen könnte. Dabei erklärt sie auch, warum das Verhalten des Beschuldigten bei der Aussage in diesem Fall ungewöhnlich ist.
Ein weiteres wichtiges Feld ist die operative Fallanalyse, bei der Fälle rekonstruiert und analysiert werden. Durch den Fall des Taximordes in Hamburg von 2010 erläutert die Autorin, wie sich ihr Team in die Situation hineinversetzt und nachspielt, um den wahrscheinlichsten Ablauf der Tat anhand der Verletzungen des Opfers und den äußerlichen Begebenheiten herauszufinden.
Weiterhin gibt es die Verhandlungsarbeit, die zum Kommunizieren mit Erpressern, Entführern oder Geiselnehmern eingesetzt wird. Diese wird anhand des Karstadt-Bombers "Dagobert" zwischen 1992 und 1994 erläutert, obwohl hier nur die Vorgehensweise, jedoch weniger die genaue Analyse und Begründung erklärt wurde.
Darüber hinaus erklärt die Autorin die Bedeutung der Risikoanalyse, um Gewaltrisiken und Interventionsmöglichkeiten gegeneinander abzuwägen und dadurch eine Eskalation zu vermeiden. Das zeigt sich auch am Fall Dagobert, um den Einsatz weiterer Bomben abzuwägen, aber auch bei der Flucht eines verurteilten Sexualstraftäters aus einer Hamburger Klinik 1995, um die Gefahr für potentielle Opfer bestimmen zu können.
Tragisches Highlight des Buchs ist der Fall der Halil E., die 1999 spurlos verschwand und bis heute nicht gefunden werden konnte. Insofern musste ihr letzter bekannter Weg, sowie die Tagesabläufe diverser Familienmitglieder und Verdächtiger am Tag nachvollzogen und rekonstruiert werden, sowie die Aussagen verschiedener Personen, Verdächtiger und Zeugen, auf deren Wahrheitsgehalt hin analysiert werden. Und obwohl es immer wieder Ansatzpunkte gab, konnte bis heute nicht herausgefunden werden, was passiert ist.
Ich hätte mir eine etwas detailliertere und professionellere Aufarbeitung der Fälle gewünscht. Das Buch hatte einen sehr oberflächlichen und einfachen Schreibstil und obwohl es sehr interessant war, verschiedene Ermittlungs- und Denkansätze zu lesen, hat mir persönlich die Tiefe und der Mehrwert gegenüber einfacher Kriminalromane gefehlt.
Ein sehr interessantes Buch. Anhand konkreter Fälle (u.a. Dagobert, aber auch weniger bekannte) wird die psychologische Komponente bei der Aufklärung beleuchtet. Das war sehr interessant
Einblicke in die Polizeiarbeit sowie die Sichtweise der Polizeipsychologen finde ich sehr interessant und für alle die etwas über realistische Polizeiarbeit erfahren möchten, ist das Buch genau perfekt. Ich habe es in kürzester Zeit gelesen, Es ist sehr spannend und die Fälle sind gut und abwechslungsreich gewählt.