Die neunjährige Schascha liebt Bücher über alles und begegnet eines Tages dem stillen Buchhändler Carl Kollhoff, der Bücher zu den Menschen der Stadt bringt. Fasziniert begleitet sie ihn auf seinen täglichen Wegen und wird Teil seiner besonderen Mission. Gemeinsam bringen sie Geschichten und Hoffnung zu anderen – bis Schascha selbst zeigen muss, wie viel Mut, Herz und Kraft in ihr und in den Büchern steckt.
Born in Cologne in 1973, he still lives in the Rhineland, keeps chickens and bees and shares his life with his wife, two children and two cats.
He is the author of numerous successful crime novels and romantic comedies. His novel “The Book Walker” was on the SPIEGEL bestseller list for over two years. “The Golden Typewriter” is his first book for children.
He developed his career as a journalist specialized in oenology, also working as a gastronomic critic. As a journalist he writes about wines for different national and international magazines and is a jury for several awards in the sector.
Alsooo first of all, ich han extra min Laptop füre gholt, zum die Review schriebe.
Wenn mer mich würd frage: Hey Anna, wie nöch bisch eig am Wasser baut? Würd ich säge: Du, eigentlich wohn ich ufneme Floss und chille uf em Meer. Ich han nähmlich sogar bi dem Chinderbuech müesse brüele ja.
Es isch so so so so so so herzig.
Es gaht um d Schascha es jungs Meitli wo unglaublich gern liest. Sie gseht jede Tag uf em Münsterplatz en ältere Herr mit neme grosse Rucksack. Wo sie usefindet, dass er ame gaht go Büecher usliefere, nännt sie ihn "Der Buchspazierer". Es nimmt sie immer meh gwunder, wem er denn alles Büecher verbiibringt. Bis sie dänn eines Tages beschlüsst, dass sie mit ihm wett mitgah. Am Afang isch alles no chli hollperig. De "Buechspazierer" wett ebe eigentlich gar kei Gsellschaft, sonder wett lieber elleige unterwegs sii. D Schascha isch aber ganz stur und git ned uf. Sie weiss nähmlich für was sie brännt und gaht em "Buechspazierer" wie es typischs Luusmeitli uf d Nerve. De "Buechspazierer" chan also eigentlich nüt meh mache und muess sie halt akzeptiere. (Genau das wo d Schascha eh hät welle.)
Zämme möched sie sich also uf de Weg. Jede Tag um de anderi - so eifach isch das aber ned. Zämme begägned sie Problem und lösed sie gmeinsam. Bis es ebe au Problem git, wo nümme so eifach z löse sind...
Es wunderschöns gschriebnigs Buech mit so härzige Illustratione.
Ich finde de Chinder wird uf en mega schöni Art s läse nöcher bracht und sie au chli dezue motiviert. Es klappt sicher ned bi jedem aber maybe bi es paarne. Es zeigt, dass mer sött helfe und nett sie au zu Fremde. Gmeinschaft isch es riese Thema aber au Themene wie Tod voneme Eltereteil, Schwierigkeite i de Schuel wie Mobbing, das Szenario womer alli känned: Ich bin nümme dini besti Fründin und am nösgte Tag so tue als wär gester nüt gsie, etc. etc.
Super super Buech, ich würds au empfehle zum Vorlese, wenn d Chinder so chli us gmischtem Alter sind. Also wenn en Chund nach neme Buech fragt zum Chinder vorläse vum Alter 8-12, perfekts Buech!
Wieso ich en Stern würd abzieh, ichs aber us Prinzip ned mache: Ich findes für s Alter 8i echli zu literarisch. Sie wüssed ned was "Effie Briest" für es Buech isch und müends au nonig wüsse. Es chömmed sehr viel Klassiker vor, wo eifach ned altersgrecht sind. Hättis mega toll gfunde, hättet sie bi de Chinderversion das irgendwie bizeli aapasst und suscht bekannti Figure vo Chinderbüecher gno wie kei Ahnig z.bsp. Petterson, Lars de IIsbär oder wer denn au immer.
PS: Für alli wo inere Buechhandlig schaffet, wo das Buech grad a Lager händ, bitte lueged mal bi de Siite 164 inne. Kontext: De "Buechspazierer" hät sin schwere Rucksack nümme chönne träge und dänn hät öber ihm de härzigi Rolator baut! Come on guys, das isch soooo härzig. You can't prove me otherwise.
Das wars auch schon, thank you for reading until the very end. Schöns Tägli :)
Ein wunderschönes Buch über die Liebe zu Büchern und wie diese Menschen zueinander bringen können. Ein Stern Abzug, weil gegen Ende hin für meinen Geschmack recht viele schwere Themen angesprochen werden. Mit Kindern häusliche Gewalt und auch die Sorgen des Alters zu besprechen, ist durchaus wichtig…Bin mir nur unsicher, ob die Umsetzung an dieser Stelle gelungen ist. Es nimmt dem Buch ein wenig die Leichtigkeit und ist für einige Kinder mit Sicherheit nicht so einfach zu greifen.
Der Buchspazierer ist ein Buch, das ich wirklich geliebt habe. Nun gibt es die Version für Kinder, die aus Schaschas Perspektive erzählt ist. Schascha ist 9 Jahre alt, ihre Mutter ist gestorben und sie liebt es über alles zu lesen. Als sie auf den einsiedlerischen Carl Kollhoff trifft, der als "Buchspazierer" Bücher zu bestimmten Kunden persönlich vorbei bringt, verändert sie damit sein Leben - aber nicht nur seins. Das Kinderbuch setzt die Originalgeschichte liebevoll kindgerecht um - mit wirklich wunderschönen und sehr passenden Illustrationen (vor allem die Kunden des Buchspazierers sind unglaublich gelungen!) und einem Text, der den Originaltext wirklich gut transportiert. Alles, was ich am Buch geliebt habe, findet sich auch im Kinderbuch und die allzu traurigen und heftigen Stellen sind kindgerecht etwas abgemildert bzw. nicht im Fokus, da die Perspektive Schascha gehört. Ich habe mich sehr gefreut, dass sie ihre eigene Geschichte und Stimme erhalten hat - und sie ist mindestens so aufgeweckt, lebendig und besonders wie ich sie noch aus dem Buchspazierer erinnert habe. Ein Buch, das viele Themen transportiert, allen voran und am wichtigsten aber, wie sehr die Liebe zu Büchern und Bücher selbst unser aller Leben verbessern und bereichern kann. Ein Buch, das sich hervorragend eignet, um bei jungen Lesenden die Liebe zu Büchern zu wecken oder vertiefen, zum Vorlesen und Selberlesen und auf jeden Fall zum Verschenken. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung von mir und die volle Bewertungspunktzahl!
Süße Art die Geschichte noch einmal für jüngere Lesende zu erzählen. Könnte ich mir gut als ein Buch zum gemeinsamen Lesen vorstellen. Nur Schaschas Vater macht die Geschichte etwas kaputt, aber das ging mir auch schon im Original Buchspazierer Buch so. Hier finde ich die Art, wie der Vater seinen Sorgen Ausdruck verleiht einfach nur sehr fragwürdig… dennoch ist das Buch für mich eine gelungene Umsetzung der Geschichte für eine jüngere Zielgruppe.
Eine Geschichte über Verständnis, Gemeinschaft, Mut und ein Mädchen, das hinter die Fassaden der Menschen schaut. Schascha, die eigentlich Charlotte heißt, ist ein neugieriges und aufgewecktes Mädchen, das Bücher über alles liebt und einen Haufen Fragen stellt. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie mit ihrer direkten Art anecken könnte. Vor allem, weil sie mit ihren Fragen einige Male schon die persönliche Grenze der jeweiligen Person überschreitet. Sie sieht aber auch viel, blickt somit hinter die Fassaden der Menschen und möchte ihnen wirklich helfen. Schascha ist ein empathisches Mädchen mit einem großen Feingefühl. Ich habe sie gleich gemocht und mit ihr geschimpft, wenn ihr Vater sie zu Unrecht bestraft. Zudem war ich neugierig darauf, wie sie mit ihrer direkten und überschäumenden Art den Buchspazierer Carl Kollhoff, aber auch all die anderen Menschen, für sich gewinnt. Ich habe sie und den Buchspazierer jedenfalls sehr gerne auf ihrem Weg begleitet und mit ihnen mitgefiebert.
Ich fand es interessant, zusammen mit Schascha nach und nach mehr über den Buchspazierer und all die anderen Menschen, die er mit neuen Büchern versorgt, zu erfahren. So wurde schnell klar, dass der erste Blick trügen kann und hinter einem Lächeln durchaus Traurigkeit stecken kann. Neben den bereits genannten Themen sind auch solche wie Trauer, Verlustängste, Einsamkeit und Gewalt ein Bestandteil der Handlung. Trotz der ernsten Themen überwiegen in der Geschichte aber immer die Hoffnung und die Freude. Denn Schascha, Carl und einige der anderen buchliebenden Menschen finden zusammen immer eine Lösung, um die Welt einer Person ein wenig besser zu machen.
Fazit: Eine wunderschöne Geschichte, in der Themen wie Mut, gegenseitiges Verständnis und Gemeinschaft ebenso eine Rolle spielen wie Trauer, Verlustängste, Einsamkeit und Gewalt. Trotz ernster Themen überwiegen in der Geschichte immer Freude, Hoffnung und der Zusammenhalt der Gemeinschaft, die immer eine Lösung findet. Ich habe Schascha und den Buchspazierer sehr gerne auf ihrem Weg begleitet und war gespannt, was sie auf diesem alles erleben und welchen Menschen sie begegnen werden. Zumal mit der Zeit immer klarer wird, wie es hinter den Fassaden der buchliebenden Menschen wirklich aussieht. Zum Glück gibt es die fröhliche, direkte und empathische Schascha, die ein Gespür dafür hat, genau hinter diese Fassaden zu schauen.
Den Roman "Der Buchspazierer" von Carsten Henn aus dem Jahr 2020 kenne ich bereits und nun gibt es ihn in einer von Annelie Schulze liebevoll illustrierten Kinderbuchausgabe aus dem Oetinger Verlag. Schascha ist ein aufgewecktes und neugieriges junges Mädchen, das gerne liest. Als sie dann auf den Buchspazierer Carl Kollhoff trifft, passieren wunderschöne menschliche Dinge. Ich kann dieses Buch wirklich sehr empfehlen, denn es zeigt Menschlichkeit, Freundschaft, Verbundenheit und noch vieles mehr. Danke, Carsten Henn für dieses herzberührend schöne Werk.
»Eine Buchhandlung war ein gefährlicher Ort. Man wusste nie, in welche Welt man hineingezogen wurde. Und ob man je wieder heraus kam - oder wollte. Manchmal reichten schon wenige Sätze dafür.«
»Menschen die gerne lesen, haben den Namen einer Romanfigur verdient.«
Das Buch konnte mich vom Inhalt her direkt ansprechen. Ich kenne zwar den originalen Buchspazierer nicht, aber ich mag Bücher über Bücher und ein Kinderbuch sollte sowieso nie unterschätzt werden.
Was mir vor dem Lesen etwas Sorge gemacht hat, ist eben auch die Tatsache, dass das Buch auf einem anderen Original basiert, welches der Autor natürlich in und auswendig kennt. Ich war daher sehr neugierig, wie man eine Geschichte, die man selbst geschrieben hat, auch so herüberbringen kann, dass eine völlig andere Zielgruppe einen tollen Einstieg darin finden kann. Es kann schnell schief gehen, wurde hier aber wirklich auf fantastische Weise gelöst und das allein ist bereits das Lob Wert.
Was ich ebenfalls mag, ist das auch nicht auf das Zielpublikum heruntergeschaut wird. Ich weiss es zwar nicht wirklich, aber ich nehme an, dass auch im Original die Charaktere nach den Buchfiguren benannt sind oder bestimmte Geschichten angesprochen werden. Oft sind dies Figuren und Handlungen aus Klassikern, die ein Kind in diesem logischerweise Alter noch nicht gelesen hat, also wird es so gut wie möglich vereinfacht erklärt, aber eben nicht so, dass das Kind für dumm verkauft wird oder man als Erwachsenen das Gefühl hat, dass nun einfach alles aus diesen Geschichten herausgerissen wurde und man sie unkenntlich gemacht hat. Gleiches gilt auch für die düstereren Szenen, denen der Ernst trotz Vereinfachung nicht genommen wurde. Das war absolut fantastisch umgesetzt worden.
Die Bücherliebe kann also in jeder Hinsicht durchstrahlen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass auch ein Kind, welches dieses Buch liest, davon angesteckt werden kann.
Was für mich für ein wenig Abzug sorgt, ist Schaschas zum Teil extrem mühsames Verhalten. Sie wird zwar extrem schlau dargestellt und findet eigene Lösung, aber für das, dass sie Menschen angeblich so gut lesen kann, kann sie zwischendurch absolut die Situation nicht lesen. Ihr Aufdrängen gegenüber Carl oder das Hereinplatzen in eine fremde Villa sind mehr als grenzwertig. Klar ist sie noch ein Kind und sie darf auch noch nicht alles wissen, aber dass sie mit allem ohne Konsequenzen davonkommt, ist schon extrem.
Das merkt man auch, als sie dann wirklich zum ersten Mal Konsequenzen zu spüren bekommt. Sie wird zurecht dafür bestraft, dass sie mit einem für ihren Vater völlig fremden Mann tagelang herumspaziert und die Schule schwänzt. Wir wissen zwar, dass Carl nicht böse ist, aber der Vater weiss das nicht. Seine Sorge ist berechtigt. Es ist aber absolut seltsam, dass er dann einfach alles vergisst und sich bei Schascha entschuldigt und sie einfach wieder machen kann, was zuvor gelaufen ist, obwohl er Carl ja immer noch nicht wirklich kennt. Richtig hier wäre gewesen, dass er zum Kompromiss gesagt hätte, den Mann besser kennenzulernen und sie auch zu Beginn auch begleitet hätte, bevor sie wieder allein losziehen könnte, aber ihr dennoch die Strafe erst mal nicht erlassen hätte, denn ja, nicht einfach mit Fremden mitzugehen, ist eine wichtige Lektion und die sollte gelernt sein, selbst wenn der Fremde ein netter alter Mann ist. Carl selbst sagt das ja zu Beginn, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass Schascha das nie so wirklich gelernt hat. In einem Buch, in welchem die Zielgruppe aber Kinder sind, sollte diese Lektion nicht einfach so untergehen. Das war leider etwas schwach gelöst. Nut eine Szene, in welcher er alleine mit Carl gesprochen hätte und ihn ein wenig befragt hätte, wäre schon besser gewesen als nichts.
Im Gesamten ist es aber noch immer ein gut gelungenes Buch, welches den Zauber der Bücher und der originalen Geschichte wirklich schön für die neue Zielgruppe einfangen kann. Die Bilder vertiefen das noch und sind eine wunderhübsche Ergänzung für die Geschichte. Einzig Schaschas Umgangsart und die seltsamen oder gar fehlenden Konsequenzen davon sind leider nicht so vorteilhaft. Von mir gibt es deshalb vier Sterne dafür.
Eine Wunderbare Geschichte über Buchliebhaber und besonderer Freundschaften
Als erstes vorweg, es ist ein Buch mit einer wunderbaren herzerwärmenden Geschichte, das auch ich als Erwachsene gerne gelesen habe.
Die Geschichte der kleinen Schascha, die Bücher und Abenteuer liebt und eines Tages dem Buchspazierer begegnet, begeistert mit einem liebevoll geschriebenen Text. Dieser ist für die angegebene Altersklasse (und darüber hinaus) sehr passend, durch die Art wie das Buch geschrieben wurde, ist es auch für junge Leser kein Problem, selbst in die Geschichte abzutauchen.
Neben Schascha, die auf ihren täglichen Runden mit Carl dem Buchspazierer, allerhand Neues und Aufregendes erlebt, begegnet man in der Geschichte einer Menge weiterer liebenswerter Figuren. Jede mit ihrer eigenen kleinen Geschichte. Wenn auch nicht alles direkt gut verläuft, hat die Geschichte letztendlich ein wunderbares Happy End.
Zum Schluss: Es ist eine tolle Geschichte mit viel Mut und ganz besonders Freundschaft, die auf verschiedene Arten entstehen kann. Hinzu kommen in diesem Buch noch viele wunderbare Zeichnungen, die das Geschriebene ganz toll ergänzen.
„Schascha und der Buchspazierer“ von Carsten Henn ist ein ganz zauberhaftes Kinderbuch, das die Liebe zu Büchern und zum Lesen auf eine besonders schöne Weise vermittelt. Die Geschichte rund um Schascha und den Buchspazierer ist warmherzig, fantasievoll und voller kleiner Momente, die zum Schmunzeln, Staunen und Nachdenken einladen. Dabei geht es nicht nur um Bücher, sondern auch um Freundschaft, Begegnungen und darum, wie wichtig es sein kann, füreinander da zu sein.
Ich kenne die „Erwachsenenversion“ – „Der Buchspazierer“ – bisher überhaupt nicht. Umso unvoreingenommener und mit umso mehr Freude habe ich mich auf dieses Kinderbuch eingelassen. Und ich wurde nicht enttäuscht! Die Geschichte hat eine ganz besondere Atmosphäre und schafft es, die Magie von Büchern und Geschichten auf eine kindgerechte und gleichzeitig sehr berührende Art einzufangen.
Ein absolutes Highlight sind für mich die wunderschönen Illustrationen. Ich bin ein riesiger Fan der liebevollen Zeichnungen, die die Geschichte perfekt ergänzen und den Figuren und Szenen noch einmal ganz besonderen Charme verleihen. Gerade für ein Kinderbuch sind die Bilder für mich ein wichtiger Bestandteil – und hier passen sie einfach wunderbar zur Geschichte.
Auch der Schreibstil ist angenehm, leicht verständlich und wunderbar flüssig zu lesen. Die Geschichte eignet sich daher sowohl zum gemeinsamen Vorlesen als auch zum Selberlesen und bietet sicherlich auch Erwachsenen einige schöne Gedanken über die Bedeutung von Büchern und Begegnungen.
Für mich ist „Schascha und der Buchspazierer“ ein rundum gelungenes, herzerwärmendes Kinderbuch, das die besondere Magie des Lesens feiert. Eine wunderschöne Geschichte für alle kleinen Bücherwürmer – und für Erwachsene, die selbst gerne in Geschichten eintauchen. Absolute Leseempfehlung!
Für die neunjährige Schascha sind Bücher alles. Deshalb ist sie fasziniert von dem älteren Mann, der tagtäglich mit einem Rucksack voller Bücher über den Marktplatz spaziert. Sie beschließt, ihn zu begleiten und trifft dabei auf die verschiedenen Menschen, denen der Buchhändler Carl Kollhoff Bücher nach Hause bringt. Während die beiden den anderen Menschen etwas Gutes tun, merken sie irgendwann, dass auch sie ab und an eine Portion Büchermagie brauchen.
Das Cover und die Illustrationen im Buch strahlen so viel Gemütlichkeit aus, dass man sich am liebsten mit einer Tasse Tee einkuscheln und in die Geschichte versinken möchte. Sie spiegeln einfach perfekt die Atmosphäre wider, die Carsten Henn mit Worten schafft. Da ich viele seiner Bücher für Erwachsene bereits kenne, war ich gespannt auf seinen Schreibstil in einem Kinderbuch. Und auch darauf, wie er den “Buchspazierer” kindgerecht verpackt. Ich kann selbstverständlich nur aus meiner Erwachsenenperspektive sprechen, aber in meinen Augen ist ihm das wunderbar gelungen. Es gab zwar einzelne Wörter und Formulierungen, bei denen ich mir nicht sicher war, ob Kinder sie verstehen, aber die meisten davon wurden im Anschluss kurz erklärt. Inhaltlich ist mir zwar aufgefallen, welche Stellen aus der Ursprungsgeschichte fehlen, aber es ist nicht so, als hätte ich sie vermisst. Wichtig war mir nur, dass die zentralen Figuren inklusive “Hund” auch hier vorkommen, was zum Glück der Fall war. Überhaupt hat es sich angefühlt, als würde man ein geliebtes Buch nochmal lesen und dabei neue Seiten daran entdecken. Ich kann dieses Buch also absolut jedem empfehlen, weil es in dieser Variante für nahezu jeden zugänglich ist - und das macht mich wahnsinnig glücklich. Die Geschichte um Schascha und Carl vermittelt so viele wichtige Werte und berührt einfach das Herz. Ein Must-Read, das perfekt in die kommende Jahreszeit passt. Auch die Hörbuch-Version hat mir sehr gut gefallen.
Fazit: Eine mehr als gelungene Kinderbuch-Adaption des wohl bekanntesten Werks von Carsten Henn.
Da ich das Buch „Der Buchspazierer“ bereits gelesen habe, war ich sehr neugierig auf die Kinderbuchversion des Autors, in dem die Sicht der jungen Schascha beschrieben wird. Das Buch war sehr liebevoll illustriert, sodass ich mir die vorkommenden Personen sowie viele Orte bildhaft vorstellen konnte. Durch die vielen kleinen Details gibt es hier viel zu entdecken. Jedes Mal, wenn Schascha nachmittags aus dem Fenster sieht, läuft der Buchspazierer über den Platz. Aus Neugierde schließt sie sich – anfangs eher geduldet als erwünscht – dem Buchspazierer an und lernt dabei sehr viele verschiedene Menschen kennen, von denen sie sehr geschätzt wird, wird aber auch mit einigen durchaus belastenden Themen konfrontiert. Der Schreibstil ist kindgerecht und sehr angenehm zu lesen, ich bin in einen sehr zügigen Lesefluss gekommen und habe auch durch die Beschreibungen sehr mit Carl und Schascha mitgefühlt, zum Teil mitgelitten und mich mitgefreut. Ein Buch über Freundschaft und die Kraft, die Menschen verbindet, aber auch über Gewalt, Tod und Trauer und Vorschläge, wie damit umgegangen wird. Es ist ein Buch über den Mut anders zu sein, zum Teil auch über das Erwachsen werden und über innere Kraft. Eine ganz große Leseempfehlung von meiner Seite für Kinder und für Erwachsene.
Sehr schön Schascha und der Buchspazierer ist im Kino der Buchspazierer nachempfunden. Auch in dem Kinderbuch ist Schascha Halbwaise, lebt mit ihrem Papa alleine und wird schon ihn mit Schülerinnen wegen ihrer vermeintlichen Armut gehänselt. Sie trifft auf den Buchspazierer, der sie fasziniert, dass ihr selbst liebt, Bücher zu lesen. Der Buchspazierer versorgt ganz besondere Menschen mit Büchern, die er sehr individuell für diese ausgewählt hat. Folgt ihm auf Schritt und tritt bekommt dafür auch Ärger mit ihrem Papa, aber für sie mit der Buchspazierer schnell zu einem engen Freund. Das Buch ist nicht nur sehr schön geschrieben, auch die Illustrationen, die es enthält, sind schön gemacht, manchmal etwas überzeichnet, aber sehr schön. Definitiv ein sehr nettes Buch, dass man jedem kleinen Bücherwurm schenken und empfehlen sollte.
Wunderschön erzählt, wunderschön illustriert! ❤️ Ach es ist so schön, wenn verschiedene Generationen sich annähern, eine tiefe Freundschaft entwickeln und Liebe stärker ist alles andere. Wir brauchen solche hoffnungsgebenden Geschichten heutzutage wieder viel stärker. Während Carl anfangs etwas zurückhaltend ist, kriegt die aufgeweckte und kluge Schascha schnell das Eis gebrochen. Sie ist neugierig, frech, aber immer liebenswürdig und sie stellt Fragen, möchte alles wissen, um jeden einzelnen wirklich kennenzulernen. Und tja, bald ist ganzer Einsatz gefragt, denn nicht jeder versteht, wie wichtig ihre Spaziergänge sind.
Die Illustrationen passen richtig gut und verstärken die tollen Beziehungen, die sich im Laufe der Geschichte entwickeln. Und ich liebe Hund, der aber gar kein Hund ist, sondern eine Katze. 😄 Ernste Themen werden recht schnell gelöst, was vielleicht als etwas zu einfach gesehen werden kann, aber es soll ja auch für Kinder sein und ist aus Schaschas Perspektive erzählt. Ich kann es nicht mit dem Original-Roman vergleichen, da ich ihn nicht gelesen habe, der wird mit Sicherheit detaillierter sein, ich habe aber hier nicht das Gefühl, dass irgendetwas fehlt, die Story ist rund und herzerwärmend und konzentriert sich auf die Welt, wie Schascha sie sieht. ❤️
Die neunjährige Schascha wohnt direkt am Münsterplatz und liebt Bücher über alles. Jeden Tag sitzt sie zur selben Uhrzeit an ihrem Fenster und beobachtet einen alten Mann, der mit einem prall gefüllten Rucksack voller Bücher über den Platz geht und immer denselben Weg nimmt. Sie ist ganz fasziniert von ihm und nennt ihn den Buchspazierer. Doch was genau tut er und warum? Schascha möchte das unbedingt wissen, traut sich aber nicht so recht, den alten Mann anzusprechen. Irgendwann ist ihre Neugier aber so groß, dass sie all ihren Mut zusammennimmt und sich dem Buchspazierer anschließt. Der stille Buchhändler Carl Kollhoff ist zunächst wenig begeistert über seine neue Begleitung, aber Schascha lässt sich von seinem mürrischen Verhalten nicht abschrecken. Sie begleitet ihn fortan jeden Tag und wird Teil seiner Mission. Gemeinsam bringen sie Bücher zu Menschen. Denn Carl weiß immer ganz genau, welche Geschichten seine Kund*innen gerade brauchen. Schascha und der Buchspazierer freunden sich an, allerdings sind nicht alle damit einverstanden...
Bei diesem Buch war sofort klar, dass es bei mir einziehen muss. Die Idee, Carsten Henns Roman „Der Buchspazierer“ für Kinder neu zu erzählen, begeisterte mich auf Anhieb. Das Original habe ich bisher leider noch nicht gelesen, aber die Verfilmung habe ich vor einiger Zeit mit großer Begeisterung gesehen. Die Geschichte hat mich vollkommen verzaubert und ich konnte es kaum erwarten, sie noch einmal über das Lesen aus Schaschas Sicht zu erleben.
Schon die ersten Seiten verströmen diese besondere heimelige Atmosphäre, die mir aus der Verfilmung in bester Erinnerung geblieben ist. Carsten Henn hat mit der Kinderversion seines Bestsellers ein wahres Wohlfühlbuch geschaffen, das berührt, nachklingt und ein warmes Gefühl im Herzen zurücklässt. Schascha ist eine bezaubernde Protagonistin, die man einfach lieben muss. Sie ist ein sehr aufgewecktes, neugieriges und keckes Mädchen, mit einem großen Herzen, ganz viel Mut und diesem wunderbaren unvoreingenommen Blick auf die Welt, den wir Erwachsenen oft längst verloren haben. Ihre kindlich unbefangene, zugleich aber auch sehr scharfsinnige Art bildet einen herrlichen Kontrast zu dem Buchspazierer Carl, der ein sehr stiller und zurückhaltender alter Mann ist. Die ungewöhnliche Freundschaft der beiden wird einfach wundervoll beschrieben und erwärmt einem so richtig das Herz. Es macht unheimlich viel Freude, dieses ungleiche Duo beim Buchspazieren zu begleiten und dabei die verschiedensten Menschen kennenzulernen. Dass diese von Carl passende Namen von berühmten Buchfiguren erhalten, wird vor allem erwachsene Leser*innen sehr erheitern. Kinder werden wohl nicht alle literarischen Anspielungen verstehen wie Mr. Darcy oder Effi. Sie wecken aber vielleicht die Neugier, diese berühmten Klassiker noch zu entdecken. Und wer sie kennt, kann eventuell schon ein wenig erahnen, mit welchen Problemen Carls Kund*innen zu kämpfen haben.
Die Geschichte greift einige ernste Themen auf wie Verlust, Trauer, Angst und Gewalt. Dies geschieht aber auf eine sanfte Weise, sodass die Stimmung nie an Leichtigkeit verliert. Schascha und Carl sind viel mehr als nur Buch-Boten – sie bringen mit ihren Büchern auch Hoffnung, Freude und Veränderungen ins Leben der Menschen. Sie zeigen uns, welche Kraft in Geschichten wohnt – dass sie Menschen verbinden und unser aller Leben bereichern können. Dieses Buch ist jedoch nicht nur eine Hommage an die Magie der Bücher. Es erinnert uns auch daran, wie wichtig Empathie, Offenheit und Hilfsbereitschaft im Leben sind und dass es sich lohnt, etwas Neues zu wagen. Tiefgründige Weisheiten, wunderschöne Formulierungen und erfrischende Dialoge machen diese Adaption zu einem echten Genuss. Abgerundet wird das Ganze von Annelie Schulzes farbenfrohen atmosphärischen Illustrationen, die das Erzählte perfekt untermalen und das Lesen zu einem ganz besonderen Erlebnis machen.
Fazit: „Schascha und der Buchspazierer“ ist ein herzerwärmender Kinderroman ab 9 Jahren über eine außergewöhnliche Freundschaft, die Kraft der Bücher und darüber, genau hinzusehen. Eine wunderschöne, kindgerechte Neuerzählung von Carsten Henns erfolgreichem Roman für alle Buchliebende und die, die es noch werden wollen. Unterhaltsam, weise und zeitlos. Ich bin total verliebt in dieses Buch, mich hat es sehr berührt und immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
Schon nach den ersten Seiten von „Schascha und der Buchspazierer“ war ich ganz verzaubert. Die wunderschönen Illustrationen, die den Text begleiten, und die tolle Qualität der Buchseiten haben alleine schon dafür gesorgt, dass das Buch richtig Freude in den Händen macht. Aber auch inhaltlich hat mich die Geschichte vollkommen abgeholt. Es fühlte sich für mich beim Lesen einfach unglaublich heimelig an.
Ich kannte den ursprünglichen Roman „Der Buchspazierer“ bisher nicht und wusste auch nur, dass es davon bereits eine Geschichte für Erwachsene und einen Film gibt. Deshalb hatte ich den Titel zunächst tatsächlich etwas anders interpretiert und mir vorgestellt, dass die Figuren vielleicht auf besondere Weise in Bücher hineinspazieren könnten. Umso schöner fand ich dann die Idee hinter dem Buchspazierer: der Buchhändler Carl bringt Bücher zu den Menschen und macht sich damit auf seine ganz eigenen Spaziergänge durch die Stadt. Dabei wird er von der 9-Jährigen Schascha beobachtet. Klar, dass ein Mann, der mit Büchern durch die Gegend läuft, ein Buchspazierer sein muss!
Schascha ist quirlig, aufgeweckt, schlagfertig und gleichzeitig unglaublich feinfühlig, aber auch ein bisschen einsam. Sie beobachtet ihre Umgebung ganz genau und nimmt Dinge wahr, die vielen Erwachsenen entgehen. Sie kann Menschen regelrecht „lesen“ und entdeckt hinter ihren Fassaden, was sie beschäftigt. Mit ihrer direkten Art freundet sie sich nach und nach mit Carl an. Fortan begleitet Schascha ihn auf seinen Buch-Spaziergängen und so begegnen wir den KundInnen, die Carl nach Klassikern benannt hat, weil er sich deren echte Namen so schlecht merken kann. Darunter unter anderem Effi Briest und Mr. Darcy – und wer die entsprechenden Klassiker kennt, kann vielleicht schon ein wenig erahnen, mit welchen Schwierigkeiten die Figuren zu kämpfen haben. Immer wieder spielte die Liebe zu Büchern eine zentrale Rolle und bei den vielen kleinen Bezügen zu anderen Büchern ließen mir als Bücherwurm beim Lesen das Herz aufgehen!
In meinen Augen ist die Geschichte gut geeignet, um Kindern verschiedene Bücher und Figuren näherzubringen. Die Bezüge wurden kindgerecht erklärt und ganz selbstverständlich in die Handlung eingebunden. Gleichzeitig mochte ich sehr, dass auch Wörter verwendet wurden, die vielleicht nicht unbedingt zum alltäglichen Sprachgebrauch von Kindern gehören. Ihre Bedeutung ergab sich oft aus dem Zusammenhang oder wurde ganz unaufdringlich erklärt. Das empfand ich als sehr angenehm gemacht.
Besonders berührt hat mich aber die Warmherzigkeit der Geschichte. Schascha und später auch Carl bringen mit ihren Büchern kleine Veränderungen ins Leben anderer Menschen. Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen und hin und wieder braucht es gar nicht viel, um einen Menschen zu erreichen - manchmal eben nur das richtige Buch zur richtigen Zeit. ;) dabei ging die Geschichte wirklich sehr behutsam mit ihren Figuren und ihren Problemen um.
Auch ernstere Themen spielten im Handlungsverlauf eine Rolle, allerdings ohne dass der positive Grundton der Geschichte verloren ging. An manchen Stellen habe ich mich allerdings gefragt, ob einzelne Situationen für die Zielgruppe ab 9 Jahren nicht etwas schwer sind bzw. einer etwas klareren Einordnung bedurft hätten. Gerade Gewalt und häusliche Gewalt werden zwar sehr sanft dargestellt, sind aber per se trotzdem nicht leicht und hier bedarf es sicherlich individuelle Einschätzung der Eltern, ob das jeweilige Kind das schon gut verarbeiten kann.
Ich selbst habe mich als Erwachsene beim Lesen aber unglaublich wohlgefühlt. Ich habe mit Schascha mitgefiebert, mich über ihre quirlige Art gefreut, Carl immer mehr ins Herz geschlossen und mich von der Liebe zu Büchern begeistern lassen. Zudem fand ich sehr schön, wie sich im Laufe der Geschichte immer mehr Verbindungen zwischen den Menschen ergaben.
Fazit: „Schascha und der Buchspazierer“ ist für mich ein bezauberndes, warmherziges Kinderbuch über Bücher, Freundschaft, Mut und darüber, genauer hinzusehen. Ein Buch, das sich für mich beim Lesen ein bisschen wie eine Umarmung angefühlt hat, und ich deshalb äußerst gerne weiterempfehle.
Rührende Geschichte über die Liebe zu Büchern und eine ungewöhnliche Freundschaft. Zauberhaft und liebevoll illustriert.
Inhalt:
Die 9-jährige Schascha ist ein waschechtes Bücherwürmchen.
Nachdem sie jahrelang von ihrem Fenster aus beobachtet hat, wie der "Buchspazierer" seine Bücher ausliefert, traut sie sich eines Tages und spricht ihn an.
Buchhändler Carl Kollhoff bringt allerdings nicht einfach Bücher zu den Menschen der Stadt. Schascha begleitet ihn auf seiner Tour und ist fasziniert: Gemeinsam bringen die beiden Geschichten und Zuversicht.
Schascha muss zeigen, wie viel Mut in ihr steckt, denn Bücher können viel mehr sein als nur Lesestoff.
Doch nicht alle heißen die Freundschaft des ungleichen Duos gut ...
Der Bestseller "Der Buchspazierer" neu erzählt speziell für Kinder.
Altersempfehlung:
etwa ab 10 Jahren
Illustrationen:
Farbenfrohe und detailverliebte Illustrationen ergänzen den "Buchspaziergang" des ungleichen Paares und geben dem Duo sowie den weiteren Charakteren ein Gesicht.
Zudem zieren immer wieder kleine Vignetten die Seiten.
Mein Eindruck:
Der Besteller als illustriertes Kinderbuch. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Der Plot des Romans war mir bekannt, gelesen hatte ich "Der Buchspazierer" zuvor allerdings nicht.
Der 70-jährige Buchspazierer - eigentlich heißt er Carl Kollhoff - ist ein stiller und zurückgezogener Mensch, der Bücher liebt und zunächst verhalten auf die (im Vergleich zu ihm) quirlige und neugierige 9-jährige Schascha reagiert.
Das ungleiche Duo schließt man schnell ins Herz.
Dass der alte Mann seinen Kunden und Kundinnen Spitznamen (literarischer Natur) gibt, wird erst später erklärt, was zu ersten Verwirrung beim Lesen führt. Er liefert Bücher unter anderem an Mr. Darcy, Frau Langstrumpf und an Effi Briest.
Die Liebe zur Literatur wird immer wieder deutlich.
"Eine Buchhandlung war ein gefährlicher Ort. Man wusste nie, in welche Welt man hineingezogen wurde. Und ob man je wieder herauskam - oder wollte. Manchmal reichten schon wenige Sätze dafür. Schascha wusste dies. Trotzdem betrat sie am nächsten Abend mutig die Buchhandlung Am Stadttor." (vgl. S. 17)
Die Ereignisse werden anschaulich und in kurzen Kapiteln erzählt.
Was gemütlich mit Auslieferungen von Büchern beginnt, entwickelt sich schnell zu einigen dramatischen Situationen.
Bereits nach wenigen Seiten ist klar, dass der Buchspazierer und Schascha mehr sind als Buch-Boten. Sie bringen nicht nur Geschichten zu Menschen, die sich aus verschiedenen Gründen und Schicksalsschlägen (Verlust und Trauer, Angst und Gewalt) nicht oder nur selten unter Leute trauen. Sie schenken Hoffnung und helfen, das ein oder andere Problem zu lösen.
Das größte Hindernis ist aber, dass dem Buchspazierer gekündigt und Schascha jeglicher Kontakt mit dem alten Mann verboten wird.
Jeder, nun auf sich allein gestellt, muss Mut und Kraft beweisen und auf seine Art über den eigenen Schatten springen.
Die Ereignisse spitzen sich derart zu, dass man die letzten Kapitel mit fiebert und mit hofft.
Zur weiteren Handlung möchte ich nicht zu viel verraten, um nicht zu spoilern.
Es wird dramatisch und temporeich, aber auch bewegend und herzergreifend.
Eine Leseempfehlung und 5 von 5 Bücher.
"Jeder Mensch braucht andere Bücher. Denn was der eine aus tiefstem Herzen liebt, das lässt den anderen völlig teilnahmslos." (der Buchspazierer, vgl. S. 74)
Fazit:
Auch wenn "Schascha und der Buchspazierer" sich an Kinder und Jugendliche richtet, ist es für Erwachsene ein ebenso schönes Lesevergnügen.
Liebevoll umgesetzt ist die Geschichte spannend und warmherzig sowie eine zauberhafte Hommage an Bücher und Buchliebende.
Zum immer-wieder-Lesen und immer-wieder-Betrachten. Die farbenfrohen Illustrationen sind wunderschön und mit Liebe zum Detail gestaltet.
...
Rezensiertes Buch: "Schascha und der Buchspazierer" aus dem Jahr 2026
„Und streicheln Sie auch mal ein Buch, das ist total schön!“ (S. 19)
Worum geht’s? Schascha liebt Bücher über alles. Jeden Tag beobachtet sie den Buchspazierer, der Bücher zu den unterschiedlichsten Menschen bringt. Bis sie sich eines Tages traut, ihn anzusprechen – und ihn schließlich auf seinen Spaziergängen begleitet.
Meine Meinung: Ich habe bereits Carsten Henns Roman „Der Buchspazierer“ geliebt und sein Kinderbuch „Schascha und der Buchspazierer“ steht ihm in nichts nach. Das Buch richtet sich an Kinder ab 9 Jahren und der Schreibstil passt perfekt zu dieser Altersgruppe. Dazu kommen die wundervollen Illustrationen von Annelie Schulze, die die Geschichte begleiten und daraus ein richtig schönes Leseerlebnis machen.
Wir erleben die Geschichte hauptsächlich aus Schaschas Sicht, dürfen zwischendurch aber auch in den Kopf des Buchspazierers blicken. Schascha ist Halbwaise und lebt mit ihrem Papa zusammen, der ihre große Liebe zu Büchern nicht so ganz nachvollziehen kann. Den Buchspazierer selbst – Carl Kollhoff – kennen bestimmt schon viele. Ein älterer Herr, der Bücher zu ganz besonderen Buchmenschen bringt und ihnen Namen gibt, die zu bekannten Buchcharakteren und gleichzeitig erstaunlich gut zu ihnen selbst passen.
Die Geschichte orientiert sich ziemlich genau am Roman für Erwachsene, doch dieses Mal erleben wir vieles durch Schaschas Augen. Und genau das hat mir unglaublich gut gefallen. Sie ist herrlich direkt, intelligent und bringt die Dinge auf ihre ganz eigene Art auf den Punkt. Besonders schön fand ich, wie sich die Freundschaft zwischen ihr und Carl immer weiter vertieft und wie selbstverständlich die beiden beginnen, einander zu unterstützen.
Doch auch die Menschen, denen sie auf ihren Spaziergängen begegnen, machen diese Geschichte zu etwas Besonderem. Da ist „Effi“, die unter häuslicher Gewalt leidet, der einsame Mr. Darcy, eine Nonne, die ihr Kloster nicht verlassen möchte, Herkules, der nicht lesen kann, und natürlich Frau Langstrumpf. Die Namen passen wunderbar zu den Menschen dahinter – und Carl und Schascha schaffen es auf ihre ganz eigene Weise, ihnen zu helfen.
Es sind diese kleinen Begegnungen, die das Buch so besonders machen. Geschichten über Einsamkeit, Freundschaft und Hoffnung. Über Menschen, die einander sehen und deren Leben durch Bücher und Begegnungen ein kleines bisschen besser wird.
Ich weiß gar nicht, wie ich es anders sagen soll: Dieses Buch ist einfach wunderschön und warmherzig und ich habe wirklich alles daran geliebt! „Der Buchspazierer“ ist für mich ein Must Read – sowohl in der Version für uns Erwachsene als auch mit „Schascha und der Buchspazierer“ für die – wie es mein Kleiner sagen würde - Kleingroßen.
Fazit: „Schascha und der Buchspazierer“ von Carsten Henn, wundervoll illustriert von Annelie Schulze, ist ein wundervolles, warmherziges Kinderbuch über Bücher, Freundschaft, Hoffnung und ganz besondere Menschen. Eine Geschichte, die zeigt, wie Bücher Menschen verbinden und manchmal sogar ein kleines bisschen das Leben verändern können. Für mich genauso zauberhaft wie „Der Buchspazierer“ für Erwachsene und ein absolutes Must Read für kleine und große Buchmenschen.
Die Tatsache, dass der Autor sein eigenes Buch adaptiert hat, war für mich der ausschlaggebende Grund, mich näher mit dem Buch zu beschäftigen. Nach kurzer Recherche habe ich herausgefunden, dass das Original „Der Buchspazierer“ ein großer Erfolg war und sogar verfilmt wurde. Nun hat der Autor sich entschieden, die Geschichte umzuschreiben, damit auch Kinder in den Genuss der Geschichte kommen können. Dies ist wirklich eine zauberhafte Idee und obwohl ich das Originalwerk nicht kenne, muss ich sagen, die Geschichte funktioniert wunderbar als Kinderbuch.
Autor Carsten Henn hat bei diesem Buch mit der Illustratorin Annelie Schulze zusammengearbeitet. Ihre aussagekräftigen Bilder sind wirklich etwas ganz Besonderes und erwecken die Geschichte zum Leben. Sie sind farbenfroh, stimmungsvoll und äußerst detailreich. Es macht Freude die Illustrationen zu betrachten. Außerdem sind sie eine gute Hilfestellung für Kinder, die sich die Personen aufgrund der Beschreibungen im Buch nur schwer vorstellen können.
Die Adaption als Kinderbuch gelingt dem Autor sehr gut. Dennoch merkt man, dass es sich hierbei eigentlich um ein Buch für Erwachsene handelt. Im Mittelpunkt steht in dieser Fassung der Geschichte zwar das kleine Mädchen Schascha und nicht der Buchspazierer Carl Kollhoff, trotzdem bleibt die Geschichte in ihren Grundzügen dieselbe. Das sprachliche Niveau ist relativ hoch und kann eventuell für manche Kinder noch überfordernd sein. Die häufig vorkommenden Schachtelsätze sind dabei nur eine der vielen Herausforderungen. Des Weiteren gibt es im Buch viele ernstere Themen, die behandelt werden, dazu zählen u.a. Gewalt, insbesondere häusliche Gewalt, der Umgang mit Tod und Trauer und Religion. Diese werden zwar kindgerecht, aber doch sehr ausführlich besprochen und empfindsame Kinder können hier auf jeden Fall eine Begleitung durch Erwachsene gebrauchen.
Doch trotz all der schwierigen Themen hat das Buch auch eine leichte, sogar humoristische Seite. Viele von Schaschas Aussagen und Taten haben mich zum Lachen gebracht. Besonders hervorheben möchte ich die einzigartigen Charaktere, die der Autor erschaffen hat. Ich habe sofort jeden der Kunden des Buchspazierers ins Herz geschlossen. Alle Personen sind liebevoll und detailreich beschrieben, sodass man eine gute Vorstellung von ihnen bekommt.
Dieses Buch ist ideal für alle, die einen herzerwärmenden, lustigen, aber auch nachdenklich stimmenden Roman suchen. Es ist ein guter Zwischenschritt zwischen Kinder- und Erwachsenenliteratur und kann deshalb auch von beiden Gruppen gelesen und geliebt werden. Ich möchte es auf jeden Fall von ganzem Herzen weiterempfehlen.
„Es heißt, Bücher finden ihre Leserinnen und Leser – aber manchmal brauchen sie jemanden, der ihnen den Weg weist.“
Dies ist der erste Satz in dem Buch „Schascha und der Buchspazierer“, aber gleichzeitig auch der erst Satz des Buchs „Der Buchspazierer“. Beide stammen aus der Feder des Autors Carsten Henn, aber beide sind für unterschiedliche Zielgruppen geschrieben. Während der Roman „Der Buchspazierer“ aus Sicht des verschrobenen 70-jährigen Buchhändlers Carl Kollhoff geschrieben wurde, so hat nun der Autor seine Geschichte aus Sicht der neunjährigen Schascha neu verfasst. Es handelt sich also nicht um eine Adaption, sondern um eine Neuerzählung der Geschichte aus Kindersicht.
Die Handlung bleibt natürlich die gleiche. Schascha bemerkt den Buchhändler auf seinen Rundgängen und gibt ihm den Spitznamen „Der Buchspazierer“. Nach einiger Zeit kommt sie auf die Idee, ihn bei seinen Touren zu begleiten, wovon er wenig begeistert ist, womit der Grundstein für eine ungewöhnliche Freundschaft gelegt wurde. Die beiden haben ein besonderes Gespür für Menschen und dafür, welche Bücher zu diesen passen würde. Und das ist Sinn und Zweck dieser Spaziergänge, dass die beiden den Menschen die für sie passenden Bücher bringen.
Das bleibt selbstredend gleich, ebenso wie die Besucher identisch sind. Aber natürlich nimmt Schascha sie anders wahr, und genau das macht den Reiz der Geschichte aus. Der Blick einer Neunjährigen ist eben anders und ich denke, dass der Autor die Kinderwelt ganz gut dargestellt hat.
Kinderbücher leben von ihren Illustrationen und hier kommt Annelie Schulze ins Spiel. Sie gibt dieser Geschichte ihr eigenes Bild und begleitet die Geschichte auf ihre eigene Art und Weise, wie sie bei Kindern gut ankommen dürfte, denn Kinder lieben es, die Illustrationen zu durchforsten und den Bezug zur Geschichte zu ergründen. (Und erfreulicherweise hat sich die Illustration nicht von der Verfilmung beeinflussen lassen.)
Fazit Die Sicht von Schascha auf diese Welt ist erfreulich anders und erfreulich kindgerecht. Ich denke, dass der Autor es sehr gut geschafft hat, seine eigene Geschichte aus Kindersicht zu erzählen. Zudem streift diese Version nicht so dicht am Kitsch vorbei wie der Roman, was ich sehr begrüße. Die Illustrationen geben ihr Übriges, sodass ich dieses Buch für Kinder ab neun Jahren ebenso empfehlen kann, wie auch älteren Lesern, die nochmals in die Welt des Buchspazierers eintauchen möchten.
Carten Henn nimmt seine Leser mit in eine Geschichte, die Zeit welche Wirkung Bücher auf die Menschen haben kann. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Die Illustrationen sind sehr schön gestaltet und die Länge der Kapitel gut gewählt. Jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen Überschrift. Die Geschichte wird aus Sicht der Protagonisten erzählt. Das Cover ist sehr schön gestaltet.
Die Hauptprotagonisten sind Schascha und der Buchspazierer Carl. Schascha heißt eigentlich Charlotte und lebt zusammen mit ihrem Vater in einer Wohnung. Der Vater ist oft lange arbeiten und das Geld sitzt nicht so locker. Sie liebt Bücher und beobachtet immer wieder den Buchspazierer aus ihrem Zimmer aus. Carl ist der stille Buchhändler, der täglich sein Runden in der Stadt dreht, um die bestellten Bücher auszuliefern. Dabei gibt er den Menschen Namen von Buchfiguren, an die sie ihn erinnern. Schascha schließt sich eines Tages einfach dem Buchspazierer an und läuft mit ihm seine Runde. Sie verspricht brav zu sein und seine Kunden nicht zu nerven. Doch bei Mister Darcy rennt sie einfach ins Haus. Doch statt böse auf sie zu sein, lädt er den Buchspazierer und Schascha auf einen Besuch in seinem Garten ein. Schascha beobachtet die Menschen und sag Carl, dass er ihnen die falschen Bücher bringt. Sie möchte mehr Freude in deren Leben bringen und dafür überlegt sie sich einen Plan. Als ihr Vater mitbekommt, dass sie unentschuldigt in der Schule fehlt und sie Zeit mit Carl verbringt, reagiert er etwas ungehalten und sorgt dafür, dass er seinen Job verliert. Schascha kann das Verbot Carl zu sehen nicht lange einhalten und spaziert wieder gemeinsam mit ihm los. Doch wie lange wird das gut gehen? Wird Schaschas Vater einsehen, dass ihr die Zeit mit Carl und seinen Kunden guttut und dass sie das Leben der Menschen verändert? Warum reagiert er so gereizt auf den netten älteren Herren?
Manchmal braucht es ein Buch um sich selbst zu reflektieren und herauszufinden, wie man etwas besser machen könnte. Eine schöne Geschichte, die zeigt, dass Bücher manchmal viel ändern können und das es Mut, Herz und Kraft braucht, um eingefahrene Pfade zu verlassen.
Das Mädchen Schascha liebt Bücher, da ist es nicht verwunderlich, dass sie den Buchspazierer Carl, der Bücher zu Menschen bringt, begleiten möchte. Anfangs lehnt er ab, doch schon bald entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden.
Schascha ist ein aufgewecktes und liebenswertes Mädchen. Sie ist neugierig, weshalb sie Carl begleitet und sie hat ein gutes Herz, weil sie den Menschen, denen sie begegnen, helfen möchte. Carl ist auch ein toller Charakter. Er bringt Menschen nicht nur Bücher, sondern schenkt ihnen auch etwas von seiner Zeit und Aufmerksamkeit. Seine Eigenart, Personen den Namen von Bücherfiguren zu geben, ist liebenswert. Ich kenne die Vorlage nicht, weshalb ich gespannt gewesen bin, was mich erwartet. Die Geschichte hat mir gut gefallen, sowohl wegen den Charakteren, als auch wegen der Handlung und den Botschaften. Die Geschichte hat schöne Momente, aber auch traurige und nicht so schöne. Letztenendes hat sich aber alles wieder zum Guten gewendet und die Gemeinschaft ist enger zusammengewachsen. Das Ende hat mich also überzeugt und es ist ein gelungener Abschluss für diese Geschichte. Die behandelten Themen sind wichtig. Unter anderem geht es um Freundschaft, um die Wichtigkeit von Büchern und Geschichten, und auch darum, für andere da zu sein und nicht wegzuschauen, wenn ihnen etwas unfaires angetan wird. Der Schreibstil ist gut und angenehm, weshalb man leicht in die Geschichte abtauchen kann. Es macht Spaß, sich zusammen mit Schascha und dem Buchspazierer auf den Weg zu machen und den Menschen die Bücher zu bringen. Die Illustrationen sind gelungen und ansprechend. Sie sind farbenfroh und ergänzen die Geschichte gut. Für mich hätten es gerne noch ein paar mehr Zeichnungen sein können. Ich kann das Kinderbuch empfehlen, wenn man eine schöne Geschichte sucht, die liebenswerte und sympathische Charaktere hat und die wichtige Botschaften vermittelt. Das Buch wird nicht nur den jungen Leserinnen und Lesern gefallen, sondern auch den Erwachsenen.
Die neunjährige Schascha liebt Bücher über alles und begegnet eines Tages dem stillen Buchhändler Carl Kollhoff, der Bücher zu den Menschen der Stadt bringt. Fasziniert begleitet sie ihn auf seinen täglichen Wegen und wird Teil seiner besonderen Mission. Gemeinsam bringen sie Geschichten und Hoffnung zu anderen - bis Schascha selbst zeigen muss, wie viel Mut, Herz und Kraft in ihr und in den Büchern steckt.
Carsten Henn hat seinen Erfolgsroman „Der Buchspazierer“ für Kinder ab 9 Jahren adaptiert. In „Schascha und der Buchspazierer“ erzählt er seine Geschichte kindgerecht, begleitet mit tollen Illustrationen von Annelie Schulze. Ich habe den Roman bisher nicht gelesen, ihn mir aber nach dem ich Schascha kennenlernen durfte, direkt gekauft. Henn hat wundervolle Figuren erschaffen. Egal ob unsere Hauptfiguren Schascha und der Carl der Buchspazierer oder die Nebenfiguren, wie z.B. der Papa von Schascha oder die Kunden des Buchspazierers. Schascha ist lebenslustig, mutig und ein eigensinniger Wildfang. Sie hat mich zum Lächeln gebracht und auch zum Nachdenken. Ebenso Carl, den ich besonders gegen Ende einfach nur in den Arm nehmen wollte. Aber auch in den Kunden und dem Papa konnte ich mich irgendwie wiederfinden. Schon alleine durch dieses Kinderbuch kann ich mir gut vorstellen, warum „Der Buchspazierer“ so ein Erfolg geworden ist. Das Buch lebt von der Liebe zu Büchern und den ganz individuellen Menschen, die diese Bücher lesen. Überraschend fand ich, dass der Autor auch um schwere Themen wie z.B. häusliche Gewalt und Einsamkeit keinen Bogen macht. Er geht wunderbar feinfühlig damit um. Ein tolles Buch, von Anfang bis Ende. Ich kann Schaschas Geschichte wärmstens für Jung und Alt weiterempfehlen.
Die neunjährige Schascha liebt Bücher und beobachtet regelmäßig den alten Buchhändler Carl Kollhoff, der seine Kunden persönlich mit Büchern beliefert. Kurzerhand begleitet sie ihn auf seinen Spaziergängen und lernt dabei nicht nur seine ungewöhnlichen Kunden, sondern auch deren Geschichten und Sorgen kennen. Als Carls Leben jedoch plötzlich aus den Fugen gerät, zeigt sich, dass ausgerechnet Schascha ihm neuen Mut geben kann.
Die Geschichte ist eine sehr schöne und kindgerechte Neuinterpretation des Buchspazierers, die gleichzeitig auch für erwachsene Bücherliebhaber ihren Charme behält. Dabei ist vor allem die Perspektive der neunjährigen Schascha sehr gut gelungen, denn sie ist neugierig, mutig und voller Energie und bringt dadurch eine ganz eigene Leichtigkeit in die Geschichte. Trotz der kindgerechten Sprache werden auch ernstere Themen wie Trauer, Einsamkeit und schwierige Lebenssituationen nicht ausgespart. Sie werden behutsam vermittelt, ohne jungen Leser zu überfordern und auch eine schöne Botschaft wird vermittelt, dass Menschen einander Halt geben können und dass Bücher manchmal genau das bewirken, was im richtigen Moment gebraucht wird. Die liebevollen Illustrationen ergänzen die Geschichte zudem wunderbar und machen das Buch auch zum Vorlesen besonders schön. Viele bekannte Bücher werden aufgegriffen und können vielleicht sogar dazu anregen, selbst nach ihnen zu greifen.
Eine warmherzige Geschichte über Bücher, Freundschaft und den Mut, auf andere zuzugehen. Schascha ist dabei eine sympathische Hauptfigur, die zeigt, dass auch ein Kind etwas bewirken und Erwachsenen neue Zuversicht geben kann.
Eine Reise durch die Bücher und die Philosophie Die 9 jährige Schascha beobachtet von ihrem Fenster aus einen alten Mann, der jeden Tag den gleichen Weg geht um Bücher an Kunden auszutragen. Eines Tages beschliesst sie, aus dem Haus zu schleichen um ihn zu reffen und kennen zu lernen. Nach und nach entsteht zwischen der kleinen Schascha und dem alten Buchspazierer eine Freundschaft. Der Buchspazierer bringt verschiedenen Menschen in verschiedenen Lebenssituationen Bücher, sie sie gerne möchten. Schascha, die mit den Augen eines Kindes den Buchspazierer begleitet sieht aber die wahren Menschen und ihre Bedürfnisse. und so erweitert sich der Kreis an Freundschaften. Neben den Freundschaften zwischen verschiedenen Menschen werden auch andere Themen angesprochen. Beispielsweise der christliche Glaube, der Umgang mit Tod, häusliche Gewalt, negativer Umgang mit Gefühlen, was Bücher bewirken können, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Aber auch über Hoffnung, Mut und gegenseitige Hilfe, das füreinander da sein, nicht nur in Gedanken sondern auch in Person. Das Buch hat wunderschöne Illustrationen und gibt sehr viel Stoff zum Nachdenken. An sich finde ich die Geschichte unheimlich schön. Allerdings finde ich sie auch sehr schwer zu lesen. Die Sätze sind verschachtelt und oft ein Spiegel der Gedanken der Personen und für mich recht holprig. Von der Aufmachung her scheint es für ab 8 Jahre zu sein. Ich könnte mir aber vorstellen, vor allem durch die Gewalt, dass es in Begleitung gelesen werden sollte. Auch einige Gesellschaftskritische Themen können gut aufgegriffen werden.
Ich selbst kenne das Buch "Der Buchspazierer" und habe es als Erwachsene sehr gerne gelesen. Aber ich war auch sehr neugierig auf die Interpretation des Romans zum Kinderbuch. Ich hatte etwas Sorge das dies nichts werden könnte, aber ich bin sehr begeistert mit diesem Ergebnis!
Die neunjährige Schascha liebt Bücher über alles und begegnet eines Tages dem stillen Buchhändler Carl Kollhoff, der Bücher zu den Menschen der Stadt bringt. Fasziniert begleitet sie ihn auf seinen täglichen Wegen und wird Teil seiner besonderen Mission. Gemeinsam bringen sie Geschichten und Hoffnung zu anderen - bis Schascha selbst zeigen muss, wie viel Mut, Herz und Kraft in ihr und in den Büchern steckt.
Der Schreibstil ist einfach und kindgerecht, aber dennoch hat der Autor es mit den ersten Sätzen geschafft Klein und Groß gleichermaßen in den Bann zu ziehen! Die Geschiche wird so großartig erzählt, erinnert an den Roman und ist doch etwas ganz anderes, sodass es auch nicht langweilig ist, wenn man das Buch für Erwachsene schon gelesen hat!
Das Buch besticht ganz klar durch die tollen Charaktere, egal ob es Schascha, der Buchspazierer, oder einer der Nebencharaktere ist, alle sind liebevoll in diese Geschichte geschrieben worden und es war einfach großartig das Buch zu lesen.
Die Geschichte handelt von Freundschaft in allen Altersgruppen, von Zusammenhalt und gegenseitiger Hilfe, von Respekt vor Büchern und sogar vom älterwerden. Eine sehr gefühlvolle und warmherzige Geschichte, die man so schnell nicht vergisst. Gerne vergebe ich dafür die volle Punktzahl!
Die neunjährige Halbwaise Schascha ist von einem älteren Mann fasziniert, den sie vom Zimmerfenster aus beobachtet und Buchspazierer nennt. Eines Tages fasst sie sich ein Herz und spricht ihn an. Es dauert nicht lange, dann begleitet Schascha den Buchhändler Carl Kollhoff auf seiner Tour zu Kund*innen, die auf ihre Bücher warten.
Schascha mit ihrer aufgeweckten, positiven Art muss man einfach lieben. So geht es auch dem Buchspazierer und seinen Kund*innen. Ihnen allen wächst Schascha ans Herz. Aber da Schascha nicht mit ihrem Vater über ihre neuen Freund*innen reden kann, läuft alles auf eine Konfrontation zwischen Schaschas Vater und Carl Kollhoff hinaus.
Bücherliebe, Empathie, Hilfsbereitschaft, unterdrückte Emotionen, aber vor allem Freundschaft sind nur einige der Themen, die dieses Kinderbuch beinhaltet. Dabei steht Schascha im Mittelpunkt, die im besten Sinn an starke weibliche Charaktere aus den Büchern von Astrid Lindgren erinnert. Mich hat die Geschichte bezaubert und berührt.
Schon das Cover strahlt eine Wärme und Gemütlichkeit aus, nach der man sich sehnt. Die farbigen Illustrationen von Annelie Schulze bereichern die Kinderversion von Carsten Henns Geschichte über den Buchspazierer. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, an der Seite von Schascha meine eigene Bücherliebe noch zu vertiefen: „In jedem Buch ist ein Herz, das zu pochen beginnt, wenn man es liest, weil das eigene Herz sich mit ihm verbindet.“ (S. 30) Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für Klein und Groß sowie verdiente 5 von 5 literarischen Namen.
Danke an Netgalley und den Verlag für ein Rezensionsexemplar. Dies beeinflusst nicht meine Meinung.
Für etwa 70% des Buches, fand ich Schascha und der Buchspazierer sehr gut und wholesome, doch dann kam die Storyline mit ihrem Vater. Das Konzept des Buchspazierers und den kapitalistischen Konflikt, ebenso wie die Freundschaften, die durch ihn und Schascha entstanden, war sehr interessant und schön zu lesen. Doch Schaschas Vater wurde immer aggressiver, auch ihr gegenüber, und dies wurde nie vernünftig geklärt bzw. es wurde keine vernünftige Charakterentwicklung gezeigt – dafür war gar keine Zeit.
Abgesehen von diesem „Finale“ und Ende ist Schascha und der Buchspazierer jedoch ein sehr gutes und lesenswertes Buch.
„Schascha und der Buchspazierer“ hat mich besonders mit seiner liebevollen Gestaltung angesprochen.
Besonders schön fand ich, wie verschiedene Themen miteinander verbunden werden. Es geht um die Kraft der Bücher, aber auch um Freundschaft, Mut und darum, füreinander da zu sein. All das wird sehr empathisch und mit viel Feingefühl erzählt, ohne dabei zu schwer zu wirken. Schascha bringt die kindliche Leichtigkeit in die Geschichte, die alles in ein warmes und wohliges Lächeln taucht.
Zwischen den Seiten verstecken sich immer wieder kleine Botschaften, die zum Nachdenken anregen. Gerade das hat mir besonders gut gefallen. Viele Botschaften sind dabei nicht nur für jüngere Leser wertvoll. 😊
Auch als erwachsene Leserin konnte ich aus der Geschichte einiges für mich mitnehmen. Für mich ist „Schascha und der Buchspazierer“ deshalb eines dieser Bücher, die unabhängig vom Alter etwas zu erzählen haben. Besonders geeignet finde ich es aber als Vorlesebuch.
Ein weiteres Highlight sind die fantastischen Illustrationen. Sie begleiten die Geschichte nicht einfach nur, sondern ergänzen sie wunderbar und transportieren viele der Emotionen noch einmal auf ihre ganz eigene Weise.
Insgesamt ist „Schascha und der Buchspazierer“ für mich eine wunderschöne, einfühlsam erzählte und fantastisch illustrierte Geschichte über die Kraft der Bücher, Freundschaft und Mut. Ein Buch voller Herz und kleiner wertvoller Botschaften, das sowohl jüngere als auch ältere Leser erreichen kann.
Schönes Buch aber mit schweren Themen Dieses Buch ist eine Neuerzählung von "Der Buchspazierer" für junge Leser: innen ab 9 Jahren. Ich kenne das Original nicht und kann daher nicht beurteilen, wie ähnlich die beiden Geschichten sind. Dieses Buch folgt Schascha, einem kleinen Mädchen, das eines Tages beschließt, den "Buchspazierer" auf seinen Rundgänge zu begleiten, um herauszufinden, was er die ganze Zeit macht. Sie entwickelt eine schöne Freundschaft mit dem alten Mann und lernt seine Kunden kennen, bis ihr Vater mitbekommt, dass sie ihre Tage mit dem Mann verbringt, anstatt zur Schule zu gehen. Die Geschichte ist in einer kinderfreundlichen Sprache erzählt und die Aufmachung des Buches ist sehr schön. Wo ich nicht ganz begeistert bin sind einige Themen, die ich ein bisschen schwer für jungere Leser finde. Eine der Figuren ist ein Opfer häuslicher Gewalt, und es wird ziemlich klar im Buch, dass sie geschlagen wird. Schaschas Vater reagiert auch aggressiv, wenn er erfährt, dass sie ihre Zeit mit einem alten Mann verbringt. Er beschwert sich beim Arbeitgeber des Buchspazierers, sodass dieser gekündigt wird, dann brüllt ihn an und schubst ihn, ohne sich danach darum zu kümmern, dass der Mann sich schwer verletzt hat.
Das Kinderbuch „Schascha und der Buchspazierer“ geschrieben von Carsten Henn fand ich sehr, sehr schön. Natürlich ist das Buch vielen bekannt, da es vom Roman „der Buchspazierer“ herausgeht. In diesem Buch ist die Protagonistin Schascha, ein junges Mädchen, die einen alten Mann bei seiner Tätigkeit, Bücher an Menschen zu liefern, begleitet. Erwachsene, die das Buch „der Buchspazierer“ von Carsten schon kennen, wollen mit Sicherheit dieses Buch nicht verpassen. Es hat unglaublich schöne Illustrationen, die auch Kinder begeistert, weiterlesen zu wollen. Ich muss gestehen, dass ich die Geschichte des Buchspazierers noch garnicht kannte. Deswegen fand ich es auch so total schön und verständlich und bin auch gewollt, das Original zu lesen. Die Geschichte hat mich total berührt, vor allem die Idee, dass der Buchspazierer seine Kunden nach bekannten Romanfiguren benennt. Die Verbindung der beiden ist schön und auch magisch, denn auch wenn der Buchspazierer anfangs eher zurückhaltend und in sich gekehrt ist, bekommt Schascha es mit ihrer quirligen, kindlichen Art hin, dass er sich öffnet, sodass am Ende eine tolle Freundschaft entsteht. Nur zu empfehlen!