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Das Brennglas - Aufgezeichnet von Ulrich Enzensberger

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Otto Rosenberg hat erst nach fünfzig Jahren die Kraft gefunden, dieses Buch zu schreiben. Ein überlebender deutscher Sinto erzählt seine Erinnerungen. Er klagt nicht an, rechnet nicht auf. Er berichtet, wie es gewesen ist. VORHER waren Sinti und Roma in all ihrer Besonderheit ganz selbstverständlich eingebunden in das Berliner Stadtleben. Otto Rosenberg erzählt unbeschwerte Kinderszenen aus der Zeit vor der nationalsozialistischen Gesellschaftszersetzung. Er schildert in schlichten Worten, wie sich die braune Wolke erst nach und nach in das Alltagsleben der deutschen Sinti und Roma schob. Im Jahr 1936 wurde der sechsjährige Otto Rosenberg als Mensch »artfremden Blutes« mit seiner Familie ins »Zigeunerlager« Marzahn umgesiedelt, dort von den NS- »Zigeunerforschern« Robert Ritter und Eva Justin untersucht, und 1943 nach Auschwitz deportiert. Ein Großteil seiner Familie wurde dort ermordet, Otto Rosenberg aber kam nach Buchenwald, Dora und Bergen-Belsen und überlebte. Von diesem schicksalhaften Davongekommensein und dem Weiterleben in Deutschland berichtet Rosenberg erschütternd, einprägsam und lakonisch. Der Schriftsteller Ulrich Enzensberger hat die Geschichte behutsam aufgezeichnet und mit klugen Anmerkungen versehen. Ein notwendiges, aktuelles Buch, angesichts des noch immer erschreckend gesellschaftsfähigen Antiziganismus.

160 pages, Paperback

First published September 26, 2012

20 people want to read

About the author

Otto Rosenberg

14 books4 followers
In 1995, Rosenberg recorded his memories on tape, and with writer Ulrich Enzenberger he published Das Brennglas in 1998.Michael Grobbel notes the book's 'colloquial and at time laconic style', as a result of the book staying true to its oral origins, and explains how Rosenberg discusses the continued 'persistance of racial intolerance after 1945'.

It was published as A Gypsy in Auschwitz in 1999, translated into English by Helmut Bölger. The book features an introduction from former Lord Mayor of Berlin Klaus Schütz.

According to author of Representing the Holocaust in Children's Literature, Lydia Kokkola, it is 'one of the very few books about the Gypsy Holocaust for young readers'. The book is recommended by Doris Bergen as further reading in her book War and Genocide: a Concise History of the Holocaust.

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Profile Image for Andre.
1,424 reviews107 followers
November 15, 2016
1) Deutsche Rezension
2) English Review

1) Deutsche Rezension
Das war eine interessante Leseerfahrung und scheinbar ist dies eine erweiterte Version des Titels welcher vom Autor in den 1990ern herausgegeben wurde. Da ich die ältere Version nicht kenne, kann ich nicht sagen, inwiefern die Versionen sich voneinander unterscheiden.
Man merkt auch schnell, dass der Autor seine Kindheit glücklich erinnern will, und manche würden sich sicher fragen, was die Kommentare sollen, aber ich fand sie recht nützlich.
Und ich muss sagen, dass der erwähnte Aberglaube wie man dem Teufel einen Ewigen Taler abluchsen kann, mir bekannt vorkommt, nur ich weiß nicht von wo.
Aber wie auch immer, dieses Buch geht grob von der Kindheit des Autors bis zur Geburt seiner ersten Tochter, mit der meisten Zeit in den Lagern. Dabei ist für mich nicht das gruseligste was er in Auschwitz tun musste um zu überleben (was wohl in der ersten Version gefehlt hat), sondern dass seine Aussage darüber, dass wenn die Ärzte damals weiter gewesen wären, hätten sie die Gefangenen als Organspender benutzt, sprich etwas was die chinesische Regierung scheinbar gerade tut.
Für mich war es nicht schwierig zu lesen, was der Autor erlebt hat, wie das aber bei anderen Leuten ist, kann ich nicht sagen.

2) English Review
This was an interesting reading experience and apparently this is an expanded version of the title that the author published in the 1990s. Since I do not know the older version, I cannot say how much the two version differ from another.
You quickly notice that the author wants to remember a happy childhood, and some would probably ask what is up with the commentaries, but I found them quite useful.
And I have to say that the superstition about how to trick the devil out of an eternal coin, does sound familiar, but I do not know from where.
But whatever, this book roughly covers the time from his childhood to the birth of his first daughter, most of it in camps. In that regard the creepiest element for me was not what he had to do to survive Auschwitz (which probably was missing from the 1st version), but his statement that had the doctors been more advanced back then, they would have used the inmates as organ donors. Aka exactly what the Chinese government apparently does right now.
It wasn't difficult for me to read what the author experienced back then, how that is for other people, I do not know.
Profile Image for Elke Wolf.
5 reviews
August 4, 2016
Ich weiß nicht, was mich dazu bewegt hatte, eine solch bewegende, traumatisierte Biografie zu lesen.....mich interessierte einfach die Geschichte. Otto Rosenberg hatte mehrere Konzentrationslager überlebt, u.a. auch Auschwitz.....Er ist später (2006?) gestorben. Doch beeindruckt war ich davon, welch eine Stärke Otto Rosenberg aus einem solch traurigen Hintergrund her gewann. Ab einer bestimmten Stelle relativ am Ende des Buchs war ich rein seelisch jedoch nicht mehr in der Lage in diesem Buch weiter zu lesen, so tief berührt hatte mich diese reale Geschichte. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter
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