Er galt als der "zornigste Mann Amerikas". Wohl kein anderer hat sich so radikal und sprachgewaltig für die Rechte der Schwarzen eingesetzt wie Malcolm X. Bis heute werden die USA in regelmäßigen Abständen von Rassenunruhen erschüttert - ein Phänomen, das ohne die lange Geschichte des amerikanischen Rassismus nicht zu verstehen ist. Malcolm X prangerte den weißen Rassismus seiner Zeit gnadenlos an und trat für das Recht der Schwarzen auf bewaffnete Selbstverteidigung ein. Daher zählt er nicht nur zu den bekanntesten, sondern auch zu den umstrittensten Personen der amerikanischen Geschichte. Am 21. Februar 1965 wurde er in New York ermordet. Britta Waldschmidt-Nelson erzählt dieses revolutionäre Leben und führt in die Geschichte des schwarzen Amerika ein. Dabei stützt sie sich auf die neueste Forschung, neu erschlossenes Quellenmaterial sowie auf Gespräche mit Weggefährten und Angehörigen.
Wow. 1. ich het nöd denkt, dass ich non-fiction so guet find. 2. es isch schwierig zemefasse, was die biografie ih mir usglöst het, aber sie het mich starch zum nachdenke bracht! Super buech, wo nie langwilig worde isch und sis lebe (glaub) sehr guet zemegfasst het.
أنصح بقراءة السيرة الذاتية التي كتبها هو، وليس تلك التي تأتي على لسان غيره، شعرت في أكثر من موضع أن الكاتبة مؤدلجة وتقحم تفسيراتها الخاصة للأحداث، ولا تترك للقاريء فسحة للاستنتاج الذاتي!
Es empfiehlt sich, die Autobiographie zu lesen!
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Ich weiß gar nicht, ob ich in meinem Leben schon mal eine Biografie gelesen habe. Über Malcolm X zu lesen, hat mir große Freude bereitet, gerade weil er ein so streitbarer Mensch war. Ich habe vorher so gut wie nichts über ihn gewusst und fühle nach diesem read umso mehr, dass ich ein bedeutendes Puzzleteil im Verständnis der 1960er Jahre hinzugewonnen habe. Erstaunlich für mich zu lesen war, wie offen der damalige Debattenraum im Gegensatz zu heute war; die Grenzen des Denk- und Sagbaren waren so viel weiter. Malcolm X hat in keine Schublade gepasst und wurde/ wird deshalb von vielen Schubladendenkern in ihre eigene kleine gepresst. Das und seine eloquente, radikale Art, die Machtfrage zu stellen, haben ihn gefährlich werden lassen. Leider wird in der Biografie nur am Rande erwähnt, wie sehr Malcolms Organisationen von FBI und CIA unterwandert waren. Denn gerade für die 1950er und 60er Jahre ist das ein nicht zu vernachlässigendes Element US-amerikanischer Regierungspolitik, gegen die sich Malcolm X Zeit seines Lebens gestellt hat. Ich bin froh, dieses Buch gelesen zu haben!
Ich wusste nur die rudimentären Aspekte über Malcolms Leben, bevor ich diese Biografie zur Hand genommen habe. Er wurde oft erwähnt in den Sachbüchern & Romanen über Rassismus und der afroamerikanischen Geschichte, aber nun war es an der Zeit seine Persönlichkeit selbst kennen zu lernen. Ein wirklich faszinierendes Abbild eines Mannes, der ein Leben lebte wie kein anderes; von Gewalt, Drogen und Gefängnis zur ultrakonservativen Religion und schließlich zum liberalen Menschenrechtler und Aktivisten, der sein Leben ließ für eine Sache, an die er bis zum Schluss glaubte. Trotz seiner vielen Fehler und Schwächen kann ich nun gut das Bild von Malcolm X nachvollziehen und seine Bedeutung in dem afroamerikanischen Aktivismus. Ein großes Lob an die Autorin, die ganz klar eine Menge Recherche betrieben hat und sehr sachlich und neutral, aber nicht langweilig, sondern kurze, prägnant und spannend sein Leben in allen Facetten widerspiegeln konnte.
Facettenreiche Biographie. Nüchtern, aber nicht hölzern geschrieben gibt die Autorin dem dramatischen Leben einer faszinierenden Persönlichkeit den Raum den es braucht um das Phänomen Malcolm X fassen zu können. Die verschiedenen Wendungen und Wandlungen werden umfassend dargestellt und nichts scheint aus der Luft gegriffen oder künstlich überhöht. Der Mensch Malcolm wird greifbar. Und auch wenn sein Ende schon lange bekannt ist, bleibt seine Geschichte spannend bis zum Schluss