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ALMANCI-Mädchen: Wie ich mir das Deutschsein beigebracht habe
Warum kann sie so deutsch sein?
»Nachgemachte Deutsche« – so bezeichnet sich Tülins Mama nach über 50 Jahren in Deutschland. Auch Tülin, geboren in Berlin-Neukölln, steht von Kindheit an vor der Wie (viel) deutsch kann und muss ich sein? Jede Begegnung verschiebt die Antwort auf dieser Suche nach Identität. Tülin lebt im ständigen Spagat zwischen der Berlinerin mit Migrationshintergrund in Deutschland und dem Almanci-Mädchen in der Türkei.
Mit Humor und feinem Gespür für Menschen erzählt sie von den Momenten, die sie prägten, stärkten oder auch verletzten – und ihren Blick schärften für Charaktere, Eigenheiten und Klischees. Ihre Verbeamtung (ziemlich deutsch!) rundet das Bild Tülin verwandelt Stereotype in Figuren und begeistert damit die deutschen Zuschauer.
»Nachgemachte Deutsche« – so bezeichnet sich Tülins Mama nach über 50 Jahren in Deutschland. Auch Tülin, geboren in Berlin-Neukölln, steht von Kindheit an vor der Wie (viel) deutsch kann und muss ich sein? Jede Begegnung verschiebt die Antwort auf dieser Suche nach Identität. Tülin lebt im ständigen Spagat zwischen der Berlinerin mit Migrationshintergrund in Deutschland und dem Almanci-Mädchen in der Türkei.
Mit Humor und feinem Gespür für Menschen erzählt sie von den Momenten, die sie prägten, stärkten oder auch verletzten – und ihren Blick schärften für Charaktere, Eigenheiten und Klischees. Ihre Verbeamtung (ziemlich deutsch!) rundet das Bild Tülin verwandelt Stereotype in Figuren und begeistert damit die deutschen Zuschauer.
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First published August 13, 2026
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Community Reviews
Displaying 1 - 10 of 10 reviews
August 15, 2026
Tülin endet das Buch mit einem Gespräch mit ihrem Papa, der sagt, dass wir jungen Menschen überempfindlich sind und es „gar nicht so schlimm war mit dem Rassismus.“ Diese Stelle hat mich gebrochen und untermalt, wieso es so wichtig ist, dass jetzt endlich Raum geschaffen wird für migrantische Stimmen. Der Rassismus war und ist schlimm, spaltet und tötet unsere Gesellschaft, nur weil Menschen, die das Glück hatten in einem privilegierten Land aufzuwachsen, denken, sie können Gott spielen und entscheiden, wer „zu ihnen gehört“ oder nicht. KAUFT UND LEST DIESES BUCH SOFORT!
September 2, 2026
Dieses kitap hat mich gerçekten von der ersten sayfa an gecatcht. Als Almancı kennt man dieses arada kalmışlık sehr gut. Bir tarafta Familie und gelenekler, diğer tarafta Alltag und Leben in Deutschland. "Almancı Mädchen" ist kein normales Buch, sondern bizim neslin Geschichtesi. Wer zwischen iki kültür groß geworden ist, wird sich in vielen satırlarda wiederfinden. Almancı olan sofort anlar, diğerleri ise nur okur. 😉
September 6, 2026
Ich kann sehr empfehlen, das Buch zu hören. Die Autorin liest selbst. Ihre Stimme und ihre Art zu erzählen haben die Themen für mich noch greifbarer gemacht.
Spannend fand ich, dass eigentlich nichts im Buch für mich überraschend war. Und genau das hat mir etwas bewusst gemacht: Mir fehlt es gar nicht unbedingt an Wissen oder Theorie. Ich bin mit Menschen aufgewachsen, die ähnliche Erfahrungen machen, und hatte immer wieder Berührungspunkte in meinem Leben.
Aber vielleicht fehlt es mir aber noch an echtem Verstehen. An wirklichem Zuhören. Und genau deshalb finde ich es so wichtig, dass diese Bücher geschrieben werden.
Danke für das offene und mutige Teilen!
Spannend fand ich, dass eigentlich nichts im Buch für mich überraschend war. Und genau das hat mir etwas bewusst gemacht: Mir fehlt es gar nicht unbedingt an Wissen oder Theorie. Ich bin mit Menschen aufgewachsen, die ähnliche Erfahrungen machen, und hatte immer wieder Berührungspunkte in meinem Leben.
Aber vielleicht fehlt es mir aber noch an echtem Verstehen. An wirklichem Zuhören. Und genau deshalb finde ich es so wichtig, dass diese Bücher geschrieben werden.
Danke für das offene und mutige Teilen!
October 5, 2026
Diese Zerrissenheit wurde noch nie so gut thematisiert. Danke bacım, emeğine, kalemine sağlık
September 1, 2026
In "Almancı-Mädchen" erzählt Tülin Sezgin autobiografisch von ihrem Aufwachsen und Leben zwischen verschiedenen Zuschreibungen, Erwartungen und Zugehörigkeiten. Angefangen bei ihren Erfahrungen als Kind bis hin zu ihrem Leben als erwachsene Frau schildert sie immer wieder Situationen, in denen sie mit Fremdenfeindlichkeit, strukturellem und teils ganz offenem Rassismus konfrontiert wird.
Besonders deutlich wird dabei, wie schnell Menschen in Schubladen gesteckt und Migrant*innen in vermeintlich „gute“ und „schlechte“ Migrant*innen unterteilt werden. Sezgin berichtet von Begegnungen mit Behörden, von ihrem Versuch, beruflich Fuß zu fassen, und von Situationen, in denen ihr vermittelt wird, dass sie nicht in das gewünschte Bild passt. Dabei geht es nicht nur um einzelne rassistische Aussagen oder Begegnungen, sondern vor allem um die Strukturen und gesellschaftlichen Vorstellungen, die hinter diesen Erfahrungen stehen.
Das Thema selbst finde ich sehr interessant und wichtig. Als jemand mit eigener Migrationsgeschichte und teilweise ähnlichen Erfahrungen konnte ich viele der beschriebenen Situationen gut nachvollziehen. Vielleicht war aber gerade das auch der Grund dafür, dass mich das Buch nicht durchgehend erreichen konnte. Einige Kapitel wirkten auf mich etwas repetitiv: Die konkreten Situationen ändern sich, doch häufig steht erneut eine ähnliche Erfahrung von Ausgrenzung oder Zuschreibung im Mittelpunkt. Für mich entstand dadurch weniger das Gefühl, etwas grundsätzlich Neues zu erfahren, sondern vielmehr verschiedene Kontexte kennenzulernen, in denen sich vergleichbare rassistische Mechanismen zeigen.
Besonders interessant fand ich hingegen die Passagen über die Reisen in die Heimat der Familie. Sezgin beschreibt dort das Gefühl, auch dort letztlich „immer nur ein Gast“ zu sein. Besonders hängen geblieben ist mir ihre Beobachtung: „Mit jeder unserer Reisen wurde dieses Gefühl stärker, dass es vielleicht gar nicht Geschenke waren, die wir mitbrachten, sondern ein bisschen von unserer neuen Heimat, ein bisschen Fremdheit.“ Dieser Gedanke beschreibt für mich sehr eindrücklich dieses Dazwischen: In Deutschland als fremd wahrgenommen zu werden und gleichzeitig in der vermeintlichen Heimat zu merken, dass auch dort längst eine Distanz entstanden ist.
Am stärksten in Erinnerung geblieben ist mir jedoch der Epilog und das Gespräch mit ihrem Vater. Als es um die Erfahrungen mit Rassismus geht, sagt er: „So schlimm war es gar nicht für uns, ich glaube ihr seid einfach etwas empfindlicher, ihr jungen Leute. Ihr nehmt die Dinge anders wahr als unsere Generation.“ Gerade dieser Generationenkonflikt hat mich nachdenklich gemacht. Sezgin verdeutlicht, dass vieles früher möglicherweise einfach hingenommen und deutlich weniger reflektiert wurde. Vielleicht auch deshalb, weil es kaum Möglichkeiten oder Räume gab, sich dagegen zu wehren, Erfahrungen einzuordnen oder überhaupt offen darüber zu sprechen. Dass die jüngere Generation diese Situationen anders benennt und bewertet, bedeutet schließlich nicht zwangsläufig, dass sie früher nicht existiert haben.
Auch wenn ich mit "Almancı-Mädchen" aufgrund der für mich teilweise wiederholenden Struktur nicht ganz warm geworden bin, halte ich das Buch für einen wichtigen Beitrag. Es macht Erfahrungen sichtbar, die viele Menschen mit Migrationsgeschichte leider sehr gut kennen, kann aber gerade auch für diejenigen wertvoll sein, die solche Situationen selbst nie erleben mussten. Es eröffnet einen persönlichen Blick darauf, wie Fremdzuschreibungen und Rassismus einen Menschen durch unterschiedliche Lebensphasen begleiten können.
**3,75 von 5 Sternen.**
Vielen Dank an den dtv Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dies hat meine persönliche und ehrliche Meinung zum Buch nicht beeinflusst.
Besonders deutlich wird dabei, wie schnell Menschen in Schubladen gesteckt und Migrant*innen in vermeintlich „gute“ und „schlechte“ Migrant*innen unterteilt werden. Sezgin berichtet von Begegnungen mit Behörden, von ihrem Versuch, beruflich Fuß zu fassen, und von Situationen, in denen ihr vermittelt wird, dass sie nicht in das gewünschte Bild passt. Dabei geht es nicht nur um einzelne rassistische Aussagen oder Begegnungen, sondern vor allem um die Strukturen und gesellschaftlichen Vorstellungen, die hinter diesen Erfahrungen stehen.
Das Thema selbst finde ich sehr interessant und wichtig. Als jemand mit eigener Migrationsgeschichte und teilweise ähnlichen Erfahrungen konnte ich viele der beschriebenen Situationen gut nachvollziehen. Vielleicht war aber gerade das auch der Grund dafür, dass mich das Buch nicht durchgehend erreichen konnte. Einige Kapitel wirkten auf mich etwas repetitiv: Die konkreten Situationen ändern sich, doch häufig steht erneut eine ähnliche Erfahrung von Ausgrenzung oder Zuschreibung im Mittelpunkt. Für mich entstand dadurch weniger das Gefühl, etwas grundsätzlich Neues zu erfahren, sondern vielmehr verschiedene Kontexte kennenzulernen, in denen sich vergleichbare rassistische Mechanismen zeigen.
Besonders interessant fand ich hingegen die Passagen über die Reisen in die Heimat der Familie. Sezgin beschreibt dort das Gefühl, auch dort letztlich „immer nur ein Gast“ zu sein. Besonders hängen geblieben ist mir ihre Beobachtung: „Mit jeder unserer Reisen wurde dieses Gefühl stärker, dass es vielleicht gar nicht Geschenke waren, die wir mitbrachten, sondern ein bisschen von unserer neuen Heimat, ein bisschen Fremdheit.“ Dieser Gedanke beschreibt für mich sehr eindrücklich dieses Dazwischen: In Deutschland als fremd wahrgenommen zu werden und gleichzeitig in der vermeintlichen Heimat zu merken, dass auch dort längst eine Distanz entstanden ist.
Am stärksten in Erinnerung geblieben ist mir jedoch der Epilog und das Gespräch mit ihrem Vater. Als es um die Erfahrungen mit Rassismus geht, sagt er: „So schlimm war es gar nicht für uns, ich glaube ihr seid einfach etwas empfindlicher, ihr jungen Leute. Ihr nehmt die Dinge anders wahr als unsere Generation.“ Gerade dieser Generationenkonflikt hat mich nachdenklich gemacht. Sezgin verdeutlicht, dass vieles früher möglicherweise einfach hingenommen und deutlich weniger reflektiert wurde. Vielleicht auch deshalb, weil es kaum Möglichkeiten oder Räume gab, sich dagegen zu wehren, Erfahrungen einzuordnen oder überhaupt offen darüber zu sprechen. Dass die jüngere Generation diese Situationen anders benennt und bewertet, bedeutet schließlich nicht zwangsläufig, dass sie früher nicht existiert haben.
Auch wenn ich mit "Almancı-Mädchen" aufgrund der für mich teilweise wiederholenden Struktur nicht ganz warm geworden bin, halte ich das Buch für einen wichtigen Beitrag. Es macht Erfahrungen sichtbar, die viele Menschen mit Migrationsgeschichte leider sehr gut kennen, kann aber gerade auch für diejenigen wertvoll sein, die solche Situationen selbst nie erleben mussten. Es eröffnet einen persönlichen Blick darauf, wie Fremdzuschreibungen und Rassismus einen Menschen durch unterschiedliche Lebensphasen begleiten können.
**3,75 von 5 Sternen.**
Vielen Dank an den dtv Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dies hat meine persönliche und ehrliche Meinung zum Buch nicht beeinflusst.
September 21, 2026
Die Autorin gibt interessante Einblicke in das Leben eines Migrantenkindes und schafft es Ihre Erleben und Fühlen authentisch darzustellen. Es braucht mehr solcher Bücher, die Zugang in eine Welt ermöglichen, die den Meisten (Deutschen) sonst verschlossen bleibt, da Migranten im Allgemeinen gerne unter sich bleiben und mit Deutschen Mitmenschen leider nichts zu tun haben möchten. Dabei könnte doch der kulturelle Austausch so spannend und bereichernd für uns alle sein.
Leider schafft Sie es nicht, die rassistische Kackscheiße zu überwinden, unter der Sie wahrscheinlich selbst in umkehrter Richtung gelitten hat und wertet damit Ihr Buch und Ihre Geschichte selbst unnötig ab.
Mit diesem Rassimusvorwurf hat Sie nun die Endstufe des Deutschseins erreicht. Herzlichen Glückwunsch, Sie sind eine von uns!
Leider schafft Sie es nicht, die rassistische Kackscheiße zu überwinden, unter der Sie wahrscheinlich selbst in umkehrter Richtung gelitten hat und wertet damit Ihr Buch und Ihre Geschichte selbst unnötig ab.
Mit diesem Rassimusvorwurf hat Sie nun die Endstufe des Deutschseins erreicht. Herzlichen Glückwunsch, Sie sind eine von uns!
September 6, 2026
Wer in die Welt der deutsch-Türk:innen eintauchen und diese auch verstehen will, macht alles richtig mit dem Buch. Mit viel Charme aber auch sehr viel Ehrlichkeit erzählt Tülin Sezgin die Geschichte von allen Kindern mit migrationsgeschichte, die mittlerweile erwachen sind. Ich bin selbst Türkin, die in Deutschland geboren und aufgewachsen ist. Sie spricht uns allen aus der Seele. Ich habe gelacht und vor allem viel geweint, weil ich mich so gesehen gefühlt habe. Ein Must read für alle!
August 14, 2026
Was für ein großartiges wichtiges Buch. Ich hab gelacht, ich hab geweint, ich hab mich erschrocken, war wütend und überrascht und hab mich geschämt, war bewegt und ergriffen. Tülin Sezgin nimmt mit und beschreibt den struggle einer Almanci so, dass ein Alman wie ich das Buch einfach nicht weglegen kann.
Danke, für dieses Buch. Ich liebe alles daran.
Danke, für dieses Buch. Ich liebe alles daran.
August 30, 2026
4,5 Sterne
Displaying 1 - 10 of 10 reviews










