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Die Stadt der schweigenden Berge

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Kurzbeschreibung:
Berlin 1931: Die junge Amarna ist fasziniert von der Kultur der Hethiter und vor allem von deren alter, versunkener Hauptstadt. Sie träumt davon, selbst einmal dorthin zu fahren, und vertieft sich in die Lektüre der Schriften jener Zeit. Doch ihr Vater, ein Altorientalist, verweigert ihr die Reise, obwohl er die Leidenschaft seiner Tochter teilt. Was ist auf jener Expedition passiert, die ihn einst in die verlorene Stadt führte? Und warum spricht er nie von der Mutter, an die Armana kaum eine Erinnerung hat? Mit Hilfe ihres Freundes Paul, der Amarna schon lange liebt, gelingt es ihr schließlich, ihren Traum zu verwirklichen – der sich jedoch bald als Alptraum entpuppt.

576 pages, Paperback

First published February 2, 2015

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22 people want to read

About the author

Carmen Lobato

20 books2 followers
Carmen Lobato ist Romanistin und hat sich zeitlebens für den lateinischen Teil Amerikas interessiert. Durch ihre mexikanisch-andalusische Schwiegermutter entdeckte sie ihre Passion für die faszinierende Vielfalt Mexikos. Carmen Lobato ist als Dozentin tätig und lebt mit ihrer Familie in verschiedenen europäischen Städten.

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Displaying 1 - 8 of 8 reviews
Profile Image for Sonja Rosa Lisa ♡  .
5,175 reviews643 followers
April 12, 2023
Berlin 1931: Die junge Amarna studiert Archäologie und Altorientalistik. Ihre Magisterarbeit möchte sie über das Gilgamesch-Epos schreiben, denn die Kultur der Hethiter interessiert sie sehr, und ihr Wunsch ist es, einmal nach Hattusa zu reisen. Ihr Vater, der selbst ein sehr anerkannter Archäologe ist, sträubt sich dagegen und verbietet Amarna die Reise. Doch sie gibt nicht auf und kann ihren guten Freund Paul überzeugen, mit ihr gemeinsam die Reise nach Hattusa anzutreten. Sie erkennt schon bald, dass ihre eigene Vergangenheit mit dieser alten Stadt bzw. mit der Ausgrabungsstätte verknüpft ist. Außerdem trifft sie auf den Armenier Arman, der ihr Herz berührt, und der auch eine Rolle in ihrer Vergangenheit zu spielen scheint.
💙💜💙💜
Mein Leseeindruck:
Mit „Die Stadt der schweigenden Berge“ hat Carmen Lobato einen Historischen Roman geschrieben, der ans Herz geht und berührt. Selten habe ich einen Roman gelesen, der so voller Gefühle steckte wie dieses Buch.
Mit den Protagonisten konnte ich sehr mitleiden und mitfiebern. Amarna, Paul und Arman – sie alle müssen vieles durchmachen und vieles erleiden, das den Leser nicht kaltlassen kann. Doch auch andere Figuren spielen eine große Rolle in diesem Buch, wie zum Beispiel Merten Schober, der Taufpate Amarnas und ein sehr guter Freund ihres Vaters. Merten hat für mich eine erstaunliche Entwicklung gemacht. Fand ich ihn anfangs noch sehr sympathisch, mochte ich ihn am Ende gar nicht mehr. Alle Figuren im Buch wirken sehr echt und authentisch.
Neben der Hauptgeschichte gibt es auch noch eine kleinere Nebengeschichte, die den Leser in die frühe Vorzeit nach Hattusa führt. Haben diese beiden so unterschiedlichen Geschichten zunächst scheinbar gar nichts miteinander zu tun, so verknüpfen sie sich doch am Ende miteinander und zeigen erstaunliche Parallelen auf.
Der Roman ist wirklich sehr durchdacht, atmosphärisch sehr dicht und für mich auf jeden Fall kein Buch zum „Weglesen“. Man muss sich auf dieses Buch bzw. seine Geschichte einlassen, denn sie geht wirklich tief und ist mehr als gefühlvoll erzählt.
Wer gute und auch gut recherchierte Historische Romane mit einer außergewöhnlichen Geschichte und einer noch außergewöhnlicheren Kulisse mag, der sollte sich „Die Stadt der schweigenden Berge“ einmal näher ansehen! Es lohnt sich.
Profile Image for Nadine.
175 reviews11 followers
February 22, 2015
Vorab möchte ich euch sagen, dass es mir unheimlich schwer fällt, zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben, weil es mir so gut gefallen ist, dass ich fürchte, meine Worte reichen nicht aus. So geht es mir im übrigen fast immer bei Büchern von Carmen Lobato (bzw. Charlotte Lyne7Charlotte Roth).

Amarna ist in Berlin aufgewachsen und lebt bei ihrem Vater. Es ist das Jahr 1930, Amarna studiert Archäologie, möchte eine Arbeit über den Gilgamesch-Epos schreiben und ist fasziniert von der Stadt Hattusa. Ihr Traum ist es, dort endlich einmal hinzureisen. Aus für sie unerfindlichen Gründen hat ihr Vater damit ein Problem, aber letztendlich kann sie sich dann doch durchsetzen und reist dort hin. Was sie dort erlebt, stellt ihr Leben komplett auf den Kopf.

Anfangs hat mich Amarna total genervt. Ganz verwöhntes Töchterchen, die von ihrem Vater doch alles bekommt, was sie sich wünscht - außer diese Reise nach Hattusa. Im Laufe des Buches hat sich das aber verflüchtigt, denn Amarna ist ein wenig wie ich. Wenn sie etwas tut, dann tut sie das zu hundert Prozent. Also auch bei ihrer Liebe zu Gilgamesch und Hattusa. Die zweite Hauptperson in dem Buch - Arman - hat mich von Beginn an fasziniert. Er hat irgendwas an sich, was wohl nur Männer aus Charlotte Lyne/Carmen Lobato/Charlotte Roth - Romanen an sich haben. Falls ihr Bücher von ihr kennt, werdet ihr wissen, was ich meine.

Das zentrale Thema ist der Gilgamesch-Epos von dem ich genauso wie von Hattusa vorher noch nie gehört habe. Die Autorin hat vor jeden Teil des Buches ein Zitat aus dem Epos einfließen lassen und den Leser damit auf Amarnas Faszination dafür eingestimmt. Immer wieder werden Bezüge dazu hergestellt, weil dieser Epos dauernd in Amarnas Gedanken ist. Damit hat Carmen Lobato den perfekten Grundstein für ein weiterführendes Interesse an Gilgamesch bei mir gelegt.

Im Buch wird es auch geschichtlich und zwar geht es wieder um Figuren, die ich gar nicht kannte: Hattusili und Puduhepa, ein hetithisches Großkönigspaar aus dem 13. Jahrhundert. Die Autorin hat den beiden und dem König Urhi-Teshub, auch bekannt als Mursili III, so viel Leben eingehaucht, so dass die eingeschobenen Teile mir genauso viel Spass gemacht haben wie die Geschichte um Amarna.

Ich mag es, wenn Figuren ausführlich vorgestellt werden und genau das finde ich bei der Autorin in jedem Buch. Was mich aber noch näher an das Geschehen herangebracht hat, waren die armenischen und türkischen Begriffe, die immer wieder mal eingestreut wurden. Das macht irgendwie ein Gefühl von Dabei-Sein, Miterleben.

Ich kann euch das Buch uneingeschränkt empfehlen. Falls ihr euch in der Geschichte der Hetither gar nicht auskennt ist das gar nicht schlimm, denn die Erklärungen im Buch reichen aus um zu verstehen worum es geht. Im Herbst 2015 wird der zweite Teil, über den aber noch nicht so wirklich viel bekannt ist, erscheinen. Ich freue mich drauf!
Profile Image for Kathrin Bolte.
44 reviews1 follower
March 23, 2015
Der Roman entführt in das Berlin der 1930er Jahre. Aber nur kurz, denn es geht viel weiter zurück in die Vergangenheit. Amarna studiert Altorientalik und hat als Thema den Gilgamesch-Epos für ihre Abschlussarbeit gewählt. Mehr und mehr taucht sie in diese Geschichte ein und will mehr über das wenig erforschte Volk der Hethiter erfahren. Aber ihr Vater und ihr Patenonkel sind dagegen, obwohl beide auf diesem Gebiet sehr bewandert sind und selbst schon auf einer Expidition in Hatusa waren. Amarna kann das nicht verstehen und immer größer wird ihr Wunsch, selbst nach Hatusa zu fahren. Schlussendlich setzt sich Amarna gegen Vater und Patenonkel durch und macht sich zusammen mit ihrem Verlobten Paul auf den Weg. Mit dabei viele offene Fragen: Was ist auf der Expedition passiert, bei der ihr Vater dabei war? Warum spricht dieser nie von Amarnas Mutter, an die sie selbst keine Erinnerung hat? Und was hat es mit dem unbekannten Mann auf sich, den sie im Pergamon-Museum getroffen hat? Nach und nach bekommt Armarna Antworten und befindet sich schnell mitten in einem Albtraum , in dem sie eine nicht unbedeutende Rolle spielt.

Eigentlich gehören solche historischen Schinken nicht zu meinem Favorits im Buchregal. Doch hierbei hat mich das Cover sofort in seinen Bann gezogen. Im Geschichtsunterricht war ich nie eine große Leuchte, aber alles was mit Archäologie zu tun hatte zog mich in seinen Bann. Und so wollte ich mehr über das Abenteuer Gilgamesch-Epos wissen und hatte hiermit eine Story, die mich nicht nur ansich überzeugte, sondern die mich dazu brachte, im Internet nach dem Gilgamesch-Epos zu suchen, um mehr über dieses Volk zu erfahren.

Besonders wird dieser Roman lange nicht nur durch die herzzerreißende Liebesgeschichte zwischen Armana, Paul und Arman. Auch die Ausführungen über die Ausgrabungen von Hattusa und die Beschreibungen des Schicksals der Armenier zu Beginn des 20. Jahrhunderts machen diese Geschichte aus. Sehr gelungen ist der Autorin die Verknüpfung der Einzelheiten des Epos, die in eigenen Kapitel beschrieben sind, mit dem Geschehen der 1930er-Jahren rund um die Hauptcharaktere. Es geht um Liebe und Verbundenheit. Darum, dass Menschen in der Vergangenheit lange nicht so frei entscheiden konnten, wie heute.

Ein weiterer Punkt, der mir sehr gut gefallen hat waren die Protagonisten selbst, die sehr ausführlich dargestellt sind, ohne das es langweilig wird. Der Leser erfährt immer mehr über die Charaktereigenschaften der Personen und kann sich ein gutes Bild machen. Dabei bleibt es immer spannend. Allerdings ist die Geschichte nichts für Nebenbei. Dieses Buch hat meine volle Aufmerksamkeit gefordert, denn es braucht Ruhe um den Faden nicht zu verlieren und die Parallelen zwischen der Geschichte im Epos und der der Hauptakteure zu verstehen. Schlussendlich hat dieses Buch aber die volle Punktzahl verdient und ist sicher nicht nur eine spannende Lektüre für Fans des Vergangenen.
Profile Image for Cindy.
341 reviews49 followers
February 19, 2015
Ein besonderer historischer Roman, ein "Archäologie-Roman", der Lust auf mehr macht.

Carmen Lobato erzählt in ihrem Roman „Die Stadt der schweigenden Berge“ die Geschichte der jungen Archäologie-Studentin Amarna, die mit ihrem Vater im Berlin der 1930er Jahre lebt und gerade ihre Magisterarbeit über das „Gilgamesch-Epos“ schreibt. Bei der Recherche hierzu stößt sie auf die Hethiter und ihre alte Hauptstadt Hattusa. Fasziniert von diesem Thema versucht sie mehr darüber herauszufinden und setzt alle Hebel in Bewegung, um die Ruinen dieser Stadt besuchen zu können.
Gegen den Widerstand ihres Vaters begibt sie sich allerdings doch auf diese abenteuerliche Reise, an deren Ende vielleicht auf viele ihrer beruflichen, aber auch persönlichen Fragen Antworten warten.

Diese Begeisterung sprang auch auf mich als Leserin sofort über. Ich habe lange schon kein Buch mehr gelesen, bei dem ich selbst so viel nebenher recherchiert habe, einfach weil es Lust darauf macht, mehr wissen zu wollen.

Dieses Buch ist voller Faszination für Gilgamesch, Hattusa, die Hethiter, die Archäologie an sich und die Autorin schafft es auf eindringliche und spannende Weise dies nahe zu bringen. Gleichzeitig ist die aktuelle Politik dieser Zeit und die damit verbundenen Geschehnisse immer präsent. Man erfährt also nicht nur etwas über alte Kulturen, sondern auch über die Ereignisse, die sich damals 1931/1932 in Deutschland, aber auch in der Türkei abgespielt haben. Und das auf eine eindringliche Weise, ohne belehrend zu sein, sondern unterhaltsam und niemals oberflächlich oder gar kitschig.

Mir hat es unglaublich viel Freude gemacht, dieses Buch zu lesen. Die Geschichte entwickelt einen Sog, dem man sich schwer entziehen kann und die Figuren wirken auf mich sehr authentisch. Es gibt hier keine einseitigen Figuren, man kann sich an fast allen reiben, mit ihnen hadern, aber auch mitfühlen. Ihr Schicksal hat mich sehr berührt.

Ich wünsche diesem besonderen historischen Roman jedenfalls noch ganz viele Leser.
Die Autorin schreibt übrigens u. a. auch unter dem Pseudonym Charlotte Roth. Wer ihren, ebenfalls großartigen Roman, „Als wir unsterblich waren“ gern gelesen hat, wird auch dies Buch sehr, sehr mögen.
Profile Image for Darlene.
198 reviews
February 23, 2015
Ich weiß echt nicht was ich schreiben soll. Das Buch hat mir sehr gut gefallen.
Türkei ist nicht so mein Interessengebiet aber trotzdem hat mich die Geschichte und die ganzen Hintergründe, die Gegend heute und früher gefangen genommen. Ja, ich habe auch über die Angaben im Buch viel gegoogled.
Vielleicht waren die Einschübe von Hattusa vor 2000 Jahren jeweils über etliche Seiten etwas zu lang.
Ich möchte die Einschübe nicht missen, aber vielleicht hätte sie etwas gekürzt sein können?
8 reviews
April 14, 2016
Ich habe mir den Gilgamesch Epos zugelegt, möchte unbedingt mal wieder ins Pergamonmuseum und überlege, ob wir auf unserer geplanten Kapadokien Rundreise im Herbst einen Abstecher nach Hattusa machen können.
Profile Image for Sabine .
116 reviews17 followers
July 12, 2016
Schöne und interessante Geschichte, teilweise bisschen kitschige Dialoge.
Displaying 1 - 8 of 8 reviews

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