Das Thema Krieg/Frieden ordentlich gegen den Strich gebürstet. Es wurde ja auch Zeit damals. Leider wird auf theoretischer Ebene dann doch viel verschenkt. Galtung z.B. in seinem eröffnenden Artikel erweitert den Begriff der Gewalt (den er als Gegensatz zum Frieden versteht) so weit, dass Frieden eigentlich überhaupt nicht mehr denkbar ist. Jede Form von Macht wird als "strukturelle Gewalt" definiert (und denunziert). Das Eiapopeia-Land, in dem es "strukturelle Gewalt" nicht mehr gibt, müsste er außerhalb von Büchern für Kinder unter zwei Jahre erst mal finden. Damit wird aber auch der Friedens-Begriff eigentlich unbrauchbar, denn der kleine Frieden, der einfache Frieden ist dann ja bei Galtung gar keiner.