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Queer through the Year: Kurzgeschichten für jede Jahreszeit | 17 bunte Geschichten über Liebe, Magie, Freundschaft und Mehr! Aus den Genres Romance, SciFi und Fantasy

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350 pages, Kindle Edition

Published March 17, 2026

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About the author

Mikah Rose

6 books5 followers
Mikah Rose (er/ihm) wurde 1997 im niedersächsischen Wendland geboren und ist ein transgeschlechtlicher Autor. Es ist ihm wichtig, dass sich queere Leser:innen in seinen Geschichten wiederfinden und zuhause fühlen können. Neben dem Prosa Schreiben ist er auch zeichnend kreativ unterwegs und als "Finn Rose" verfasst er seit 2021 englischsprachige Gedichte, die in diversen Literaturmagazinen zu finden sind.

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Profile Image for Marcia Ember.
10 reviews
March 28, 2026
17 Autor*innen, vier Jahreszeiten, ein ganzes Spektrum an Gefühlen. Queer Through the Year ist eine Anthologie, die sich durch das Jahr liest, von cozy Frühlingsromancen über Sommergedichte und Herbsthexen bis hin zu bittersüßen Wintergeschichten, und dabei so bunt ist wie die Community, die sie abbildet.
Was mir besonders gefallen hat: Die Anthologie traut sich, über das Feel-Good-Label hinauszugehen. Ja, es gibt wunderschöne Romances mit Happy End, Liebestränke und Eiscreme. Aber es gibt auch Trennungsschmerz, toxische Beziehungen, Queerfeindlichkeit und die leise Konfrontation mit Mental Health. Genau dieser bittersüße Beigeschmack macht die Sammlung für mich so ehrlich, weil er das widerspiegelt, was das Leben als queere Person und als liebender Mensch generell eben auch ist. Die ernsteren Themen haben bei mir sehr resoniert.
Die saisonale Struktur funktioniert überraschend gut. Der Frühling fühlt sich nach Aufbruch an, nach neuen Lebensabschnitten, deren Schönheit man erst bemerkt, wenn man einmal aufgebrochen ist. Der Sommer mischt Leichtigkeit mit Gewittern in Form von Fantasy-Dystopien. Der Herbst bringt das Mystische und Übernatürliche mit, das die Halloweenzeit einläutet (und ja, es gibt eine Twilight-Referenz). Und der Winter hat diese traurige Herzlichkeit, die einen gleichzeitig wärmt und frieren lässt.
Wie bei den meisten Anthologien sind nicht alle Geschichten gleich stark. Manche haben mich noch Tage später beschäftigt, andere sind schnell verblasst.
Zuletzt möchte ich anmerken, dass auch Geschichten dabei sind, in denen sich Menschen verlieben, obwohl sie in monogamen Beziehungen sind und diesen Gefühlen trotzdem nachgeben (und nein, ich meine ausdrücklich nicht die Figur, die poly ist). Dass das im Rahmen der Geschichten relativ unkommentiert und romantisiert passiert, hat mich persönlich gestört. Dazu darf jeder seine eigene Perspektive haben, aber es ist nicht die Art von Erzählung, die ich gerne lese oder so unterzeichnen würde.
Insgesamt eine Anthologie, die ich jedem empfehlen würde, der queere Literatur abseits der immer gleichen Erzählungen sucht. Nicht jede Geschichte wird für jeden sein, aber genau das macht eine gute Anthologie aus.
62 reviews1 follower
April 6, 2026
Kurzgeschichten-Sammlung mit 17 Geschichten, die in vier Jahreszeiten spielen und eine breite Diversität in punkto Label und Genre aufweisen.



Mika Rose und Amani Padda sind die Herausgebende dieser Anthologie, die aus einer queeren Schreibgruppe heraus entstand. Folgende Autor*innen haben Kurzgeschichte beigesteiert: Lea Diamandis, Yara Elison, Grossstadtheldin, Josefine James, Melissa June, Maja Köllinger, Nadja Kasolowsky, Matti Laaksonen, Katharina Licht, Jojo Ludwig, Murphy Malone, Quinn Menger, Amani Padda, Annie M. Rose, Mikah Rose, Leni Wambach und Tessi Wolf. Die Kurzgeschichten sind so unterschiedlich, wie es die queere Community ist. Doch neben der queeren Repräsentation haben die Kurzgeschichte eine weitere Gemeinsamkeit: Sie alle nehmen Bezug auf eine Jahreszeit - einige mehr, andere weniger. Deswegen sind die Kurzgeschichten in vier Bereiche unterteilt: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Mit den Illustrationen von plantskid hat Katharina Licht das Cover designt. Auch Buchsatz, Korrektorat und Lektorat wurde von den Beteiligten selbst übernehmen. Mit dem passenden Slogan "17 Kurzgeschichten. 4 Jahreszeiten. Eine Message - Pride Is Every Day!" wird die Anthologie nun veröffentlicht.





Die Anthologie beinhaltet eine breite Vielfalt an Genres. Mit leichten Horrorelemente, Sci-Fi-Settings und Stimmungen von tragisch über romantisch bis witzig dominieren Romance und Fantasy die meisten der Kurzgeschichten. Einige Kurzgeschichten feiern das queere Leben (Queer-Joy), andere gehen auf Diskriminierungserfahrungen ein.



Neben vielen sapphischen und einigen achillean Kurzgeschichten werden viele weitere Labels neben den zwei bekannten schwul und lesbisch repräsentiert, darunter auch trans Personen, nicht-binäre Personen, Menschen im Aro-Ace Spektrum oder bisexuelle Menschen. Auch Mental Health, Krankheit / Behinderung und POC-Repräsentation sind in dieser vielfältigen Anthologie enthalten - letztere zwei hätten für meinen Geschmack noch etwas mehr vorhanden sein können, da die Anthologie zurecht die Vielfalt feiert.



Ich habe mich dazu entschieden, die Rezension aufzuteilen und ich gehe folgend auf alle Jahreszeitbereiche und den Kurzgeschichten einzeln ein.



Frühling

Schneeglöckchen von Mikah Rose: Zwei ehemals beste Freunde treffen sich nach vier Jahren Funkstille wieder. Die Geschichte hat mich sehr berührt und einige Dialogzeilen sind unglaublich berührend. Besonders stark ist die Geschichte, wenn wir nicht nur in Magnus' Gedankenwelt verweilen, sondern wenn er direkt mit Darius interagiert.



Queering the Map von Maja Köllinger: Margot entdeckt zusammen mit ihrer besten Freundin eine Karte, in der queere Menschen ihre queere Geschichten anpinnen können. Wir begleiten die sympathische Protagonistin auf einer wunderschönen Entdeckungsreise, die voller Wendungen ist und das Lesen zu einem kurzweiligen Vergnügen macht. Ich habe die Kurzgeschichte sehr gerne gelesen.



Your lie in spring von Katharina Licht: Mit Gefühl für ihre Hauptfigur Nils und viel Wortwitz verführt uns die Autorin zu einem besonderen Setting: Eine Reithalle, wo Nils den Reitlehrer Kai heimlich verehrt. Ich habe mich sofort mit Nils verbunden gefühlt und mochte den heiteren, emotionalen Schreibstil sehr. Auch das Setting, die Verbindung zu den Pferden und den Alltag auf dem Hof hat die Autorin gut eingefangen.



Liebe auf den ersten Schluck von Tessi Wolf: Wir begleiten eine junge Hexe Mara beim Vorbereiten eines Tranks und erfahren nebenbei mehr über ihr Verhältnis zu ihrer Mutter und von ihrem Schwarm Samantha. Die Coming of Age Geschichte beinhaltet leichte Fantasy-Elemente, ein Coming Out und moralische Fragen über dein Einsatz von Liebestränken. Mir hat der Alltag von Mara und ihre Gespräche mit ihrer Mutter sehr gefallen.



Rot und Grau von Quinn Merger: Die letzte Geschichte im Frühling ist zugleich die längste und mit Abstand die mit dem ernstesten Thema. Laro befindet sich in einer Beziehung mit Alex, doch dass die beiden nicht glücklich sind, spürt Laros bester Freund Marek schon länger. Neben der Thematik toxische Beziehung einer wirklich unglaublich großen und vielfältigen Breite an queeren Repräsentationen werden wir in dieser Kurzgeschichte auch mit Transfeindlichkeit innerhalb der queeren Community konfrontiert. Kein schönes Thema, von dem ich aber glaube, dass wir darüber reden müssen. Mir hat die Kurzgeschichte sehr gefallen, Laro als Hauptprotagonist*in ist sehr nahbar für Lesende und besonders das Ende hat mir sehr gefallen!





Fazit Frühling: Die fünf Kurzgeschichten sind tatsächlich so unterschiedlich wie es im Klappentext versprochen wird, sowohl was das Label als auch das Genre angeht. Bei den meisten Geschichten empfand ich die jeweiligen Enden als etwas zu abrupt und glaube, dass sie vielleicht etwas mehr Länge gebraucht hätten. Insgesamt wurde ich aber sehr gut unterhalten und ich mochte die Kombination aus leichten, humorvollen und ernsten Kurzgeschichten sehr.



Sommer

Schildkrötensommer von Annie M. Rose: Katie und Yuna verbringen jeden Sommer miteinander, doch in diesem Sommer ist alles anders ... Diese wundervolle Coming of Age und Coming Out Geschichte besticht nicht durch einen besonders komplizierten Plot, sondern durch die liebevoll gemalten Sommerszenen einer ersten Liebe. Schön geschrieben!



Freiheitsflüstern am Sommersee von Grossstadtheldin: Grossstadtheldin verführt uns abwechselnd in Prosa und Poesie in die Liebesgeschichten zwischen Karo und Julie. Das Besondere an dieser wunderschön geschriebenen Geschichte ist, dass Karos POV aus vorgetragenen Poetry-Slam besteht, Julies POV jedoch den Auftritt von Karo beschreibt. Mir hat diese besondere Art der Geschichtserzählung sehr gefallen und auch, dass Karo und Julie etwas reifer und gefestigter wirken, als sonst häufig gelesen.



Von Glück unter Schildkrötenpanzern von Lea Diamandis: Von Lea habe ich bereits einen Roman gelesen und ich kenne ihren wunderschönen Schreibstil und die Taylor Swift Hommage, die ihre Werke begleiten. Louise und Amélie haben bereits eine Vergangenheit hinter sich, doch Louise muss sich zuerst selbst finden. Eine verletzte Schildkröte bringt die beiden Frauen wieder zusammen. Ich fand es super schön, dass wir hier neben einer sapphischen Liebesgeschichte auch eine weitere queere Repräsentation bekommen und wie schon zuvor, habe ich mich in diese zarte Art des Geschichtenerzählens von Lea verliebt.



Der Lauf der Dinge von Leni Wambach: Eine gefallene Göttin und eine verletze Elfin treffen in dieser dystopischen Fantasywelt aufeinander. Das Genre dieser Kurzgeschichte ist wirklich was besonderes. Fantasy, Dystopie, Liebesgeschichte und Horrorelemente treffen hier aufeinander und werden von einer unglaublichen Liebe zu Lebewesen untermalt. Hat mir sehr gefallen und war mein persönliches Highlight im Sommer-Abschnitt.



Fazit Sommer: Im Sommer erwarten uns ausschließlich Sapphic-Geschichten. Obwohl ich damit gerechnet hatte, dass die Kurzgeschichten in ihrem Label durchmischt werden, fand ich es trotzdem schön zu lesen, wie unterschiedlich die Geschichten untereinander waren. Schön geschrieben waren sie alle und jede war auf ihre eigene Weise was Besonderes!



Herbst

September Skies von Josefine James: Die Protagonistin schreibt ihrer Geliebten Autumn einen Brief. Das Besondere ist, dass die Kurzgeschichte in der Du-Form geschrieben ist. Aus Sicht der Briefschreiberin erfahren wir von dem Beginn, dem Verlauf und das Ende einer Beziehung mit all ihren Höhen und Tiefen - in Briefform. Mir hat die Form sehr gefallen und fand das Ende konsequent und gut gewählt. Außerdem erhalten wir hier neben einer sapphischen Beziehung auch eine Bi-Repräsentation, die auch ganz deutlich ausgesprochen wird. Fand ich gut!



Ein Brief aus Willow's Glen von Yara Elison: Amita wurde von Tamsin verlassen. Ganz konkret und ohne Begründung. Aber Amita hat nie aufgehört, daran zu glauben, dass Tamsin sie liebt. In einer lockeren Atmosphäre verfolgen wir zunächst Amitas Alltag und ergründen mit ihr gemeinsam das Geheimnis um ihre Ex-Freundin. Wie es sich für den Herbst gehört, ist diese Kurzgeschichte ein wenig mystisch. Mir hat sie gut gefallen, auch wegen dem lockeren Ton und dem Geheimnis um Tamsin.



Die Geisterfrau von Melissa June: Eine Halloween-Geschichte - natürlich darf diese nicht fehlen. Das Besondere an der Geschichte ist die dritte Perspektive, die ich sehr gerne, aber heutzutage leider nur sehr selten lese. Wir begleiten Brook in die unheimliche, verlassene Villa, um herauszufinden, was es mit dem Geist auf sich hat, der dort angeblich spukt. Zunächst unheimlich, später romantisch schafft Melissa es, eine schöne, aber düstere Liebesgeschichte zu erzählen mit einem außergewöhnlichen Ende.



Fangs & Frequencies von Murphy Malone: Aiden möchte nur ein wenig feiern, als er in einer Disko auf Gail trifft, einem bekannten Influencer, und auf Eilish, eine ehemalige Freundin. Mit Gail erschafft Murphy einen sehr spannenden, mystischen Love Interest, der nicht nur Aiden, sondern auch anderen Nebenfiguren und auch den Lesenden den Kopf verdreht. Ich fand es spannend, wie Themen wie Identifikation und Transfeindlichkeit verwoben werden mit einer Liebesgeschichte und mit leichten Horrorelementen. Eine sehr spannende Geschichte, die perfekt in den Herbst passt.



Ein zweiter Blick von Amani Padda: Die Kurzgeschichte ist anders als die drei Vorgänger weniger mystisch, passt aber von der Stimmung her ebenfalls perfekt in den Herbst. Charlie besucht seine Mutter und ist deswegen getrennt von Femi, den er sehr vermisst. In einer zweiten Hälfte erfahren wir die Geschichte aus Sicht von Femi, der Charlie ebenfalls vermisst. Die Geschichte ist sehr ruhig, melancholisch und wird von den Charakteren getragen. Mir hat die Stimmung sehr gefallen, sie war wie eine Umarmung an einem regnerischen Tag, an dem sich alles ein wenig düsterer anfühlt als es ist.



Fazit Herbst: In keinem Part zuvor haben die Kurzgeschichten besser zu dem Überthema gepasst wie jetzt hier im Herbst. Mystik, Horror, Übersinnliches dominieren die drei mittleren Geschichten, die zwei anderen sind nachdenklich, schwer in der Stimmung und doch hoffnungsvoll. Die Kombination fand ich spannend und zeigt erneut deutlich, wie sehr es die Anthologie geschafft hat, nicht nur bei Label und Genre eine Vielfalt zu präsentieren.



Winter

Geisterstunde von Jojo Ludwig: Tilin ist dabei, eine ganz besondere Überraschung für ihre Partnerin vorzubereiten - und die Überraschung hat am Ende nicht nur Romi, sondern auch mich sehr tief bewegt. Die Geschichte ist sehr ernst, fast traurig, gleichzeitig schafft Jojo aber auch, eine Hoffnung darin mitschwingen zu lassen. Noch dazu findet die Geschichte in einem faszinierenden Setting statt und hat neben der sapphischen Liebesgeschichte eine Nebenfigur, die mir gefallen hat. Cris, dey die beiden Frauen wunderbar ergänzt. Ich hatte Tränen in den Augen!



166 Tage von Matti Laaksonen: In der vorletzten Kurzgeschichte werden wir tatsächlich nach Finnland entführt. Wir folgen dem Hauptprotagonisten unterwegs durch die einsame, schneebedeckte Landschaft Finnlands, während er Pauli vermisst. Ich mochte diese Kurzgeschichte wegen dem winterlichen Setting und der perfekte Mischung aus Melancholie, Verzweiflung und Hoffnung. Vor allem ist es aber auch einfach nur wunderschön, mehr über die Freundschaft / Liebe der beiden Männer zu erfahren.



Rauchgeister von Nadja Kasolowsky: Die letzte Kurzgeschichte wurde wieder in der dritten Perspektive geschrieben. Dieses Mal aus der Sicht von Roan die in einem Fantasy-Setting auf Nynke wartet, die Frau, in die sie verliebt ist, die möglicherwiese aber in Gefahr schwebt. Neben einem beeindruckenden World-Building hat mich auch das "Found-Family-Feeling" sehr überzeugt.



Fazit Winter: Die drei Winter-Kurzgeschichten sind deutlich weniger weihnachtlich als erwartet, überzeugen aber alle drei von einer sehr dichten Atmosphäre. Sie sind alle drei sehr unterschiedlich, sowohl, was das Genre, das Label und vor allem das Setting angeht, haben aber eine ähnliche Stimmung, die einfach perfekt in den Winter passt. Zu schade, dass es am Ende nur drei Geschichten waren. Eine kitschige Weihnachtsgeschichte hätte die Anthologie vielleicht noch ganz gut abgerundet. Aber auch ein gutes Ende hat irgendwann mal ein Ende.




Das Cover hat Katharina Licht designt und hat Illustrationen von plantskid (Pseudonym von Mikah Rose) genutzt. Wir sehen einen blau, türkis, rosa, lila Hintergrund, der aus zufälligen Formen zusammengesetzt wurde. In der Mitte ist der Titel der Anthologie zu lesen: Queer through the year. Dabei wurde das Wort Queer und year durch die Größe und einer anderen Farbe (weiß, statt türkis) hervorgehoben. Der Untertitel lautet: Kurzgeschichten für jede Jahreszeit. Weiter unten sind alle Autor*innen aufgelistet in alphabetischer Reihenfolge. Die Namen sind pärchenweise abwechselnd türkis und rosa und in Großbuchstaben aufgelistet. Rechts oben sehen wir eine Illustration von plantskid. Ein Eis mit drei Eiskugeln mit den Farben der bi-Flagge: blau, lila und pink (das Symbol für Sommer). Links unten ist eine weitere Illustration zu sehen. Eine Hand umfasst eine türkise Blume. Die Fingernägel der Hand sind in den Farben der lesbischen Flagge lackiert: Orange, weiß, rosa und pink (Symbol für Frühling). Es gibt zwei Illustrationen, die auf der Vorderseite nicht gezeigt werden (sondern vermutlich die Rückseite zieren?): Eine Hand, die ein Herbstblatt in der Fläche zeigt. Am Mittelfinger trägt die Person einen schwarzen Ring, was als Zeichen für die Aro-Ace Community häufig getragen wird. Der Winter wird durch eine behandschuhte Hand symbollisiert. Handschuh und Anorak sind hellrosa bzw. hellblau, die Farben der trans-Flagge.



Mein Fazit nach dem Lesen der siebzehn Kurzgeschichten ist, dass ich die Anthologie allen empfehlen möchte und zwar sowohl queeren Menschen, aber auch insbesondere auch nicht-queeren Menschen, um die breite Facette der queeren Community kennenzulernen. Die Kurzgeschichten haben mir durch die Bank weg alle sehr gut gefallen und ich empfand es als sehr reizvoll zu Beginn weder Label noch Genre oder Stimmung zu kennen und das alles erst im Laufe der Geschichte festzustellen. Einige Kurzgeschichten hätten für meinen Geschmack etwas länger sein können, bzw. die Enden waren auf Grund der Kürze manchmal etwas abrupt. Neben der breiten queeren Repräsentation hätte ich mich auch über eine weitere Ausweitung des Begriffs Vielfalt gefreut (Neurodiversität, Disability, POC). Das war zwar ab und zu vertreten, aber einige Chance für noch mehr Vielfalt wurden an der eine oder anderen Stelle liegengelassen. Mir hat die queere Vielfalt sehr gefallen. Es hält, was es verspricht, es ist wirklich ein Schöpflöffel quer durch die Buchstaben der queeren "alle Buchstaben" Community. Mich hat sehr gefreut, dass explizit queere Frauen, bzw. trans- und nicht-binäre Personen so breit vertreten waren.



Zusammenfassend: Ein beeindruckendes Werk von eine Gruppe aus queeren Autor*innen im Selfpublishing, das viel Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit und ganz, ganz, ganz viele begeisterte Lesende verdient!
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