Hast du das Gefühl, dass dein Leben gerade stillsteht? Fühlst du dich ausgebrannt, leer oder gefangen in einer endlosen Winterlandschaft deiner Gefühle?
Dann ist dieses Buch dein wärmendes Feuer in der Kälte. „Die Wintertraube“ ist kein gewöhnlicher Ratgeber. Es ist eine ehrliche, ungeschönte und zugleich zutiefst tröstliche Begleitung durch die dunkelsten Stunden deines Lebens.
Tauche ein in eine Welt, in der es erlaubt ist, schwach zu sein.
Die Kraft der radikalen Warum der Kampf gegen die Dunkelheit oft nur noch mehr Dunkelheit erzeugt und wie das Annehmen des Zustands der erste Schritt zur Heilung sein kann.
Die Weisheit der Lerne von der Natur, wie man Energien spart, sich auf das Wesentliche konzentriert und so auch die härtesten Zeiten übersteht.
Fachlich fundierte Einblicke ohne toxische Positivitä Entdecke die biologischen und psychologischen Hintergründe von Depressionen und Burnout – erklärt auf eine Weise, die verständlich ist und Mut macht.
Praktische Impulse für deinen Kleine, machbare Schritte, die dir helfen, wieder Licht am Horizont zu sehen, ohne dich dabei zu überfordern.
„Die Wintertraube“ ist mehr als nur ein Buch. Es ist ein Auch wenn das Leben pausiert, geht es weiter. Und du bist nicht allein.
Bestelle noch heute dein Exemplar und entdecke die Kraft, die in dir steckt, um auch diesen Winter zu überstehen.
Auch ein ideales Geschenk fü
Menschen, die gerade eine schwere Zeit durchmachen.
Freunde oder Familienangehörige, denen du zeigen möchtest, dass du für sie da bist.
Jeden, der nach neuen Wegen sucht, mit psychischen Belastungen umzugehen.
Dieses Buch ist kein einfaches Werk, auch wenn es mit größtenteils einfachen Worten geschrieben wurde. Es ist ein Buch über Depression, und Depression ist eine schwere Krankheit, die nicht selten zum Tode führen kann. Allerdings wird diese Krankheit noch immer nicht von allen anerkannt. Ich habe es selbst erlebt, zwar nicht als Betroffene, wobei ich da auch den einen oder anderen dummen Spruch geerntet habe, aber bei Mitpatienten.
Als ich damals langsam wieder online ging und diesen Blog gründete, schwor ich mir, offen zu sein. Das war vielleicht der Fehler davor gewesen. Leute hatten nicht erkannt, wie schlecht es mir ging. Als dann der Auflösungsvertrag kam, ich glaube, das war damals der letzte Tropfen, der das Fass das erste Mal zum Überlaufen brachte. Mein erster Versuch, aus dem Leben zu treten - und er wurde verhindert von jemanden, den ich gerade erst kennen gelernt hatte. Damals stand das Wort Depression das erste Mal im Raum, doch ich weigerte mich, dieses Wort anzunehmen.
Das zweite Mal war Jahre später. Ich weiß heute nicht, ob ich die ganze Zeit über leicht depressiv durch die Lande gegangen bin, oder ob es ein Rückfall war. Es war schwer für mich. Ich hatte meine Arbeit aufgrund einer körperlichen Erkrankung verloren und driftete vor mich hin. Wieder war es eine Bekannte, dieses Mal eine andere, die mich so lange drangsalierte, bis ich schließlich zustimmte, zumindest in eine psychiatrische Tagesklinik zu gehen. Diagnose: mittelschwere depressive Episode.
Beim letzten mal traf es mich am schwersten, und ich bin bis heute, knapp fünf Jahre später, noch immer nicht arbeitsfähig. Heck, ich bin erst seit zwei Monaten wieder als "relativ stabil" eingestuft, und in diesem Moment denke ich, das war ein bisschen früh dafür.
Ich habe also zirka die letzten 15 bis 20 Jahre mit dieser Krankheit verbracht, zwei schwere Episoden, eine mittelschwere. Es kommt noch das eine oder andere dazu, unter anderem eine posttraumatische Belastungsstörung und Borderline (was interessant ist, denn ich neige weder zum Ritzen noch zum Verbrennen, ich mache mich geistig fertig und verletze mich so).
Um genau zu sein, ich weiß nicht, ob dieses Buch mir durch die wirklich schweren Episoden geholfen hätte. In meinem aktuellen Zustand war es sehr interessant zu lesen und gab mir noch den einen oder anderen Hintergrund, der mir vormals nicht bewusst war. Was dieses Buch aber auf jeden Fall ist, es ist schonungslos ehrlich.
Es ist keiner der üblichen Ratgeber, was man tun kann oder was man unterlassen sollte. Es geht darauf ein, dass Depression so individuell ist wie die Menschen, die daran leiden. Ich erlebte nie das stupide Daliegen. Instinktiv suchte ich mir etwas zu tun, sinnlosen Kram, aber hauptsache, es lenkte von dieser Stimme in meinem Inneren ab - tue ich jetzt auch noch, nur jetzt sind es größtenteils Bücher, die ich lese. Das hilft, vielleicht nicht so gut wie Handarbeiten oder Diamnod Painting, aber es hilft. Für ein paar Stunden am Tag fühlt man sich nicht wie der letzte Kothaufen, sondern erlebt huckepack mit den Protagonisten Abenteuer. Schreiben hilft auch, sogar viel. Dass es manchmal gut genug ist, um von Verlagen angenommen zu werden, hilft ebenfalls.
Rauer vergleicht den von der Depression gelähmten Menschen mit der Wintertraube der Bienen. Kein schlechter Vergleich, wenn man sich ein wenig näher damit beschäftigt. Im Gegenteil empfinde ich diesen Vergleich sogar als den besten, den ich je gelesen habe. Auch seine sonstigen Vergleiche mit Bienenvölkern und Depression haben Sinn und ich konnte sie mir gut vorstellen.
Was aber das wichtigste ist: Dieses Buch ist KEIN Ratgeber. Rauer beschönigt nichts, er erzählt die Wahrheit, ob aus eigener Erfahrung oder nicht bleibt offen. Auf jeden Fall hatte er etwas mit Depressiven zu tun, soviel wird im Verlauf des Buches klar. Nein, es ist kein Ratgeber, es ist eine Art Straßenkarte. Eine Karte, die dir sagt, hier stehst du und da kannst du hin. Nicht "hier musst du hin", sondern kannst. Das ist wichtig für einen Depressiven. Muss ist immer mit Zwang verbunden, mit echter Arbeit, mit etwas, was man teilweise schlicht nicht mehr fähig ist zu tun. Das "Kann" dagegen bietet eine Möglichkeit. Du musst jetzt nicht gehen, du kannst es an einem anderen Tag tun. Das ist wichtig, denn es erzeugt keinen Druck.
Überhaupt habe ich keinerlei Druck empfunden bei der Lektüre, eher das Gegenteil. Es wurden Möglichkeiten aufgezeigt, es wurden Erklärungen gegeben über die Krankheit selbst. Wie man sich im Loch fühlt war eine erstaunlich genaue Beschreibung dessen, wie es tatsächlich ist. Und es ist gut. Es ist immer gut, den Gegner zu kennen, den man bekämpft. Es ist gut, die Waffen zu kennen, mit denen man kämpfen kann. Es ist nicht gut, wenn einem Depressiven gesagt wird: "Morgen findet die Schlacht statt."
Es mag merkwürdig klingen nach den ganzen "Scheiße" und "Lügen", die ich gelesen habe auf den 233 Seiten, aber dieses Buch ist einfühlsam. Es beschönt nichts, nein, aber es beleidigt auch nicht. Kein Strammstehen (was habe ich die Morgenrunden bei meinem ersten Aufenthalt in der Klinik gehasst!), sondern einfaches Erklären. Das ist es, was mit dem Körper passiert. Das ist es, was du tun kannst, wenn du genug Kraft dafür aufbringst. Das ist wichtig, das will man wissen als Betroffene. Denn man muss irgendwie wieder aus diesem Loch heraus, auf die eine oder andere Art, und die eine ist die, die man bevorzugt.
Für mich persönlich ein wichtiges und richtiges Buch, das ich gern dem einen oder anderen Betroffenen an die Hand geben würde. Wie gesagt, kein Zwang, aber Möglichkeiten. Und Vergleiche zu Bienen und was eigentlich in einem Stock passiert. Das ist vergleichbar mit der Depression, es ist es wirklich. Ich hätte es anfangs nicht geglaubt, aber nach der Lektüre bin ich überzeugt.
Ein wichtiges und richtiges Buch. Ich denke, das beschreibt sehr gut meine Meinung.