Ein berührender Roman über Liebe, Lebensentwürfe und die flauschigste Stelle zwischen zwei Kaninchenohren.
Leo ist stolz auf ihre Scheidung. Jetzt hat sie Lust auf etwas Leichtes. Bei ihrer Suche begegnet sie verschiedensten Männern und einer ungewöhnlichen Freundin. Leos Herz erobert allerdings erst mal nur Frederic, ein deutscher Riesenschecke.
Eine Geschichte über das, was nach der Trennung kommt, und den Mut zur Freiheit.
Manchmal braucht es gar nicht viel, um eine richtig schöne Geschichte zu erzählen. ❤️
Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, war die Freundschaft zwischen Leo und der älteren Heide. Ich mochte es sehr, wie die beiden Frauen einander begegnen und wie viel aus dieser Verbindung entsteht. Gerade diese unterschiedlichen Lebensphasen und Sichtweisen machen ihre Freundschaft für mich so besonders.
Leo ist glücklich geschieden und steht plötzlich vor ganz neuen Möglichkeiten. Ein Neuanfang bedeutet schließlich nicht nur Freiheit, sondern wirft auch jede Menge Fragen auf. Was möchte ich eigentlich vom Leben? Was passt noch zu mir und was darf sich verändern? Ich fand es schön, Leo bei diesen Gedanken zu begleiten und mitzuerleben, wie sie ihren eigenen Weg sucht.
Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen, aber hinter dieser Leichtigkeit steckt durchaus Tiefgang. Es geht um Lebensentscheidungen, Erwartungen und darum, sich selbst noch einmal neu kennenzulernen. Und natürlich auch um die Menschen, die uns dabei begegnen und manchmal mehr verändern, als wir vorher gedacht hätten.
Für mich ist Etwas Leichtes eine warmherzige Geschichte, die zeigt, dass ein Neuanfang kein Drama und keine große Inszenierung braucht. Manchmal darf sich das Leben einfach neu sortieren – und manchmal sind es gerade die unerwarteten Begegnungen, die dabei den Unterschied machen.
Ein Buch, das sich leicht lesen lässt und trotzdem einiges zum Nachdenken mitgibt. 4,5 ⭐️
"Aber die Sehnsucht danach, gemeinsam mit einem anderen Menschen etwas Leichtes vor sich zu haben, die legte sich in diesem Moment neu und unerwartet über ihr Herz."
Leo feiert mit 41 Jahren ihre Scheidung. Sie wollte und will auch immer noch keine Kinder, Sie hätte gerne etwas Leichtes, so wie mit dem Gemüsehändler Adam in ihrer Straße. Freundin Caro drängt sie zum Dating über Apps und eine neue Freundin gibt ihr einen ganz neuen Ansatz. Vielleicht sollte sie besser erstmal alleine bleiben? Und dann ist da noch das riesige Kaninchen namens Frederic, dass in Leos Leben hoppelt und nicht mehr raushüpft.
"Etwas Leichtes" ist mein zweites Buch von Eva Lohmann und wie schon "Wie du mich ansiehst" hat es mir sehr gut gefallen! Ich mochte die Themen, die im Roman behandelt werden: Unabhängigkeit, Freiheit, Entscheidungen, Familie, Freundschaft ... Ich mochte Leo sehr, fand ihren Job im Tierheim richtig cool und mal etwas ganz anderes. Auch die Sequenzen am Ende jedes Kapitels, die andere Charaktere näher beleuchtet haben, fand ich abwechslungsreich und originell.
Für mich ein Feel-Good-Roman über eine starke Frau, die ungewöhnliche Wege einschlägt, um ganz sie selbst zu sein. Von mir gibt es auf jeden Fall eine große Empfehlung!
Als geschiedene Frau mit Mitte vierzig ist das Leben vorbei? Eva Lohmann beweist das Gegenteil: Eine sehr unaufgeregte und wunderbar leichte Geschichte darüber, sich noch einmal ganz neu in das Leben und in sich selbst zu verlieben 🐇
"Sie konnte tatsächlich tun, was sie wollte. Sie musste sich für keinen Mann zusammennehmen und auch keinem Kind ein Vorbild sein. So stellte sich Leo, die nie ernsthaft studiert hatte, das Studentenleben vor. Im Schlafanzug Kuchen essen und lesen. Es würde wohl keinen Mann geben, mit dem sie diese Angewohnheit hätte teilen können. Dinge, die ebenfalls gut waren: Pinkeln bei offener Klotür, schlafen ohne Ohropax, überall Bücher herumliegen lassen. Abends schon um acht ins Bett gehen, dafür dann morgens um fünf zu lauter Musik Kuchen backen. Durch die Wohnung laufen, ohne zu wissen, wie man gerade aussah. Ohne Mann zu leben war wunderbar."
"Die Trauer legte sich indes wie eine dünne Schicht über die anderen traurigen Schichten seiner Seele wie die Jahresringe im Inneren eines Baumes. Äußerlich nicht sichtbar, aber für immer ein Teil von ihm."
"Früher mal, wollte sie zu den beiden sagen, früher mal war ich selbst eine von denen, die was Leichtes vorhaben. Und es fühlt sich wirklich seltsam an, nun auf der anderen Seite zu sein."
"Die Wohnung hatte während der ereignisreichen letzten Stunden einfach nur weiterexistiert. Nichts hatte sich verändert oder war verschoben worden, kein Staubkorn hatte Zeit gehabt zu fallen, während Leos Leben einmal auf links gedreht worden war."
"»Ja«, sagte Heide nachdenklich. »Es ist wirklich erstaunlich, was manche Frauen alles hinnehmen, nur um einen Penis im Haus zu haben. «Leo hob die Augenbrauen. »Ist das auch ein Zitat? «Heide lächelte. »Nein, darauf bin ich ganz allein gekommen.«"
Offiziell erscheint das Buch wohl erst am 27.08., ich habe es aber schon am 20. in der Buchhandlung entdeckt. Und nachdem ich die ersten beiden Sätze gelesen hatte, musste es einfach mit: „Die Scheidung war wunderbar. Wirklich, alle waren sehr glücklich.“ (S. 8) 🤭
Ich habe das Buch dann auch direkt in einem Rutsch gelesen und es hat mich unfassbar berührt! Eva Lohmanns Schreibstil hat mir so gut gefallen. Irgendwie leicht und unaufgeregt, aber trotzdem habe ich immer wieder so starke Passagen gefunden, die ich mir abfotografiert habe (traue mich einfach nicht in nem Buch zu markieren 👀):
„Ich finde es einfach eine coole Beschreibung. Geschiedene Frau, das klingt doch nach einer, die was durchgemacht hat und sich rausgekämpft hat. Nach Unabhängigkeit und nach Freiheit, oder nicht?“ (S. 112)
Vor allem hat mich das Buch immer wieder über die Frage nachdenken lassen: Warum erzählen wir eigentlich so viele Geschichten, in denen die Hochzeit bzw. die romantische Beziehung DAS Happy End ist? Kann ein glückliches Leben nicht genauso gut ohne eine Paarbeziehung stattfinden?
„Heide war eine Witwe, eine alte, alleinstehende Frau. Es war nicht von der Hand zu weisen, dass diese Worte an Frauen klebten, die ohne Mann lebten. Aber es war eben auch nicht von der Hand zu weisen, dass Heide ein offensichtlich glückliches Leben führte.“ (S. 187)
Ich glaube, genau das hat mich an dem Buch so berührt. Vielleicht gibt es einfach viel mehr Arten, glücklich zu leben, als wir oft denken.
Eva Lohmann liefert für mich verlässlich kurzweilige feministische Feel-good-Literatur (falls das kein Widerspruch ist…?): Leicht zu lesen, konstant in der Spannung, mit ein paar Denkanstößen und einer magischen Prise Affidamento.
Besonders spannend fand ich die Gedanken zu Antinatalismus und Tierhaltung.
Ein grandioses Buch; mit Leichtigkeit gelingt es Eva Lohmann, die Fülle, den Schmerz des Lebens auf den Punkt zu bringen. Das Buch spiegelt mühelos Sequenzen und Erfahrungen des Lebens treffsicher wider. Ein wahrhaftiges und hoffnungsvolles Buch, das noch nachhallt, wenn es schon längst zu Ende gelesen ist...
Selten hat mich ein Buch so berührt wie dieses. Ich hatte gar nicht viel erwartet; einfach „etwas leichtes“. Aber die Protagonistin, die anderen Charaktere, die Erzählweise - nach wenigen Seiten war klar, dass dies ein besonders Buch ist. Das Buch hat mich oft zum Lächeln gebracht und manchmal auch zum Weinen. Etwas leichtes, was aber ganz tief geht.
Etwas Leichtes, ist ein leichtes witziges Buch der Schriftstellerin Eva Lohmann. Der Roman ist nicht zu leicht, es war gerade ein perfektes Buch für mich. Ich brauchte etwas lockeres. Erst hatte mich das Kaninchen aus dem Cover abgeschreckt, aber dann war es genau richtig.
Die vierzigjährige Leo wird gerade geschieden. Sie wollte kein Kind, der Mann aber doch. Leo mag keine Nähe. Sie arbeitet in einem Tierasyl. Nebenbei pflegt sie noch fremde verwahrloste Gräber. Dabei lernt sie Heide kennen, mit der sie sich befreundet. Ihre gleichaltrige Freundin hat gerade ihr drittes Kind bekommen. Dann gibt es noch den Gemüsehändler. Es gibt mit den verschiedenen Personen wunderbare Dialoge. So wird die Geschichte richtig gut. Es hat Spaß gemacht diesen Roman zu lesen.
Das Buch hat mir wie die anderen Bücher von Eva Lohmann wieder sehr gut gefallen! Der Schreibstil ist richtig locker leicht und man fliegt nur so durch die Seiten. Dabei werden trotzdem immer wieder wichtige Thematiken behandelt, hier ein Neuanfang einer Frau nach der Scheidung, soziale Normen, „was sollte man in dem Alter normalerweise sein/tun?“. Auch die Charaktere waren sehr sympathisch und es ist ein richtiger comfort Read. :)
„Die Scheidung war wundervoll.“ Dieser Satz überrumpelte mich beim Lesen, denn wer feiert eine Trennung? Normalerweise erwartet man Wut, tiefe Trauer oder eine lähmende Erschöpfung. Doch Leo fühlt in dem Moment Freiheit, lässt ihren Ex-Mann ziehen und gönnt ihm seine neue Ehefrau.
Mit Anfang 40 beendet Leo das ständige Ausrichten ihres Lebens nach den Molekülverschiebungen eines Mannes. Sie will herausfinden, wer sie ist, wenn niemand mehr etwas von ihr erwartet. Doch ganz ohne Wehmut geht es bei ihr dann auch nicht: „Aber die Sehnsucht danach, gemeinsam mit einem anderen Menschen etwas Leichtes vor sich zu haben, die legte sich in diesem Moment neu und unerwartet über ihr Herz“.
Im Tierheim, wo sie als Pflegerin arbeitet, scheint der Riesenschecke Frederic ihr Trost zu spenden. Leo klammert sich förmlich an dieses Tier, fast so, als würde sie die Menschen meiden, um weiteren Entscheidungen zu entgehen.
Um Leo aus ihrem Schneckenhaus zu bekommen, meldet ihre Freundin Caro sie bei einer Dating-App an. Es folgt eine Reihe von Begegnungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und mit leichtem Humor und einem Augenzwinkern geschildert werden. Es zeigt, wie schwierig es ist, sich in der digitalen Singlewelt zu orientieren, ohne sich darin zu verlieren.
Als Leos Weg wieder einmal auf den Friedhof führt, um ungefragt fremde Gräber zu pflegen, begegnet sie der älteren Heide. Diese Begegnung wird zum Wendepunkt der Geschichte, denn die lebensfrohe Heide zeigt Leo, dass ein erfülltes Leben nicht nach einem starren, vorgefertigten Plan funktionieren muss.
Die kurzen Perspektivwechsel am Ende der Kapitel haben mir sehr gefallen. Hier werden die Gedanken der beteiligten Personen als Blick hinter die Kulissen dargestellt und es zeigt, wie oft wir uns in unserer eigenen Wahrnehmung irren.
Dennoch bin ich mit Leo einfach nicht warm geworden, obwohl sie eigentlich ganz sympathisch ist. Viel zu oft kreist die Handlung nur um Leos Sicht auf die Welt, wodurch das Gelesene fast schon während des Lesens wieder verpufft.
Während sie sich in ihren Problemen vergräbt, bleibt sie blind für die Bedürfnisse ihrer Freundin Caro, die eigentlich dringend Unterstützung bräuchte. Das hat mich ziemlich gestört.
Die Botschaft am Ende ist zwar schön, fühlt sich aber irgendwie unverdient an, weil die Entwicklung davor fehlte. Es passiert einfach, ohne dass es vorher gewachsen wäre. Für mich ein Roman für die Urlaubstasche – etwas Leichtes – mit einem wunderschönen Cover.
In Etwas Leichtes erzählt Eva Lohmann von Leo, die nach einer Scheidung herausfinden muss, wie sie allein glücklich werden kann. Während sie sich in ihrem Alltag neu orientiert, arbeitet sie im Tierheim und kümmert sich dort liebevoll um Kaninchen. Dabei geht es um Neuanfänge, Selbstliebe und die Frage, ob es wirklich eine Beziehung braucht, um ein erfülltes Leben zu führen.
Besonders gut gefallen hat mir, dass ich auf ein Thema gestoßen bin, über das ich bisher noch nicht allzu viele Bücher gelesen habe. Auch das Setting im Tierheim hat mein tierliebes Herz natürlich direkt erobert.
Vor allem Heide ist mir sehr ans Herz gewachsen, aber auch die anderen Charaktere, wie Adam und Konrad, haben mir viel Freude bereitet. Sie zeigen Leo auf unterschiedliche Weise, wie viel Liebe und Glück im Leben stecken können. Ich hatte beim Lesen viel Spaß und habe das Buch mit einem richtig guten Gefühl beendet. Besonders das Schlusskapitel hat mich abgeholt und für mich ein zufriedenstellendes Ende der Geschichte geschaffen.
Auch der Schreibstil von Eva Lohmann konnte mich überzeugen. Besonders die kursiv gedruckten Abschnitte nach den einzelnen Kapiteln haben mir gefallen, da sie neue Perspektiven eröffnet und mich zum Nachdenken angeregt haben. Etwas Leichtes war mein erstes Buch der Autorin, aber ganz bestimmt nicht mein letztes. Eine warmherzige Geschichte über Neuanfänge, Selbstständigkeit und die Erkenntnis, dass das eigene Glück nicht von einer Beziehung abhängen muss. 5 von 5 Sternen – eine große Empfehlung!
Vielen Dank an NetGalley und den Eisele Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dies hat meine persönliche und ehrliche Meinung zum Buch nicht beeinflusst.
Leo ist glücklich geschieden. Kinder wollte sie in ihrer Ehe nie. Für Jakob war das zunächst kein Problem, doch mit der Zeit änderte er seine Meinung und setzte sie immer mehr unter Druck. Jetzt wird er Vater, und seine neue Partnerin ist zehn Jahre jünger als Leo. Doch all das macht Leo nichts aus. Was sie viel mehr nervt: Fast alle ihre Freunde sind inzwischen mit Jakob „mitgezogen“. Alleinstehende Frauen werden offenbar einfach nicht mehr so gerne eingeladen. Und auch mit Caro, ihrer ältesten Schulfreundin, gibt es weniger gemeinsame Gesprächsthemen, seit diese ihr drittes Kind bekommen hat.
Doch dann schlägt Caro Leo vor, eine Dating-App herunterzuladen. Und plötzlich liegen ihr – zumindest theoretisch – jede Menge neue Lebensszenarien zu Füßen.
Und dann gibt es da noch Frederic, einen deutschen Riesenschecken, der Leos Herz im Sturm erobert hat.
Wie das alles zusammenhängt? Das müsst ihr natürlich mal wieder selbst herausfinden.
Die Themen Selbstbestimmung und die Frage, wie ein erfülltes Leben ganz unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen aussehen kann, haben mich sehr angesprochen. Und wie gewohnt hat mich Eva Lohmanns leichter und wunderbar unaufgeregter Schreibstil durch die Seiten fliegen lassen.
Fazit: Eine authentische Geschichte über Selbstbestimmung, Freundschaft und eine Frau, die auch nach der Scheidung ganz genau weiß, was sie will. Ich habe Leo sehr gerne begleitet und empfehle euch das Buch gerne weiter. 4,5/5
Leo ist stolz auf ihre Scheidung und möchte nach allem, was hinter ihr liegt, endlich etwas Leichtes. Auf ihrer Suche nach neuen Bekanntschaften begegnet sie den unterschiedlichsten Männern und einer eher ungewöhnlichen Freundin. Leos Herz erobert allerdings zunächst nur Frederic, ein deutscher Riesenschecke. 🐰
Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir anhand des Titels und des Klappentextes die Geschichte irgendwie leichter und lockerer vorgestellt. Stattdessen nimmt das Thema Kinderwunsch einen ziemlich großen Raum ein, was ich persönlich teilweise als belastend und auch schwer empfunden habe.
Besonders gefallen haben mir die kleinen Perspektivwechsel zwischendurch. Nach einigen Kapiteln gab es immer wieder einen kurzen Einblick, wie es einer anderen Person gerade wirklich geht. Das hat einen tollen Einblick in das scheinbar perfekte Leben anderer Personen geschaffen und gezeigt, dass man eben nie weiß, was hinter der Fassade eines Menschen steckt.
Für mich war eine der wichtigsten Botschaften des Buches deshalb auch das Thema Kommunikation. Wie oft fragt man jemanden „Wie geht’s dir?“ und erwartet eigentlich nur ein „Gut“? Dabei wäre es manchmal so wichtig, wirklich nachzufragen: Wie geht es dir wirklich?
Insgesamt war es für mich nicht die leichte Geschichte, die ich erwartet hatte, aber sie hat mich zum Nachdenken gebracht und einige wichtige Themen angesprochen.
Die vierzigjährige Leo ist frisch geschieden und wild entschlossen, das Leben jetzt alleine zu genießen, doch leider sieht das ihre Umwelt komplett anders, alle meinen sie müsste früher oder später nochmal einen Mann finden. So empfiehlt ihr ihre beste Freundin eine Dating-App, die sie auch ausprobiert. Ihre Eltern möchten sie gut versorgt sehen. Niemand kann so richtig verstehen, warum sie keine Kinder möchte, so dass sie sich auch hier immer wieder rechtfertigen muss. Einzig ein Kaninchen weckt Gefühle in ihr, so dass sie es am liebsten mit nach Hause nehmen würde.
Eva Lohmann hat ein ruhiges Buch über eine Frau geschrieben, die ihren eigenen Weg sucht und sich gegen ihr Umfeld behaupten möchte. Es gibt viele Situationen, die so wunderbar treffend beschrieben sind, wie z.B. die Datingwelt des Internets mit all ihren Blendern, Fotos, die Jahre alt sind, dem geghostet werden usw. Leo ist authentisch, ihre Handlungen sind nachvollziehbar beschrieben, auch wenn ich anders drauf bin, so das ich viele ihrer Probleme nicht habe. Ob ich sie jetzt mochte, weiß ich nicht, auf jeden Fall regt das Buch zum Nachdenken an.
Gerne empfehle ich dieses ruhige Buch allen weiter, die gerne Bücher über Frauen in bestimmten Lebenssituationen lesen.
Ein so wunderwunderschöner Roman, der mich unerwartet doll berührt hat. Eva Lohmanns Schreibstil und ihre Fähigkeit scheinbar kleine Momente und Empfindungen einzufangen haben mich absolut in ihren Bann gezogen, sodass ich den ganzen Roman in einem Rutsch gelesen habe. So oft habe ich mir bei Büchern schon gewünscht, auch die anderen Perspektiven außerhalb der Protagonisten kennenzulernen und finde es ganz toll, dass genau das hier passiert. Die kleinen Snippets und Perspektivwechsel ergänzen die Story rund um Leo perfekt. Nach dem Lesen bleibt ein warmes Gefühl und jede Menge Vorstellungen davon, wie ein Leben alles aussehen kann, abseits von klassischen Paarbeziehungen. Eine große Empfehlung!
Seit ich "Das leise Platzen unserer Träume" gelesen habe, stand Eva Lohmann auf meiner Merkliste. "Wie du mich ansiehst" liegt schon im SUB.
Als ich nun das neueste Buch über Netgalley anfordern konnte, habe ich also sofort zugegriffen.
Das Cover ist wieder wunderschön, das kann der Eisele-Verlag einfach. Zunächst fragte ich mich, was wohl das Kaninchen auf dem Cover zu bedeuten hat, doch dieses Tier spielt in Leos Leben eine große Rolle. Sie ist Tierpflegerin und als das außergewöhnlich gepflegte Kaninchen im Tierheim abgegeben wurde, entwickelt sie eine Beziehung dem Riesenschecken, den sie Frederic tauft.
Ihre Beziehung zu ihrem Mann Jakob ist dagegen zuende, die beiden lassen sich scheiden, weil Leo keine Kinder wollte, Jakob aber schon. Vor Gericht legt Leo jedoch Wert auf der Feststellung, dass diese Ehe nicht gescheitert ist, was die Richterin aus dem Konzept bringt. Ihre Freundin Caroline dagegen ist schwanger mit dem dritten Kind und besteht darauf, dass Leo wieder datet. Doch Leo ist eigentlich ganz zufrieden mit der Affäre zu dem Gemüsehändler Adam. Und so denkt jeder zu wissen, was die anderen am besten brauchen könnten.
Ich mochte diese Geschichte über eine Frau, die ihren Weg geht. Nach jahrelanger Ehe mit Jakob ist es die Leichtigkeit, die sie am meisten benötigt. Ihre Wohnung ist schlicht eingerichtet und Leo ist zufrieden, die Abende für sich zu haben, endlich nicht mehr fremdbestimmt zu sein. Ihr Job im Tierheim füllt sie aus und für den Trubel hat sie ihre Freundin Caro. Auch ihr Hobby, fremde Gräber zu pflegen, muss sie niemandem erklären, bis sie eines Tages auf jemanden trifft, der zu einem ihrer Pflegegräber gehört. Daraus erwächst eine besondere Freundschaft.
Der Schreibstil von Eva Lohmann ist leicht, doch tiefgründig. Ich finde es bezeichnend, dass in einem relativ schmalen Buch soviel Inhalt steckt, die Story hat mich noch eine ganze Zeit beschäftigt. Warum denkt jeder, dass das beste Leben erst in einer Partnerschaft, am besten mit Kindern gelebt werden kann? Warum muss man sich, wenn man als Frau keine Kinder möchte, rechtfertigen? Leo nimmt sich den Raum, für sich zu durchdenken und zu entscheiden, was ihr gut tut.
Ich habe diesen Roman sehr gerne gelesen. Besonders gut gefallen hat mir am Ende jedes Kapitels die Reflexion einer anderen Person zu der Situation, die wir gerade gelesen haben. Oftmals denken wir ganz anders als andere, die die gleiche Situation erlebt haben. Guter Kniff.
Ich habe mich schon lange nicht mehr so auf einer Wellenlänge mit einer so nahbaren Protagonistin gefühlt, wie hier. Trotzdem die Themen zum Grübeln verleiten, habe ich mich einfach erleichtert und gesehen gefühlt.
Die kurzen Abschnitte am Ende jedes Kapitels, die einen kurzen Einblick in die Perspektive der anderen geben, hätten nicht besser sein können und haben unfassbar viel Tiefe verliehen - genau so etwas hätte ich in vielen anderen Büchern gebraucht!
Absolut tolle Umsetzung und eine absolute Empfehlung - besonders für jeden, der sich fragt ob eine Partnerschaft aktuell wirklich der richtige weg ist.
Ich weiß nicht Eva Lohnmann das macht, aber in ihren Romanen fühle ich mich immer ertappt und gleichzeitig so gesehen. Ich kann die Worte so gut nachfühlen und gerade die ersten Seiten, dass es sich so furchtbar anhört, dass die Ehe gescheitert ist, konnte ich so gut nachfühlen. Erschreckend wie sie in einen Kopf hineinsehen kann und die Worte so klar und konkret benennt. Die sprachliche Umsetzung ist so gelungen und ihr reichen diese wenigen Seiten, um eine ganze Welt zu beschreiben.
Auch die kurzen Perpektivwechsel am Ende der Kapitel (kursiv geschrieben) fand ich so gelungen. Dieser kurze Einblick hat alles noch einmal in ein ganz anderes Lich gerückt. Bin begeistert.
Nach ihrer Scheidung genießt Leo ihr Leben als Single, doch schnell wird sie von den Erwartungen ihrer Eltern, ihrer besten Freundin und der Gesellschaft eingeholt. Eigentlich wollte sie sich nicht gleich an den nächsten Mann binden und Kinder möchte sie auch nicht. Viel lieber würde sie den Hasen adoptieren, den sie bei ihrer Arbeit im Tierheim ins Herz geschlossen hat.
Der Roman ist eher kurz, bringt die Thematik aber perfekt auf den Punkt. Es fiel mir leicht, mit der Protagonistin Leo mitzufühlen und es ist schön zu sehen, wie sie nach und nach die Erwartungen anderer hinter sich lässt und ihr eigenes Leben lebt.
Es goht um e gschiedeni Frau, Gsellschaftlichi Erwartige, Frauefründschafte unds Läbe. I has irgendwie voll gnosse, es het tiefgang, isch ab und zue lustig, es het Tier dinn (e Haas) und eifach e mega schöns Endi. Es isch au eifach so real und nochvollziehbar. Has wirklich gern gläse! PS. Jede brucht e Heide im Läbe :) <3
„… sie war ganz allein gewesen. Aber es reichte, dass jemand sie gesehen und nicht weggesehen hatte. Sie hatte sich vorgenommen, im kommenden Jahr für andere Menschen immer mal wieder selbst diese fremde Frau zu sein. Eine, die sieht und dann nicht wegsieht.“
Ein ganz leichter Roman über zwischen alleine sein zu müssen und es ganz frei gewählt zu wollen!
Ein wunderschöner, kluger und feinfühliger Roman über Liebe, Nähe, Freiheit und die Frage, wie ein erfülltes Leben eigentlich aussehen soll. Besonders beeindruckt hat mich, wie authentisch und vielschichtig Leo als Figur gezeichnet ist. Ihre Gedanken und Zweifel wirken so echt, dass man ihr beim Lesen ganz nah ist. Vor allem mochte ich auch die kleinen Perspektivwechsel am Ende der Kapitel, die den Figuren noch mehr Tiefe geben. Ein warmherziges Buch über Lebensentwürfe abseits klassischer Vorstellungen. 4,5⭐️