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Odyssee: Das mythische Heldenepos über die Irrfahrten des Odysseus – Der Originaltext zum Kino-Highlight von Christopher Nolan (Reclam Taschenbuch)

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Vom Wind getrieben, von den Göttern geprüft

»Nenne mir, Muse, den Mann, den vielgewandten« Nach dem Ende des trojanischen Krieges lassen die Götter König Odysseus jahrelang über die Meere irren. Doch Athene hat eine Schwäche für den listenreichen Helden. Sie hilft ihm, nach Ithaka zurü zu seiner geliebten Penelope. Der Zyklop Polyphem oder die betörenden Sirenen sind dabei nicht die einzigen Gefahren, die Odysseus auf seinem Weg bezwingen muss.
Homers wirkmächtiges Epos in 24 Gesängen entstand um 700 v. Chr. und steht damit am Beginn der großen Dichtungen des Abendlands. – Mit einer kompakten Biographie des Autors.

400 pages, Kindle Edition

Published July 15, 2026

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Homer

5,195 books7,700 followers
Homer (Greek: Όμηρος born c. 8th century BC) was a Greek poet who is credited as the author of the Iliad and the Odyssey, two epic poems that are foundational works of ancient Greek literature. Homer is considered one of the most revered and influential authors in history.
Homer's Iliad centers on a quarrel between King Agamemnon and the warrior Achilles during the last year of the Trojan War. The Odyssey chronicles the ten-year journey of Odysseus, king of Ithaca, back to his home after the fall of Troy. The poems are in Homeric Greek, also known as Epic Greek, a literary language which shows a mixture of features of the Ionic and Aeolic dialects from different centuries; the predominant influence is Eastern Ionic. Most researchers believe that the poems were originally transmitted orally. Despite being predominantly known for its tragic and serious themes, the Homeric poems also contain instances of comedy and laughter.
Homer's epic poems shaped aspects of ancient Greek culture and education, fostering ideals of heroism, glory, and honor. To Plato, Homer was simply the one who "has taught Greece" (τὴν Ἑλλάδα πεπαίδευκεν). In Dante Alighieri's Divine Comedy, Virgil refers to Homer as "Poet sovereign", king of all poets; in the preface to his translation of the Iliad, Alexander Pope acknowledges that Homer has always been considered the "greatest of poets". From antiquity to the present day, Homeric epics have inspired many famous works of literature, music, art, and film.
The question of by whom, when, where and under what circumstances the Iliad and Odyssey were composed continues to be debated. Scholars remain divided as to whether the two works are the product of a single author. It is thought that the poems were composed at some point around the late eighth or early seventh century BC. Many accounts of Homer's life circulated in classical antiquity; the most widespread account was that he was a blind bard from Ionia, a region of central coastal Anatolia in present-day Turkey. Modern scholars consider these accounts legendary.

French: Homère, Italian: Omero, Portuguese, Spanish: Homero.

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Profile Image for Julia .
214 reviews
July 15, 2026
Homers „Odyssee“ gehört zu jenen Werken, deren Einfluss auf die Literatur kaum überschätzt werden kann. Trotzdem war ich gespannt, ob ein Epos aus der Antike auch heute noch als Geschichte funktioniert oder ob seine Bedeutung vor allem aus seiner historischen Stellung entsteht. Meine Leseerfahrung hat mir gezeigt, dass die Faszination dieses Werkes nicht nur in seinem Alter liegt. Hinter dem berühmten Namen verbirgt sich eine erstaunlich lebendige Erzählung über Heimkehr, Verlust, Klugheit, Treue und den unbeugsamen Willen eines Menschen, seinen Platz in der Welt zurückzugewinnen.

Im Mittelpunkt steht Odysseus, der nach dem Ende des Trojanischen Krieges versucht, nach Ithaka zu seiner Frau Penelope und seinem Sohn Telemachos zurückzukehren. Doch der Weg nach Hause wird durch die Launen der Götter, gefährliche Begegnungen und zahlreiche Prüfungen zu einer jahrelangen Odyssee. Besonders interessant fand ich, dass Odysseus nicht als makelloser Held dargestellt wird. Er ist mutig und außergewöhnlich klug, aber auch ein Meister der Täuschung, ein Stratege, der seine Worte ebenso geschickt einsetzt wie seine Waffen. Diese Vielschichtigkeit macht ihn zu einer Figur, die weit über das klassische Heldenbild hinausgeht.

Die besondere Stärke des Werkes liegt für mich in seiner Atmosphäre. Homer erschafft eine Welt, in der Menschen und Götter eng miteinander verbunden sind, in der das Meer zugleich Freiheit und Bedrohung bedeutet und jede Begegnung etwas Schicksalhaftes in sich trägt. Die Inseln, mythischen Wesen und göttlichen Mächte wirken nicht wie bloße fantastische Elemente, sondern sind Teil eines Weltbildes, das die gesamte Handlung prägt. Gleichzeitig erzählt die „Odyssee“ nicht nur von Abenteuern auf hoher See, sondern auch von Familie, Erinnerung und der Sehnsucht nach einem Zuhause.

Beeindruckend fand ich außerdem die Erzählstruktur. Die Geschichte folgt nicht einfach nur einer geradlinigen Reise, sondern setzt verschiedene Perspektiven und Zeitebenen zusammen. Besonders Penelope und Telemachos erhalten eine Bedeutung, die zeigt, dass die Heimkehr nicht allein die Geschichte eines Mannes ist, sondern auch die Geschichte jener, die zurückbleiben und warten.
Homers Sprache besitzt eine besondere Würde und einen eigenen Rhythmus. Auch wenn ein antikes Epos eine gewisse Aufmerksamkeit verlangt, empfand ich die Erzählung als zugänglich und überraschend abwechslungsreich. Zwischen großen Schlachten, göttlichen Eingriffen und gefährlichen Prüfungen finden sich ebenso menschliche Momente, Humor und feine Beobachtungen über das Zusammenleben.

Was die „Odyssee“ von vielen späteren Fantasy und Abenteuererzählungen unterscheidet, ist ihre grundlegende Kraft. Viele Motive, die uns heute vertraut sind, haben hier ihre Wurzeln. Trotzdem wirkt die Geschichte nicht wie ein Museumsstück, sondern wie ein Werk, das weiterhin Fragen über Mut, List, Loyalität und die Suche nach dem eigenen Zuhause stellt.

Diese Ausgabe von Reclam war für mich eine lohnende Begegnung mit einem der bedeutendsten Texte der Weltliteratur. Die „Odyssee“ ist nicht nur ein Stück Literaturgeschichte, sondern vor allem eine zeitlose Erzählung, die auch nach fast dreitausend Jahren nichts von ihrer Wirkung verloren hat.
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