Wie wäre es mit einer Tasse Tee auf den schwebenden Inseln?
Edwins Magie ist erwacht und sie bringt den Tod. Um die zerstörerische Macht in sich zu bändigen, reisen Edwin und Gael ins Sternenkönigreich. Dort soll ein Meister der Magie Edwin lehren, seine Kräfte zu beherrschen. Während Gael am Hof der Sterne erste Verbündete findet, zeigt Edwins Lehrer keine Gnade und verlangt Unmögliches. Doch jenseits der zehn Königreiche hat Edwins Magie etwas Gewaltiges erweckt. Etwas, das unaufhaltsam auf das Sternenkönigreich zusteuert.
Diese Rezension ist seit fast einer Woche in the making. Ich schwöre, jedes Mal, wenn ich mich hinsetze, um sie zu schreiben, will meine Großmutter etwas von mir … Die Tücken des Care-givings …
Deshalb weiß ich auch gar nicht so richtig, was ich euch zu „Die Magie des Prinzgemahls“ erzählen soll. Es ist die Fortsetzung von „Der Gemahl des Chaosprinzen“, aber eigentlich passiert nicht wirklich viel. Edwin und Gael reisen weiter. Erst durch das Blutkönigreich, dann auf die schwebenden Inseln des Sternenkönigreichs, wo Edwin einen Lehrer findet, der ihm beibringen soll, mit seiner Magie umzugehen. Parallel dazu gibt es ein paar wenige Szenen aus der Sicht von Asher, der auch umherreist und versucht, Verbündete für einen Krieg gegen die Chaosgründe zu finden. Im ersten Band mochte ich Asher noch sehr. Hier etwas weniger. Zum einen, weil ihm sehr viel weniger Platz eingeräumt wurde. Zum anderen, weil einfach klar ist, dass er sich da komplett in etwas verrennt. Deswegen war das für mich ein kleiner Minuspunkt. Ein Highlight ist dafür die liebevolle Ausgestaltung der zehn Königreiche. Dadurch, dass alle Figuren so viel umherreisen, bekommt man viel von ihrer Welt mit. Und jedes Königreich fühlt sich wirklich einzigartig an. So treffen Edwin und Gael im Blutkönigreich eine trans Zombie-Vampir und trinken im Sternenkönigreich literweise Tee. Man merkt, dass die Autorin sich viel Mühe mit dem Worldbuilding gemacht hat und die unterschiedlichen Königreiche und Herrschenden geben dieser Reihe ein kleines „Game of Thrones“-Feeling (obwohl die Bücher leider viel kürzer sind). Toll fand ich auch, dass man Einblicke in das Seelenleben all dieser Herrschenden bekommt. Besonders die frisch verheirateten tun sich noch schwer miteinander und ich fand es richtig und wichtig, dass dem auch Platz eingeräumt wurde. Gael und Edwin sind da keine Ausnahme. Sie hadern mit ihren unterschiedlichen Rollen und ihrer Beziehung. Ich finde es gut, dass sie sich nicht einfach Knall auf Fall verlieben und vertrauen, sondern langsam zueinanderfinden. In diesem Band wird außerdem ein wichtiges Geheimnis von Edwin gelüftet. Darauf wurde für mich ein bisschen zu wenig eingegangen. Ich würde gerne mehr Zeit mit dem Eisvogel verbringen. Deswegen bin ich auch schon sehr gespannt auf Band 3.´ Alles in allem mochte ich diesen Band, aber vielleicht minimal weniger als Band 1. Ich finde es gut, dass die Autorin uns die Zeit gibt, die Welt und die Figuren besser kennenzulernen. An manchen Stellen gab es mir aber zu viele Wiederholungen.