Kennen Sie diese Situation? Der Mitarbeiter ruft "Chef, wir haben ein Problem." In der Folge hört dieser aufmerksam zu, und am Ende des Gespräches hat plötzlich der Chef das Problem des Mitarbeiters. Auf geheimnisvolle Weise hat sich der "Monkey" vom Mitarbeiter zum Chef herübergehangelt und sitzt nun vergnügt auf der Schulter des Chefs. Der Autor zeigt auf, mit welchen raffinierten Strategien Mitarbeiter versuchen, ihre Monkeys zurückzudelegieren und wie man sich als Chef davor schützen kann, um sich endlich wieder auf seine Kernaufgaben konzentrieren zu können und nicht in Überstunden zu versinken.
Unfassbar gutes Buch! Wer Mitarbeiterverantwortung hat, wird das Buch lieben. Trifft den Kern der Zeit und schafft fundamental gute Handlungsmöglichkeiten die Themen „Effizienz“ / „Zeitmanagement“ / „Mitarbeiterführung“ / „Delegieren“ etc. pro aktiv anzugehen. Klare Empfehlung!
Ich habe Monkey Management von Jan Roy Edlund inzwischen mehrfach gelesen und gehört. Es begleitet mich seit Jahren, und zwar schon lange, bevor ich wieder ernsthaft lernen oder mich beruflich weiterentwickeln wollte. Trotzdem hat mich das Bild der „Monkeys“ sofort gepackt.
Das Grundprinzip ist schnell erklärt: Im Führungsalltag übernehmen wir oft Aufgaben, die eigentlich bei anderen liegen sollten. Meistens passiert das unbewusst. Ein Kollege kommt mit einem „Problem“, man hört zu, denkt kurz mit … und schon ist der Monkey auf der eigenen Schulter.
Das Buch beschreibt die verschiedenen Arten dieser Monkeys. Vom kleinen Aufgabenäffchen bis hin zum ausgewachsenen Berggorilla, der alles lahmlegt. Das Bild ist eingängig, manchmal witzig, aber vor allem realistisch.
Worum es wirklich geht: Rückdelegation erkennen und vermeiden. Edlund gibt konkrete Hinweise, wie man sich davor schützt, ohne die Verantwortung einfach abzustreifen. Statt Lösungen sofort zu liefern, hilft oft schon eine einfache Rückfrage: „Was schlagen Sie vor?“
Ich habe das Buch kürzlich erneut gehört, nachdem ich bei der Arbeit etwas daraus zitiert hatte. Es war ein spontaner Moment, und genau das zeigt, wie sehr sich die Inhalte eingeprägt haben.
Am stärksten finde ich nach wie vor diesen einen Satz:
„Nach 5 Jahren hat jede Führungskraft die Mitarbeiter, die sie verdient.“
Klar, einfach, unangenehm ehrlich und genau deshalb so wirksam.