Im Jahr 2480 haben die Menschen ihr kleines Sternenreich auf einen guten Kurs in Richtung Zukunft gebracht. Neue Welten werden besiedelt, Forschung und Wirtschaft florieren.
Doch an der Grenze zur mächtigen Republik Arkon kommt es zu bedrohlichen Entwicklungen. Vielerorts werden geheimnisvolle Artefakte entdeckt, die sonderbare Kräfte bergen. Sind sie eine Gefahr oder ein Gewinn für die Völker der Milchstraße?
Perry Rhodan und seine Frau Thora erfahren zudem, dass ihre Tochter in Not ist. Um ihr beizustehen, benötigen sie ein spezielles Artefakt, und dessen Spur führt in den Sternhaufen M 13.
Thora Rhodan da Zoltral reist deshalb auf ihre Geburtswelt Arkon und begibt sich auf eine verdeckte Mission. Sie stößt auf eine groß angelegte Verschwörung – eine Schlüsselrolle spielt DER GETÄUSCHTE CELISTA ...
Ruben Wickenhäuser, Jahrgang 1973, wurde in Berlin geboren, studierte Geschichte, Zoologie und physische Anthropologie, um zuletzt zu Promotion und Arbeit zurück in seine Geburtsstadt Berlin zu ziehen. Vor rund sechs Jahren wagte er mit seiner Familie den Sprung nach Mittelschweden. Dort arbeitet er als Publizist und für ein landesweites Projekt der jungen Sportart Jugger, die er aus Deutschland mitbrachte. Für sein Engagement wurde er mehrfach ausgezeichnet.
Mit dem Schreiben begann er Mitte der neunziger Jahre, wo er sowohl einen Roman für Jugendliche als auch ein Sachbuch über indianische Spiele vorlegen konnte. Später initiierte er gemeinsam mit dem Schriftsteller Titus Müller den Autorenkreis Historischer Roman Quo vadis.
Zudem wirkte er als Herausgeber und Mitautor dreier Gemeinschaftsromane, die von zwölf Schriftstellern gemeinsam verfasst und im Aufbau-Verlag publiziert wurden. Insgesamt schrieb er bislang über 20 Bücher.
Seine Jugend prägten im Science-Fiction-Bereich der Autor Stanislav Lem sowie die Lektüre von »Mark Brandis« und »Sternengarde«. Durch den Start von PERRY RHODAN NEO wurde er jedoch auf die Serie aufmerksam und war von Qualität und Handlung sehr angetan. Innerhalb der STELLARIS-Kurzgeschichtenreihe veröffentlichte er zwei Science-Fiction-Texte in PERRY RHODAN-Romanen, in denen es einerseits um Jugger und andererseits um Dinosaurier ging.
»Ich bin weiterhin von der Phantasiefülle und visionären Kraft des Science Fiction begeistert«, sagt der Autor zu seinem Engagement. »Deshalb ist es für mich eine Freude und Ehre, auch dem sehr angenehmen Autorenteam von PERRY RHODAN NEO beitreten zu können.«
Insbesondere die Figur des Gucky, die er in seiner Jugendzeit als »übermächtige Diddl-Maus« nicht besonders gemocht hatte, hat es ihm inzwischen angetan. Seinen ersten Roman für PERRY RHODAN NEO hat der Autor schon geliefert, am zweiten arbeitet er bereits.
Ich fand dieses Taschenheft den besten PRneo-Roman seit Jahren, was sowohl Stil, Spannung und Komposition der Geschichte angeht. Die Geschichte dreht sich fast ausschließlich um Thora, die alleine in der Republik Arkon auf der Suche nach der Geisterflotte recherchiert, die ein Massaker unter Mehandor angerichtet hat, und die zweifellos arkonidischen Ursprung sind. Dass sie als ehemalige Adelige in der Repubik in die Intrigen zwischen den ehemaligen Herren des arkonidischen Imperiums und der Republik gerät, war eigentlich vorherbestimmt. Ihre Nachforschungen erzählt der Autor spannend und erhellend, da sie den Machenschaften der Adeligen auf die Spur kommt und das Machtgefüge des "Haus der Kelche" aufdeckt. Allerdings kommt sie dem Geheimnis um die Geisterflotte keine Spur näher. Ein Highlight war für mich die Kabbeleien zwischen Thora und Pero Yulav, dem Geheimdienst-Chef der neuen arkonidischen Republik, der mit ihr zähneknirschend zusammenarbeiten muss. Beide mögen sich nicht, aber gemeinsam decken sie viele Geheimnisse auf. Nun kann man konstatieren, dass durch die Mitarbeit von Kai Hirdt die Exposéarbeit strukturierter vor sich geht und die Esoterik-Sülze etwas reduziert wurde. Ich habe die Lektüre jedenfalls sehr genossen und hoffe auf mehr !
3,5 Thora DaZoltral Rhodan, allein unterwegs in der neuen Republik Arkon, auf den Spuren der Geisterflotte und dem ominösen Artefakt. Bald gerät sie in den Konflikt der neuen Regierung mit dem Haus der Kelche, das Präsident Varek Tolgan stürzen und die Adelsherrschaft wieder herstellen will. Aber die Geisterflotte hat mit dieser Gruppierung nichts zu tun. Aber die Adelspartei setzt den sympathisch auftretenden Agenten Menzun da Orcast auf Thora an, die wiederum mit dem unsympathischen Präsidentenberater und Celista Pero Yulaf zusammenarbeiten muss, um bei der Recherche voranzukommen. Letzendlich hilft es Thora mehr, ihre adelige Herkunft auszuspielen und so zu einem alten Archiv vorzustoßen, zu dem nur Leute mit Extrasinn Zugang haben. Doch dann macht die Handlung eine scharfe Kehre, es wird dramatisch und sehr actionlastig. Thora gerät wirklich in Gefahr und die Leserschaft weiß warum. Ein unterhaltsamer Einblick in die Machtverhältnisse bei den Arkoniden. Schwarz-Weiß-Malerei wird zudem vermieden. Guter Kniff Pero Yulaf arrogant und unkooperativ darzustellen, und seinem Gegenspieler sympathisch erscheinen zu lassen. Großes Plus, Thora allein agieren zu lassen, war eine gute Entscheidung dadurch gewinnt die Serie.
Funfact und Fanfrage. Eric Weidenburn als Sohn von Atlan könnte ja das Haus Gonozal, das bei den Arkoniden als "ausgestorben" gilt, weiterführen, falls Atlan nicht mehr auftaucht.
Zwischenzeitlich ein bisschen wie "Asterix erobert Rom": Sie müssen zu Schalter 38 und Passierschein 45B besorgen", wurde der Roman nach hinten raus deutlich besser.
Der fanatische Hass bzw. der Umschwung von Bewunderung zu Hass durch den Adelsvertreter gegenüber Thora, nur weil sie nicht reinen Adelsblutes ist, sondern adoptiert wurde, finde ich irgendwie ziemlich drüber, maße mir aber nicht an, das als komplett unrealistisch anzusehen - soll es in ähnlicher Form ja leider auch in der realen Welt geben.