Drei Freunde, eine alte Schuld – und ein Sommer, der alles verändert.
In einer idyllischen Kleinstadt, umgeben von glitzernden Seen und endlosen Feldern, erleben Britta, Pia und Martin eine Jugend voller Abenteuer und kindlicher Träume. Doch ein verhängnisvoller Sommer reißt die enge Freundschaft der drei auseinander.
Zwei Jahrzehnte später ist die verlorene Zeit zwischen ihnen zu einem fremden Land geworden. Inmitten von Schmerz und Vergebung müssen Britta, Pia und Martin entscheiden, ob ihre Freundschaft stark genug ist, um die Schatten der Vergangenheit zu überwinden. Doch ein gut gehütetes Geheimnis droht die zarten Bande, die sie miteinander verbinden, endgültig zu zerreißen.
Ein bewegender Roman darüber, was es heißt, wirklich zu leben, zu lieben und loszulassen.
Würde ich es meiner Mutter empfehlen? Vielleicht. Wenn sie es unbedingt lesen möchte. Würde ich den Roman nochmal lesen? Nein.
Der Einstieg in das Buch ist mir eher schwer gefallen. Es wird so schnell zwischen den Personen und Szenen gesprungen. Jeder Abschnitt wird mit einer Weisheit wie vom Kalenderblatt eingeleitet, was insbesondere mit den cliché dramatischen Thematiken (alte Freundschaft wieder aufleben, Krebs, Demenz, usw) einfach sehr kitschig ist. Wem es gefällt, bitte. Meins war es nicht ganz, auch nicht sprachlich. Zu viel "große Gefühle".
Mir hat auch irgendwie einiges gefehlt. Es wirkt alles zu sauber und einfach gelöst - ohne wirklichen Tiefgang.
>>Jeder sucht etwas... Das Glück, einen Ausweg, sich selbst, die große Liebe, die Erfüllung, die Freiheit oder eine Antwort.<< Mit „Der Sommer, der uns blieb“ hat Greta Herrlicher einen Roman geschrieben, der uns zum einen in eine idyllische Kleinstadt führt und zum anderen aus verschiedenen Perspektiven am Leben der ehemaligen Jugendfreunde Britta, Pia und Martin teilhaben lässt. Während Martin bei seiner Mutter wohnt und im Familienunternehmen stark eingebunden ist, möchte Britta sich um ihren dementen Vater kümmern und stellt schnell fest, dass er sie doch mehr braucht als gedacht. Und dann ist da noch die so lebenshungrige Pia, die so wild und frei scheint und doch so unglaublich viel auf dem Herzen trägt und sehr krank ist. Die Wege der drei führten damals auseinander, man spürt schnell sobald die drei sich wieder treffen, dass etwas zwischen ihnen steht. Und während sie eigentlich alle ganz unterschiedliche Wege gehen, führt das Leben sie wieder zusammen und unausgesprochenes bekommt die Chance gesagt zu werden... Und das hat Greta Herrlicher für mein Empfinden wirklich sehr schön gemacht und gezeigt, dass letztlich jeder sein ganz eigenes Päckchen zu tragen hat und wie wichtig tiefe Freundschaft und Nächstenliebe ist. Gleichzeitig gibt es immer wieder Rückblenden in die Jugendzeit der drei und auch das hat mir sehr gefallen! Hier bekommen wir nämlich ganz viel Sommer, Badesee usw. mit einer großen Portion nostalgischer Details, die mich oft zum schmunzeln gebracht haben, weil ich es selbst noch aus meiner Jugend kenne. Mein Fazit: Ein wirklich leicht zu lesender Roman, perfekt für die Sommermonate mit einer gewissen Tiefe die mich als Leser nicht zu sehr gefordert hat beim lesen, aber dennoch ganz viel gibt und zeigt, besonders eben das Leben mit all seinen Ecken und Kanten und den kleinen feinen Momenten, die das Leben so wertvoll machen.
Der Roman „Der Sommer, der uns blieb“ verbindet eine klassische Coming-of-Age-Geschichte mit einem zweiten Erzählstrang, in dem die Figuren als Erwachsene auf ihre gemeinsame Vergangenheit zurückblicken. Im Mittelpunkt stehen Britta, Pia und Martin, deren Freundschaft in ihrer Jugend endet und die sich Jahre später erneut mit den Folgen dieses Sommers auseinandersetzen.
Die Ausgangsidee hat mir grundsätzlich gut gefallen, auch die 90er-Jahre-Nostalgie in den Rückblicken mochte ich. Vor allem die Sprache und insbesondere die Dialoge wirkten auf mich aber oft zu hölzern. Häufig hatte ich das Gefühl, dass Gedanken und Gefühle eher erklärt als erzählerisch entwickelt werden, das klassische „Show, don’t tell“ wird hier aus meiner Sicht zu selten eingelöst. Hinzu kommen Passagen, in denen die Figuren sehr pathetische Lebensweisheiten formulieren, die eher aufgesetzt als authentisch wirken. Das hat mich beim Lesen immer wieder aus der Geschichte herausgebracht. Wer genau diesen Ton mag, könnte mit dem Roman aber durchaus mehr anfangen. Ein bisschen hat es mich an „Matilde und Marie“ erinnert.
Insgesamt bringt „Der Sommer, der uns blieb“ gute Ansätze mit, bleibt für mich aber hinter seinen Möglichkeiten zurück. Wichtig noch zu wissen: Der Roman behandelt auch das Thema Krebs, was im Klappentext nicht deutlich wird. Hier hätte ich mir mehr Transparenz gewünscht.
Der Roman, Der Sommer, der uns blieb, von der Schriftstellerin Greta Herrlicher ist in einem wunderbaren Ton geschrieben. Er besticht durch die wechselnden Perspektiven. In der Schulzeit sind Britta, Pia und Martin befreundet. Britta ist die Schüchterne und wohlbehütete. Pia ist die Wilde, die auf Geschwister aufpassen soll, die Mutter ist Alleinerziehende. Martin hat mit acht Jahren den Vater verlioen, seine Mutter bestimmt sein Leben. In der Jugend gibt e ein paar Eifersüchteleien. Dann verschwindet Pia und für die anderen geht es auch getrennt weiter. Nach zwanzig Jahren erscheint Pia wieder, sie ist todkrank und hat eine Überraschung parat. Auch Britta kommt wieder, weil ihr Vater dement wird und nicht mehr alleine Leben kann. Martin ist nie weg gewesen, er leitet gemeinsam mit der Mutter eine Firma. Die Autorin hat den Dreien besondere Charakter verpasst. Dann lässt sie das Ganze, zwar traurig, aber mit Hoffnung enden.
Als Kinder waren Martin, Pia und Britta unzertrennlich. Aufgewachsen in den Neunziger Jahren verbringen die Nachbarskinder ihre gemeinsame Zeit am See, beim Picknick oder bei Britta zuhause. Der Sommer nach dem Abitur sollte nochmal richtig unbeschwert werden, doch er verändert alles. Kurz nach der Abifeier verschwindet Pia - ohne sich von Martin und Britta zu verabschieden. Martin und Britta sind geschockt und kommen mit ihren verletzten Gefühlen nicht klar. Warum hat Pia sie so Knall auf Fall verlassen? Die drei verlieren sich aus den Augen. Von Pia hört niemand mehr etwas und Britta arbeitet in einem Krankenhaus in Frankfurt. Nur Martin ist in der Kleinstadt geblieben. Er hat nie geheiratet und wohnt noch immer im Nachbarhaus bei seiner Mutter. Er arbeitet im eigenen Familienbetrieb, den er übernommen hat. Erst zwanzig Jahre später kommt Britta von Frankfurt wieder in ihre alte Heimat, um ihren dementen Vater zu unterstützen, der seit dem Tod der Mutter alleine lebt und nur mehr schwer zurechtkommt. Als Martin ein Flyer in die Hände fällt, der über eine Foto-Ausstellung berichtet, ist er sicher, dass die Frau am Foto Pia ist. Und es dauert nicht lange, bis sich die Wege der drei ehemaligen Freunde wieder kreuzen. Als sie sich wieder begegnen, wird schnell deutlich, dass etwas Unausgesprochenes zwischen ihnen liegt.....
Die Geschichte wird in zwei verschiedenen Zeitebenen und abwechselnd aus der Sicht von Britta, Martin und Pia erzählt. Wir sind in der Vergangenheit in den Neunziger Jahren und in der Gegenwart im März 2020, dem Beginn der Pandemie, die ab und zu aufgegriffen wird, aber eher als Randerscheinung "mitläuft". Ab und an habe ich mich über einige Begebenheiten zu dieser Zeit gewundert, die ich nicht ganz passend fand. Die langsame Annäherung der Drei fand ich hingegen gelungen und sehr authentisch. Die damaligen und späteren Entscheidungen der Charaktere, zeigen Spuren und Folgen bis in die Gegenwart. Die Themen Schuld und Vergebung ziehen sich als roter Faden durch die ganze Handlung. Das im Klappentext angekündigte große Geheimnis aus der Vergangenheit war für mich jedoch nicht wirklich eine Überraschung. Inhaltlich vielversprechend, bleibt die Geschichte jedoch in der Umsetzung hinter seinen Möglichkeiten zurück.
Ich habe die Geschichte als weniger tiefgründig empfunden, als sie hätte sein können. Denn die Fülle an schweren Themen und Konflikten sind doch einige. Manche wurden daher nur angerissen. Dennoch schafft Greta Herrlicher es, eine angenehme Leichtigkeit zu bewahren, was das Lesen erleichtert.
Optisch kann man an diesem Buch aus dem Vani Verlag nicht vorbeigehen. Es ist ein Träumchen! Unter dem Umschlag verbirgt sich ein wunderschöner Leineneinband, der das Bild des Covers nochmals abbildet. Rundherum gibt es einen bezaubernden Farbschnitt in denselben zarten Farben und im Buch gibt es ein Page Overlay (eine illustrierte, transparente Seite), sowie ein Farbbändchen. Leserherz, was willst du mehr!?
Jedes Kapitel beginnt mit einem kleinen Zitat, wie z.B.: "Ein kleiner Stein der Erkenntnis kann eine Lawine auslösen" oder "Entscheidungen verschwinden nicht, sondern begleiten uns leise weiter". Drunter steht der jeweilige Name des erzählenden Protagonisten.
Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und lässt sich leicht lesen. Der heutige Zeitgeist ist gut eingefangen. Obwohl oftmals Zitate und Gedanken eingebracht sind, die nachdenklich machen, wirkt manches etwas oberflächlich. Die Figuren sind gut gezeichnet, wobei ich Martin nicht wirklich gemocht habe, was aber keine Rolle spielt. Was mir ein bisschen fehlte, war der Unterschied im Sprachstil der Protagonisten als Kinder und als Erwachsene. Die Rückblicke in die Neunziger Jahre fangen das damalige Lebensgefühl perfekt ein. Die sommerliche Kleinstadt-Atmosphäre hat mir ebenfalls gut gefallen.
Fazit: Ein Kompliment an den Vani Verlag für diese Augenweide! Inhaltlich ist die Geschichte eher ruhig und nicht wirklich etwas Neues. Sie wird jedoch - trotz mancher schweren Themen - mit einer Leichtigkeit erzählt und versprüht Emotionen und Atmosphäre. Ich habe es gerne gelesen!
Es gibt Bücher 📚, die verfolgen einen auf Schritt und Tritt. "Der Sommer, der uns blieb" ist definitiv so ein Buch. Die Aufmachung ist Sommer pur und sehr romantisch, wie ich finde. Der Inhalt kann mithalten und weiß zu verzaubern. Ich war zeitweise wieder ein Teenager und habe mich an die vielen Nachmittage am Baggersee erinnert. Ich bin jedoch froh darüber, dass ich kein Drama aus dieser Zeit zu berichten habe. Da ging es den drei Hauptfiguren in diesem Roman ganz anders. Besonders Pia hat mich mehrmals zum Weinen gebracht.
20 Jahre hat zwischen Britta, Pia und Martin Funkstille geherrscht, bis Martin zufällig ein Flyer in die Hände fällt, der Pia mit dunklen Haaren zeigt. Ist sie das wirklich? Pia ist doch eigentlich eine temperamentvolle Frau mit roten Haaren. Der Flyer kündigt eine Vernissage mit Pias Fotografien an.
Martin hat nach dem Tod seines Vaters die Firma übernommen. Es ist jedoch ein offenes Geheimnis, dass seine Mutter weiterhin das Sagen hat, obwohl sie sich eigentlich zur Ruhe gesetzt hat. Er ist der einzige von den drei Freunden, der immer noch in dem beschaulichen Ort lebt, und sogar noch in seinem Elternhaus wohnt.
Britta lebt in Frankfurt und arbeitet als Krankenschwester. Sie hat mit einem verheirateten Arzt seit Jahren ein Verhältnis. Ihre Mutter verstarb vor ein paar Jahren. Sie muss zu ihrem Elternhaus, da ihr Vater mittlerweile an Demenz leidet. Britta nutzt die Zeit, um ihr Leben zu überdenken. Nicht mehr lange, dann ist sie für zwei Leben verantwortlich ...
Pia ist die Dritte im Bunde und möchte Klarheit in eine Sache bringen, die vor 20 Jahren ihre Freundschaft mit Britta und Martin beendet hat. Pia muss sich beeilen, da sie krank ist und ihr die Zeit davonläuft.
Die Geschichte enthält sehr viele Geheimnisse und schwere Schicksale und kommt dennoch unaufgeregt daher. Mir ist aufgefallen, dass in diesem Drama überwiegend die Mütter eine unrühmliche Rolle spielen. Besonders Martin ist der eisigen Kälte seiner Mutter ausgesetzt.
Ich habe mich sehr wohl in dem kleinen Örtchen gefühlt, das zwischen Seen und saftigen Wiesen zum Verweilen einlädt. Die drei Freunde sind mir sehr ans Herz gewachsen. Die Geheimnisse, die ans Tageslicht kommen, könnten tragischer nicht sein. Ich war wirklich sehr gespannt, ob die Freundschaft der drei noch eine Chance hat.
Das Ende fand ich sehr emotional. Der Schreibstil liest sich wie Butter und ich habe jedes Wort genossen. Jedes Kapitel fängt mit einem wunderschönen Zitat aus der Feder der Autorin an.
Eine klare Empfehlung. Ein guter Tipp von mir: Haltet Taschentücher bereit. Besonders am Ende!
Optisch ist dieses Buch kaum zu übersehen. Cover, Farbschnitt und die liebevollen Details im Inneren wirken durchdacht und hochwertig, fast wie ein kleines Sammlerstück, das sofort Lust aufs Lesen macht. Genau diese starke äußere Wirkung steht jedoch in einem deutlichen Kontrast zu dem, was sich zwischen den Seiten entfaltet. Im Mittelpunkt stehen Britta, Pia und Martin, deren Freundschaft vor vielen Jahren an einem entscheidenden Sommer zerbrochen ist. Die Handlung bewegt sich zwischen Gegenwart und Vergangenheit und versucht, die Ereignisse von damals nach und nach aufzuarbeiten, während unterschiedliche Perspektiven einen umfassenderen Blick ermöglichen sollen.
Was auf dem Papier nach einer intensiven, emotional aufgeladenen Geschichte klingt, bleibt in der Umsetzung überraschend blass. Viele Entwicklungen sind früh vorhersehbar, wodurch Spannung kaum entstehen kann und wichtige Wendepunkte ihre Wirkung verlieren. Noch schwerer wiegt für mich jedoch der Schreibstil, der es mir durchgehend erschwert hat, wirklich in die Geschichte einzutauchen. Formulierungen wirken stellenweise holprig, wenig ausgearbeitet und lassen oft die Tiefe vermissen, die es gebraucht hätte, um die komplexen Themen glaubhaft zu transportieren. Gerade emotionale Szenen verlieren dadurch an Gewicht und schaffen es nicht, die notwendige Intensität aufzubauen.
Auch auf Figurenebene bleibt vieles unausgeschöpft. Britta bringt noch am ehesten eine gewisse Nahbarkeit mit, während Pia und Martin häufig distanziert wirken und in ihrem Verhalten nur bedingt nachvollziehbar sind. Die Dynamik zwischen ihnen hätte deutlich mehr Raum für Konflikte, ehrliche Auseinandersetzung und Entwicklung gebraucht, stattdessen verläuft die Annäherung stellenweise zu glatt und wirkt im Verhältnis zur gemeinsamen Vergangenheit wenig überzeugend. Hinzu kommt, dass sich die Geschichte zum Ende hin spürbar zieht, ohne dabei neue Impulse zu setzen, wodurch sich das Leseerlebnis insgesamt eher zäh anfühlt.
So bleibt ein Roman, der äußerlich beeindruckt, inhaltlich jedoch weder emotional noch sprachlich überzeugen kann und sein eigentlich starkes Grundthema nicht ausschöpft. Ein visuelles Highlight mit interessanter Ausgangsidee, das durch einen schwachen Schreibstil, vorhersehbare Entwicklungen und fehlende emotionale Tiefe deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt. Für mich leider eine Enttäuschung.
Der Sommer, der uns blieb: Drei Freunde, eine alte Schuld – und ein Sommer, der alles verändert von Greta Herrlicher, erschienen im VANI Verlag GmbHam 14.04.2026.
Ist sie es nun, oder sind es Hirngespinste die Martin verfolgt. Er glaubt seine Jugendfreundin Pia gesehen zu haben, die plötzlich aus dem Leben von Britta und Martin ohne ein Wort verschwunden ist. Auch Britta ist weg gegangen, ins großstädtische Frankfurt. Martin jedoch ist im Elternhaus geblieben. Sein früh verstorbener Adoptivvater hatte ihm alles bedeutet, so aber hat er nicht sein Leben, sondern das Leben, welches seine Mutter für ihn bestimmt hat, gelebt. In dem kleinen Ort im Elternhaus mit seiner Mutter und als Erbe des Familienbetriebes. Pia ist tatsächlich zurückgekommen, um an ihrem alten Heimartort eine Ausstellung ihrer Fotografien zu machen, und um ihren früheren Freunden etwas zu beichten, was sie unbedingt loswerden möchte, bevor ihre Zeit auf dieser Welt abläuft.
Es gibt zwei Zeitlinien, wo wir die Freunde kennen lernen. Im Alter als sie Abitur gemacht haben und ihnen die Welt offenstand und jetzt, wo sie ein vorgegebenes Leben führen, sich um den dementen Vater kümmern und wo das Leben gelebt wurde und nur noch wenig Zeit bleibt. Die Charaktere wachsen im Laufe der Geschichte. Es sind persönliche Augenblicke, die wir mit ihnen erleben und das Buch hat nicht die Leichtigkeit, die die eingeflochtene coming of age Geschichte erwarten lässt. Das Leben in der Kleinstadt war zu eng für die Heranwachsenden, aber hier sind ihre Wurzeln und es sind einige Dinge, die verschwiegen wurden, die sie mit raus ins Leben genommen haben und wieder mitgebracht haben.
Die Protagonisten waren mir nicht von Anfang an sympathisch, aber je mehr Hintergrundinformationen die Geschichte lieferte, desto erkennbarer wurden die unausweichlichen Dinge, die sie zu den Menschen gemacht haben, die sie nach außen hin sind, aber in ihrem Inneren gibt es viel zu entdecken.
Ich fand die Geschichte nicht so tiefsinnig wie sie hätte werden können, dafür hat sie ihre Leichtigkeit behalten trotz vieler Probleme, die angesprochen werden. Klare Leseempfehlung.
Wenn alte Freunde nach Jahren aufeinandertreffen, werden Anekdoten erzählt und Erinnerungen ausgetauscht. Dabei kann auch so manches Geheimnis offenbart werden. So auch in „Der Sommer, der uns blieb“.
Britta, Martin und Pia haben sich seit über 20 Jahren nicht gesehen. Dann verschlägt es erst Britta und dann Pia zurück in die alte Heimat, wo Martin immer noch lebt. Doch die Wiedersehensfreude will bei den Frauen nicht recht aufkommen- zu groß ist die Last eines alten Geheimnisses…
Ich lese für gewöhnlich gerne Romane mit Familiengeheimnissen. Besonders, wenn diese nicht direkt offensichtlich sind, Wendungen beinhalten und die Charaktere daran wachsen. Daher versprach ich mir viel von diesem Roman. Er wurde meinen Erwartungen bedingt gerecht. Positiv zu erwähnen ist, dass das finale Geheimnis rund um Pia erst recht spät offenbart wird. Auch wenn ein Teil sich erahnen lässt- das große Geheimnis ist eine Überraschung für mich, die noch einmal Spannung in die Geschichte bringt.
Die Sprache und der Schreibstil des Buches sind okay. Gut lesbar, flüssig und bildhaft- nicht herausragend, aber gut gemacht. Vor allem passen sie zu dem Roman, was sehr wichtig für mich ist.
Als störend bis nervig empfand ich allerdings die Charaktere. Pia ist stur und egoistisch, lässt sich nicht des Besseren belehren- und ändert das auch nicht. Britta mag zwar loyal zu ihrem Vater sein und Pias Geheimnis nicht verraten, aber auch sie bleibt stur, stolz und verletzt, ohne über ihre Handlungen nachzudenken. Lediglich Martin, der einzige Mann in der Gruppe, fängt am Ende an, sein stures Verhalten zu ändern und nicht 100% zu seiner Mutter zu halten.
Auch die großen Überraschungen kommen- genau wie Martins geändertes Verhalten- erst gegen Ende. Dadurch ist besonders der Anfang zäh und dröge. Schade- selbst ein Wohlfühlroman wie dieser kann Hinweise zur Steigerung der Spannung vertragen. Zum Beispiel ein alter Brief. Ein Foto. Eventuell ein Zahlungsbeleg, der stutzig macht. Ein Wort an falscher Stelle. Das hätte mir den Lesefluss erleichtert. So gebe ich 3,5 Sterne, die ich auf 4 aufrunde.
Ein Sommer, der Spuren hinterlässt Britta, Pia und Martin wachsen in einer kleinen Stadt zusammen auf und sind lange unzertrennlich. Sie kennen sich gut, verbringen viel Zeit miteinander und fühlen sich in ihrer kleinen Welt sicher. Doch in diesem einen Sommer gerät etwas ins Wanken, auch wenn es zunächst kaum greifbar ist. Viele Jahre später kreuzen sich ihre Wege wieder. Aus der früheren Nähe ist Abstand geworden, und vieles aus der Vergangenheit wurde nie wirklich ausgesprochen. Man spürt schnell, dass zwischen ihnen mehr steht als nur die verstrichene Zeit. Mit der Zeit wird deutlich, wie sehr dieser Sommer Spuren hinterlassen hat. Alte Erinnerungen kommen zurück, manches wirkt noch immer nah, anderes fremd. Es sind vor allem die kleinen Dinge, die hängen bleiben und immer wieder auftauchen. Die Geschichte wird ruhig erzählt und lässt sich gut lesen. Die Stimmung ist oft nachdenklich, ohne schwer zu wirken. Beim Lesen entsteht nach und nach ein klares Bild von den Figuren und dem, was zwischen ihnen steht, auch wenn nicht alles direkt ausgesprochen wird. Britta, Pia und Martin wirken als Erwachsene greifbar und glaubwürdig. Jeder von ihnen geht anders mit dem um, was damals passiert ist. In kleinen Reaktionen und Gesprächen zeigt sich, wie viel unausgesprochen geblieben ist und wie schwer es fällt, daran etwas zu ändern. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob sich alte Fehler und verletzte Gefühle nach so langer Zeit noch klären lassen. Es geht um verpasste Chancen, um Schuld und darum, ob man den Mut findet, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen. Die Geschichte lebt von ihrer leisen Art und den vielen Zwischentönen. Nicht alles wird bis ins Detail aufgelöst, was gut zur Stimmung passt. Am Ende bleibt ein nachdenkliches Gefühl zurück und die Frage, wie viel Zeit manchmal vergeht, bis Dinge ausgesprochen werden. Insgesamt ein ruhiger, gefühlvoller Roman, der ohne große Dramatik auskommt und gerade dadurch wirkt. 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle, die Geschichten über Freundschaft, Erinnerungen und zweite Chancen mögen.
„Der Sommer, der uns blieb“ von Greta Herrlicher ist ein berührender Roman über Erinnerungen, Freundschaft, Verlust und die Spuren, die bestimmte Momente unseres Lebens dauerhaft hinterlassen. Die Geschichte entfaltet sich ruhig, aber sehr eindringlich und zieht einen schnell in die emotionalen Verflechtungen der Figuren hinein.
Im Mittelpunkt stehen Britta, Pia und Martin, die eine Jugend voller gemeinsamer Erlebnisse und in enger Freundschaft verbracht haben, bis sich eines Sommers alles ändert. Die Handlung folgt immer wieder einem der drei Charaktere und wechselt zwischen ihren Geschichten, wodurch sich nach und nach ein vollständigeres Bild der Ereignisse ergibt. Zusätzlich springt der Roman zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit – etwa 20 Jahre zuvor. Stück für Stück wird so deutlich, was damals geschehen ist und welche Auswirkungen diese Ereignisse bis heute auf die Beteiligten haben.
Besonders gelungen fand ich die Atmosphäre des Buches. Greta Herrlicher gelingt es, sowohl die Intensität der gemeinsamen Sommererlebnisse in der Vergangenheit als auch die besondere Stimmung des Wiedersehens in der Gegenwart sehr lebendig einzufangen. Die Figuren wirken authentisch und nahbar, sodass man ihre Gedanken, Hoffnungen und Entscheidungen gut nachvollziehen kann. Ein zentrales Thema des Romans ist auch die Frage, wie gut wir andere Menschen wirklich kennen und wie unterschiedlich Erinnerungen und Wahrnehmungen sein können. Gleichzeitig zeigt die Geschichte, was im Leben wirklich wichtig ist – und wie sehr Beziehungen, Entscheidungen und Ereignisse unseren weiteren Lebensweg prägen.
Mich hat das Buch von Anfang an abgeholt und bis zum Ende gefesselt. Die Geschichte ist emotional, ohne kitschig zu wirken, und regt auch zum Nachdenken darüber an, wie Erinnerungen, Wahrheiten und Perspektiven unser Bild von anderen Menschen prägen.
Für mich ein sehr gelungener Roman, der berührt, nachdenklich macht und noch lange im Herzen bleibt.
DER SOMMER, DER UNS BLIEB Greta Herrlicher ET: 14.04.26
Einst waren sie beste Freunde: Britta, Pia und Martin – ein Dreiergespann, das unzertrennlich wirkte. Britta und Martin stammen aus sogenannten gutbürgerlichen Familien und waren seit jeher Nachbarskinder. Pia hingegen zog erst später in die Kleinstadt. Ihre familiären Verhältnisse waren unruhiger: Die Partner ihrer Mutter wechselten, ihre Stiefgeschwister hatten unterschiedliche Väter. Pia brachte frischen Wind mit, war weniger angepasst, freiheitsliebend und für jeden Unsinn zu haben. Es war eine unbeschwerte Kindheit – bis sich mit dem Erwachsenwerden etwas in ihrer Konstellation verschob und schließlich zum Bruch der Freundschaft führte.
Viele Jahre später treffen die drei wieder aufeinander: Britta erhält einen Anruf, dass ihr Vater verwirrt und desorientiert wirkt. Sofort reist sie in ihre Heimatstadt, wo sie auf Martin trifft, der noch immer im Haus seiner Mutter lebt und inzwischen die Firma seines verstorbenen Vaters leitet. Doch die Vergangenheit steht zwischen ihnen, und besonders Britta ist nicht bereit, sich noch einmal auf Martin einzulassen. Erst als die todkranke Pia wieder in ihr Leben tritt, sind die ehemaligen Freunde gezwungen, sich mit den Ereignissen des letzten gemeinsamen Sommers auseinanderzusetzen, der alles veränderte.
Besonders intensiv wirkt der Roman, weil die Autorin ihre Protagonisten abwechselnd zu Wort kommen lässt. Der Schreibstil ist angenehm leicht und zugänglich, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Die Rückblicke in die Jugend der drei haben mir besonders gut gefallen und bei mir einige Erinnerungen wachgerufen.
Ein kleiner Kritikpunkt für mich war, dass die Handlung an manchen Stellen etwas vorhersehbar und konstruiert wirkte.
Fazit: Nicht nur die Gestaltung des Buches ist wunderschön, sondern auch die Geschichte. Ein sommerlicher Roman, der zum Nachdenken anregt und aus dem man einiges mitnehmen kann. Ich empfehle ihn sehr gern weiter. 4½/5
Dieses Buch konnte mich leider gar nicht abholen. Das hat weniger mit der Geschichte zu tun - die Handlung ist insgesamt ganz nett und hat auch ihre spannenden Momente - sondern mit der Sprache. Greta Herrlicher schreibt einfach auf eine Art, die mir so gar nicht gefällt. Das beginnt schon damit, dass alle Figuren gleich "klingen". Der Er/Sie-Erzähler nimmt jeweils die Perspektive einer der drei Freund ein, mal in jungen Jahren, mal als Erwachsene. Als Leserin gehe ich davon aus, dass sich Figuren unterscheiden und sich das auch in ihrer Sicht auf die Welt - und wie sie uns diese vermitteln - zeigen muss. Das ist hier leider gar nicht der Fall. Rein sprachliche und von der Wahrnehmung her unterscheiden sich die Kapitel nicht. Stattdessen sind sie unheimlich distanziert geschrieben. Oft lesen sich Herrlichers Kapitel wie eine Aneinanderreihung von Stichpunkten, die eben für einen Roman in Satzform gegossen werden müssen. Atmosphärische Beschreibungen sucht man vergeblich, genauso wie Einblick in das Fühlen der Figuren. Lesenden wird lediglich mit einem Satz deutlich gemacht, wie sich die Figur gerade zu fühlen meint. Von "Show don´t tell" scheint man hier nicht viel zu halten. Deswegen konnte ich auch gar nicht mit den Figuren mitgehen. Ein gutes Lektorat hätte aus der Geschichte vielleicht einiges machen können. Aber da nicht einmal die unsauberen Zeitabläufe (z.B. verlässt Martin das Bürgeramt, weil ihm die Wartezeit zu lang scheint und er arbeiten muss. Dann hat er aber doch noch Zeit, um in Ruhe vor dem Meeting zu recherchieren) aufgefallen sind, bleibt einiges an Potential verschenkt. Insgesamt bleiben die Szenen für mich farblos und auswechselbar, die sprachliche Gestaltung lässt zu wünschen übrig. Man hätte vielleicht weniger Energie in die äußere Gestaltung des Buches und mehr Kraft in einen guten Text verwenden sollen.
Dieses Buch ist für mich etwas ganz Besonderes. Schon optisch ist es unglaublich schön gestaltet und passt perfekt zur sommerlich-melancholischen Stimmung der Geschichte.
Inhaltlich erzählt Greta Herrlicher eine einfühlsame Geschichte über drei FreundInnen: Britta, Pia und Martin. Ihre gemeinsame Jugend wirkt total greifbar und echt, viele Gefühle und Situationen sind so menschlich und gut beschriebe, dass ich mich oft in meiner eigenen Jugend wiedererkannt habe. Das Lesen des Buches hat mich auch viel zum Nachdenken über meine eigene Jugend und mein Erwachsenwerden gebracht, aber im total positiven Sinne! Die Handlung springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Früher waren das Trio unzertrennlich, doch durch Missverständnisse und fehlende Kommunikation verlieren sie sich aus den Augen. Jahre später treffen sie sich wieder und müssen sich ihrer gemeinsamen Geschichte stellen. Dabei geht es um Freundschaft, verpasste Chancen, aber auch um Vergebung. Der Schreibstil ist ruhig, gefühlvoll und bildlich. Ich bin dadurch sehr schell und leicht in die Handlung eingetaucht und habe das Buch an zwei Tagen durchgelesen. Teilweise zieht sich die Handlung ein wenig, aber das stört insgesamt kaum, weil es trotzdem toll geschrieben ist und die Gefühle mehr im Vordergrund stehen! Besonders schön fand ich, dass ich angeregt wurde, über meine eigenen Freundinnenschaften nachzudenken, die im laufe des Erwachsenwerdens vielleicht verloren gegangen sind, und darüber, was man heute anders machen würde, was Vergebung bedeutet und ob man wieder zueinanderfinden kann Insgesamt ist es eine sehr berührende Geschichte über Freundschaft, Vergangenheit und zweite Chancen. Emotional, nachdenklich und absolut lesenswert.
Greta Herrlicher hat eine ruhige und gefühlvolle Geschichte über Freundschaft, Vergangenheit und die Frage, ob man alte Wunden wirklich heilen kann geschrieben. Definitiv findet man schöne Ansätze, die mich aber nicht komplett abholen konnten.
Die Grundidee mit drei Freunden, ein einschneidendes Ereignis und einem Wiedersehen nach vielen Jahren hat definitiv viel Potential. Auch die Rückblicke in die Jugend waren toll erzählt und haben diese Leichtigkeit von früher gut eingefangen.
Die Themen Freundschaft, Schuld und Versöhnung stehen klar im Mittelpunkt und werden mit viel Feingefühl behandelt. Die Geschichte wird eher leise erzählt und nimmt sich Zeit für die Emotionen.
Allerdings hat mir genau dieses ruhige Erzähltempo ein bisschen zu viel Tempo rausgenommen. Die Handlung zieht sich an einigen Stellen und viel Potential wird liegen gelassen. Ich hätte mir mehr Dynamik oder überraschendere Wendungen gewünscht. Auch die emotionale Tiefe hat mich nicht in allen Momenten vollständig erreicht. Gerade bei den Konflikten hatte ich mir noch etwas mehr Intensität erhofft.
Die Charaktere sind interessant angelegt, blieben jedoch für mich aber sehr auf Distanz, sodass ich nicht immer komplett mit ihnen mitfühlen konnte.
Leider ist der Gegenwartszeitpunkt der Handlung im Jahr 2020 und der Pandemie angesetzt. Dies hat nicht meinen persönlichen Geschmack getroffen. Gerade weil hier doch einige Ungereimtheiten waren. Wieso sind Seniorenheime für Besucher geschlossen, aber ansonsten wird sich munter getroffen, auch in großen Gruppen?!
Dennoch kann ich mir vorstellen, dass dieses Buch sicherlich viele Leser:innen berühren wird. Besonders diese, die es ruhigerer und reflektierender mögen. Nur leider mich nicht.
Die Zeit heilt keine Wunden Lese diese Story als eBook und habe mir das wunderschöne gedruckte Buch bestellt. Es ist das erste Buch der Autorin das ich hier lese – habe es anhand des Klappentextes ausgesucht und erst an zweiter Stelle kam das wunderschöne Hardcover mit Farbschnitt zum Tragen. Werde es definitiv auch verschenken.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen – war gleich bei Pia, Britta und Martin mittendrin. Auch diese zeitlichen Rückschritte haben mich nicht gestört, da sie jeweils einer Person zugeordnet waren und nicht völlig überladen oder in die Länge gezogen wurden. Somit bleibt man doch in der Gegenwart… Die Story kommt leichtfüßig daher, wie eine frische Brise, lässt uns dennoch vieles fühlen und verstehen. Es regt an, manche Dinge zu hinterfragen und wenn nur ein Mensch daraus lernt und zum Nachdenken angeregt wird, hat die Autorin hier was besonderes geschaffen. Pia, Britta und Martin haben mir hier in gleicher Weise sehr gut als Charaktere gefallen. Es ist eine intensive Lebensgeschichte der Freunde welche mich auch zu Tränen gerührt hat. Sie kommt leise daher und schleicht sich tief ins Herz. Deshalb ist es absolut richtig gewesen hier nicht mehr „rein zu packen“ oder die Charaktere aufzubauschen, damit es ja was: Spannender wird ? Erinnerungen und Antworten / Liebe und Freundschaft der besonderen Art, Punkt.
Fazit: Leichte Lesestunden, die das Herz und den Verstand berühren. Klare Leseempfehlung von mir. Danke an NetGalley Sowie dem VANI Verlag für dieses Leseexemplar. Was meine Meinung hier in keiner Weise beeinflusst hat.
Gemeinsam sind die drei Jugendlichen Britta, Pia und Martin in einer kleinen Stadt mitten in Deutschland aufgewachsen. Sie sind zusammen erwachsen geworden und hatten eine unbeschwerte Kindheit voller Freundschaft und Leichtigkeit. Doch mit den ersten aufkommenden Gefühlen verändert sich alles, bis Pia eines Sommers plötzlich verschwindet. Inzwischen sind zwanzig Jahre vergangen, und zum ersten Mal treffen alle drei wieder am selben Ort aufeinander. Werden sie einen Weg finden, sich endlich die Wahrheit zu sagen und ihre Freundschaft zu retten?
Durch den angenehmen Schreibstil der Autorin bin ich gut in die Geschichte gestartet. Auch die unterschiedlichen Charaktere fand ich anfangs durchaus spannend. Im Verlauf hat sich dieser Eindruck jedoch etwas relativiert. Die Erzählweise der einzelnen Perspektiven wirkt stellenweise zu einheitlich, sodass es beim Lesen nicht immer leichtfällt, die Figuren klar voneinander zu unterscheiden. Gerade weil sie eigentlich sehr unterschiedlich sind und sich in zwanzig Jahren weiterentwickelt haben sollten, hätte ich mir hier mehr Individualität und Tiefe gewünscht. Insgesamt ist es eine nette Geschichte, die sich gut lesen lässt, aber recht vorhersehbar bleibt. Die Spannung ist zu Beginn noch vorhanden, nimmt im weiteren Verlauf jedoch immer mehr ab. Vor allem das “große” Geheimnis ist dem Leser schon recht früh klar, wodurch man eigentlich nur darauf wartet, dass Martin und Pia sich endlich aussprechen.
Eine solide, aber wenig überraschende Geschichte, der es vor allem an klar unterscheidbaren Charakteren und anhaltender Spannung fehlt.
Manche Freundschaften aus der Jugend halten ein Leben lang, manche brechen auch sehr verschiedenen Gründen auseinander. „ Der Sommer, der uns blieb“ erzählt von so einer Freundschaft, die die Jugend, und Jugendliche Emotionen nicht überstanden hat. Martin, Britta und Pia sind als Jugendliche unzertrennlich. Doch schon bald wird das Dreiergespann von Emotionen mehr und mehr auseinandergerissen. Sowohl Britta, als auch Pia verlieben sich in Martin.
Doch die drei hören nie ganz auf aneinander zu denken. Und nun, im Erwachsenenalter begegnen Sie sich wieder, und versuchen, die Vergangenheit aufzuarbeiten. Doch, das ist nicht so einfach. Martin, Der im Ort geblieben ist, bei seiner Mutter lebt und das Geschäft der Eltern übernommen hat, hat einen großen Drang, wieder Kontakt zu Britta und Pia aufzubauen. Britta Ist beruflich nach Frankfurt gezogen, hat eine Affäre mit einem verheirateten Mann und kaum zurück in ihre Heimatstadt, weil ihr Vater alt und krank ist. Pia wiederum hat eine Krebsdiagnose und möchte die Schuld, die sie aus der Vergangenheit zu tragen scheint, aufarbeiten, bevor sie stirbt. Die drei Tänze, insbesondere Am Anfang der Geschichte um einander herum, finden aber nach und nach zueinander.
Es ist mir schwer gefallen, das Buch von Anfang bis Ende zu lesen, da ich zwar das Versprechen des Platz durchaus interessant fand, die Erzählung an sich jedoch leider verbannten und langatmigkeit strotzt. Dies Nimmt leider im Verlaufe der Geschichte auch weiter zu und hat es mir schwer gemacht, dran zu bleiben. Die Autorin hat sehr gute Ansätze, inhaltlich, ihr Schreibstil hat mich jedoch nicht abgeholt.
In "Der Sommer, der uns blieb" von Greta Herrlicher blicken drei ehemalige Freunde auf eine gemeinsame Vergangenheit zurück, die von einem einschneidenden Ereignis überschattet wird. Zwischen Rückblicken in ihre Jugend und der Gegenwart stellt sich die Frage, ob ihre Verbindung stark genug ist, um alte Wunden und Geheimnisse zu überwinden.
Vornweg: Schon rein optisch ist das Buch ein echtes Highlight. Der Farbschnitt und die Illustrationen im Innenteil sind wirklich besonders und haben mir sehr gut gefallen. Inhaltlich klang die Geschichte für mich ebenfalls vielversprechend, gerade mit Blick auf die angedeuteten Geheimnisse . Für mich blieb jedoch vieles eher an der Oberfläche . Auch die Figuren konnten mich nicht vollständig überzeugen. Die drei Freunde boten für mich wenig Identifikationspotenzial, einige ihrer Entscheidungen wirkten fragwürdig, und besonders Martin blieb mir bis zum Ende eher suspekt. Zudem wurde die enge Freundschaft in den Rückblicken für mich nicht ganz greifbar, während mir die Entwicklungen in der Gegenwart stellenweise etwas zu glatt und unrealistisch erschienen.
Positiv hervorheben möchte ich jedoch die wechselnden Perspektiven, die verschiedenen Zeitebenen und die kurzen Kapitel. Das sorgt für einen flüssigen Lesefluss und eine gewisse Grundspannung, die einen gut durch das Buch trägt.
Alles in allem ist „Der Sommer, der uns blieb“ ein leicht zu lesender Wohlfühlroman mit sommerlicher Atmosphäre, der sich gut für zwischendurch eignet, für mich inhaltlich jedoch nicht ganz die Tiefe erreicht hat, die ich mir erhofft hatte.
Dieses Buch besticht in erster Linie durch seine Optik - ich habe wirklich selten ein so schön aufgemachtes Buch lesen dürfen. Cover, Schutzumschlag, Farbschnitt und die Kapitelanfänge sind aufeinander abgestimmt gestaltet und versetzen einen beim Lesen in nostalgische Sommerstimmung. Das Highlight ist dabei eine halbtransparente illustrierte Seite mitten im Buch, die die drei Hauptcharaktere in ihrer Kindheit am See zeigt und die einfach unfassbar schön ist. Den Verlag sollte man auf jeden Fall im Auge behalten!
Die schöne Aufmachung macht für mich zum Teil die sprachlichen Schwächen wett, die das Buch definitiv hat. Der Schreibstil wirkt sehr unausgegoren, vor allem die vielen kurzen Sätze bringen den Lesefluss ganz schön ins Stocken. Die Autorin erklärt Szenen über, anstatt sie einfach wirken zu lassen (Stichwort show don't tell). Außerdem sind manche gewählte Metaphern wirklich seltsam. Ich saß einige Male da und habe gerätselt, was genau damit gesagt werden soll..
Inhaltlich beschreibt Greta Herrlicher eine interessante Dreiecksgeschichte dreier Jugendfreunde, bleibt dabei jedoch sehr oberflächlich. Besonders die Dialoge sind sehr gestelzt und lebensfern, sodass man nicht das Gefühl hat, hier realen Personen zuzuschauen. Die Charaktere bleiben so auf Distanz und bis zum Schluss fühlt man sich ihnen kaum verbunden. Die Geschichte selbst ist dabei durchaus interessant und hätte Potential für mehr gehabt.
EIn Sommer und ein nicht vergessene Schuld Dieses Buch hat ein Cover und eine Ausstattung, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Wunderschön fängt er das Thema Sommer des Titels ein. Ein Lesebändchen, ein passendes Lesezeichen und die Zitate, mit denen die Kapitel überschrieben sind, runden den Eindruck ab. Drei Freunde, Britta, Pia und Martin, ein vergangener Sommer in der Jugend, eine verhängnisvolle Entscheidung, das Ende der Freundschaft und zwei Jahrzehnte Stille. Nach all den Jahren treffen sich die drei aus unterschiedlichen Gründen mit den jeweiligen Sorgen, die sie belasten, in ihrer alten Heimatstadt wieder. Werden sie es schaffen, die Ereignisse von damals zu überwinden? Erzählt wird dieser emotionale Roman aus unterschiedlichen Perspektiven und auf zwei Zeitebenen. Die kurzen Kapitel fördern den Lesefluss. Die Charaktere sind sehr stimmig beschrieben und wirken in ihren Handlungsweisen authentisch. Was es für mich nicht gebraucht hätte, war die Verlagerung der Handlung der Gegenwart in die Coronazeit. Das Coronathema bot für die Handlung in meinen Augen keinen Mehrwert. Dafür wäre stellenweise mehr Tiefe in den Figuren oder Handlungen schön gewesen. Insgesamt ein lesenswerter Roman, der mit leisen Tönen punktet und das Thema Freundschaft und was wichtig ist im Leben, in den Mittelpunkt stellt.
Wow – was für ein wunderschönes Buch! Mich kann man ja mit schöner Gestaltung gut ködern und hier ist es wirklich gelungen: Das ruhige Cover, der passende Farbschnitt und die Illustration im Buch sind wirklich toll gemacht.
Entsprechend gespannt war ich auf den Inhalt. Britta, Martin und Pia treffen schicksalhaft nach 20 Jahren wieder aufeinander und versuchen den Bruch ihrer Kindheitsfreundschaft zu kitten. Dabei gibt es natürlich einige Geheimnisse zu lüften, Probleme in der Gegenwart und alte Gefühle keimen auf. Neben Liebe und Familie, Vertrauen und Freundschaft, werden auch Themen wie Demenz und Corona behandelt. Eigentlich viel Potential, um eine richtig gute Story draus zu machen…
Eigentlich - denn leider konnten mich weder der Plot, noch der Schreibstil oder die Figuren überzeugen. Vor allem letztere sind sehr blass und distanziert geblieben und ihre Handlungen wenig nachvollziehbar. Lediglich die Darstellung der Demenz und den Umgang damit fand ich schön und einfühlsam gelöst. Ansonsten plätschert der Roman in sehr kurzen Kapiteln und vielen Perspektiv- und Zeitwechseln dahin, ohne wirklich Spannung aufzubauen und ohne Tiefe zu erlangen.
Letztlich bleibt eine eher seichte Sommerlektüre mit ein paar nostalgischen Anmutungen in wunderschöner Aufmachung – also leider mehr Schein als Sein.
Wenn die Vergangenheit anklopft Diese Geschichte hat mich sehr berührt, auch wenn ich nach dem Klappentext zunächst mit etwas anderem gerechnet hatte. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet. Auch wenn es mir zu Beginn nicht ganz leichtfiel, alle sofort sympathisch zu finden, habe ich im Verlauf der Geschichte immer mehr die besonderen und liebenswerten Seiten der einzelnen Hauptfiguren zu schätzen gelernt. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Als Leser erfährt man nach und nach, was in der Jugend der drei Protagonisten vorgefallen ist und weshalb sie fast 20 Jahre lang keinen Kontakt mehr miteinander hatten. Durch unterschiedliche Schicksalsschläge treffen sie schließlich wieder in ihrer alten Heimat aufeinander und nähern sich langsam erneut an. Gerade diese behutsame Entwicklung hat mir sehr gefallen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Vereinzelt haben mich die Zeitsprünge etwas aus dem Lesefluss gerissen, was jedoch nicht gravierend war. Am Ende musste ich tatsächlich ein paar Tränchen verdrücken. Dennoch hat mich der Epilog nicht ganz zufrieden zurückgelassen – hier hätte ich mir einen etwas runderen Abschluss gewünscht. Trotzdem kann ich diese Geschichte allen empfehlen, die ein paar entspannte Lesestunden mit viel Empathie und Emotionen suchen.
Der Roman Der Sommer, der uns blieb hinterlässt bei mir einen eher durchwachsenen Eindruck. Insgesamt handelt es sich um eine solide, aber nicht besonders herausragende Sommerlektüre, die sich zwar angenehm lesen lässt, aber wenig bleibenden Eindruck hinterlässt.
Die Handlung ist von Anfang an sehr vorhersehbar. Viele Entwicklungen zeichnen sich früh ab, sodass überraschende Wendungen weitgehend ausbleiben. Dadurch fehlt es der Geschichte stellenweise an Spannung und Tiefe. Auch die Figuren konnten mich nicht wirklich überzeugen – sie bleiben eher blass und wirken in ihren Motiven und Emotionen wenig differenziert, sodass es schwerfällt, eine echte Bindung zu ihnen aufzubauen.
Positiv hervorzuheben ist jedoch die Sprache: Sie ist leicht, flüssig und gut zugänglich, was das Buch zu einer unkomplizierten Lektüre für zwischendurch macht. Allerdings wirkt der Stil an manchen Stellen auch etwas zu seicht und oberflächlich, wodurch emotionales Potenzial verschenkt wird.
Gelungen finde ich die Atmosphäre des Romans. Die Autorin schafft es, dieses Gefühl von Kindheit, Unbeschwertheit und sommerlicher Leichtigkeit sehr stimmig einzufangen. Diese Passagen haben für mich den größten Reiz des Buches ausgemacht und verleihen der Geschichte zumindest stellenweise eine gewisse Wärme und Nostalgie.
Mein Fazit: Der Sommer, der uns blieb ist eine nette, leicht konsumierbare Lektüre für warme Tage, die vor allem durch ihre Stimmung punktet. Wer jedoch eine tiefgründige Handlung oder vielschichtige Figuren erwartet, könnte enttäuscht werden. Insgesamt also ein „ganz okay“ – weder besonders gut noch wirklich schlecht.
Der Autorin Greta Herrlicher gelingt mit „Der Sommer, der uns blieb“ ein einfühlsamer und atmosphärisch dichter Roman, der noch lange nach dem Lesen nachhallt. Es geht um Freundschaft, um Schuld und um Vergebung. Mit großer sprachlicher Feinfühligkeit erzählt sie von Erinnerungen, von verpassten Chancen und von den leisen Momenten, die unser Leben prägen. Kann man wirklich hinter sich lassen, was einmal war? Oder bleibt es immer Teil von uns?
Besonders überzeugt hat mich, wie authentisch und vielschichtig die Figuren skizziert sind. Man fühlt sich ihnen schnell verbunden und begleitet sie durch einen Sommer.
Das Buch überzeugt durch viel Tiefgang - es ist ein langsamer Roman, kein schneller. Aber nicht nur das Buch, sondern auch alles herum (Cover usw) sind ein wundervolles einheitliches Bild mit viel Liebe zum Detail.
Von mir gibt es eine Empfehlung - beim Lesen habe ich mir insgeheim immer gewünscht, dass der Roman nicht aufhört, und ich noch länger weiterlesen kann.
Britta, Pia und Martin sind gemeinsam aufgewachsen - Sommer am kleinen See, Spaß und schön langsam erwachsen werden. Und dann kam das Leben dazwischen, Entscheidungen wurden getroffen, welche die Weichen für die Zukunft gestellt haben. Nun, zwei Jahrzehnte später, haben sich alle drei ein Leben aufgebaut. Und doch treffen sie sich unerwartet wieder in ihrem Heimatort… und es wird sich zeigen, ob die Freundschaft nochmal aufleben kann…
„Der Sommer, der uns blieb“ ist ein Roman, der ohne große Hast, ohne übermäßige Spannungsmomente auskommt. Es ist ein Roman, wie aus dem Leben gegriffen. Es geht um Schuld, um Entscheidungen, die man vielleicht bereut, es geht um wieder Vertrauen zu schaffen und sich selbst klar werden, wohin der weitere Lebensweg führt. Ich habe die drei Hauptprotagonisten sehr gern begleitet, hab mit ihnen gelacht und mitgefühlt. Ein Roman, in dem die leisen Zwischentöne des Lebens groß rauskommen. Leseempfehlung von mir und um das Offensichtliche auch zu erwähnen: wie unglaublich schön ist die gesamte Gestaltung des Buchs.
Zum Inhalt: Britta, Pia und Martin erleben gemeinsam eine traumhafte Jugend, doch in einem verhängnisvollen Sommer zerbricht die enge Freundschaft der drei. Zwei Jahrzehnte später müssen die drei entscheiden, ob ihre ehemalige Freundschaft noch stark genug ist, die Schatten der Vergangenheit zu überwinden, denn ein gut gehütetes Geheimnis droht alles endgültig zu beenden. Meine Meinung: Boah, was für ein Buch! Speziell kurz vor dem Epilog hatte ich einen absoluten Gänsehautmoment, der im Grunde auch das ganze Buch so passend zusammengefasst hat. Mir hat die Geschichte um die drei extrem gut gefallen und ich bin durchs Buch geflogen. Den Schreibstil fand ich sehr gut und sehr gut lesbar. Sehr gut haben mir auch die Sprüche zum Beginn jedes Kapitel gefallen. Für mich ein Buch, dass ich nicht so schnell vergessen werde und sicherlich auch den ein oder anderen Denkanstoß zu Freundschaften gibt. Fazit: Tolles Buch
Irgendwie hatten mich Titel und Cover angesprochen und bevor ich richtig den Klappentext lesen konnte, hatte ich mich auch schon für das Rezi-Exemplar angemeldet. Was mich erwartet hat? Ein komplettes Gefühlschaos. Aber der Reihe nach 😅
Zunächst habe ich schon lange kein Buch mehr gelesen, das derart schön mit Sprache spielt. Die Worte formen häufig Bilder und machen Gedanken und Gefühle nahezu greifbar. Es ist ein bisschen wie Lyrik in einem Roman versteckt. Richtig schön ☺️
Auch die Geschichte hat mich unheimlich gefesselt. Die Leben von Pia, Martin und Britta, die in ihrer Kindheit und Jugend so enge Vertraute waren, sind vollkommen unterschiedlich verlaufen und nun treffen die drei nach 20 Jahren wieder aufeinander, zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 😱
Dabei schreckt Greta auch vor schwierigen und ernsten Themen nicht zurück, wobei sie diese sehr einfühlsam darstellt 💚 Es geht um Krebs, Demenz, toxische Eltern-Kind-Beziehungen und noch einiges mehr.
Selten hat mich ein Buch so berührt, so persönlich getroffen und zum Nachdenken gebracht, wie "Der Sommer unseres Lebens".
Dieses Buch über Freundschaft und Liebe, über das Leben und den Tod, über falsche und richtige Entscheidungen und Menschen, die für immer einen Platz in unserem Herzen haben werden, ist etwas ganz Besonderes. Es kommt nicht ohne Triggerwarnung aus, aber wenn man sich darauf einlassen kann, begibt man sich auf eine tiefgründige Reise, die sich wirklich lohnt 💚